Forum: Wirtschaft
Strafzoll-Drohung gegen BMW & Co.: Trumps Einbahnstraße
BMW

Der künftige US-Präsident droht BMW mit hohen Strafzöllen - und spricht damit auch alle anderen deutschen Autobauer an. Dabei bemüht Trump einen unglücklichen Vergleich.

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larsmach 16.01.2017, 17:12
120. Der Chevi meiner Mutter und mein S500

Der Chevrolet meiner Mutter ist so lang wie der Radstand meines Mercedes S-Klasse. Ich frage mich, ob der Großerbe Donald Trump sich selbst auch oft mit Modellen der Marke Chevrolet chauffieren lässt oder ob er den Komfort luftgefederter S-Klasse-Fahrzeuge vorzieht.
Es ist indes interessant, dass ausgerechnet ein republikanischer Präsident nun Planwirtschaft in den USA einzuführen scheint.

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arrogist 16.01.2017, 17:18
121. Wenn der Mann von allen anderen Themen auch so viel Ahnung hat..

....und seine Entscheidungen auf so dünner bis völlig falscher Informationsgrundlage trifft, dann kann man nur hoffen, daß er nicht alle Leute die auch nur etwas besser informiert sind als er wegen Überqualifikation gefeuert hat.
Ich glaube aber, daß Trump es total g..L findet, wenn über ihn berichtet wird und sich alle über ihn aufregen. Also, liebe Presse: Reduziert doch bitte die Berichterstattung über Trump - er sagt morgen doch eh wieder das Gegenteil, was bringt das also. Denkt Euch lieber was aus wie wir Europa zusammenhalten.

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Cluedo 16.01.2017, 17:20
122. Ziemlich gewagte Thesen ....

Zitat von Knackeule
Das unterscheidet ihn von vielen führenden deutschen Politikern, denen die Interessen ihrer eigenen deutschen Bürger, Arbeitnehmer, Steuerzahler und Sparer am Hintern vorbeipfeifen.
Das ist, gelinde gesagt, nichts weiter als eine hingeworfene und bewusst herabsetzende Parole. Es ist halt gerade "in", das eigene Land und die eigenen Politiker zu beschimpfen. - Woher "wissen" Sie, dass sich deutsche Politiker nicht um deutsche Interessen kümmern? Und dass es Trump im Gegensatz dazu ernst meint, wenn er irgendwelche teils sinnfreien Twitterposts in die Welt posaunt?
Ein rücksichtsloser Milliardär in einem Milliardärsclub (der sein kabinett darstellt) ist ausgerechnet derjenige, der die Interessen der amerikanischen Arbeiterschaft "ernsthaft" vertritt?

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RRR79 16.01.2017, 17:23
123. Schlechte Qualität überteuert

US-Autos werden bekanntlich deshalb so wenig weltweit verkauft, wegen der lausigen Qualität, Unzuverlässigkeit, miesen Verarbeitung, hohen Betriebskosten (Benzin, Öl), veralteten Technik und schlechten Design. Das hat rein gar nix mit Politik in der EU und in Japan zu tun.
Das hat damit zu tun, dass man Jahrzehnte lang in den USA die Autokonzerne rein gar nix in Forschung und Technik investiert haben, rein gar nix in den Ausbau der Produktionswerken und man es nicht für notwendig ´gehalten hat, Autos für die Menschen in Europa oder Asien zu entwickeln. Da hat man von Quartal zu Quartal von der Substanz aus den goldenen 50/60/70er gelebt und aus Profitgier keine Dollar investiert.
Die Produktpalette der US-Hersteller ist einfach gesagt der letzte Dreck, für diese technisch veralteten überteuerten Dreckschleudern gibt doch kein normal denkender Europäer einen Cent aus. Die Autos aus den USA sind nicht konkurrenzfähig und das hat die Autoindustrie dort höchstselbst verbockt.
Es ist einfach nur noch peinlich was da Trump abzieht.
Achja,... hierzulande verdienen die Autowerker auch erheblichst mehr. Die deutschen Autowerken sind Stand 2020, nicht 80er wie die US-Werke. Irgendwie schaffen es die Deutsche Autofirnen es sogar noch Sozialabgaben abzudrücken, die AG-Anteile. Bezahlten Urlaub gibt es auch in Deutschland in den USA gibt nicht es all diese weiteren großen finanziellen BELASTUNGEN für die Autofirmen.
Irgendwie kann man wohl in Europa wohl zaubern ? Da wird in Werke, Ausrüstung und Modellpaletten investiert, erhebliche Beträge an die Sozialkassen abgeführt, Betriebsrente finanziert und überhaupt einfach LANGFRISTIG gedacht.
Die USA und ihre Konzerne haben mit falscher Strategie, den falschen Prioritäten und falscher Politik über Jahrzehnte ihr Land SELBST kaputtgemacht. Vollkommener Schwachsinn nun das anderen in die Schuhe zu schieben. Die USA haben sich selbst dahin manövriert, wo sie jetzt stehen und da gibt's keine faulen Ausreden dafür.

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Master_of_Darkness 16.01.2017, 17:24
124.

Zitat von jewill
Auch wenn GM keine Chevrolets in Europa mehr verkauft, ist die Frage von Trump dennoch berechtigt. Tatsächlich verkaufen deutsche Hersteller sehr viel mehr Autos in Amerika, als US-Hersteller in Deutschland. Ob Protektionismus die richtige Reaktion darauf ist, ist natürlich fraglich. Mich stört hier nur, dass bei jedem Artikel über Trump krampfhaft versucht wird zu beweisen, dass Trump dumm ist. Das hat mit seriösen Journalismus nichts mehr zu tun.
Ford und Opel/Vauxhall sind Autos US-amerikanischer Mutterkonzerne, die (zum Teil) in Europa gebaut werden. Normale Globalisierung halt.

Ich habe den Eindruck, dass Trump so leichtfertig mit dem Thema Freihandel umgeht, weil er selbst aus einer sehr "inländischen" Branche, nämlich dem Immobiliensektor kommt.

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ackergold 16.01.2017, 17:25
125.

Zitat von DJ Bob
Denn anscheinend ist es nicht möglich seinen Land "zuerst" zu dienen Deutschland ist ein klassische Beispiel ...Aber auch nicht! Denn mit ihre Lohndumping dank Schröders Agenda 2010 konnten wir unsere europäische Konkurenten wie zb Frankreich unterbieten
Dumm nur, dass die Löhne in Deutschland weit höher sind, als die in Frankreich. Das Schlagwort heißt immer noch Produktivität und nicht nur Lohnkosten. Aber ein Trump wird das nie begreifen. Übrigens: Produktivität hat auch etwas mit Bildung und Ausbildung zu tun und Fachpersonal gibt es in den USA kaum noch. Das öffentliche Bildungssystem dort liegt vollkommen am Boden und kann selbst mit demjenigen Angolas kaum noch konkurrieren. Aber zur Bildungspolitik hat Trump ja auch noch nichts getwittert.

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syracusa 16.01.2017, 17:26
126.

Zitat von jamon
wo werden die iphones denn produziert?
Nicht in den USA, jedenfalls. Wenn Sie US-Waren boykottieren wollen, dann dürfen Sie keine Erdnüsse aus Georgia mehr essen, und keine Mandeln aus Kalifornien. Und Heinz-Ketchup wird sowieso gestrichen. Aber sonst fällt mir nicht viel ein ...

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Beat Adler 16.01.2017, 17:35
127. Protektionismus ist teuer und muss bezahlt werden.

Zitat von -Jack-
Mit der bisherigen Politik der Globalisierung ist die amerikanische Handelsbilanz auf die Importseite verschoben. D.h. in USA wird viel mehr Importiert als Exportiert. Es wurde immer weniger produziert und das führte zur Verarmung und Verschuldung der amerikanischen Bevölkerung. Mit der Politik des Protektionismus kehrt die Produktion nach USA zurück und damit auch die Arbeitsplätze und das Einkommen für die breite Bevölkerungsschichten. Übrigens die Russen machen das Gleiche. Dank der Sanktionen produzieren sie immer mehr selbst. BIP Zuwachs unter Sanktionen 2%. Die Katastrophe für Europa und Deutschland - beim Wegbrechen des russischen Marktes wurden Milliarden verloren, das Wegbrechen des englischen und USA-Marktes wird uns als Export-Nation 10-fach härter treffen.
Protektionismus ist teuer und muss bezahlt werden. Immer! Von den Konsumenten oder den Steuerzahlern oder von Beiden.

Nicht ganz: Das russische BIP schrumpft, und schrumpft weiterhin, zumindest in US$ gerechnet, wegen dem Oelpreiszerfall nicht wegen den Sanktioenchen.

Wie kann Deutschland um 1.9% wachsen, wenn es doch so stark vom Russland-Gegen-Boykott des Kremls getroffen wurde?
mfG Beat

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w.diverso 16.01.2017, 17:38
128.

Zitat von suplesse
Die Konzerne produzieren dort, wo es am billigsten ist. Zahlen Steuern, dort wo sie am wenigsten zahlen und verkaufen überall dort, wo sie am meisten für Ihre Produkte bekommen. Das Ganze nennt man "Globalisierung". Das muss aufhören, ganz ganz schnell.
Gilt aber nicht für amerikanische Produkte nehme ich an. Trump erwartet, dass alle in USA verkauften Produkte in USA gefertigt werden. Nur was ist, wenn das alle Länder so halten? Dann kann auch die Schweiz Produktionsstätten aller Autohersteller, Bekleidungsfirmen und Smartphones in ihrem Land verlangen. Und welches Land hochwertige Werkzeugmaschinen oder ähnliches braucht, produziert das auch selber? Also ist das "Das muss aufhören, ganz ganz schnell." nur ein dummer Satz. Sorry.

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RRR79 16.01.2017, 17:40
129. Verantwortlich

Verantwortlich sind die US-Autobosse, die ihre Branche in den Untergang gewirtschaftet haben. Die sollte man sich vornehmen. Die haben Jahrzehnte rein gar nix in Produktionsanlagen investiert, nix für den Ausbau einer - auch für Europa und Asien - KONKURRENZFÄHIGEN Modellpalette getan aber sich selbst Mondgehälter gezahlt und von Quartal zu Quartal von der Substanz zu Tode optimiert. Die haben doch BEKANNTLICH nur deshalb überlebt, weil SUVs und Trucks in Mode gekommen sind - trotz antiquierter Technik.
Die Autos verkaufen sich hier nicht, weil zu teuer, zu unzuverlässig, zu häßlich (grottenschlechtes Design) und da drin auch noch unzuverlässige und total veraltete Technik werkelt. Nicht wegen imaginärer Zölle.
Das Desaster ist auf dem Mist derer gewachsen, die eben da rein überhaupt gar nichts in den letzten 30 Jahren getan haben, dass die Autoindustrie und deren Produkte den technischen Sprung in den 90er schafft und nicht in den 80ern stehenbleibt.
Naja, es ist halt einfach anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben und weiterzumachen im alten Stil, als sich einzugestehen, dass man sich verändern muss.
Mit Trump wird das so nix. Das ändert sich rein überhaupt gar nix. Für den Joe Average.

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