Forum: Wirtschaft
Streik der Lokführer: Bahn-Vorstand wirft GDL Dreistigkeit vor
DPA

Der Lokführerstreik ärgert nicht nur Fahrgäste. Bahn-Vorstand Weber nannte das Vorgehen der Gewerkschaft GDL kurz vor der nächsten Verhandlungsrunde eine "Dreistigkeit". Der angekündigte Ausstand sorgt bereits für Zugausfälle.

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nope 15.10.2014, 08:31
1. rechtzeitig?

Herr Weselsky,

Ihre Rhetorik ist recht gut - als Zuschauer weiß man nicht unbedingt wer recht hat und wessen Behauptungen nicht stimmen. Eines aber irritiert mich: Wenn ich Fernreisen mit der Bahn unternehme buche wie tausende andere Fahrgäste auch im Vorraus und fahre (meist) über mehrere Tage weg - wie können da derartige Warnungen "rechtzeitig" sein?

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scissor 15.10.2014, 08:40
2. also,

wenn ich alle Infos, die ich bisher habe, gegeneinander aufwäge, dann komme ich zu dem Schluss, dass der Bahnvorstand die Streiks forciert. Damit lügt uns Herr Weber die Taschen voll. Immerhin läuft ja ab 0 Uhr bereits ein Notfahrplan, also kann mir keiner sagen, dass der Vorstand überrascht ist.
Ich bin übrigens hier in Berlin selbst massiv vom Streik betroffen. Aber als Nutzer der Berliner S-Bahn (ein Bahn-Unternehmen) ist man an ständige Ausfälle, Verspätungen, Ausweichen auf U- und S-Bahn (was nicht 14 h vorher angekündigt wird) gewöhnt. Alles für die Aktie, alles für die Rendite, aus uns ist noch mehr rauszuholen. Das einzige was pünktlich kommt, ist die nächste Fahrpreiserhöhung.

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scissor 15.10.2014, 08:40
3. also,

wenn ich alle Infos, die ich bisher habe, gegeneinander aufwäge, dann komme ich zu dem Schluss, dass der Bahnvorstand die Streiks forciert. Damit lügt uns Herr Weber die Taschen voll. Immerhin läuft ja ab 0 Uhr bereits ein Notfahrplan, also kann mir keiner sagen, dass der Vorstand überrascht ist.
Ich bin übrigens hier in Berlin selbst massiv vom Streik betroffen. Aber als Nutzer der Berliner S-Bahn (ein Bahn-Unternehmen) ist man an ständige Ausfälle, Verspätungen, Ausweichen auf U- und S-Bahn (was nicht 14 h vorher angekündigt wird) gewöhnt. Alles für die Aktie, alles für die Rendite, aus uns ist noch mehr rauszuholen. Das einzige was pünktlich kommt, ist die nächste Fahrpreiserhöhung.

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ihrwisstnix 15.10.2014, 08:42
4. Gewerkschaften wie die GDL

braucht keiner. Schaffen sich selbst ab.

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Indigo76 15.10.2014, 08:44
5.

Dieser Streik ist eine reine Machtdemonstration der GDL. Allein die Androhung eines Streiks würde aber als Druckmittel in den Verhandlungen mit der Bahn ausreichen. Es wurde in der Vergangenheit oft genug deutlich gemacht, was ein Lökführerstreik für die Wirtschaftlichkeit der Bahn bedeutet. Es ist Unsinn, dieses Druckmittel VOR der Verhandlung einzusetzen. Die Bahn könnte jetzt sagen: Warum sollen wir ihrer Forderung nachkommen? - Sie streiken ja eh.

Wenn ich Bahnchef wäre, dann würde ich mich nicht auf diese Weise erpressen lassen - irgendwann sind Streikkassen auch mal leer. Und wie die Verdienstausfälle dann finanziert werden? Man könnte zum Beispiel die Gehälter der Lokführer senken.

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spiegelfechte 15.10.2014, 08:46
6. unfassbar!

Wir senden an die restliche Welt fatale Signale, besonders an die Länder in denen es zu wenig oder keine Arbeit gibt:
bei uns gibt es Geld oder sogar noch mehr Geld , wenn man die Arbeit verweigert. Das ist kein Streik auf Augenhöhe der Betroffenen, wenn die eine Seite Schäden in 3stelliger Millionenhöhe anrichten kann. Das Streikrecht gehört abgeschafft! Wer nicht arbeiten möchte soll gehen.

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Korken 15.10.2014, 08:47
7. Interne Probleme nach Außen verlagert

5% mehr Geld und 2h weniger Arbeitszeit macht zusammen durchschnittlich über 10% Lohnerhöhungsforderung. Die Bahn kam anscheinend bzgl. Gehalt schon zur Hälfte entgegen - standardmäßig typisch bei Tarifberatungen. Dann pendelt man sich noch etwas höher ein und gut ist. Die Bahn soll sich allerdings auf einen gewerkschaftsinternen Machtkampf einlassen. Plötzlich will die GDL ihren Machtbereich ausweiten, obwohl schon anderweitig besetzt. Die Bahn verweigert zu Recht sich darauf einzulassen. Sonst könnte sich ja jede Splittergewerkschaft in einem Unternehmen plötzlich für alles zuständig erklären, Chaos pur. Das Ergebnis wird sein, dass die Bundesregierung versuchen wird die Formel "Ein Betrieb - eine Gewerkschaft" durchzusetzen. Vielleicht nicht nur eine gewerkschaft aber die größte dürfte dann nur Verhandlungen führen. Sie werden sich ins eigene Fleisch schneiden.

Probleme haben jetzt erstmal die Kunden. Innerstädtisch nicht so ein Drama, aber für ländlichere Bereiche aufgrund der Pendlerentfernungen und fehlender Busverbindungen parallel zur Bahn ein größeres Problem.

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nurmeinsenf 15.10.2014, 08:49
8. Zielerreichung

Hoffentlich erreicht die GdL diesmal ihr Ziel und die Zuständigkeit wird neu geregelt. Aber dahingehend, daß diese Krawallgewerkschaft mit einem stets überlauten Vorsitzenden endlich eingebremst wird. Dafür würde ich als Fahrgast alles Leiden in Kauf nehmen.

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stegiro68 15.10.2014, 08:50
9. Hoffen auf die fahrerlose Bahn

Ich habe keinerlei Verständnis für die unverschämten Forderungen der GdL, die sich ständig mit Piloten vergleicht. Dabei ist deren Funktion beschränkt auf beschleunigen und bremsen.

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