Forum: Wirtschaft
Streit mit den USA: EU verlangt "dauerhafte und bedingungslose" Ausnahme von Zöllen
Getty Images

Die EU muss ab Dienstag mit hohen US-Strafzöllen auf Aluminium und Stahl rechnen und macht sich dafür auf mehreren Wegen bereit: mit Diplomatie, Alternativangeboten - und Drohungen.

Seite 1 von 3
hsc71@gmx.de 29.04.2018, 15:12
1. Statistiken....

Der Vergleich der Zölle ist wirtschaftlich Nonsens! Das Volumen von Kraftfahrzeugen liegt wohl hunderttausendfach über dem von Dampfkesseln. Sinn würde eine Statistik nach Umsatzzahlen sowie entrichteten Zöllen machen. Hier liegt die EU dann mit weitem Abstand an der Spitze. Die EU-Drohung US Whisky und Motoräder dann höher zu versteuern kann man ehr als Aprilscherz verbuchen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
omanolika 29.04.2018, 15:42
2. Puppenspielerstrategie?

Werden die Autokonzerne einknicken,
und Trumps Strategie quasi abnicken,
indem sie ja verlagern ihre Produktion,
in die so große, dominante US-Nation?

Natürlich schreien die nun erstmal: NEIN!,
aber man weiß ja, es zählt das Geld allein,
und der Donald kommt ja zu seinen Zielen,
weil manche Manager Duckmäuschen spielen...

Oder wer erinnert sich nicht an gewisse,
doch äußerst peinliche Zugeständnisse,
wie Joe Kaeser sie zum Beispiel machte,
während sich der Donald ins Fäustchen lachte...

Man könnte jetzt schon eingehen so manche Wette,
darüber, welcher Manager wird, zu Trumps Marionette...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
w.diverso 29.04.2018, 16:04
3. Warum wird bei den Statistiken

immer vergessen, dass die USA bei den Pickups einen Schutzzoll von 25% haben? Der betrifft zirka 16% der in USA verkauften Stückzahlen was ja nicht so wenig ist. Außerdem ist fraglich, wie USA die Umsätze ihrer großen Internetfirmen verbucht. Da die für ihre Gewinne in Europa, und sicher auch in anderen Ländern, ganz wenig Steuern zahlen, werden die Amerikaner das möglicherweise ganz elegant übergehen. Trump hat ja auch behauptet, dass sie mit Kanada ein Handelsbilanz-Defizit haben, was wenn man alles berücksichtigt der umgekehrte Fall ist. Wie die echten Zahlen im Handel zwischen USA und der EU sind, das wissen sicher nicht viele.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
obersterhofnarr 29.04.2018, 16:08
4. Verrat und Miesmachen

Ich kann das jetzt wieder aufkommende Gequake über den Handelsbilanzüberschuß nicht mehr ertragen. Die armen USA müssen so viele deutsche Autos ertragen, wie schlimm wie schlimm. Und die pöse pöse Kanzlerin ist daran schuld. Im Prinzip ist daß Verrat an den deutschen Arbeitnehmern und auch Unternehmen, die diesen Erfolg erst ermöglichen. Durch Arbeitsleistungen und Investitionen. Dieses ständige Miesmachen zeigt nur eins nämlich den grenzenlosen Hass auf uns selber; bzw. die Neigung zur Selbstkasteiung wenn Deutschland irgendwo besser oder stärker ist als andere Nationen. In Korea oder Japan oder Indien gäbe es nicht einmal im Ansatz eine solche Diskussion zu dem Thema Handelsüberschuß und in China/Russland/Türkei nun ja, daß kann sich jeder selber überlegen.
Wann kapiert es endlich der Mob, die USA haben kein Handelsdefizit zu niemandem und keinem. Weil die ganzen Läden wie Amazon, Google, Ebay etc. ihre Gewinne für die Außeramerikanischen Geschäfte in z.B. Irland gebunkert haben so steuerlichen Gründen. Diese Märchengewinne fallen aus der Statistik raus und so entsteht der Eindruck des Ungleichgewichtes. Übrigens, das hat auch die Trump-Regierung herausgefunden und deshalb die Steuern für Unternehmen gesenkt.
Das ist gezielte Manipulation und fast alle springen darauf an.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rkinfo 29.04.2018, 16:08
5. EU will wegen Brexit eh keinen Zollabbau

Europa fürchtet nichts so sehr, wie den allgemeinen Abbau der Zölle. Denn dann wäre die Sinnfrage einer jeden EU-Zugehörigkeit gegeben.
Besonders nach dem Brexit will man GB per Zölle quälen, was beim Abbau in Richtung USA nicht mehr ginge.
Bei den Importen von US-Autos 10% Zoll zu verlangen ist unverschämt, wobei die deutsche Regierung durch Verweigerung der E-Autopräme vs. US-Tesla PKW ja nochmals eins draufsetzt.
Wahrscheinlich sind Zölle wichtig, damit die bösartigsten EU-Politiker von ihren Völkern abgewählt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
unschärfer 29.04.2018, 16:28
6. Beieindruckend diese EU

Die EU verlangt! Und was passiert wenn nicht geschieht was die EU verlang? Die politischen Protagonisten der EU sind vielleicht geeignet um die Krümmung von Gurken zu diskutieren und um haufenweise Geld zu verschwenden aber doch nicht einem Land wie den USA auf Augenhöhe zu begegnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
joG 29.04.2018, 16:31
7. Um fairen und freien Handel....

....zu bekommen müssten wir wesentliche Änderungen an vielen Stellen unserer Wirtschaftsregeln, politischer Industrieunterstützung und Rechtssicherheit machen. Wir führen ein einem Handelskrieg sehr ähnlichem Regime gegen die Amis seit Jahrzehnten. Das ist jedem Unparteiische, der sich damit beschäftigt hat so klar, dass es weh tut, wenn man hier lesen muss, dass die Amis den Handelskrieg beginnen. Aber das ist für die jetzig anstehenden Zölle nicht die Frage. Im Moment gibt es wenig Grund jedoch zu glauben, dass Deutschland ein Alliierter ist, von dem es klug wäre für die Amis strategische Güter zu beziehen. Sollten aber diese Leute der Eu in Brüssel die Sache in den normalen Handel vom Sektor des Handels mit strategischen Gütern herüberheben, indem sie mit den vorgeschlagenen Zöllen reagieren, dann wäre das nicht mehr der bisherige inoffizielle Handelskrieg. Es wäre eine offizielle Kriegserklärung, auch wenn die hiesigen Medien und Politiker das anders darstellen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
joG 29.04.2018, 16:46
8. @hsc71

Das ist richtig aber nicht unbedingt die bedeutendste Unzulässigkeit. Es geht zum Einen bei den Zöllen auf Alu und Stahl nicht so sehr zunächst um die Leistungsbilanz. Es geht um die Verlässlichkeit einiger Europäer in Sicherheitsangelegenheiten und da stuft man Länder wie Deutschland als aus Erfahrung schlechte Alliierte ein und als .zunehmend erpressbar durch ihre wachsende Energieabhängikeit von Russland. Zum zweiten ist das Problem des systemischer Leistungsbilanzüberschußes mit Deutschland nicht ein Problem alleine der Zölle. Das wesentlichere Problem ist mit nicht-tariffären Maßnahmen zur Behinderung des Freihandels, die vielfältig sind und am Beispiel des Diesel oder der Behandlung von Bestechungsfällen durch deutsche Firmen in den letzten Jahren sehr sichtbar sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Watschn 29.04.2018, 16:52
9. Trump hat aufgrund der extremen dt. US-Handelsexponierung....

..die EU in der Hand. Wenn die EU ihre sog. Gegenmassnahmen auch nur in Ansätzen einleiten, setzt die USA mit massiven Strafzöllen die deutschen US-Automobilexporte defacto matt.
Dann könnte es von enorm bis gewaltig....in der Handels-Kiste von VW samt den betr. Bundesländern u. Politikern (Niedersachsen, Audi; Bayern), BMW (Bayern), Daimler & Co. (Baden-W.) rappeln...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3