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Strategiewechsel: Das Ende der Abriss-Ära bei der Deutschen Bahn
DPA

Gleise, Weichen, Kreuzungen - jahrzehntelang wurde im Schienennetz alles abgerissen, was nicht nötig war. Oft mussten die Kunden darunter leiden. Nun will Bahn-Vorstand Ronald Pofalla diesen Trend umkehren - auch mit Steuergeld.

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bluebill 20.02.2019, 12:17
10. Folgen des Privatisierungswahns

Am Beispiel der Bahn kann man gut die Langzeitfolgen einer dogmatisch-neoliberalen Politik sehen. Zuerst wurde alles an Allgemeingut privatisiert, was irgendwie Geld einbringen konnte. Mit der Folge, dass auch Grundversorgungssparten wie Gesundheit und Mobilität in den Händen profitstrebender Investoren und Firmen lag. Da wurde halt alles kostenoptimiert, schlank gespart, verkleinert, verteuert. Es ging ja nicht mehr um den Zweck, den Bürgern die Fortbewegung von überall nach überall zu ermöglichen. Sondern darum, mit der Beförderung möglichst viel Geld zu machen. Wer damals auf die katastrophale Einschränkung des Nahverkehrs hinwies, wurde ausgebuht und zum Schweigen gebracht- das sei eben nötig im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit, basta. Dabei hat die Bahn sukzessive den Ast abgesägt, auf dem sie saß. Wenn etwas nicht vorhanden ist oder nicht funktioniert, ist es auch nicht wettbewerbsfähig. Es nützt mir nichts, wenn ich im ICE von einer Metropole zur anderen fahren könnte, aber von meinem Wohnort zur Metropole keine Verbindung besteht. Dann ist die Bahn eben keine Reiseoption. Das ist jetzt auch "oben" im Vorstand angekommen. Und jetzt darf der Steuerzahler dann doch wieder herhalten, um die Folgen der Kaputtsparerei zu reparieren. - Eir lernen: Privatisierung und Haushaltsschönung sind teuer.

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orca20095 20.02.2019, 12:24
11. Wieder die Märchenstunde von Herrn Pofalla,

er möchte also durch „bessere Organisation“ bei Türstörungen die Züge an Bahnsteigen mit der anderen Seite halten lassen. Die richtige Antwort wäre wohl, man gestaltet die Wartungsmassnahmen an den Türen so, dass die Zahl der Türstörungen minimiert wird. Die irrsinnige Idee, „dann halten wir eben an der anderen Seite“ zeigt nur, dass Herr Pofalla überhaupt keine Ahnung von Fahrplan und Trassenplanung hat. Aber wen wundert das noch! Kenntnis der betrieblichen Abläufe ist ja nicht mehr erforderlich.

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Berlin-Brandenburg 20.02.2019, 12:24
12. Kostenlose Tickets?

Bekomme ich die Tickets dann umsonst, wenn das aus den Steuergeldern der Bürgerinnen und Bürgern bezahlt wird oder muss ich weiterhin überzogene Preise dafür bezahlen?

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hausfeen 20.02.2019, 12:29
13. Ich vermute mal, Sie fahren selten Bahn.

Zitat von Nordstadtbewohner
Die Entscheidung, Schwachstellen bei der Bahn zu beheben, ist sicherlich richtig, aber sie wird falsch finanziert. Es ist nicht die Aufgabe des Steuerzahlers, die Bahn zu finanzieren und zu subventionieren. Wenn die Bahngäste einen besseren Service wollen, müssen sie auch entsprechend dafür bezahlen. Von daher sollten die Baumaßnahmen über höhere Ticketpreise finanziert werden und nicht über Steuergelder.
Dafür mit ihrem Auto auf öffentlichen Straßen, was dem Schienennetz äquivalent ist. SIe glauben doch nicht, dass mit Kraftfahrzeug- und Kraftstoffsteuern das Straßennetz finanziert ist. Ihnen empfehle ich einen Umzug nach Frankreich. Da berappen sie für jeden Autbahnkilometer richtig kräftig, nicht wie die paar Lire in Frankreich oder die Maut in Österreich.

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erzengel1987 20.02.2019, 12:33
14. Zu 3 noch höhere Ticketpreise?

Also Saarbrücken HBF nach Trier HBF kostet eine fahrt bereits 21,50 € pro Person.
Ich steige in mein Auto. Es sind mit dem Auto knapp 100 km. Verbrauch auf 100 km ist maximal 7 l Benzin. 1 l Benzin sagen wir kostet wenn man Super Duper blöd kauft 2 Euro.
Das wären 14 Euro für bis zu Vier oder Fünf Personen. Runden wir auf 15 Euro Spritkosten auf da sind Parkgebühren ebenfalls dabei. So zahl jeder Mitfahrer 3 Euro für einmal nach Trier.
Das ist um den Faktor 7 günstiger als mit der Bahn.

Die Bahn als Öffentliches Verkehrsmittel ist aus diesem Grund bereits komplett unattraktiv. Jetzt soll der Ausbau mit höheren Ticketpreisen finanziert werden?
Also wenn etwas schon Wucher ist, so dass man es wirklich nicht nutzen kann noch teurer zu machen... dann bleiben immer mehr Kunden aus.

Dann muss man wirklich sagen. Wir schaffen die Bahn ab denn die ist zu teuer, untauglich und überflüssig.
Also die Verbindung Trier Saarbrücken sollte pro Person 2 Euro kosten. Das wäre ein absolut Fairer Preis. Damit kann die Bahn auch kalkulieren. Siehe Busunternehmen. Ein Bus ist im Unterhalt mit Sicherheit deutlich teurer. Selbst Fliegen ist teilweise günstiger als die Bahn.

Also wenn alle Verkehrsmittel jeweils günstiger sind als die fahrt mit dem Zug läuft etwas komplett falsch.
Dazu kommt ein miserabler Service und eine hohe Unzuverlässigkeit der Bahn.

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pr8kerl 20.02.2019, 12:37
15. Die Verantwortlichen waren verantwortungslos, und zwar...

... waren es Bahnchef Hartmut Mehdorn und Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Beide haben die Bahn an den Abgrund geführt. Weil die Bahn an die Börse sollte haben sie eine entsetzliche Sparpolitik eingeleitet. Beide, Mehdorn und Tiefensee, muss man die Totengräber der Deutschen Bahn nennen.

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matti99 20.02.2019, 12:40
16. Infrastrukturmaßnahmen und Eulenspiegeleien

die Maßnahmen der letzten 25 Jahre haben auch dazu geführt, daß frühere Hauptstrecken nicht elektrifziert wurden, daß von zweigleisig auf eingleisig zurückgebaut wurde (zB. Löhne-Hameln), eigentlich möglicher Güterverkehr auf den wirklichen Hauptstrecken verbleiben mussten, oder sogar nur möglich wurden, statt auf Abtrennung des Güterverkehrs von den Personenhauptstrecken hinzuwirken. Mißmanagement läßt Stuttgart21 planen und bauen, statt einer Planung für schnellere Personenverkehre insgesamt in der Republik zu sorgen, von den Planungsgeschichten für den Anschluss an den Brenner-Basistunnel, den Anschluß an die Güterstrecke nach Rotterdam, den Anschluß und die Erweiterung der Strecke Genua-Basel-Mannheim-Ruhrgebiet (incl. einer Ergänzungsstrecke abseits der Rheinstrecke(hier sei nur auf die Probleme in Rastattverwiesen)) zeitgerecht zu planen und zu bauen, von einer Neubaustrecke für den Güterverkehr von Mainz Richtung Köln mal ganz zu schweigen. Da wird jahrelang in guter Eulenspiegelmanier etwas hochgelobt und es ist trotzdem bisher immer große .....e

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bernard_bs 20.02.2019, 12:42
17. Langfristige Strategie!!

Das ist doch ein von langer Hand geplantes Vorgehen gewesen. Die DB Netze muss für Reparatur und Instanthaltung zahlen. Für Neubauten ist der Bund der Finanzier. Da ist es doch ausgesprochen wirtschaftlich, wenn erstmal abgebaut und entfernt wird, was demnächst instandgesetzt werden muss. Jetzt ist es eine Neuanschaffung und die Kosten gehen zum Bund. Genauso verläuft es doch bei deren Brücken. Bei vielen ist der Zustand so marode, dass eine Reparatur teurer als ein Neubau ist. Man muss nur lange genug warten und die Kosten der DB Netze sinken und sinken.

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lila72 20.02.2019, 12:46
18. @Beitrag Nr 4

Das belegen Sie mal bitte, wo Sie im Gefahrfall "ewig" auf den Nmg warten mussten.
Ob Rettungskräfte (Feuerwehr) erden sollen/dürfen, legen die Bundesländer fest, wer an intern an die OL darf, der Betreiber derselben. Schon mal an einer aus Mangel an Orts- und Fachkenntnis nicht abgeschalteten OL geerdet? Das machen Sie kein zweites Mal.

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DKH 20.02.2019, 12:51
19. Und das Auto?

Zitat von erzengel1987
Also Saarbrücken HBF nach Trier HBF kostet eine fahrt bereits 21,50 € pro Person. Ich steige in mein Auto. Es sind mit dem Auto knapp 100 km. Verbrauch auf 100 km ist maximal 7 l Benzin. 1 l Benzin sagen wir kostet wenn man Super Duper blöd kauft 2 Euro. Das wären 14 Euro für bis zu Vier oder Fünf Personen. Runden wir auf 15 Euro Spritkosten auf da sind Parkgebühren ebenfalls dabei. So zahl jeder Mitfahrer 3 Euro für einmal nach Trier. Das ist um den Faktor 7 günstiger als mit der Bahn. Die Bahn als Öffentliches Verkehrsmittel ist aus diesem Grund bereits komplett unattraktiv. Jetzt soll der Ausbau mit höheren Ticketpreisen finanziert werden? Also wenn etwas schon Wucher ist, so dass man es wirklich nicht nutzen kann noch teurer zu machen... dann bleiben immer mehr Kunden aus. Dann muss man wirklich sagen. Wir schaffen die Bahn ab denn die ist zu teuer, untauglich und überflüssig. Also die Verbindung Trier Saarbrücken sollte pro Person 2 Euro kosten. Das wäre ein absolut Fairer Preis. Damit kann die Bahn auch kalkulieren. Siehe Busunternehmen. Ein Bus ist im Unterhalt mit Sicherheit deutlich teurer. Selbst Fliegen ist teilweise günstiger als die Bahn. Also wenn alle Verkehrsmittel jeweils günstiger sind als die fahrt mit dem Zug läuft etwas komplett falsch. Dazu kommt ein miserabler Service und eine hohe Unzuverlässigkeit der Bahn.
Haben Sie geschenkt gekriegt? Und Strassen und Brücken gratis benutzt, da vom Steuerzahler finanziert? Slange sich in Deutscland alles ums Nichtbezahlen geht, wird das nichts mit dem Verkehr. Informieren Sie sich mal über SERVICE publique in der Schweiz.

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