Forum: Wirtschaft
Strafzölle als Druckmittel des US-Präsidenten: Trumps Trumpf
Leah Millis / REUTERS

Drohung, Verhandlung, Deal: US-Präsident Trump provoziert bilaterale Handelskrisen - um sie dann zu seinen Gunsten zu lösen. Dabei dienen ihm Strafzölle als Lieblingsdruckmittel. Doch die Strategie verliert an Wirkung.

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kajoter 15.06.2019, 20:04
60. @ #57

Das ist schon klar, bzw. annehmbar. Trotzdem ändert es nichts daran, dass es ihre von der Verfassung aufgetragene Pflicht wäre, ein Impeachmentverfahren einzuleiten.
Aber ich gebe gerne zu, dass die Angelegenheit sehr hekel und zweischneidig ist. Und falls Trump am Ende im Gefängnis landen würde, wäre zumindest dem Gesetz genüge getan.

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draco2007 15.06.2019, 20:08
61.

Zitat von Liberalitärer
haben gemeinsam, dass sie schwer und die Bartenwale zahnlos sind. Nur, DT dann in Tweets gewisse Dinge (Whales) streut, die man auch auf weibliche Begleitpersonen bestimmter hoch gestellter Personen beziehen könnte, dann ist das zwar irgendwie witzig, aber doch arg grenzwertig. Es mag ein Tippfehler gewesen sein. Die WTO bekommt gegen China nicht viel auf die Reihe meint DT wohl und selbst ein Lamy (Ex Chef) hat ihm da nie richtig widersprochen-.
Haben sie nicht gelesen was ich geschrieben habe, oder haben sie es nur dreist ignoriert.

Ich sagte und ich zitiere: "Obama wollte die WTO stärken", er WOLLTE Vergangenheitsform und so...und nicht er HAT.

Es war der PLAN die WTO zu stärken, DAMIT sie eben etwas gegen China ausrichten kann, da der Status Quo, wie sie richtig erkannt haben, eben nicht so ist.

Trump hat aber in seiner absoluten Hybris eben auch die WTO diffamiert und damit noch zahnloser gemacht.

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ernstrobert 15.06.2019, 21:18
62. Scheuklappen ablegen

Zitat von Andreas Gehrig
mit zwei Instrumenten verfälschen. Mit Zöllen wie das die USA im Moment machen oder Subventionen wie das primär in Europa zum Teil XL-Stil angewandt wird. Jede Unterstützung vom Staat senkt den Endpreis des Produkts. Europa ist in einigen Branchen sehr an der Preisverfälschung von China. Ganze Industrien werden Steuermilliarden in Europa durchgefuttert. Das alles senkt den Preis des Endprodukts, weil das nicht das Unternehmen/Hersteller, sondern die Gemeinschaft zahlt. Oder im Fall von Airbus durch Staatsdarlehen finanziert, die wie im Fall vom A380 nicht zurückgezahlt werden. Diese Markverfälschungen sind zum Teil so krass, dass in dem Fall sogar der Staat das Risiko für diesen Hersteller aufkommt. Nur bei Erfolg zahlt Airbus an die Regierungen zurück. So was hat dann gar nichts mehr mit Marktwirtschaft zu tun. All das gaukelt eine Pseudokonkurrenzfähigkeit vor, die real nicht existiert / die zahlt der Staat.
Wenn man Ihren Beitrag im ersten Teil selbst vervollständigt, und ihn dann (hoffentlich) richtig versteht, zeigt er in die richtige Richtung: Der Markt wird schon lange verfälscht, um heimische Produzenten zu schützen bzw. konkurrenzfähig zu halten (z.B. Landwirtschaft). Doch gibt es fragwürdige Subventionen: Gab es z.B. ein demokratisches Interesse am A 380, der Miliarden an Steuereinnahmen verbraucht hat? Das war reiner Missbrauch zu Lasten des kleinen Steuerzahlers. Zölle wirken freilich eher preiserhöhend und könnten das wieder ausgleichen, zu Lasten der Landwirtschaft z.B. in Afrika. Auch das ist kein fairer Handel. Die Mächtigen und Reichen bestimmen immer wieder die Regeln.
Sieht man zusätzlich den Zusammenhang mit der Belastung des Weltklimas durch globalisierte Wirtschaft, die für ein paar cents geringere Produktionskosten hohe (oft subventionierte) Transportkosten erzeugt, mit enormem CO2 Ausstoß, wären Zölle durchaus sinnvoll, um regionale Produzenten im Sinn kleiner Kreisläufe zu unterstützen, klimafreundlich! Also Scheuklappen ablegen und neu anfangen zu denken...

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123rumpel123 16.06.2019, 06:54
63. xxxx

Zitat von claus7447
Immer wieder auf das neue kommen Sie mit ihren bereits gefühlte 100 x durchgekauten Thesen. NAFTA - zum einen kaum differenziert zum Altvertrag, des weiteren nicht ratifiziert - bei Einsetzung der Zölle ggü. Mexiko gebrochen (was ja nicht der erste Vertrag wäre). Und sonst .... Mittlerweile häufen sich die Eingaben der Industrie und zwar genau aus seinen Wahlbezirken wo sie vor weiteren Zöllen eindringlich warnen. Wird nicht helfen - denn die 2te Hirnzelle ist gerade in Urlaub.
Nur weil Sie das "Kleingedruckte im USMCA nicht verstehen und welcher Wirtschaftsraum dahintersteht, sollten Sie Ihre Unwissenheit und Falscheinschätzung nicht als Tatsachen verkaufen.
Entlarvt sich eh immer als blankes , undifferenziertes "US-Trump-Bashing".

Der historische Beschäftigungsboom reicht allemal zur Widerlegung Ihrer Meinung aus.

Und ob Wahlkreise und oder einzelne Firmen Eingaben und Bettelbriefe schreiben ist kein Grund , grundlegende wirtschaftspolitische Entscheidungen zu korrigieren.
Oberstes wirtschaftspolitisches Ziel ist immer noch "Beschäftigung und Einkommen", die Gewinnmaximierung einzelner Unternehmen steht da sicher nicht im Vordergrund.

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123rumpel123 16.06.2019, 07:00
64. xxx

Zitat von altais
"Nafta-Neu", ein Prozent Veränderung gegenüber Nafta. Noch nicht ratifiziert. In der Auseinandersetzung Donald gegen China würde ich nicht einen Cent auf den Donald setzen. Was der mit seinen erratischen Aktionen erreicht, ist, dass China gestärkt aus dem Spiel um Vorherrschaft gehen wird. Der kluge Obama hat gewusst, wie man China einhegen kann. Der Schlaumeier Trump hat das Pazifik-Abkommen gekündigt. Der hört Obamas Abkommen und gerät in Rage und stoppt es. Ohne die Wirkung und Zusammenhänge zu verstehen. Der versteht nichts, was über seinen Immobilienhorizont hinaus geht. Ich wette, den versteht er auch nicht komplett.
Die Amis sind im Pazifik für alle westlich-orientierten Staaten der alternativlose Sicherheitsanker.

Die neue US-Doktrin lautet dahingehend, dass Sicherheitsallianzen fairen Handel bedingen. Ganz offensichtlich war das dann nicht der Fall. Oder die Extrawurst war nicht groß genug, allerdings können und sollten die USA ihre Sicherheitsleistungen auch nicht auf Ewig für "lau" erbringen müssen.

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123rumpel123 16.06.2019, 07:01
65. xxxx

Zitat von kajoter
Ihr EU-Bashing läuft in´s Leere. Die Zölle zwischen der EU und den USA waren und sind in der Gesamtsicht durchaus ausgeglichen. Dass Trumps Vorgänger auf ein unausgeglichenes Verhältnis hinwiesen, gehört in den Bereich Ihrer Fantasie .- oder verwechseln Sie es mit den Militärausgaben?
Die aktuellen Zollsätze sind 20 Jahre alt wenn nicht noch länger.

Wollen Sie das in der heutigen schnelllebigen Zeit als "fair und angemessen" verkaufen.

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kado1 16.06.2019, 10:14
66. Trumps grosser Sieg ist

Zitat von ayee
Also ich kann mich an keinen Sieg durch Handelszölle gegenüber bedeutenden Wirtschaftspartnern erinnern. Gegenüber China gibt es bislang keinen Sieg, gegenüber der EU auch nicht. Vielleicht mag das mit Mexiko klappen, aber gegenüber Wirtschaftsräumen, gleichen Kalibers wird das schwierig. Und da hilft es auch nicht, wenn er die Handelsbilanzen aufführt, die zu Ungunsten Amerikas sind. Im Falle China basiert ein guter Teil des amerikanischen Wohlstandes auf diesen Einfuhren. Im Falle Europa würde mich mal interessieren, ob die Umsätze der Digitalwirtschaft in der Handelsbilanz auftauchen. Europa und China haben ihrerseits genügend Druckmittel und können es sich erlauben, Trump einfach auszusitzen.
Zölle zahlen die Verbraucher, landen in der Staatskasse, so kann er mit über 20 Bill Schulden das neue Wettrüsten finanzieren.

Die Waffenlobby leistete eine tolle Absatzarbeit auf unsere Kosten.
Der Ami gibt ca. 670 Mrd /Jahr für die Rüstung aus, dann kommen die Mrd der Natopartner hinzu, allein D ca. 49 Mrd, dann will man noch 2,...% mehr, der Russe nur ca. 77 Mrd.
Wer muss sich von wem bedroht fühlen?

Den Frieden brachte bisher das etwa Gleichgewicht USA zum Russen, nicht die EU, s. Krieg in Jugoslawien.
Die Nato zerschlug Jugoslawien, was kam heraus ?
Und mit den Zöllen kann noch jeder die Schuld auf den jeweiligen anderen schieben.

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g.eliot 16.06.2019, 14:44
67. Dank für die Blumen :->

Zitat von Liberalitärer
Richtig, Trump will auch einen Hafen in Eilat bauen. Kann man doch nachlesen. Weniger Traffic im Golf bedeutet mehr Traffic für das rote Meer. Herzlich willkommen im Deutschland der absoluten transparenten Firmen. Man kann das alles nachlesen. Was soll dieser gut böse Scheiss. Meine Sie deutsche Firmen liefern keine Waffen? KSA baut das G36 in Lizenz, weiss jeder.
Hafen in Eilat. Gut für Trump. So kann er seine schwer reichen Sponsoren zufrieden stellen, die ihn schon im Wahlkampf 2016 mit vielen Millionen unterstützt haben. Er ist auf deren Hilfe dringend angewiesen.

Was soll der letzte Absatz bzw. der Hinweis auf "tansparente deutsche Firmen"? Ist das eine Unterstellung, dass ich das nicht wüsste oder aber, dass ich das nicht kritisieren würde?

Haben Sie hier all die kritischen Threads hier im Forum übersehen? Da sollten Sie lieber etwas aufpassen, bevor Sie mit unbegründeten Vorwürfen hier andere angreifen.

Aber ja, es gibt etliche Zeitgenossen, die weder das eine noch das andere kritisieren. Das sind denn auch meistens diejenigen, die denen, die *beides* kritisieren, angreifen, um denen Heuchelei zu unterstellen. Lustig.

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