Forum: Wirtschaft
Streiks und Proteste: Bigott in Frankreich
REUTERS

In Frankreich zeigt sich, wie ein allzu großer Sozialstaat an seinen eigenen Versprechen erstickt. Das Land blockiert sich selbst und droht grandios zu scheitern - politisch und finanziell.

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ofelas 29.05.2016, 19:34
1. droht grandios zu scheitern - politisch und finanziell.

und wird Deutschland mit runterziehen, die EU und der EURO sind damit schon tot

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Darwins Affe 29.05.2016, 19:35
2. Mut

Ich bewundere den Mut des Autors Henrik Müller, einfach mal die Faktenlage darzustellen – ohne ideologische Verblendung. Die SPON-Foristen werden dafür über ihn herfallen.

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ulrich_loose 29.05.2016, 19:36
3. So ist das eben

wenn man sozialistischen/kommunistischen Mob als Schwungmasse nutzt und es versäumt, die wirtschaftlichen Zusammenhänge zu erklären. Richtig amüsant wird es, wenn gerade die Jugend die keine Chance auf einen Job hat, für diejenigen auf die Barrikaden gehen, die ihren Besitzstand wahren wollen.

In abgeschwächter Form gilt das ja in Deutschland. Die Linken tun ja gerade so, als ob die große Mehrheit der Berufstätigen aus 1 Euro Jobbern bestehen würde. Man überbewertet die Loser bei weitem.

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frankfurtbeat 29.05.2016, 19:37
4.

irgendwann wird sich auch Frankreich bewegen müssen ansonsten fährt der Karren direkt gegen die Wand ... in Anbetracht der Gründe dieses Aufbegehrens hätten die Deutschen schon längst aufstehen müssen ... der Michel bleibt sitzen ...

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ichsagemal 29.05.2016, 19:40
5. Hollande in Not

Die Wähler haben ihn gewählt, was soll also jetzt im Nachgang das Gejammer. Was kommen wird war doch klar. Vor dem Kreuzchenmachen denken kann hilfreich sein? In Deutschland sind wir leider ähnlich unterwegs.

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ferdi111 29.05.2016, 19:41
6. Na dann...

runter mit den Löhnen 5,50 Euro, runter mit der Rente auf 450 Euro, rauf das Eintrittsalter auf 85 Jahre....! Ganz einfach!
Komisch..warum liest sich dieser Artikel wie Öl? Ich hab nicht den Eindruck gehabt, das Frankreich so ein Schlaraffenland war!
Also uns geht es doch auch gut! 50 Mille für Rente für 2 Tage arbeit! Also das kriegen die Franzosen nicht hin!Wetten!
Ich weiß nicht, ob es hier besser ist. Hier gibt es auch viele arme ..nur das ist völlig egal..das nimmt man hier nicht mal Kenntnis!

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knipser2013 29.05.2016, 19:44
7. Alles kein Problem -

Deutschland ist ja so reich, wir übernehmen auch hier die Haftung/Bürgschaft. Denn "scheitert der Euro scheitert Europa" usw. wird Frau Merkel jetzt sagen (lassen). Hätten die Franzosen jetzt den Franc noch könnten Sie z.B. abwerten. By the Way: ist nicht auch hier die längere in weiten Teilen misslungene Zuwanderung aus Afrika auch ein grosser Ausgabenposten im Sozialsystem dort? Ich denke bei uns in D war auch ein Hintergrund für die Agenda 2010 die massivere Zuwanderung im Jahrzehnt zuvor. Ansonsten will uns Herr Müller sicher suggerieren, dass wir froh sein dürfen bis bald 70 Jahre (theoretisch / den es ist eine weitere zusätzliche Rentenkürzung) arbeiten zu dürfen ...

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viktorhugo 29.05.2016, 19:45
8. Zusammenhänge sehen

An der Situation Frankreichs, vor allem was den Export angeht ist Deutschland natürlich nicht ganz unschuldig. Wir sind die Sozialdumper Europas und haben diesen Druck auf unsere Nachbarn massiv gefördert. Ein harmonisierter Binnenmarkt in Europa wäre ohne unser Dumping denkbar gewesen und hätte allen Beteiligten Ländern und Menschen (!) noch Luft zum Atmen gelassen. Aber ich vergaß: In unseren Denkmustern geht es ja vornehmlich um das wohl von Firmen (wofür waren die eigentlich mal da..?
).

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Rosenblüte1 29.05.2016, 19:45
9. wettbewerbsfähige Wirtschaft durch staatliche Innovation

Und wie schafft man eine wettbewerbsfähige Wirtschaft? Indem man mit Sozialkürzungen die ohnehin geringe Nachfrage noch weiter abwürgt? Wann begreifen eigentlich auch Neoliberale endlich, dass ihre Strategien nicht mehr funktionieren? /

Wir brauchen einen selbstbewussten Staat, der Innovationen fördert. Die ganzen hochgepriesenen Wagniskapitalgeber finanzieren nämlich auch nur relativ risikoarme Investitionen. Was haben Computer, Internet, Touchscreens, GPS und Spracherkennung gemeinsam? Alle wurden sie in staatlichen Labors entwickelt. Die Industrie springt erst dann auf den fahrenden Zug auf, wenn die Entwicklung so weit fortgeschritten ist, dass man ohne große Not ein Produkt daraus basteln kann. Alles andere wäre der Privatwirtschaft viel zu riskant. /

Damit eine Wirtschaft wettbewerbsfähig ist, muss der Staat das hohe Risiko, das mit grundlegenden Neuentwicklungen einhergeht, selber tragen. Und dafür verdient er dann auch seinen Lohn in Form von Steuern, gerade von den Reichen. Denn die profitieren ihrerseits dann von den staatlichen Innovationen, wenn deren Entwicklung so weit fortgeschritten ist, dass sich ein marktfähiges Produkt daraus herstellen lässt. /

Quelle: Mariana Mazzucato: Das Kapital des Staates. Eine andere Geschichte von Innovation und Wachstum, Kunstmann, München 2014

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