Forum: Wirtschaft
Streit mit den USA: Schäuble und die Schuldenfreunde
DPA

Bei der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank prallen wieder einmal Ideologien aufeinander: Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble mahnt Sparsamkeit an, die Amerikaner wollen fürs Wachstum mehr Geld ausgeben. Zeitweise soll es zu einer wahren Brüllorgie gekommen sein.

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Phoenix2006 20.04.2013, 14:17
20. Schäuble und die Schuldenfreunde

Am 2.10.2012 und am 17.10.2012 wurde auf dem Deutsch-Französischen Kulturkanal folgende Wirtschafts-dokumentation "Der Grosse Reibach und Der Tanz der Geier" und "Goldman Sachs - eine Bank lenkt die Welt" gesendet. Der Sender3Sat hat der Thematik Finanz-systeme am 25.03.2013 einen ganzen Themenabend gewidmet. Wenn gwewisse Finanzprodukte die Existenz von Staaten gefährden und wenn Telekommunikationskabel in Lichtwellenleitertechnik über den Atlatik verlegt werden damit der Hochfrequenzhandel noch schneller abgewickelt werden kann sollten wir schnellst möglich diese Vorgänge kritisch hinterfragen!
Übrigens ist das in einer Demokratie erlaubt!!!

Phoenix2006, die Unbestechlichen

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Maik33 20.04.2013, 14:22
21. ja ja, Eurobonds..

Die USA sind ein Bundesstaat, und die EU ist das nicht.

Damit wäre zu diesem Thema schon alles gesagt. Und noch etwas: Die Veraussetzungen sind einfach unterschiedliche.

Die USA haben eine konstante Bevölkerung, Deutschland hat eine schrumpfende Bevölkerung. Deutschland sollte jetzt besser konsolidieren, Schäuble ist auf dem richtigen Weg. Die USA könnten ihr Schuldenproblem möglicherweise erneut über Wachstum lösen, was ich jedoch stark bezweifle.

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rageagainstthemachine 20.04.2013, 14:27
22. alles längst zu spät

Die Sache ist gelaufen. Keines der beiden "Konzepte" wird kurz- oder mittelfristig den grossen Knall, die Implosion des Geldsystems verhindern könnnen.

Die Amerikaner meinen das Problem der gigantischen Schulden mit noch mehr Schulden lösen zu können. Die Europäer glauben man kann sich aus der Schuldenspirale heraussparen. Sparen macht durchaus Sinn, es kommt allerdings auf die Umstände und ganz besonders auf den Zeitpunkt an wann man damit anfängt.

Nur dafür ist es bereits zu spät, die Karre steckt zu tief im Dreck.
Dass es weder mit noch mehr Schulden noch mit "sparen" geht zeigen die Folgen dieser jeweiligen "Konzepte", sowohl hier wie jenseits des grossen Teichs.

Im übrigen wird bei beiden Ansätzen die eigentl. Hauptursache, die völlige Deliberalisiserung und der Wildwuchs der Finanzindustrie u. die damit verbundene Umverteilung von arm nach reich nicht im geringsten angegangen. Im Gegenteil, das Motto lautet mehr denn je, Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren.

Wir befinden uns nicht nur in einem Währungskrieg zwischen den Kontinenten sondern auch im Krieg Finanzwelt + Politik gegen die jeweilige grosse Mehrheit der Bürger.
JEDES Mittel wird recht sein den Status Quo aufrecht zu erhalten, koste es was es wolle. Zypern war nur der Anfang.

Die Europäer mögen sich das vielleicht noch eine Weile gefallen lassen, evtl. auch ohne das dies zu grösseren Verwerfungen und Unruhen in der Bevölkerung führt.
In den USA dürfte das allerdings nicht so einfach werden, denn zum einen haben US Bürger absolut Null Verständniss für derartiges sozialistisches Gedankengut und zum anderen sind diese im Gegensatz zu Europäern i.d.R. (noch) gut bewaffnet.....

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joha0412 20.04.2013, 14:31
23. Ja

Siesandeppert! Warten wir auf einen amerikanischen Präsidenten der endlich wieder einen richtigen Krieg anfängt und wobei endlich die Deutschen mitmachen werden damit sich die Wirtschaft endlich wieder erholen kann und wir endlich der Wirtschaft und den Banken die lang schon überfälligen Zinseszinseszinsen zahlen können. Es gibt genug Depperte, man braucht sich bloss die Wahlprognosen und die Wahlergebnisse anschauen.

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GSYBE 20.04.2013, 14:31
24.

Zitat von tim-quasineutral
"Wenn sich die USA mit einer Neuverschuldung von acht Prozent der Wirtschaftsleistung ein Wachstum von drei Prozent erkauften, dann sei das alles andere als nachhaltig." Ein sehr guter Satz.
Wenn sich Euroländer mit einer Neuverschuldung von 3-5% ein negatives Wachstum von 1-2% erkaufen, dann halten Sie das also für nachhaltig.

Ich pflichte ihnen sogar bei!

Das negative Wachstum - sprich die Rezession - wird bleiben und ist somit nachhaltig.

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GSYBE 20.04.2013, 14:34
25.

Zitat von Maik33
Die USA haben eine konstante Bevölkerung, Deutschland hat eine schrumpfende Bevölkerung. Deutschland sollte jetzt besser konsolidieren, Schäuble ist auf dem richtigen Weg.
Sie merken aber schon irgendwann noch, dass Sie gar nicht im Thema sind, oder?

Es geht um die Eurozone; auch wenn der Michel meint, Eurozone und Deutschland seien das Gleiche.

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Rahvin 20.04.2013, 14:34
26. optional

Was wollen wir von den Amerikanern lernen, wenn diese zu Clintons Zeiten Überschüsse erwirtschafteten und ersparten, um dann gleich in den nächsten Krieg zu ziehen, woraufhin bei jedem amerikanischen Haushalt die Schuldengrenze in letzter Sekunde angehoben werden muss, damit die Schulen und Ämter geöffnet bleiben können. Nachhaltiges Wirtschaften sieht anders aus, da hat Herr Schäuble mal recht. Dennoch ist die einzige Möglichkeit, den Euro auch zukünftig finanzierbar zu halten, die Ausgabe von Euroanleihen. Dieses ewige Klein-Klein und das Bestehen auf vermeintlicher wirtschaftlicher Unabhängigkeit hat die idealistische Vision Europa und Gemeinschaftswährung fast abgewürgt. Das haben unsere Politiker ganz großartig gemacht. Unfähiger Bürokratenhaufen.

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bratswurst 20.04.2013, 14:34
27. Dem ist nichts hinzuzufügen!

Zitat von RioTokio
Offenbar vollkommen unverständlich, dass die Deutschen nicht die Haftung für ein paar Billionen Euro südeuropäischer Ramschanleihen übernehmen wollen und das auf alle Zeit, denn es kommen ja jährlich neue Schulden hinzu. Die Investoren in diese Ramschanleihen werden zu einem hohen Prozentsatz angloamerikanische Banken und Fonds sein. Deren Geld und Profit wäre damit gesichert - durch deutsche Steuergelder. Ein dreister Versuch uns auszunehmen. Übrigens wurde die Bankenkrise 2008 ja maßgeblich durch überteuerte Subprime Papiere amerikanischer Banken verursacht, die von amerikanischen Ratingagenturen mit gefakten Ratings verkauft wurden. Die vielen Milliarden die europäische Banken verloren haben sind also vor allem in die USA geflossen.
Danke, Sie haben die Situation präzise auf den Punkt gebracht. Bleibt zu hoffen, dass die weltweite Stimmungsmache gegen eine vernünftige Finanzpolitik nicht dazu führen wird, das Produkte "Made in Germany" demnächst in vielen Ländern boykottiert werden...
Das hätte dann eine andere Qualität als die dusseligen Nazi-Darstellungen von Merkel und Schäuble in den Schuldenländern, deren Macher sich ja nur selbst disqualifizieren.

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pacificwanderer 20.04.2013, 14:36
28. Eurobonds

bedeuteten dass die 'Suedstaaten' ein weiteres Instrument haetten um geld zu schoepfen: Bonds ausgeben plus drucken. Das kann DL nicht wollen. - Raus aus dem Euro ist die Notwendige Antwort fuer DL.

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SönkePaulsen 20.04.2013, 14:40
29. Mal wieder daneben

gelgen haben die Amerikaner mit ihrer Hoffnung durch die Geldpresse Konkuktur zu erzwingen. Der Dollar ist die eigentliche Motivation der Amerikaner, den Deutschen Eurobonds zu empfehlen. Er hält sich nur noch kurze Zeit in dem angegebenen Verhältnis und wird dann butterweich werden. Der Währungskrieg wird sich dann eher für die Europäer entscheiden und viele Investitionen werden aus Amerika abfließen. Es klappt nicht mit dem Drücken der Weltwährungen, so dass die Dollarinflation nicht auffällt. Die USA können ihre Schulden nicht mehr mit der Geldpresse bedienen und dann...sind se pleite.

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