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Streamingdienst: Netflix enttäuscht Erwartungen
REUTERS

Mehr Nutzer, mehr Umsatz, mehr Gewinn - und trotzdem sind die Anleger enttäuscht: Netflix ist im zweiten Quartal nicht so stark gewachsen wie erwartet. Die Aktie fiel nachbörslich um mehr als 14 Prozent.

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james_bond 17.07.2018, 11:47
10. Mir gefällt Netflix sehr gut

Also ich nutze seit Jahren nur noch ausschließlich Mediatheken und Youtube. Ich kann schauen was ich will und wann ich es will. Genauso will ich es. Der Fernseher ist zu einem Monitor verkommen. Das ganze Privatfernsehen hat für mich kaum eine Sendung, die mich interessieren. Seit einem halben Jahr habe ich Netflix und der Inhalt gefällt mir gut. Warum der Aktienkurs trotz Gewinns einbricht erschließt sich mir nicht. Ich spiele mit den Gedanken mir Aktien zu kaufen.

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cosmose 17.07.2018, 12:06
11.

Zitat von sanibel123
Die Verbraucher/Seher nutzen das Angebot vielleicht eine bestimmte Zeit lang. Dann fragen sie sich wofür Zahle ich und was bekomme ich dafür. Und stellen fest: Muss ich nicht haben. Diese Logik ist den Investoren bestimmt auch nicht fremd.
Dem möchte ich als großer Netflix-Fan gerne widersprechen.
Eher stirbt das lineare TV aus, da hier die Zuschauer wegsterben...
Ich kenne zumindest relativ wenig Leute in meinem Alter (Ende 30), die KEINEN Netflix-Account haben. Bei den Jüngeren sieht es wahrscheinlich ähnlich aus. Eine meiner Azubis ist Anfang 20, die schaltet den TV nur noch für GZSZ ein (ohne Wertung, soll jeder gucken was er/sie will), der Rest läuft über Netflix und Co.
Ich habe auf meiner Watchlist sicher noch Stoff für diverse Jahre.
So habe ich z.B. immer noch keine Zeit gefunden, Breaking Bad und Better Call Saul zu sehen. Auch House of Cards steht noch an und das Wetter ist gerade "leider" viel zu schön.
Sollten diese Serien es tatsächlich mal ins normale TV schaffen, würde ich sie trotzdem bei Netflix schauen, weil dort ICH entscheide, wann ich was sehe...

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infooverdose 17.07.2018, 19:31
12. Investitionen

Toll für die Konsumenten, dass für 8 Mrd. in diesem Jahr produziert werden soll. Bei Jahresumsatz von 4 Mrd. aber dennoch ein großes Investment, das rechnerisch nur durch eine Verdoppelung der Abonnenten aufgeht, es sei denn, es werden Einnahmen aus Zweitverwertung im analogen TV erzielt.

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mal_nachdenken! 18.07.2018, 13:32
13. U

Wie kann eine wachstumsorientierte Gesellschaft mit diesen Zahlen, einem solchen (starken) Wachstum von Umsätzen und Gewinnen nicht zufrieden sein?
Wie weit ist es mit der Maßlosigkeit der (Wirtschafts-)Welt, des Finanzwesens und der Anleger gekommen, dass eine solche Meldung im Gewand einer unaufgeregten Selbstverständlichkeit, ja sogar noch in mit einer gewissen Betroffenheit formulierten Darstellung, über die Medien verbreitet wird bzw werden kann und nicht umgehend zu einer breit geführten Debatte - über paradoxe Auswüchse des allgegenwärtigen Wachstumsdogmas - in Politik und Bevölkerung führt? Wie weit ist es mit der Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit der politischen Führung und der großen Masse an Konsumenten - um diesen Fachausdruck zu bemühen -, also uns, gekommen, dass dieses System unreflektiert fortgeführt wird bzw werden kann?
Seit mehr als 40 Jahren erklären und mahnen kluge Köpfe aus verschiedensten Wissenschaften, dass ein fortwährendes Wirtschaftswachstum nicht möglich ist. Jedenfalls nicht, ohne die Lebensgrundlage (!) von vielen Menschen, ja in letzter Konsequenz aller Menschen, unwiderbringlich zu zerstören. Die Realität hat gezeigt, dass allein technologischer Fortschritt - in welcher Hinsicht auch immer - diesen Prozess nicht verhindern kann. Es handelt sich dabei nicht um unter Verschluss gehaltenes und unverständliches Geheimwissen! Vielmehr ist es in Begründung und Schlussfolgerung für jeden verständlich.
Man bedenke z.B., wie viele Länder in allernächster Zukunft (in konsequenter Fortsetzung der Entwicklung auch gerechtfertigterweise) ebenfalls an den "Vorteilen" eines Wirtschaftswachstums partizipieren wollen. Dieser Prozess ist bereits in vollem Gang (Nord-Süd-Gefälle...).
Alle aktuell geführten Debatten von scheinbar oberster Priorität für unsere Gesellschaft wie die Flüchtlings- und Asyldebatte, der Dieselskandal, die Trump-Problematik - um nur einige Beispiele zu nennen -, vernebeln den Blick auf eine Thematik, die viel essenzieller für das "Wohlbefinden" der Bürger ist. Es geht um nicht weniger als die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen und die Sicherung des Bestandes der Menschheit. Und diese Problematik liegt direkt vor uns und nicht in irgendeiner fernen Zukunft und sie wird uns alle und den Fortbestand unseres "Wohlfühlstatus" betreffen. Alles andere ist dagegen marginal.
Ich empfehle, sich mit der Postwachstumsdebatte zu beschäftigen...

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