Forum: Wirtschaft
Streiks gegen Sparkurs: Griechen starten in den Großkampftag

Behörden,*Krankenhäuser,*Schulen: In Griechenland treten Zehntausende Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes in den kollektiven Ausstand. Doch weil der Staatssektor zu groß*ist und die Unterstützung der Bevölkerung zu gering,*wird der Streik die*überfälligen Reformen*nicht verhindern.

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Linlithgow 05.10.2011, 11:50
60. Zustimmung

Zitat von Direwolf
Was würde denn passieren wenn man ihrem Vorschlag folgt?
Zitat von Direwolf
Also zunächst mal kann Griechenland seine Schulden nicht mehr bezahlen, denn die laufen in Euro. Umstellung auf Drachme wäre ein Kreditausfall mit der Folge, das GR einfach keinen Kredit mehr bekommt, also in absehbarer Zukunft mit eigenen Mitteln hinkommen muß. Abwertung heißt, dass Importe teurer werden. Bei der Produktionsbasis in GR dürfte also fast alles teurer werden. Ach ja, Exporte werden billiger, aber wie sie ja selber schreiben, wird in GR kaum etwas für den Export produziert.
Zitat von Direwolf
Klar, GR würde als Standort billiger werden, aber wir leben nicht mehr in den 80er Jahren. Heute muß sich ein Standort wie GR mit Bulgarien, China oder Indonesien messen, wenn es durch Abwertung seine Wettbewerbsposition verbessern will und nicht mit Deutschland. Billige Währung reicht heute nicht mehr um Investitionen anzuziehen. Und was die weiteren Faktoren angeht, sieht es in GR nun einmal finster aus. Alsso wenn GR diesem Weg folgt, sind die richtig im A****
Diesem Beitrag moechte ich zustimmen.

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Nemetz 05.10.2011, 12:06
61. welcome to Zocklandia!

Zitat von leser_81
Also mit solchen Aktionen ändern die Griechen garnichts. Kar, die Einschnitte treffen die Bevölkerung Hart ! Keine Frage ! Wenn man jedoch auf Jahrzehnte.....
Jetzt uebertreiben Sie aber mass- bzw. griechenlos:
IMMERHIN ist das wichtigste griechische Unternehmen ein Getraenkeabfueller <ein Schelm, wer....> und das zweitwichtigste --- ein Sportwettenanbieter!
Welcome to Zocklandia!

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Asirdahan 05.10.2011, 12:45
62. ohne

Na sicher! 548 Euro Mindestlohn sind zu viel. Jetzt wissen wir, weshalb Griechenland in den Abgrund taumelt. Ich fasse es einfach nicht. Von den Ärmsten will man auch noch den letzten Cent herausquetschen, während die Oberschicht sich längst finanziell abgesichert hat.

Mir ist auch nicht klar, wie Griechenland das mit ihren überflüssigen Mitarbeitern regeln will. Sicher, es gibt viel zu viele Staatsbedienstete. Aber die Menschen sind nun mal da und müssen essen. Arbeit gibt es ja offensichtlich nicht mehr für sie. Die Leute wurden gehätschelt, aber nun werden sie ins kalte Wasser gestoßen. Beides ist nicht richtig, denn sie büßen für die Fehler von oben. Ich habe immer noch den Eindruck, dass gewaltige Reserven in Griechenland geschont werden, z.B. das Militär oder die Kirche. Ich schlage vor, die Insel Athos dem Tourismus zugänglich zu machen. Die mittelalterliche Klausur der Mönche dort passt nicht mehr in unsere Zeit und schon gar nicht zu der finanziellen Misere.

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thomasmünchner 05.10.2011, 13:09
63. EU soll sich um eigentliche Aufgaben kümmern!

Zitat von Direwolf
Was würde denn passieren wenn man ihrem Vorschlag folgt? Also zunächst mal kann Griechenland seine Schulden nicht mehr bezahlen, denn die laufen in Euro. Umstellung auf Drachme wäre ein Kreditausfall ....
Das mag alles sein. Aber Griechenland ist ein souveräner Staat der tun und lassen kann was immer er möchte. Niemand hält GR davon ab Geld zu verprassen. Aber GR kann auch nicht erwarten, dass jetzt andere Länder dafür gerade stehen müssen.
Was ich bei den ganzen Diskussioen nicht verstehe: Da sind superschlaue Leute, die 1000 Zahlen im Kopf haben und dann doch die simpelste Regel vergessen: Freiheit gibts nur zusammen mit Verantwortung. Und jetzt sind die Verantwortlichen verpflichtet die Konsequenzen zu tragen.
Ich bin gegen den Oettingervorschlag: Griechenland soll auf jeden Fall weiterhin souverän bleiben. Sie sollen selbst zusehen wie sie das Problem lösen können. Die EU hat sich da nicht einzumischen! Es ist weder unsere Aufgabe, noch gerecht, noch hilfreich.

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DanT. 05.10.2011, 18:01
64. Einahmeseite

Zitat von hansklauspeter
Die Leute hier interessiert doch Griechenland nicht die Bohne. Die Idee des Lastenausgleichs finde ich durchaus interessant. Allerdings kommt man an Reformen nicht vorbei und ganz ehrlich, ob sich Griechenland innerhalb des Landes oder innerhalb der EU verschuldet macht da ja garkeinen so starken Unterschied mehr und aktuell traue ich dem Druck der EU eher zu etwas zu bewirken als dem der Griechen. So sehr ich die Verärgerung der Griechen nachempfinden kann, so sehr steht die Frage im Raum wofür eigentlich demonstriert wird. Und mittlerweile kippt ja auch im Land die Stimmung und die Mehrheit der Griechen ist für die Hilfen, nur von einigen Querköpfen wird die Sanierung jetzt blockiert. Gerade wer im Öffentlichen Dienst sitzt, sollte beten, dass der Staat solvent bleibt. Wer nen kleinen eigenen Betrieb hat oder bei einer privaten Firma angestellt ist, kann auch bei einer Staatspleite noch mit Geld rechnen. Aber beim Öffentlichen Dienst gibt es dann keine Gehaltsschecks mehr und dafür scheint man auch noch auf die Straße zu gehen. Es fehlt einfach die Alternative, wenn nicht im öffentlichen Dienst sparen, wo dann?
Wie wärs denn endlich mal mit rigidem Steuereintreiben?

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DanT. 05.10.2011, 18:06
65. Fass ohne Boden

Zitat von Direwolf
Was würde denn passieren wenn man ihrem Vorschlag folgt? Also zunächst mal kann Griechenland seine Schulden nicht mehr bezahlen, denn die laufen in Euro. Umstellung auf Drachme wäre ein Kreditausfall mit der Folge, das GR einfach keinen Kredit mehr bekommt, also in absehbarer Zukunft mit eigenen Mitteln hinkommen muß. Abwertung heißt, dass Importe teurer werden. Bei der Produktionsbasis in GR dürfte also fast alles teurer werden. Ach ja, Exporte werden billiger, aber wie sie ja selber schreiben, wird in GR kaum etwas für den Export produziert. Klar, GR würde als Standort billiger werden, aber wir leben nicht mehr in den 80er Jahren. Heute muß sich ein Standort wie GR mit Bulgarien, China oder Indonesien messen, wenn es durch Abwertung seine Wettbewerbsposition verbessern will und nicht mit Deutschland. Billige Währung reicht heute nicht mehr um Investitionen anzuziehen. Und was die weiteren Faktoren angeht, sieht es in GR nun einmal finster aus. Alsso wenn GR diesem Weg folgt, sind die richtig im A****
Ach Quark.
Für Greichenland müsste dann ein Marshal-Plan her um dort endlich mal wirkliche Aufbauhilfe zu leisten.
Aber das will man doch gar nicht, preiswerte Konkurrenz vor der Haustür!? Nee nee.
Lieber stopfen wir unendlich viel Geld rein, damit die weiter konsumieren und unsere Produkte kaufen können.
Wenn der Schuldenberg zu groß ist, bürgt EU-Steuerzahler für die Forderungen der eigenen Exportwirtschaft.

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adesat 06.10.2011, 09:42
66. Besser

Zitat von Gridiwu
Wie kommen Sie darauf, dass wir in einer "kommunistischen Finanzdiktatur" leben? Mir scheint, Sie verwechseln da einiges.
Sie haben recht, das ist mißverständlich ausgedrückt. Ich will es besser erklären.
Die fortschreitende Diktatur der Finanz ist wohl unstrittig und unübersehbar.
Mit kommunistisch meinte ich, allegorisch gesprochen, die zentrale Steuerung der Wirtschaft und Finanzpolitik durch einen nicht demokratisch oder durch die Justiz erreichbaren Rat.

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