Forum: Wirtschaft
Strafzölle: Trump-Berater sieht Risiko für US-Wirtschaft
AP

Die neuen US-Strafzölle könnten der Wirtschaft des Landes selbst schaden - das hat ein Berater von US-Präsident Donald Trump eingeräumt. Doch dieser reagiere nur "auf Jahrzehnte des Missbrauchs".

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birka12 04.06.2018, 10:40
40. Wieviel Zoll?

Ich würde gerne einen Vergleich der Zölle zwischen China, Europa und den USA sehen, das bevor man Schuldzuweisungen macht. Auf die Dauer können die USA nicht immer viel mehr importieren als wie sie exportieren, das geht nur durch wenn man immer grössere Schulden aufbaut, siehe Griechenland. Wäre der Dollar nicht die sogenannte Leitwährung, dann wären die USA am Rande eines Bankrotts. Trotz der Polterei von Trump sollte man auf Verhandlungen setzen, allerdings niemals unter Drohungen aus Washington.
Europa hat auch viele Schwachstellen. Es kann sich nicht alleine verteidigen, alle neuen Innovationen (Amazon, Windows, Mac, Facebook, Instagram, Netflix usw.) kommen aus den USA und nichts kommt aus Europa.
Ein ganz klarer Verhandlungsnachteil, unabhängig was man von diesen Firmen hält.

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tinnytim 04.06.2018, 10:43
41. Leistungsbilanz

Zitat von wokri
Tut immer so, als würde der Amerikaner ein Handelsdefizit gegenüber anderen haben. Das stimmt nur bedingt! Er lässt einfach gewisse Produkte außen vor! Die komplette It inklusive googel, MS Oracle Ibm etc berücksichtigt er nicht! Dann würden die Zahlen ......
Für die Handelsbilanz trifft Ihr Argument zu, nicht aber für die Leistungsbilanz und dort sind die USA auch nicht viel besser gestellt. Das sind aber hausgemachte Probleme, vor allem Dank der Wirtschaftspolitik der Republikaner - deren Doktrin im Kern auch Trump verfolgt - seit Reagan. Es wurde einfach zu viel ausgelagert in den letzten Jahrzehnten. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_Leistungsbilanz

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uezegei 04.06.2018, 11:06
42.

Zitat von Anton Ernst
Eine Tonne Aluminium verteuert sich durch die neuen Zölle von rund rund 2000€ auf 2200€. Für eine 0,33 Liter Dose werden rund 5 gr Aluminium benötigt. 1 to= 1000 kg = 1000000 gr -> 200000 Bierdosen 200€ Mehrpreis pro to Alu für 200000 Bierdosen bedeutet eine Erhöhung des Dosenpreises um 0,001€ bzw. 0,1 €ct Glauben Sie ernsthaft, dass dies spürbaren Einfluss auf den Verkaufspreis hat?
Glauben Sie wirklich, dass die Brauereien und andere es nicht als Vorwand benutzen, die Preise zu erhöhen?
Rechnen wir mal weiter: Dosenverbrauch 20 D im Jahr 2016
2,5 MILLIARDEN x 0,1 Cent .. die Zahlen für die USA, was den Dosenverbrauch betrifft, dürften um ein Vielfaches höher sein.
Das lassen die Hersteller doch nicht einfach so auf sich sitzen.
Und da man eine Dose schlecht um 0,1 Cent teurer machen kann, werden es dann 1 oder 5 oder gar 10 Cent ....

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NauMax 04.06.2018, 11:17
43.

Zitat von dieterg
schreibt: "Zum Schutz der heimischen Industrie hat die EU-Kommission die Importzölle auf bestimmte Stahlprodukte aus China angehoben." http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/eu-erhoeht-importzoelle-auf-china-stahl-a-1142151.html Die EU darf, Trump darf nicht, ODER?
Es kommt darauf an, ob sich die Verhängung von Zöllen durch von der WTO festgestellte wettbewerbsverzerrende Maßnahmen der Gegenseite begründen lassen oder nicht. Die Strafzölle der EU (und vieler anderer Staaten) auf chinesischen Stahl rühren daher, dass China in dieser Branche massivstes Lohndumping betreibt und die eigenen Hersteller bis zum Erbrechen subventioniert. Die von den USA verhängten Strafzölle gegen Kanada, Mexiko und die EU wurden aber bewusst nicht mit angeblichen Dumping oder deren Zollsätzen begründet, sondern mit Nationaler Sicherheit - weil der Präsident dann eigenmächtig handeln kann und die WTO außen vor steht. Diese Nebelkerze ist einfach nicht totzukriegen - und natürlich wird sie von denselben Foristen verbreitet, die vor 2 Jahren noch am erbittertsten gegen TTIP wetterten...

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Anton Ernst 04.06.2018, 11:24
44. Ein Vorwand ist eine Lüge

Fakt ist, dass der Aluminium-Preis bzw. Rohstoffpreise im Allgemeinen nur geringen Einfluss auf industrielle Endprodukte hat.
Ein "Vorwand" für eine Preiserhöhung ist wohl kaum ein Sachargument.

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uezegei 04.06.2018, 11:28
45.

Zitat von caput medusae
China hat Handelsüberschuss, Kanada hat Handelsüberschuss, México hat Handelsüberschuss, die EU, Japan usw. alle haben einen Handelsüberschuss gegenüber den USA. Das sind strukturell völlig verschiedene Staaten. Alle die und viele andere haben in allen Verhandlungen immer die USA über den Tisch gezogen? Seit Jahzehnten.....
Das mit dem über den Tisch ziehen ist natürlich populistisches Gerede.
Mexico hat einen Handelsüberschuss, weil man den US-Verbrauchen und den anderen Dummies dieser Welt in neoliberaler Sichtweise weis gemacht hat, dass es massive Vorteile für ALLE hätte, wenn man die Lohnvorteile in anderen Ländern ausnutzen würde, was dann der heimischen Industrie, weil diese dann wettbewerbsfähiger würde und somit Arbeitsplätze im eigenen Land sichert. Davon war ist natürlich nichts, genutzt hat es eben nur den Milliardären, weil das Märchen vom "trickle down", also von den Brotkrumen, die vom Tisch der Reichen für die Armen abfallen würden, auch bekannt als "Pferdeäpfeltheorie", eben nur ein Märchen ist.

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jowitt 04.06.2018, 12:05
46. @ caput medusae Heute, 10:12 - USA haben Überschuss

Zitat von caput medusae
China hat Handelsüberschuss, Kanada hat Handelsüberschuss, México hat Handelsüberschuss, die EU, Japan usw. alle haben einen Handelsüberschuss gegenüber den USA. Das sind strukturell völlig verschiedene Staaten. Alle die und viele andere haben in allen Verhandlungen immer die USA über den Tisch gezogen? Seit Jahzehnten .....
Der sture Blick auf die Handelsbilanzen ist einfach falsch: Leistungen und Gelder, die Firmen wie Google, Facebook und Cö. exportieren sind da ja nicht mit einbezogen.
Vergleicht man die Leistungsbilanzen, ergibt sich für die USA ein Überschuss.
Aber das ist sicher für Trump zu kompliziert ;-)

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Fuscipes 04.06.2018, 12:05
47.

Sind Strafzölle gegen Waren aus den USA der richtige Weg?
Wenn man den Handel eindämmen möchte auf jeden Fall, denn zunächst verärgert man die Konsumenten der entsprechenden Waren und die Hersteller, und wenn der Warenabsatz sinkt, dann kostet es in Folge Arbeitsplätze.
Zudem sind essentielle Produkte wie Whiskey, Erdnussbutter, Motorräder, Jeans oder Tabakprodukte sowieso auf der Streichliste der Puritaner, aber keine Bange, es gibt guten Ersatz.
Dennoch ist es nicht der richtige Weg, denn es trifft den allmächtigen Trump nicht im Geringsten.
So ein Handelskrieg passt dem ins Konzept, den Gefallen sollte man Ihm daher nicht tun, außer man möchte sich selber schneiden, im Herbst stehen die Midterms an und man kann sich doch etwas klügeres ausdenken, als Idiotisches mit Idiotischem austreiben zu wollen, die Sanktionen soll er seiner Wirtschaft ruhig einseitig selber auferlegen, einfach ins Leere laufen lassen.

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jowitt 04.06.2018, 12:10
48. @seeflieger Heute, 10:16

Zitat von seeflieger
Warum wird im Moment so ein Geschrei um die US-Zölle erhoben, die doch im Endeffekt nur die Bürger der USA wirklich treffen. Unsere Konjunktur brummt, und die Exporte in die USA, die bisher von den Zöllen betroffen sind, sind marginal. Je lauter wir schreien, um so stärker wird sich Donald Trump bestätigt fühlen, dass er die richtigen Maßnahmen ergriffen hat. Es wäre politisch .....
Können Sie mir mal erklären, warum man die mit Abstand größte demokratische Wirtschaftsmacht der Erde gegen ein -im Vergleich dazu- unbedeutendes autokratisches System bei G7 austauschen sollte?

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jowitt 04.06.2018, 12:14
49. @birka12 Heute, 10:40

Zitat von birka12
Ich würde gerne einen Vergleich der Zölle zwischen China, Europa und den USA sehen, das bevor man Schuldzuweisungen macht. Auf die Dauer können die USA nicht immer viel mehr importieren als wie sie exportieren, das geht nur durch wenn man immer grössere Schulden aufbaut, siehe.....
"Wäre der Dollar nicht die sogenannte Leitwährung, dann wären die USA am Rande eines Bankrotts. "
Das ist Unsinn.Die USA importieren zwar mehr Waren, als sie exportieren, das aber sagt gar nichts: Dienstleistungen der Banken, von Google, von Facebook usw. sind ja in der Handelsbilanz nicht enthalten.

In der Leistungsbilanz erwirtschaftet die USA einen Überschuss.

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