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Strafen gegen Zinskartelle: Zahltag für die Deutsche Bank
DPA

Ramschhypotheken, Währungstricks, Zinsmanipulationen - wo immer die Aufsichtsbehörden die krummen Geschäfte der Vergangenheit untersuchen: Die Deutsche Bank ist dabei. Nun muss das größte Geldinstitut des Landes erstmals eine empfindliche Strafe zahlen. Doch das dürfte erst der Anfang sein.

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ThomasWissmann 04.12.2013, 15:49
1. An wen?

Strafe zahlen, aber an wen? Sollten nicht alle die entschädigt werden, die letztendlich unter diesen Gaunereien leiden mussten/müssen? Die kleinen Leute...

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vinodissimo 04.12.2013, 15:55
2. Boni?

Hoffentlich müssen die Boni Bezieher der Deutschen Bank diese für die vergangenen 5 Jahre wieder zurückzahlen. Auch J. Ackermann. Als Aktionär dieser Bank platzt mir bald der Kragen.

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reinerotto 04.12.2013, 16:03
3. Endlich Sammelklagen in D zulassen !

Dann wird die DB nach den Urteilen in den privaten Schadensersatzklagen ganz rechtmäßig "vergesellschaftet".

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Progressor 04.12.2013, 16:05
4. Warum alles so ist, wie es ist

Wirtschaften im globalen Umfeld ist keine Veranstaltung im Mädchenpensionat. Wenn ich Aktionär einer Bank bin, dann will ich Knete sehen und zwar dick. Bringt das die Bank nicht, dann stoße ich meine Aktien ab und werden dann von Hedgefonds gekauft, welche die Bank in Teile zerlegt.

Ich zahle "meinem" Vorstand doch die Millionengehälter nicht zum Spass. Er ist dafür verantwortlich, dass wenn Dinger gedreht werden, die folgenden Strafzahlungen geringer als der vorherige Gewinn daraus sind. Ansonsten kann er die Verantwortung von mir aus im Knast übernehmen.

Jede Bank die dem gutbürgerlichen Anspruch gerecht wird, steht mit einem Bein im Konkurs. Einzelne Sparkassen sind schon hopps gegangen. Mit ein bissl Geld aus dem Nichts geschöpft und nette Zinsen von Privatkunden oder Unternehmen verlangt, ist es halt eben nicht getan.

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alterkaufmann 04.12.2013, 16:05
5.

Zitat von sysop
Ramschhypotheken, Währungstricks, Zinsmanipulationen - wo immer die Aufsichtsbehörden die krummen Geschäfte der Vergangenheit untersuchen: Die Deutsche Bank ist dabei. Nun muss das größte Geldinstitut des Landes erstmals eine empfindliche Strafe zahlen. Doch das dürfte erst der Anfang sein.
Was für ein Verhältnis. Die bestehlen andere Menschen um 17,1 Millarden € und zahlen zur Strafe 1,7 Milliarden. Über den Rest können sich die Banken freuen.

Bei welchem Geschäft fallen so niedrige Kosten an?

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Simon F. 04.12.2013, 16:06
6. Oh nein...

Die Strafe sollte mit einem Rettungsschirm bezahlt werden! Die arme Bank!

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freigeist1964 04.12.2013, 16:10
7. Ein gutes Geschäft

Zitat von sysop
Ramschhypotheken, Währungstricks, Zinsmanipulationen - wo immer die Aufsichtsbehörden die krummen Geschäfte der Vergangenheit untersuchen: Die Deutsche Bank ist dabei. Nun muss das größte Geldinstitut des Landes erstmals eine empfindliche Strafe zahlen. Doch das dürfte erst der Anfang sein.
für die Banken. Da verdienen sie zig Milliarden durch krumme geschäfte und dann müssen sie nur einen Bruchteil an Strafe zahlen. Und wenns dann ganz hart auf hart kommt, und die Bank nicht mehr zahlen kann, weil sie iher gewinne als BONI ausgeschüttet hat, dann darf der dumme Steuerzahler wieder blechen. Wie wäre es,wenn man die gezahlten Boni und die Gehälter einkassieren würde? Ein europaweite Finanzsondersteuer, die NUR für Banker gilt? Jedes Einkommen über eine bestimmten Satz wird zu 100% versteuert, Boni eingezogen, bis sich die Finanzsituation in den Euroländern wieder gebessert hat! Ich bin kein Linker, aber dieser Raubtierkapitalimus der Banker führt in den Abgrund und ist in meinen Augen zutiefst kriminell und asozial!

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ls451 04.12.2013, 16:10
8. John Donne und die Deutsche Bank

Bei einer so grossen systemrelevanten Bank sollte man John Donnes schönes Gedicht bedenken (das auch Hemingways Roman den Titel gab): everyone is a piece of a continent, therefore never ask For Whom the Bell Tolls: she tolls for you. Über irgendwelche verschlungenen Pfade dürfte auch der SPIEGEL ein ( sicher winziger) Teil dieses "Kontinents" sein.

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Jochen Binikowski 04.12.2013, 16:12
9.

Entweder hat das Topmanagement von den kriminellen Aktivitäten gewußt oder nicht. In ersteren Fall gehören diese Leute sofort in U-Haft, im zweiten Fall haben sie sich als unfähig erwiesen eine Bank zu führen. In beiden Fällen müsste die Bank sofort entschädigungslos verstaatlicht werden um A. Die Strafzahlungen sicherzustellen und B. Wiederholungen zu vermeiden.

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