Forum: Wirtschaft
Strafzoll-Drohung gegen BMW & Co.: Trumps Einbahnstraße
BMW

Der künftige US-Präsident droht BMW mit hohen Strafzöllen - und spricht damit auch alle anderen deutschen Autobauer an. Dabei bemüht Trump einen unglücklichen Vergleich.

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Hirndummy 16.01.2017, 16:42
90. It´s war, stupid!

Es ist der erste Schritt der Erklärung des Wirtschaftskrieges an den Rest der Welt. Man kann immer nur Great-Again auf Kosten anderer werden. Wirtschafts-Nationalismus trumpscher Präging ist Handel zum gegenseitigen Nachteil. Das ergibt dann das Loose-Loose-Spiel der Nationalisten bis hin zum bitteren Ende: Dem Krieg untereinander. Zusammenschlüsse und Bündnisse, die sie Trumps nicht kontrollieren können, sind für sie des Teufels. Deshalb betreiben Trump und auch Putin derzeit die Zersetzung vor allem der EU; noch der stärkste Binnenmarkt auf dem Planeten. Deshalb das vergiftete Lob Trumps an die Briten und die Förderung nationalistischer Strömungen in den europäischen Staaten durch Putin. Nationalismus ist der ideale Spaltpilz, solche Bündnisse zu zersetzen. Einzeln werde die europäischen Nationen zu Spielbällen. Nur als gemeinsames Interessenbündnis hätten sie die (Markt-)Chance, der Erpressung zu widerstehen. AMAZON, GOOGLE, IBM, MICROSOFT, APPLE usw. ohne den europäischen und asiatischen Markt? Von Kanada bis Mittel- und Südamerika, von Afrika bis Asien schafft Trump mit seiner Politik gleichzeitig einen gemeinsamen Nenner des Widerstehens. Das wird spannend. Und die vergreiste NATO plus splendid Isolation? Kein amerikanischer Präsident hat es seit dem 2. Weltkrieg geschafft, den militärisch-industriellen Komplex in den USA auf stand-by zu switchen. Schließlich haben die USA seit Bush jr. vor allem dazu beigetragen, vom Irak über Afghanistan bis Syrien die Leute in die Flucht zu bombardieren und jegliche Strukturen zu zerstören. Geradezu grotesk, da die Flüchtlingsfrage den Europäern zuzuschustern und selber großmaulig die Grenzen dicht zu machen, die eh kein Syrer erreichen kann. Die noch offene Frage ist eigentlich, kann Trump Kompromisse schließen und wie reagiert er bei Niederlagen? Das Gefühl, dass hier irgendwelche Kurzschlusshandlungen drohen, ist für mich das eigentlich bedrohlich an Trump. Aber das gilt wohl noch intensiver für die US-Amerikaner in den kommenden 5 Jahren. Ich vermute, innenpolitische Konflikte werden sich wesentlich dynamischer entwickeln, als z.B. die Handelskriege. AUCH in der amerikanischen Zivilgesellschaft haben sich Grundsatzfragen aufgetürmt, die in den kommenden Jahren zur Entscheidung anstehen. Wohin soll die Reise gehen. Die Wahl Trumps ist da nur eine Etappe.

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roninbs 16.01.2017, 16:42
91. Ach ja? Natürlich ist das Unfug.

Zitat von jewill
Auch wenn GM keine Chevrolets in Europa mehr verkauft, ist die Frage von Trump dennoch berechtigt. Tatsächlich verkaufen deutsche Hersteller sehr viel mehr Autos in Amerika, als US-Hersteller in Deutschland. Ob Protektionismus die richtige Reaktion darauf.....
Sowas regelt, wie heisst das gleich, der Markt! Wenn das, was man herstellt, am selbigen vorbeiläuft, kauft es niemand. So geht es eben auch den Shäffroläs. Die will hier kaum jemand haben. Das könnte man natürlich ändern, indem man zum Beispiel festlegt, dass Sie ab sofort einen von Diesen zum Preis eines deutschen Premiummodels kaufen und vor allem fahren müssen. Wollen Sie nicht? Natürlich nicht. Das wäre dann wohl eher Sozialismus. Und den will eigentlich auch niemand mehr haben, selbst wenn es ein amerikanischer wäre ...

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spon-facebook-1629421895 16.01.2017, 16:43
92.

Eigentlich sollte sich die SEC mal anschauen, wer in Trumps Umfeld vor solchen Aussagen auf fallende Kurse setzt. Blöderweise wird Trump ja den Vorsitzenden der SEC austauschen. Sowas aber auch.

Was Trump offensichtlich im Bezug auf Autos nicht begreift, ist der freie Markt. Die Leute kaufen nicht deshalb Mercedes, BMW oder Audi, weil die Fahrzeuge günstiger wären, als die US Modelle im gleichen Segment, sondern weil sie besser sind. Eine Cadillac Oberemittelklassse Limusine kostet ab 44 000 Euro. Dafür bekommt man vielleicht grade noch nen Passart. Nen 5er? E-Klasse? A6? Eher nicht.

Normale Mittelklassefahrzeuge von US Herstellern sind sowieso deutlich günstiger. Übrigens auch in Europa, auch wenn Trump das gerne vergisst. Nen VW Up kostet soviel wie ein Fiesta. Und nen Fiesta ist mehr Auto.

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Harald Schmitt 16.01.2017, 16:43
93. Konsequenzen

Zitat von Max Super-Powers
So wie ich das sehe, sind die einzigen Gegenargumente, die man liefern kann die, dass die Produktion für die nichtamerikanischen Autobauer sich dann verteuern würde - ich verstehe jedoch absolut nicht, warum das Trumps Problem sein sollte. Der Mann wurde zum US-Präsidenten......
Dann müsste er aber alles was in den USA auf dem Markt ist auch von amerikanischen Arbeitern hergestellt sein und alles aus dem Ausland mit Strafzöllen belegt sein.
Es gibt doch mehr als Autos.
Was ist mit den US Exporten sollen dann keine Strafzölle auf amerikanischen Qualitätsprodukte erhoben werden können?
Wo ist das Gesamtwirtschaftskonzept ausser Konzernen zu drohen, die auch mal im Ausland fürs Ausland prodizieren?
Man kann nicht in einem Werk alle Modelle bauen, deshalb gibt es verschiedene Werke für verschiedene Modelle. Das scheint nicht in seien kleinen Verstand zu passen.
Wenn er nicht mal weiss, dass Opel zu GM gehört und Ford Autos fahren auch in Europa rum ohne 35% Strafzoll.

Nur weil in seiner wohlhabenden Nachbarschaft und in seiner Garage sich die Mercedes türmen ist das nicht in den ganzen USA so!
Da scheint wohl twitter als Quelle all seiner Erkenntisse und seines gesamten Wissen an seine Grenzen zu stoßen!

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alex_kaiser 16.01.2017, 16:44
94. Turbokapitalismus

Seit wann ist man bei Spiegel-Online auf der Seite derer, die Produktionen in Billiglohnländern aufbauen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zumindest zum Teil Dumpinglöhnen verdanken? Übrigens könnte es sein, dass ein vergleichbarer BMW in den USA trotz hoher Strafzölle dort immer noch günstiger angeboten würde, als in Deutschland. Denn bislang sind doch deutsche Autos in den USA wohl wesentlich günstiger als bei uns zu haben.

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ackergold 16.01.2017, 16:44
95.

Zitat von Pless1
Nein, muss er nicht. Denn die USA brauchen keine Automarken aus den USA, weil sie auch eigene haben. Foreign Cars sind nur ein Gimmick, um sich abzuheben. Wir Europäer haben aber kein makrtfähiges Pendant zu Amazon und auch keines zu Apple, von Google und Microsoft ganz zu schweigen. Das ist unser Problem!
Wenn Amazon und all die anderen hier Steuern zahlen würden, dann hätten sie morgen bereits Konkurrenz. Ich finde schon, dass Amazon für das europäische Geschäft 35% Steuern abdrücken könnte. So einfach ist es. Was Trump macht, könnten wir problemlos auch. Wir brauchen nicht mal Zölle dazu, sondern einfach nur die normalen Steuern.

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Ökofred 16.01.2017, 16:45
96. aaaaahso ...

Zitat von Anna Bolika
@Planetenauswanderer, für Sie speziell, damit Sie zukünftig nicht gar so viel unsinniges absondern, Zitat aus "auto-motor-sport", Rangliste Neuzulassungen US-Markt 2016: "...Top 50 US-Neuzulassungen: Nur .....
Ja, da stellt sich erst recht die Frage, was Trump überhaupt will. Deutsche Autos werden gar nicht so viel verkauft.. so so .. aber vlt sind sie besonders teuer und erzielen auch eine höhere Wertschöpfun`g? Aber egla, ich spekuliere lieber nicht weiter sonst werde ich hier auch gleich gebasht....

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deichgraffe 16.01.2017, 16:47
97. ARbeitsplätze auf Kosten anderer

In einer freien Marktwirtschaft ist es normal, dass wirtschaftlich schwächere Länder, Investoren anlocken. Mit diesem Prinzip sind die USA nach Ende des New-Deals groß geblieben. Während der letzten Jahrzehnte haben sich die USA wirtschaftlich auf die Wall Street konzentriert und dabei ihre Volkswirtschaft, zum Wohl ihrer superreichen Bürger, in vielen Bereichen geopfert. Trump war selber einer dieser Profiteure. Es ist einfach nur verlogen, jetzt in einen Protektionismus zu wechseln und andere wirtschaftlich auszubremsen.
Wir sollten dabei die Gelegenheit nutzen und uns Gedanken über den Sinn unserer starken Ausrichtung auf eine Exportwirtschaft machen. Die Demokratieen unserer Welt verlieren zunehmend ihre Eigenschaften, verlässliche Partner zu sein.

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spam.me 16.01.2017, 16:48
98. Vielleicht sollte er dann mit gutem Beispiel voran gehen...

http://www.autobild.de/bilder/die-autos-von-donald-trump-9171205.html#bild1

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Pless1 16.01.2017, 16:48
99.

Zitat von jewill
Auch wenn GM keine Chevrolets in Europa mehr verkauft, ist die Frage von Trump dennoch berechtigt. Tatsächlich verkaufen deutsche Hersteller sehr viel mehr Autos in Amerika, als US-Hersteller in Deutschland.
Ist das so?

Was ist denn ein "deutscher Hersteller", was ein "US-Hersteller"? Wie sollten uns nicht von Marken blenden lassen: Der Deutsche Hersteller BMW baut in USA mehr Autos als im Stammwerk in München, genau wie bei Daimler landen diese teilweise auf deutschen Straßen. So mancher stolze BMW- oder Mercedesfahrer wähnt sich zu Unrecht in "deutscher Wertarbeit" fahrend.

Die US-Hersteller Ford und GM sind unter ihren Marken Ford und Opel ziemlich weit vorn in den deutschen Zulassungsstatistiken, nur werden diese hierzulande gern als "deutsche" Hersteller angesehen. Im Sinne einer gelungenen Integration OK, aber dann ist beispielsweise BMW ebenso ein "US-Hersteller".

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