Forum: Wirtschaft
Strafzölle: Trump-Berater sieht Risiko für US-Wirtschaft
AP

Die neuen US-Strafzölle könnten der Wirtschaft des Landes selbst schaden - das hat ein Berater von US-Präsident Donald Trump eingeräumt. Doch dieser reagiere nur "auf Jahrzehnte des Missbrauchs".

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Hermes75 04.06.2018, 09:16
20.

Zitat von claus7447
Wie lange wird Herr Kudlow noch im Amt bleiben? Das wird seinem Präsidenten gar nicht gefallen, Widerspruch zu leisten.
So lange wie seine "Performance" im Fernsehn seinen Boss zufrieden stellt.
Trump hat Kudlow nicht engagiert, weil er sich für dessen ökonomischen Ratschläge interessiert, sondern weil Kudlow vorher eine eigene Fernsehshow bei CBS hatte. Als Ökonom ist der Mann eine Niete.
Sein größter Klopfer war es, als er sich im Herbst 2008 hinstellte und die Finanzkrise für "beendet" erklärte.

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Anton Ernst 04.06.2018, 09:17
21. Einfach mal den Taschenrechner benutzen

Zitat von muekno
.... z.B. Coors angekündigt Bier wird teuerer
Eine Tonne Aluminium verteuert sich durch die neuen Zölle von rund rund 2000€ auf 2200€. Für eine 0,33 Liter Dose werden rund 5 gr Aluminium benötigt.
1 to= 1000 kg = 1000000 gr -> 200000 Bierdosen
200€ Mehrpreis pro to Alu für 200000 Bierdosen bedeutet eine Erhöhung des Dosenpreises um 0,001€ bzw. 0,1 €ct

Glauben Sie ernsthaft, dass dies spürbaren Einfluss auf den Verkaufspreis hat?

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tempus fugit 04.06.2018, 09:25
22. Und ein Geschäftsmann...

Zitat von udo l
wäre doch wohl der richtige Weg gewesen miteinander zu reden und zu verhandeln, nicht jedoch die Keule auspacken und sich dann über logische Reaktionen zu beschweren. Aber ein Herr Trump kennt wohl keinen anderen Weg, als Macht zu demonstrieren und sein Gegenüber zu erpressen, Geschäftsmann halt. Aber im Gegensatz zu geschäftlichen Gepflogenheiten werden in der Politik eben Kompromisse eingegangen. Dass eine Firma zu führen ein zutiefst undemokratisches Prinzip ist, lässt sich an Herrn Trumps verhalten fast täglich sehen.
...scheitert, wenn er mangels Intelligenz und Einsicht - oder um keine ordentliche Gehälter zu zahlen - immer mehr der Leute rauswirft, die das Geschäft kennen und mit führen.

Und zu den Geschäften - oder im ursprünglichen Sinne zu den Deals - von Trumpel weiss man
wenig, mutmasslich wird da eine Blase weiter aufgeblasen.
Dabei fällt einem ein, dass die so 'solide' Deutsche Bank sehr mit Trumpels verbändelt war/ist....

Da liegen wohl noch einige Tretminen rum...

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haarer.15 04.06.2018, 09:26
23. Eigentor der Amerikaner

Danach sieht alles aus. Europäer, Kanadier und Chinesen werden im Gegenzug auch ernst machen. Vielleicht realisieren jetzt Trumps Berater, dass das kein harmloser Familienkonflikt mehr ist, sondern ernsthafte Scheidungsgespräche. Nützt nichts, wenn die wahrnehmungs-verzerrten Amerikaner die Lage hier sinnlos bagatellisieren. Sie haben die mittelfristigen Folgen ihres Ego-Trips nicht bedacht. Der Schuss wird für sie gehörig nach hinten losgehen.

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uezegei 04.06.2018, 09:30
24. die EU hat sich zugunsten Deutschlands schon verkauft...

Zitat von lathea
....... Wirtschaftsmacht und Chinas wirtschaftliche Ausbreitung für viel gefährlicher und schlimmer für die EU und für jede Demokratie als Trumps Rumgehabe. Auch die EU sollte Zollerleichterungen und Abkommen mit China nur auf Gegenseitigkeit und gleichen Bedingungen in China vereinbart werden, wobei für Investoren in einer Diktatur auch immer das Risiko einer Enteignung besteht. Trump will die amerikanische Wirtschaft schützen und wir sollten die Wirtschaft der EU auch besser schützen. Letztendlich kann es uns egal sein, wie die wirtschaftlichen Konsequenzen für die Amerikaner ausfallen. Sie haben ihn gewählt und können sich selbst überlegen, ob sie ihn nochmal wählen wollen. Wir sollten uns primär um sie Wirtschaft und die Arbeitsplätze in der EU kümmern und neue Märkte mit demokratischen Staaten erschließen.
Momentan profitiert Deutschland *noch* vom Handel mit China, wobei wir tagtäglich erleben, wie die Chinesen deutsche Firmen übernehmen und ausbluten. Eine Frage der Zeit, bis alle unsere Patente und Technologien aufgekauft, ausgeschlachtet und in China assimiliert sein werden und hier leere Hallen zurück bleiben.
Mit der Anerkennung Chinas als Marktwirtschaft, was ein grundlegender Fehler war und der Beendigung des Welttexitlhandelsabkommens, welche ehedem europäische Herstellerstaaten vor allzugroßer Übermacht aus Fernost schützte, hat sich die EU bereits verkauft. Nun überall zu spürende Folgen:
Griechenland, Portugal, Italien haben massive Probleme, da deren Texitl- und Lederwarenindustrien gnadenlos hinweg gefegt wurden, Überschuldung in diesen Staaten, Verdrossenheit, Rechtspopulismus, Eurokrise, EU-Krise.. alles größtenteils zugunsten einer betrügerischen deutschen Automafia.
Das ist das Resultat, wenn man Poltik dem Markt und der Lobby überlässte.

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stadtmusikant123 04.06.2018, 09:32
25. mal sehen wer wirklich verhandeln will

Die jetzigen Strafzölle dürften der Entfachung und Aufrechterhaltung einer seit Jahrzehnten vermiedenen Diskussion über fairen Handel dienen.

Von einem Handelskrieg sind alle noch entfernt.

Es sei denn die EU will die Eskalation und keine Diskussion/Verhandlung.
Wäre verständlich, die EU hat nur ihr auf Protektionismus basierenden Geschäftsmodell - wirtschaftlich wie politisch!

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wolfi55 04.06.2018, 09:35
26. Ausgehend von allen Geldströmen ist es fast ausgeglichen

Heute morgem im Moma kam zwar heraus, dass die Warenströme aus Europa zwar ein Ungleichgewicht von 153 Milliarden Euro haben, aber nach Abzug der Lizenzgebühren für US-Patente und andere Lieferungen nur noch 14 Milliarden verbleiben, was praktisch einer ausgeglichenen Bilanz entspricht.

Und die Autoindustrie kann auch nicht hart auftreten, weil die mit ihrer Betrugsgeschichte genug Dreck am Stecken haben.

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Benjowi 04.06.2018, 09:36
27.

Zitat von Anton Ernst
Seit Tagen wird in nahezu allen Medien die amerikanischen Einfuhrzölle thematisiert, jeder der sich irgendwie negativ zu diesen Zöllen äußert, findet Gehör und erhält Platz in den Medien. Teilweise bin ich in der Lage die Argumentationsketten nachzuvollziehen, stoße aber immer wieder auf die Frage, warum amerikanische ganz übel und EU-Einfuhrzölle unproblematisch sind. Es fehlt grundsätzlich die Auseinandersetzung mit dem fragwürdigen Geschäftsgebaren der EU. Einfuhrzölle z.B. auf Lebensmittel von bis zu 68% (bei Rindfleisch) verteuern doch auch die Waren für die Verbraucher in der Europa und schützen die ohnehin wettbewerbswidrig subventionierte Landwirtschaft Europas. Meines Erachtens wird die derzeitige Debatte um Importzölle nicht ehrlich geführt und ausschließlich antiamerikanisch polarisiert.
Muss man wohl bei ehrlicher Betrachtung bei allen Vorbehalten so sehen-speziell die EU gebärdet sich teilweise wie ein Wolf im Schafspelz, denn viele ihrer nichttarifären Handelshindernisse sind fein ausgklügelt und mit populistischen Argumenten unterfüttert. Darüberhinaus gibt es massive Einfuhrhemmnisse und relativ hohe Zölle für viele Bereiche. Der Unterschied zur Trump-Administration ist lediglich, dass sie nicht so plakativ dargestellt sind. Die Aufregung über die USA ist jedenfalls eher der Tatsache geschuldet, dass man sich an eine relativ bequeme Situation gewöhnt hat und jetzt feststellt, dass es da Probleme geben kann.

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Ein_denkender_Querulant 04.06.2018, 09:36
28. Wer war für TTIP und Ceta

Weite Teile der Bevölkerung lehnen aus guten Gründen einen zu freien und unreglementierten Handel ab. Es mag in Summe und langfristig für bessere Verhältnisse aller Sorgen, in der Regel gibt es aber zuerst massive Verwerfungen, weshalb es sinnvoll ist, wirklich freien Handel nur zwischen Partnern auf einer wirtschaftlichen Ebene einzuführen, wie z.B. in der Nordberevihen der EU, der Süden und Osten hat auch bei uns Probleme durch die EU. Gewinner sind immer die Länder der ersten Welt, Verlierer die Länder der dritten Welt. Die USA brewegen sich in fasst allem Bereichen auf das Niveau eines Zweitewelt Landes zu, die Infrastruktur ist völlig verkommen, technisch sind sie oft 20-50 Jahre hinter der EU und diese USA müssen geschützt werden.

Ob die Schutzzölle allerdings genutzt werden, um die wirtschaftliche Entwicklung im Land zu beschleunigen, oder ob es nur der letzte Versuch vor dem Untergang ist, wird man in zwanzig Jahren beurteilen können. Sorgen mache ich mir nur über die teuren amerikanischen ABC Waffen. Was passiert mit denen bei einem weiteren Verfall der USA? Es sollten darum ähnlich wie beim Zerfall der Sowjetunion klare Verträge geben, was mt den Waffen passieren wird. Im Zweifel werden sie ansonsten an den Meistbietenden verkauft. China machte schon Andeutungen und wollte Schulden gegen Flugzeugträger tauschen.

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kado18 04.06.2018, 09:37
29. Alle regen sich über die Zölle der Amis auf

Zitat von danubius
Es ist gut, dass mit der Äusserung von Larry Kudlow auch die negativen Folgen für die USA öffentlich angesprochen werden - hoffentlich werden diese vom amerikanischen Wähler auch gehört. Mittelfristig werden derartige Massnahmen nur zu einer unnötigen Verteuerung der Lebensumstände für alle Verbraucher führen - egal auf welcher Seite des großen Teichs. Wir dürfen für uns in Deutschland auch nicht ausser Acht lassen, dass viele Lebensmittel zwar unter deutschem Namen, jedoch von amerikanischen Firmen / Investoren vertrieben werden.
was macht die EU, der EU-Haushalt wird über Zölle und Mitgliederbeiträge finanziert, soll jetzt von 140 auf 280 Mrd verdoppelt werden.
Die Zölle werden an die Verbraucher weiter gegeben.
Werden die Preise zu hoch, verliert man an Wettbewerbsfähigkeit und verkauft weniger oder geht Pleite.

So will die EU z.B. auf US-Autos 10 Prozent, die Amis verlangen auf europ. nur 2,5 Prozent, auf US-Rindfleisch werden gar über 60 Prozent Zoll verlangt, usw. Wer muss und wird sich anpassen ?
Evtl. kauft man auch Waffen von den USA, das wäre der schlechteste Ausgleich.

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