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Strategiewechsel: Das Ende der Abriss-Ära bei der Deutschen Bahn
DPA

Gleise, Weichen, Kreuzungen - jahrzehntelang wurde im Schienennetz alles abgerissen, was nicht nötig war. Oft mussten die Kunden darunter leiden. Nun will Bahn-Vorstand Ronald Pofalla diesen Trend umkehren - auch mit Steuergeld.

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sailor60 20.02.2019, 11:46
1. Über so viel einseitiges Denken bin ich sprachlos.

Für den betrieb eines Netzes benötige ich gewisse Voraussetzungen. Kappe ich aus finanziellen Gründen auch nur einen von denen beschädige ich das ganze Netz.
Für diese Entscheidungen sollten die Manager nicht nur gefeuert, sondern auch zur persönlichen Verantwortung gezogen werden!

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shinobi42 20.02.2019, 11:50
2. Bahnnetz endlich verstaatlichen, mehr Wettbewerb auf der Schiene

Es ist unerträglich, welch hohe Summen der Steuerzahler für eine privatwirtschaftliche Aktiengesellschaft aufwenden muss, auch wenn sie dem Bund zu 100 % gehört. Genau wie die Straßen und Bundesautobahnen könnte der Staat das Schienennetz und die Bahnhöfe verwalten und die geeigneten Maßnahmen zum Ausbau und Betrieb ergreifen. Dann hätten wir auch endlich funktionierenden Wettbewerb der einzelnen Bahngesellschaften untereinander. Anders wird man kaum den Anforderungen der Zukunft an ein klimafreundliches Massentransportwesen gerecht werden können.

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Nordstadtbewohner 20.02.2019, 11:52
3. Richtige Herangehensweise - Falsche Finanzierung

Die Entscheidung, Schwachstellen bei der Bahn zu beheben, ist sicherlich richtig, aber sie wird falsch finanziert. Es ist nicht die Aufgabe des Steuerzahlers, die Bahn zu finanzieren und zu subventionieren. Wenn die Bahngäste einen besseren Service wollen, müssen sie auch entsprechend dafür bezahlen. Von daher sollten die Baumaßnahmen über höhere Ticketpreise finanziert werden und nicht über Steuergelder.

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kleinsteminderheit 20.02.2019, 11:58
4. Endlich mal etwas Zielführendes

Die Netzkapazität und auch die Resilienz gegenüber Störungen hängt ganz entscheidend von Weichen, Kreuzungspunkten, Überholgleisen und Ausweichstrecken ab. Gut, wenn da etwas passiert.
Als nächster Schritt sollte die Ausbildung zum Lokführer wieder aufgewertet werden. Mehr technische Ausbildung zur besseren Lösungskompetenz bei technischen Problemen. Mehr Baureihen- und Streckenschulungen, damit Lokführer besser für erkrankte Kollegen einspringen können und Schulungen im Notfallmanagement, damit der Lok- und Zugführer z.B. bei Unfällen wieder die Oberleitung erden dürfen und Rettungskräfte nicht mehr ewig auf den Notfallmanager warten müssen, bevor sie brennende Züge ablöschen dürfen.

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Kritischer Geist III 20.02.2019, 12:04
5. vergessene Info

Das ehemalige Nachrichtenmagazin hat noch vergessen zu erwaehnen das die Bahn Jahre lang Geld ins Ausland gebracht und dort investiert.. was heisst investiert.. Sie haben in ein Busunternehmen gepumpt, wo man wusste dass das ein Verlustgeschaeft ist..nehmen wir 'verbrannt', man hat's ins Ausland (England) gebracht und dort verbrannt und jetzt heulen Sie rum. Kein Mitleid.

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oalos 20.02.2019, 12:09
6. Eher nicht.

Wer z.B. Brücken nicht pflegt und sie verrotten lässt, bis ein Neubau fällig ist (den bezahlt dann nicht DIE BAHN AG, sondern der Steuerzahler), dessen Denke wird sich kaum in Zukunft auf die notwendigen Kleinigkeiten wenden.
Pofalla kann bestimmt kleinmachen, aber nicht in Klein machen.

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Fuscipes 20.02.2019, 12:10
7.

Wenn sich jemand mit Kleinstproblemen und Maßnahmen auskennt, treffsicher der Richtige, die Probleme der Bahn sind gelöst.

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totalausfall 20.02.2019, 12:12
8. Hört sich mal nicht...

nach dem üblichen Pofalla Müll an.

Letztendlich muss halt ausgelöffelt werden, was man sich vor 25 Jahren eingebrockt hat. Daran können die Leute die jetzt in der Verantwortung sind auch nichts ändern.
Immerhin haben 1993 alle Parteien fast ohne Gegenstimmen die Bahnreform eingeleitet, inklusive Grundgesetzänderung. Und damals musste man auch was tun, nur wie so oft ist natürlich nicht ganz absehbar ob die gewünschten Ergebnisse so auch erzielt werden.

Und ja, das wird teuer, diese gemeinsam begangenen Fehlentscheidungen zu korrigieren. Aber es sind Ausgaben die sich lohnen. Geld dumm verblasen wird an ganz anderen Stellen!

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dirkhs 20.02.2019, 12:13
9. Nun

So gern man auch immer auf die Bahn schimpft, Steuerverschwendung, marode, usw. Es war auch bis vor ziemlich kurzer Zeit ziemlich unpopulär oder neudeutsch uncool in die Bahn zu investieren oder auch der Bahn Wettbewerbsgleichheit zu geben - Siehe Strom Kerosin - Nach Pleiten von Fluggesellschaften teilweise doch gestiegenem Umweltbewusstsein ist nun jemand dort Chef, der genau die letzten 25 Jahre ausbaden muss

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