Forum: Wirtschaft
Streit bei der Lufthansa: "Selbst das Bodenpersonal schüttelt den Kopf über die Pilot
AFP

Die Piloten der Lufthansa ärgern Konzern und Kunden mit immer neuen Streiks. Ex-Lufthansa-Manager Thomas Sattelberger sieht die Schuld bei einer sturen Gewerkschaft, die liebgewonnene Besitzstände verteidige.

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FilmCity 29.11.2016, 09:56
10. Manager-Verhalten

Es ist schon irritierend, dass die sehr gut bezahlten Piloten auf diese Gehaltsvorderungen bestehen. Unterstützen kann man dies weniger.
Aber wenn man sich anschaut, wie die Top-Management von DAX Unternehmen sich überdurchschnittliche Gehaltssprünge und Boni verabreichen, kann man ebenso mit dem Kopf schüttel. Dabei tragen die Piloten, egal ob nun LH, GW, EW, BA, ..... eine etwas direktere Verantwortung, die auch nicht durch eine M&D Versicherung abgedeckt sind.
Diesen Streik kann man den Kunden nicht zumuten. So kann man auch eine Airline ruinieren.

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rolli 29.11.2016, 09:56
11.

Das Ganze ist doch von Kohl und der CDU/FDP so gewollt worden. Man hat damals Spartengewerkschaften zugelassen und die Flächentarifverträge geschwächt. Das in der Hoffnung, dass die Unternehmen mit den kleinen Gewerkschaften leichter fertigwerden können. Lächerlich wie sich schnell herausstellte.
Der Autor tut so, als ob Besitzstandwahren und Streik etwas Verwerfliches wäre. Aber es ist eines der ganz wenigen Mittel die Arbeitnehmer haben um ihre Interessen durchzusetzen. Inder Wirtschaftsdemokratur Deutschland auch dringend notwendig.

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Msc 29.11.2016, 09:56
12.

Ich habe für meine Heimreise zu Weihnachten jedenfalls schonmal auf eine Bahnfahrkarte gesetzt. Bye bye Lufthansa. Das Risiko am Flughafen zu stehen gehe ich nicht ein.

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clausde 29.11.2016, 09:56
13.

Zumindest kann man sagen, die "Erfolge" von TS werden jetzt bei der Telekom von seinen Managernachfolgern rückgängig gemacht, übrigens im Schulterschluß mit Verdi. Insofern bleibt nur, ihm einen gesunden Ruhestand zu wünschen und bitte nicht wieder irgendwo einmischen. Einfach ruhig bleiben und genießen.

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hagenlaw 29.11.2016, 09:57
14. Die Streiks verärgern nicht nur Lufthansakunden

Die vielen Streiks im deutschen Flugbetrieb, insbesondere bei der Lufthansa verärgern nicht nur Lufthansakunden. Durch die vielen Flugausfälle bei Lufthansa wird es bei anderen Anbietern ebenfalls eng, weswegen Verspätungen und Flugausfälle für die KUnden unvermeidbar sind. Hinzu kommt, dass ja an deutschen Flughäfen mit jährlicher Regelmäßigkeit nicht nur Lufthansapiloten, sondern auch anderes Flugpersonal sowie das Bodenpersonal streiken. Und zwar immer in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr oder in den großen Ferien, um die Arbeitgeber und damit auch die Kunden besonders hart zu treffen. Aus dem Ausland ist dies so gut wie garnicht bekannt. Ich fliege einmal jährlich im Winter nach Südamerika. Wegen der Unsicherheiten im Flugverkehr bin ich schon dazu übergegangen, die Flüge von und nach Amsterdam zu buchen. Und ich glaube, dass andere das ähnlich machen. Sielbst wenn am Schluss des Streiks ein Gewinn stehen sollte: Langfristig schaden sich die Arbeitnehmer mit ihren Streiks nur selbst.

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espet3 29.11.2016, 09:58
15.

Die Herren Luftkutscher, die ständig weltweit unterwegs sind, werde sich auch der Globalisierung beugen müssen. Je mehr gestreikt wird, um so mehr und so schneller hat die Konkurrenz Auftrieb. Da hilft ihnen auch keine Gewerkschaft. Wenn schon U-Bahnen ohne Lenker unterwegs sind und demnächst der Straßenverkehr auch ohne diese auskommen soll, warum nicht auch ein Flugzeug, das wie eine Drohne auch vom Boden aus gelenkt werden kann ?

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casait 29.11.2016, 09:58
16. Streik und Recht?

Den streikenden Piloten einen Vorwurf zu machen, obwohl ihnen auch jüngst (letztmalig gestern Abend soweit ich weiß) gerichtlich bescheinigt wurde, streiken zu dürfen, ist schon denkwürdig - denkwürdig für den, der den Vorwurf erhebt. Wenn nicht diejenigen streiken, deren Streik "schmerzliche" Auswirkungen hat, dann können wir das Streikrecht gleich abschaffen. Die Diskussion erinnert mich auch an die Vorwürfe, die im Zusammenhang mit den Steiks der Lokführer erhoben wurden. Alle Vorwürfe waren im Ergebnis haltlos. Wenn wir uns in unserem demokratischen System für das Streikrecht entschieden haben, dann müssen wir auch Streiks aushalten, zumal das Ausmaß der Streiks im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn noch harmlos ist.

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robosapiens 29.11.2016, 09:59
17. Luxusprobleme

Ich jedenfalls freue mich, dass es wenigstens noch eine Gewerkschaft in Deutschland gibt, die sich für ihre Mitarbeiter einsetzt. Die Luxusprobleme eines Herrn Sattelberger sind dabei völlig irrelevant. Soll er doch den Zug nehmen oder mal die Erfahrung mit dem hochmotivierten, osteuropäischen Personal einer Billigfluglinie machen.

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kleineRatte 29.11.2016, 09:59
18. Streik Piloten Lufthansa

Zitat von Pinin
Einfach nicht mehr mit der Lufthansa fliegen bis die Pleite sind, und dann neu starten.
Alles erinnert so an die GDL. Piloten verdienen alle 5stellig je Monat.
Verantwortung hoch, aber Technologie vereinfacht vieles.
Hinter der Fassade eines jeden Piloten steckt Reichtum und Wohlstand. Die heben nicht nur ab. Die sind abgehoben.
Genau, Lufthansa und Eurowings meiden.

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argonaut-10 29.11.2016, 10:00
19. nun ja

ich denke, wir haben alle zu wenig Einblick in die Historie und das Geflecht der LH. Was aber sicher gerade passiert, ist, dass der Ruf massiv leidet und dies wiederum wird sich so oder so irgendwann auf die Belegschaft niederschlagen.
Tatsache ist auch, dass sich alles immer ändert. Wenn Billigflieger den Markt fluten, dann muss sich eine LH überlegen, wie sie damit umgehen. Man kann Pricing über Services rechtfertigen, aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Insofern ist klar, dass alte Besitzstände nicht zu wahren sind, oder man muss sich aus dem Geschäft zurückziehen und es den Billgheimern überlassen. Am Ende... und auch das muss gesagt werden, sind es die Kunden, die über den Preis entscheiden; man kann Mondpreise für eine Dienstleistung verlangen, was ber, wenn sie niemand mehr kauft?

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