Forum: Wirtschaft
Strafzölle als Druckmittel des US-Präsidenten: Trumps Trumpf
Leah Millis / REUTERS

Drohung, Verhandlung, Deal: US-Präsident Trump provoziert bilaterale Handelskrisen - um sie dann zu seinen Gunsten zu lösen. Dabei dienen ihm Strafzölle als Lieblingsdruckmittel. Doch die Strategie verliert an Wirkung.

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draco2007 15.06.2019, 13:40
40.

Zitat von DJ Bob
Die USA mit einem Exportanteil von um die 16% am BIP nimmt mehr Schaden auf als Deutschland mit 45 %? Aha... Sie sprachen von "fairness"? Ist es fair das die EU seit Jahrzehnten mehr Zoll auf amerik. Produkte kassiert als umgekehrt und immer noch? Und seine Vorgänger haben es wie Trump darauf "hingewiesen" natürlich mit leisere Töne. Jetzt rächt sich das die hochnäsige Europäer dies immer "nur zur Kenntnis" nahmen Wir sollten aus unsere Villa villa kunterbunter Welt herauskommen und nicht versuchen die Welt so darzustellen wie es uns gefällt oder passt
"Sie sprachen von "fairness"? Ist es fair das die EU seit Jahrzehnten mehr Zoll auf amerik. Produkte kassiert als umgekehrt und immer noch?"

JA zum tausendsten mal JA. Denn diese Zölle wurden BILATERAL ausgehandelt und von BEIDEN Seiten akzeptiert.
Das waren keine einseitigen Zölle wie bei König Trump.

Die USA hat diesen Zöllen ZUGESTIMMT, schlicht weil sie in einigen Bereichen selbst höhere Zölle erheben.

In SUMME sind die Zölle praktisch ausgeglichen.

Und wie Trump vergessen auch sie (entweder aus Unwissenheit oder böswillig) dass auch noch die DIENSTLEISTUNGSbilanz existiert...und die ist deutlich zu Gunsten der USA....

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draco2007 15.06.2019, 13:43
41.

Zitat von 123rumpel123
Nafta-Neu und diverse andere wie mit Südkorea sind schon abgehakt . Im Übrigen sollten Sie im Interesse auch Europas und dem Rest der Welt hoffen, dass sich die Amis gegenüber den Chinesen durchsetzen, sonst dürfen Ihre Enkel den Chinesen demnächst den Tee servieren.
Sie meinen Nafta-Alt mit Trumps Unterschrift, statt Obamas....

Und mit Trumps Strategie stärkt er Chinas Position in der Welt...nicht so schlau...

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Mister Stone 15.06.2019, 13:46
42.

Wieso nennt man diese Zölle "Strafzölle" oder "Sanktionen"? Diese Bezeichnungen indizieren, dass jemand irgend etwas Verbotens oder Böses getan hätte und nun für diese Untat mit vorher nicht erhobenen Zöllen bestraft bzw. gemaßregelt werden müsse. So wie man einen Kriminellen bestraft, wenn er ein Verbrechen begangen hat. Sollte man diese Wirtschaftsaggressionen nicht besser "Druckzölle" oder "Erzwingungszölle" nennen? Oder einfach nur Zölle? "Strafzölle" suggeriert, dass der Verhänger der Zölle Opfer oder Helfer der Opfer, und der durch die Zölle Benachteiligte ein Bösewicht wäre. Absurd!

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ingo.adlung 15.06.2019, 13:50
43. Machen Sie sich doch einfach mit den Fakten vertraut

Zitat von DJ Bob
Die USA mit einem Exportanteil von um die 16% am BIP nimmt mehr Schaden auf als Deutschland mit 45 %? Aha... Sie sprachen von "fairness"? Ist es fair das die EU seit Jahrzehnten mehr Zoll auf amerik. Produkte kassiert als umgekehrt und immer noch? Und seine Vorgänger haben es wie Trump darauf "hingewiesen" natürlich mit leisere Töne. Jetzt rächt sich das die hochnäsige Europäer dies immer "nur zur Kenntnis" nahmen Wir sollten aus unsere Villa villa kunterbunter Welt herauskommen und nicht versuchen die Welt so darzustellen wie es uns gefällt oder passt
Lesen Sie beispielsweise den Artikel der Süddeutschen Zeitung: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/handelsstreit-usa-eu-handelsueberschuss-1.4010706
Das angebliche Defizit mit Europa gibt es gar nicht. Was Trump geschickt macht ist sich einzelne Bereiche auszusuchen und die dann zu überhöhen und zu behaupten, dass sie den Regelfall darstellen. Das aber nennt man zurecht Fake News. So ist es tatsächlich keineswegs so, dass die EU durch die Bank höhere Zölle auf US Produkte erheben würde als anders herum. Das trifft auf einzelne Produktgruppen zu, aber das ist allgemeiner Brauch. Weltweit. Und auch die USA wenden das Mittel ein, wenn sie einen Bereich speziell schützen wollen. Bleibt zu erwähnen, dass die EU bereit waren mit den USA ein umfangreiches Freihandelsabkommen auszuhandeln, was aber der neue US Präsident, kaum im Amt beendet hat. Die USA Administration scheint ihrerseits kein Interesse an niedrigen Zöllen zu haben. Ganz im Gegenteil, es geht um Effekthascherei und Protektionismus. So einfach. Aber ja, punktuell wird Deutschland möglicherweise unter Schmerzen bluten, aber wenn die EU einig bleibt, wird auch in den USA einigen ein möglicher Handelskrieg mit der EU sehr zusetzen. Protektionismus können wir auch, wenn es erfragt wird. Bleibt die Frage, was für ein Partner und Verbündeter dies ist? Ich habe in den USA viele persönliche Freunde, aber die USA als Staat werden für mich zunehmend abstoßend. Der Fakt, dass es noch abstoßendere Staaten auf diesem Planeten gibt allein macht sie nicht attraktiv. Ich hätte mir früher nicht vorstellen können einmal zu dieser Einsicht zu gelangen.

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draco2007 15.06.2019, 13:51
44.

Zitat von mermah7
Bei SPON liest man nur Trump bashing, USA mit Trump ist zurzeit in ein Handelskrieg mit China, und was macht die EU, was macht Deutschland, nur zuschaut, es sind doch die Chinesen die ganze Industrie in Westen, spionieren, kopieren, fälschen, und von vielen Firmen permanent, die geistliche Eigentum klauen. Statt an der Seite von Trump bei Handel Konflikt mit China zu stehen, schaut man zu. Das wird sich für unsere Enkel rächen, da werden sie die Chinesen die Schuhe putzen werden. Da bin ich sicher.
WENN Trump nicht in seiner Hybris mit der GANZEN Welt in Konflikt gehen würde, DANN könnte man vielleicht den Schulterschluss gegen China eingehen.

Aber es ist nunmal eine Tatsache, dass Trump in regelmäßigen Abständen Verbündete diffamiert, bedroht, lächerlich macht, oder sonst irgend einen Unsinn.

Er droht Deutschland mit Sanktionen, wegen North Stream 2?
Ist DAS eine Grundlage für gemeinsame Aktionen?

"...es sind doch die Chinesen die ganze Industrie in Westen, spionieren, kopieren, fälschen, und von vielen Firmen permanent, die geistliche Eigentum klauen."
Und das können sie nur, weil die Firmen FREIWILLIG (bzw aus Gier) SELBST nach China gehen. Niemand hat sie gezwungen, außer die eigene Gier.

Es GAB bereits eine Strategie gegen China...
Obama hat versucht mit der ganzen Welt Freihandelsabkommen zu schließen, AUSSER China. Man wollte die WTO in ihrer Position stärken um China den Regeln der WTO zu unterwerfen.
Das alles ging OHNE Aggression, OHNE Verbündete anzugreifen...

Aber Trump kann nicht soweit denken, er kann nur zerstören, vor allem, wenn es auch nur entfernt mit Obama zu tun hat.

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spon-facebook-1330846485 15.06.2019, 13:52
45. Trumps Strategie

ist kurzsichtig.Wenn die Chinesen jetzt die Lieferung seltener Erden einschränken oder einstellen trifft das in erster Linie seine Vorzeigeunternehmen und Startups.Mexiko ist mit seiner Abhängigkeit kein Beispiel.Die Türkei kauft jetzt Raketentechnologie in Russland.Am persischen Golf kann er sich nur erneut verheddern.Die amerikanische Industrie ( Offener Brief der Unternehmen ) wird nervös.Seine Zolleinnahmen führen zu Preissteigerungen.Es sind zu viele Baustellen gleichzeitig.Europa sollte Ruhe bewahren.

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werner_k 15.06.2019, 13:54
46. Geduld

Die globale Wirtschaft wird auf der Dollarbasis abgewickelt – daraus bestehen einerseits Verantwortlichkeiten aber andererseits auch Abhängigkeiten. Die US-Wirtschaft hat damit auch glänzend verdient.

Trump hat verinnerlicht, dass er daraus Macht saugen kann und diese setzt er über Drohungen usw. unverhohlen und erpresserisch ein. Der trumpsche Protektionismus, auf die weltwirtschaftliche Verantwortlichkeit pfeifend, meint die globale Wirtschaft nach seinem Machtansprüchen formen zu können. Auf die Dauer funktioniert das niemals. Kurzfristig aber können diese Abhängigkeiten nicht anders geregelt werden. Mittel- und langfristig wird die Weltwirtschaft Wege suchen von der Dollar-Abhängigkeit wegzukommen. Der Euro hätte wirtschaftlich zwar das Zeug dazu, ist aber über nationale Egoismen ausgelöste politische Streitereien zur Zeit nicht dazu in der Lage. Ich bin aber überzeugt davon, dass man in den wirtschaftspolitischen Hinterzimmern an Lösungen arbeitet. Ein Hinweis gab Innenminister Maas, der bezüglich der Irankrise von alternativen Zahlungswegen sprach.

Es wäre also Geduld gefragt, Geduld gehört aber leider nicht zu den Eigenschaften der auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Wirtschaftsformen, denn müsste zunächst möglicherweise auch ein Tal der Ertragseinbußen durchschritten werden.

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ingo.adlung 15.06.2019, 14:04
47. Was der US Präsident nicht versteht ...

Was der US Präsident nicht versteht ist, dass er jenseits aller Effekthascherei bestenfalls Strohfeuer entfacht. Vielleicht wird es ihm kurzfristig tatsächlich gelingen China in die Knie zu zwingen. Aber der Preis wird sein, dass er auf Jahrzehnte hinaus das Klima vergiftet und China sich von der punktuellen Abhängigkeit von den USA befreien wird. Der Effekt wird sein, dass jedes Land auf unserem Planten lernen wird, dass Abkommen mit den USA das Papier auf dem sie geschrieben sind nichts wert sind, weil selbst der Unterzeichner des Papiers bevor die Tinte trocken ist sich schon nicht mehr daran halten wird. In den Geschichtsbüchern wird er somit als der Katalysator für den US Abgesang eingehen. Das wird nicht über Nacht passieren, aber schleichend. Sein Konzept könnte nur aufgehen, wenn es ihm alle international nachmachen. Solange aber EU und China, Japan, Kanada, ... die anderen großen Spieler in der Weltwirtschaft weiterhin offenen Handel betreiben und zu Verträgen stehen, werden die USA der große Verlierer werden. Aber er wird ja nicht ewig Präsident bleiben, es bleibt zu hoffen, dass der Spuk Ende nächsten Jahres vorbei sein wird. Wir werden es sehen.

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intrasat 15.06.2019, 14:38
48. Das diese Bananenrepubliken Ergebnis der

Zitat von Der Pragmatist
Was soll immer diese unsinnige Beschreibung “Fabrizierte Krisen”? Es sind wirkliche Krisen. Über eine Million Migranten pro Jahr aus Zentralamerika laesst Mexiko ueber sein Territorium gen USA marscieren.
Imperialinteressen und -politik der USA in den 50er Jahren sind, ist Ihnen aber bekannt, oder?

Btw, auch wirkliche Krisen werden fabriziert.

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Liberalitärer 15.06.2019, 14:40
49. Die WTO, Wale

Zitat von draco2007
... Man wollte die WTO in ihrer Position stärken um China den Regeln der WTO zu unterwerfen. Das alles ging OHNE Aggression, OHNE Verbündete anzugreifen...
haben gemeinsam, dass sie schwer und die Bartenwale zahnlos sind.
Nur, DT dann in Tweets gewisse Dinge (Whales) streut, die man auch auf weibliche Begleitpersonen bestimmter hoch gestellter Personen beziehen könnte, dann ist das zwar irgendwie witzig, aber doch arg grenzwertig. Es mag ein Tippfehler gewesen sein.
Die WTO bekommt gegen China nicht viel auf die Reihe meint DT wohl und selbst ein Lamy (Ex Chef) hat ihm da nie richtig widersprochen-.

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