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Streiks angedroht: Beamtenbund will Finanzämter lahmlegen
DPA

Der Öffentliche Dienst steht vor einem Arbeitskampf und die Gewerkschaft zeigt den Bundesländern schon mal ihre Druckmittel: Gestreikt werden soll dort, wo es den Finanzministern besonders weh tut.

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Berliner42 04.01.2019, 12:56
60.

Zitat von lab61
Nicht bloß die Überschrift lesen und gleich drauflos posten. Sondern auch den Artikel lesen.
Schlaumeier. Nicht nur mein Posting lesen, sondern auch das, worauf ich geantwortet habe.

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stegganosaurus 04.01.2019, 13:05
61. Endlich ein populärer Streik

Wird bestimmt der erste Streik seit langem, wo draußen vor der Tür Bürger skandieren: Gebt nicht nach! Gebt nicht nach!

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Hans58 04.01.2019, 16:02
62.

Zitat von Ettlingen2019
der Beamtenbund lässt die Angestellten streiken - schon seltsam
"Der Beamtenbund" besteht aus zwei Teilen, dem Beamtenbund und der Tarifunion und nur die letztgenannten organisieren den Streik.

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Hans58 04.01.2019, 16:06
63.

Zitat von KR 51/2
Wie sieht es eigentlich aus, wenn ein Beamter streikt?!
Schlecht sieht es aus, da Disziplinarmaßnahmen die Folge sind, die gemäß Bundesdisziplinargesetz bzw. entsprechend vergleichbaren Landesgesetzen verhängt werden können.

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Hans58 04.01.2019, 16:15
64.

Zitat von fht
Gewerkschaften vertreten Interessen Ihrer Mitglieder Tipp: Eintreten und nicht erwarten, dass andere für Sie heiße Kartoffeln aus dem Feuer holen. Deshalb nimmt der Beamtenbund ja auch Angestellte auf. Diese dürfen streiken, wobei Streikgelder auch aus den Beiträgen der Beamten finanziert werden, die wiederum von den Abschlüssen profitieren.
Wenn die Streikgelder der einzelnen Gewerkschaften der Tarifunion aus den Mitgliedsbeiträgen der Beamten kommen würden, hätte es nie beim dbb nie eine Tarifunion gegeben.
Richtig ist, dass in irgendeiner Form der Bundestag bzw. die Landtage in der Besoldungsgesetzgebung meist einen Tarifabschluss übernehmen.

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yvowald@freenet.de 04.01.2019, 16:16
65. Lebenslanges Dienst- und Treueverhältnis

Zitat von gumbofroehn
Zwischen Beamten und Dienstherrn besteht ein sog. "besonderes Treue- und Fürsorgeverhältnis". Der Beamte ist in bestimmten Rechten gegenüber einem Angestellten eingeschränkt bzw. unterliegt weitergehenden Verpflichtungen (bspw. kein Streikrecht, Gebot der politischen Mäßigung sowie die Verpflichtung, für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einzutreten) und erhält im Gegenzug eine besondere Fürsorge des Dienstherrn (bspw. Beihilfe- und Pensionsanspruch). Entsprechend ist das Streikrecht mit dem Berufsbeamtentum unvereinbar.
Es besteht in Wahrheit ein "Dienst- und Treueverhältnis". Das bedeutet: lebenslange Bindung an den Dienstherren (Bund, Länder, Kommunen, Körperschaftgen des öffentlichen Rechts) und lebenslange Alimentation (Versorgungsbezüge).
Aber auch Beamtinnen und Beamte dürfen ihren Unmut über ihren Dienstherrn zum Ausdruck bringen: in Form von "Dienst nach Vorschrift".

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genervtneu 04.01.2019, 16:18
66. Häh ?

Zitat von hansa54
Was mich umtreibt: wer vertritt in dieser Republik eigentlich die Interessen derjenigen, welche nicht gewerkschaftlich eingebunden/organisiert sind? Keine S.. kümmert sich um das einfache arbeitende Volk und es scheint auch niemanden zu interessieren!
Die Interessenvertretung der Arbeiter und Angestellten sind die Gewerkschaften, dafür sind sie da. Mich kotzt das Genöhle von nicht organisierten Arbeitskollgen an, die nicht in der Gewerkschaft sind und sich beschweren, dass die Gewerkschaft nichts für sie tut.
Eine suboptimale Interessenvertretung ist immer noch besser als keine.

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genervtneu 04.01.2019, 16:30
67. Welche denn ?

Zitat von saaman
Aber da gibt es andere Methoden in einer zivilisierten Gesellschaft.
Speichellecken, Männchen machen oder Verzicht üben ?
In den vergangenen 20 Jahren gab es in ÖD noch nicht mal einen Inflationsausgleich, weil alle popligen Erhöhungen mit Mehrarbeit, wegfallenden Zuschüssen etc. bezahlt wurden, mal vom sinkenden Rentenniveau ganz abgesehen.
Nennen sie doch bitte die anderen Methoden, mit denen man die Arbeitgeber zu einer angemessenen Anpassung bewegen kann.

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yvowald@freenet.de 04.01.2019, 16:41
68. Sozialpartnerschaft - ein Irrweg?

Zitat von genervtneu
Die Interessenvertretung der Arbeiter und Angestellten sind die Gewerkschaften, dafür sind sie da. Mich kotzt das Genöhle von nicht organisierten Arbeitskollgen an, die nicht in der Gewerkschaft sind und sich beschweren, dass die Gewerkschaft nichts für sie tut. Eine suboptimale Interessenvertretung ist immer noch besser als keine.
Vertreten unsere Gewerkschaften wirklich die Interessen von uns Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern?
Zweifel sind erlaubt.
Da sitzen die Gewerkschaftsspitzen in den Aufsichtsräten der Großunternehmen, tafeln vornehm und lassen sich mit edlen Weinen "verwöhnen" (oder beeinflussen?)
Durch diese Nähe verschwimmen die Konturen: Hier Arbeitnehmer, dort Arbeitgeber.
Die sogenannte "Sozialpartnerschaft" hat letztlich dazu geführt, daß den Gewerkschaften der Schneid abgekauft worden ist.
Warum fordern Gewerkschaften nicht ebenfalls 20 Prozent Tarifanhebung, wenn sich die Vorstände von "ihren" Aufsichtsräten diese 20prozentige Bezügeanhebung "genehmigen" lassen?
Besser wäre es, wir würden künftig auf die sogenannte "Mitbestimmung" in Großkonzernen verzichten, dafür aber freie Hand bei Tarifforderungen erhalten.

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genervtneu 04.01.2019, 19:20
69. Berechtigte Kritik

Zitat von yvowald@freenet.de
Vertreten unsere Gewerkschaften wirklich die Interessen von uns Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern? Zweifel sind erlaubt. .............
Da in der Regel der Aufsichtsratsvorsitzende von den Arbeitgebern gestellt wird und Stimmrecht hat, ist bei ansonsten paritätischer Besetzung die Sache ohnehein eher ein Feigenblatt. Es geht hier aber auch "nur" um die Aufsicht. Der Konzernvorstand und die Aktionäre üben die Macht aus. Da gibt es einige nette Ausnahmen in Form von etwas an Arbeitnehmerinteressen orientierten Stiftungen.
Die Hauptprobleme dürften allerding mittlerweile die ganzen Minibetriebe ohne Tarifbindung (oder wenn dann mit unterirdischen Löhnen) und die vielen Billiglöhner auch bei großen Konzernen sein, die sich aus Angst um den unterbezahlten Job nicht organisieren.
Da hat die CDU seit Kohl ganze Arbeit geleistet und alles getan um die Gewerkschaften klein zu halten. Roland Koch, ( in der freien Wirtschaft eher ein Versager aber dafür Mitbegründer des Andenpacks ... Entschuldigung muss wohl Pakt heißen ! ) hat die Mitbestimmungsrechte auf Landesebene in Hessen dermaßen beschnitten, dass man sich vieler Orts fragt, wofür der Personalrat im ÖD noch da ist, denn in den meisten Fällen wird er nur über die Aushebelung von Arbeitnehmerrechten informiert, eine Einflussnahme ist hier schon nicht mehr vorgesehen.
Vielleicht braucht dieses Land mal wieder so richtig chaotische Streiks, die auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen um zu erkennen wie fortschrittlich wir schon mal waren.
Da aber die Angst und die Alternativlosigkeit regieren, demonstrieren nur besorgte Mittelschichtswutbürger in Dresden gegen Probleme die sis nicht kennen.

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