Forum: Wirtschaft
Streiks und Krisengeschrei: Und wenn Frankreich gewinnt?
AFP

Wenn es um die Franzosen und ihre Wirtschaft geht, rattert hierzulande die Klischeemaschine: Tatsächlich könnten die vermeintlichen Reformverweigerer bald als Gewinner dastehen - nicht nur auf dem Platz.

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echoanswer 10.06.2016, 13:24
1. Der prozentuale Anstieg der Lohnkosten ...

liegt ja wohl daran, dass Deutschland jahrelang der Lohndumper Nummer eins in der EU war. Erst der Mindestlohn hat diesen prozentualen Anstieg bewirkt. Glaube nur der Statistik die du selbst gefälscht hast.

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espet3 10.06.2016, 13:25
2.

Ja, wenn das sooo ist, dann halten wir uns die Franzosen mal schön warm. Man weiß ja nie - der Autor scheinbar auch nicht, wie er in den letzten Sätzen zugibt.
Auch wenn ich es hier erneut schreibe, so kann ich nur das Urteil eines amerikanischen Investors anführen, der eine Reifenfabrik in Nordfrankreich bauen wollte und resigniert feststellte, das die Franzosen mehr beim Streik und dem Menue in der Kantine verbringen würden als an der Werkbank.

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matthias50a 10.06.2016, 13:30
3. Schön provoziert, Herr Schönrechner....:)

Ich kenne Land und Leute und lese die Zeitungen im Original... Mal ehrlich, Herr Wirtschaftsexperte, gibt es ev. zwei verschiedene Frankreichs ?
Fragen Sie doch mal die Franzosen selbst... Schön getrickst übrigens, wie waren nochmals die KOMPLETTEN Arbeitslosenzahlen im Vergleich und die Schulden-, Staats- und Exportquote ? Bitte Herr Müchnau, übernehmen Sie sofort wieder, weil ETWAS Substanz trotz steiler Thesen kann ja nicht schaden.

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Shaft13 10.06.2016, 13:40
4. Ach ja?

Also gehen Franzosen auch erst mit 65 oder gar 67 in Rente?? Und 38,5 oder gar 40 Stunden Woche haben die auch so wie wir??
Dachte es wären 35 Stunden Woche, aber sollen ja mehr arbeiten als wir.

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blurps11 10.06.2016, 13:41
5.

Zitat von matthias50a
Ich kenne Land und Leute und lese die Zeitungen im Original... Mal ehrlich, Herr Wirtschaftsexperte, gibt es ev. zwei verschiedene Frankreichs ? Fragen Sie doch mal die Franzosen selbst... Schön getrickst übrigens, wie waren nochmals die KOMPLETTEN Arbeitslosenzahlen im Vergleich und die Schulden-, Staats- und Exportquote ? Bitte Herr Müchnau, übernehmen Sie sofort wieder, weil ETWAS Substanz trotz steiler Thesen kann ja nicht schaden.
Ausgerechnet der Herr Münchhausen als Substanzlieferant ? Nene, da ist mir Fricke schon wesentlich lieber. Auch und genau deswegen, weil er sich mal ein paar eigene Gedanken macht.

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Rosbaud 10.06.2016, 13:43
6. Eindimensionalität

Zitat von espet3
Ja, wenn das sooo ist, dann halten wir uns die Franzosen mal schön warm. Man weiß ja nie - der Autor scheinbar auch nicht, wie er in den letzten Sätzen zugibt. Auch wenn ich es hier erneut schreibe, so kann ich nur das Urteil eines amerikanischen Investors anführen, der eine Reifenfabrik in Nordfrankreich bauen wollte und resigniert feststellte, das die Franzosen mehr beim Streik und dem Menue in der Kantine verbringen würden als an der Werkbank.
Sehr dünnes Eis! Richtschnur für Sie ist also einzig und allein das Profitinteresse eines Investors? Da merkt man, welche Verheerungen die jahrzehntelange Berieselung mit neoliberaler Propaganda angerichtet hat.

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Zottelbär 10.06.2016, 13:44
7. Lohnkostenvergleich

Die Lohnkosten in beiden Ländern erst ab 2010 zu vergleichen, ergibt kein vollständiges Bild.
Man müsste viel weiter zurückgehen.
Die Lohnentwicklung in Deutschland bewegte sich in den Jahren zuvor auf einem sehr niedrigen Niveau, selbst im öffentlichen Dienst, wo schon in den 90er Jahren z. B. das 13. Monatsgehalt gekürzt wurde. Später fiel noch das Urlaubsgeld weg.

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jubelyon 10.06.2016, 13:50
8. Rosarote Brille

Nicht "der Franzose" streikt gerne, er hat sogar eher die Nase voll davon, sondern die Betonköpfe der CGT, die nur eine kleine Minderheit vertreten und überholte Privilegien von Interessengruppen verteidigen, die von dem neuen Arbeitsgesetz zudem gar nicht betroffen sind. Dass betuchte Bürger und viele Unternehmen, die es sich erlauben können, in Scharen das Land verlassen, wird von Herrn Fricke geflissentlich verschwiegen. Auch dass potentielle Investoren einen immer grösseren Bogen um Frankreich machen, dürfte seiner Prognose zuwiderlaufen. Die Zielvorgabe für das Staatsdefizit lag übrigens schon vor 5 Jahren bei 3% und wird ständig verfehlt, was Brüssel eigentlich schon lange hätte ahnden müssen. Die Staatsquote von 58% ist einsame Spitze in Europa, und das Defizit liegt mittlerweile bei 100% des BIP. Zudem hat Hollande kürzlich jede Menge Versprechungen gemacht, die der Entschuldung diametral entgegenstehen. Wer unter diesen Vorzeichen, zumal bei einer strukturell hohen Arbeitslosigkeit, eine positive Entwicklung weissagt, ist entweder von der PS bestochen worden oder hat zuviel Rotwein getrunken. Es kann aber auch an ideologischen Scheuklappen liegen.

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stinkfisch1000 10.06.2016, 13:52
9. Eigene Nase

Ja, Deutschland sollte sich an die eigene Nase fassen und aufhören, sich auf den Ergebnissen der Agendareformen auszuruhen. Wir bruachen längst ein Reformprogramm, um dieses Land zukunftsfähig zu machen. Weniger Staat, mehr Innovation, schnellere Entscheidungen, weniger Steuern und weniger Bürokratie.

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