Forum: Wirtschaft
Streit mit der EU: Industrie fürchtet Jobkahlschlag bei Aus für Ökostrom-Rabatte
DPA

Die EU-Kommission stellt milliardenschwere Ökostrom-Rabatte für deutsche Konzerne in Frage. Die Reaktionen fallen deutlich aus, die Industrie warnt vor dem Verlust Tausender Jobs. Energieminister Gabriel will die Privilegien vorerst weiter gewähren.

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Mobb 18.12.2013, 14:20
10.

Ich kann es nicht mehr hören. Wenn es an die Rendite geht sind sie schnell mit der Drohung vom Verlust der Arbeitsplätze da. Zahlt vernünftige Vorstandsgehälter, dann bleibt auch was für die Stromrechnung über.

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regensommer 18.12.2013, 14:21
11. Die Industrie fürchtet sich immer

Es gibt kaum so einen großen Angsthasen in D wie die Industrie. Wie will man mit so einer Einstellung dauerhaft an der Weltspitze bleiben?

Wir Verbraucher zahlen die Energiewende und sponsoren die Industrie.
Die Regierung tut so als ob sie das zahlen würde. Nein, das sind die Verbraucher.

Was passiert wenn wir von heute auf morgen nur noch ein drittel an Strom verbrauchen? Bricht dann die Industrie zusammen weil ja kein Geld mehr zum umschichten da ist?

Internationaler Wettbewerb
Wenn es denn so wäre. Viele Betriebe die gerade mal regional arbeiten bekommen diese Beihilfen aus unserem Geldbeutel.

Es wird Zeit dass der Verbraucher sich auch mal umschichten kann oder befreien lassen kann. Doch dazu müßte es ein gemeinsames Bewusstsein geben.

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Spiegelleserin57 18.12.2013, 14:22
12. das war zu erwarten!

Zitat von sysop
Die EU-Kommission stellt milliardenschwere Ökostrom-Rabatte für deutsche Konzerne in Frage. Die Reaktionen fallen deutlich aus, die Industrie warnt vor dem Verlust Tausender Jobs. Energieminister Gabriel will die Privilegien vorerst weiter gewähren.
immer wenn es darum geht dass die Industrie Einbußen hinnehmen muss wird diese Befürchtung geäussert. Es klingt fast schon wie eine Erpressung. Nur wenn es um eine Profitmaximierung der Unternehmen auf Kosten der Arbeitnehmer geht wird dies stets befürwortet.
Sollte das Aus wirklich kommen werden doch wieder die Preise für den Endverbraucher erhöht und so wird letztendlich der Steuerzahler die Zeche zahlen. Außerdem ist dieses Aus das beste Argument der Industrie die Gelegenheit beim Schopfe zu ergreifen Arbeitskräfte zu reduzieren. Diese Spielchen sind mittlerweile hinreichend bekannt.

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reifenexperte 18.12.2013, 14:23
13. Liesse sich nicht der Überschuss des Rundfunkbeitrags

zur Finanzierung der notleidenden Industrie verwenden?

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msdelphin 18.12.2013, 14:24
14. Die Befreiung schadet dem deutschen Mittelstand!

Die Befreiung von der EEG-Umlage war so lange in Ordnung, wie Betreibe befreit wurden, die im internationalen Wettbewerb stehen und kaum Möglichkeiten zur Senkung des Energieverbrauchs haben (z.B. Aluminiumhütten). Aber unter schwarzgelb wurden unzählige Betriebe befreit, die gar nicht im internationalen Wettbewerb stehen. Außerdem hat man die großen Betriebe indirekt dazu aufgefordert ihren Stromverbrauch deutlich zu erhöhen, damit sie in den Genuß der EEG-Umlage-Befreiung kommen. Da hat folgende ungerechten Auswirkungen: Der Wettbewerb der kleinen mittelständigen Betriebe mit den großen Betrieben wird stark verzerrt. Denn die kleinen Betriebe kommen nicht in den Genuß der Umlagebefreiung und müssen voll die EEG-Umlage bezahlen. Diese wiederum fällt noch höher aus, weil sie die ausfallenden Zahlungen der Großindustrie zusätzlich übernehmen müssen. Das gleich gilt für den normalen Bürger.
Die Befreiung von der EEG-Umlage, wie sie scharzgelb ausgebaut hat, geht auf Kosten des deutschen Mittelstandes und der Bevölkerung. Viele hier im Forum vergessen, dass auch der Mittelstand viele 100000 Arbeitsplätze hat und dem Mittelstand (z.B. Familienbetriebe) die Mitarbeiter in der Regel auch etwas Wert sind. Die großen Betriebe interessieren die Arbeiter überhaupt nicht. Sie brauchen Sklaven in Form von Leiharbeitern und Praktikanten.
Also von meiner Seite: Volle Unterstützung für die Überprüfung Seitens der EU.

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krassopoteri 18.12.2013, 14:25
15.

Zitat von rambleon
werden wir ins Mittelalter zurückfallen. Millionen von Arbeitspläzte gehen verloren. Hundertausende Unternehmen werden auswandern. Elend, Krankheit und Hunger kommt übers Land. Also bitte die Rabatte deutlich erhöhen. Sonst....
Sie vollkommen recht, wenn nicht sogar der Weltuntergang droht aber unsere Kanzlerin wird das schon richten.
Schließlich haben wir sie deshalb gewählt.

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cmann 18.12.2013, 14:26
16. Mal abwarten,

Zitat von sysop
Die EU-Kommission stellt milliardenschwere Ökostrom-Rabatte für deutsche Konzerne in Frage. Die Reaktionen fallen deutlich aus, die Industrie warnt vor dem Verlust Tausender Jobs. Energieminister Gabriel will die Privilegien vorerst weiter gewähren.
die Energiepreise für die "normalen Verbraucher" sind in Deutschland die höchsten in Europa. Natürlich droht die Industrie mal wieder mit Job-Verlusten. Tatsache ist allerdings auch, dass sie, auch wenn die Energiesubventionen eingestellt oder reduziert würden, immer noch ordentliche Gewinnmarchen erzielen. Die Einkommenszuwächse der Arbeiter und Angestellten haben sich in bescheidenen Grenzen gehalten, während die Industrie satte Gewinne eingefahren hat. Um Energie einzusparen sollten die Unternehmen einfach kreativer werden und nicht wie in vielen Fällen belegbar unnötig Energie verpulvern(warum auch, ist doch billig und der doofe Bürger zahlt) anstatt in neue energiesparende Produktionskonzepte zu investieren. Warum sind eigentlich etliche früher abgewanderte Großunternehmen wieder nach Deutschland zurückgekehrt? Hatte das nicht auch mit den höheren Fähigkeiten der Arbeitnehmer in Deutschland zu tun?

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Ruhri1972 18.12.2013, 14:26
17.

Die jetzige Regelung verstößt m.E. eindeutig gegen das Grundgesetz (Gleichbehandlungsgebot). Der laute Aufschrei zeigt, welche Lobbyisten alle am EEG-Tropf hängen. Spannend ist, dass die Energieriesen- und Kohlelobby ganz vorne mit dabei sind

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reinerotto 18.12.2013, 14:28
18. Traurig,

daß sich erst die EU-Kommission indirekt auf die Seite der Kleinverbraucher stellen muß, um die Subventionierung in Frage zustellen. Eine sorgfältige Planung durch die Politik, mit einer Übergangsfrist zur Reduzierung des Stromverbrauches, hätte das sicherlich vermieden. Zumal das auch ein Investitionsprgramm gewesen wäre, wobei natürlich die Gewinne der Großverbraucher etwas gelitten hätten. Aber das wurde durch Industrielobby (oder Golfclublobby) erfolgreich verhindert. Mutti kann nur froh sein, daß man ihr zu Liebe dieses Verfahren bis auf einen Termin nach den Wahlen verschoben hat.

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ottosmopskotzt 18.12.2013, 14:29
19. War doch klar!

Daß hier wieder mal die Industrie geschützt werden muß und der Verbraucher zahlt ausschließlich!

Jobkahlschlag! Klar! Dann werden die Unternehmen die Mitarbeiter auf die Straße setzen, die ohnehin für Hungelöhne arbeiten und zusätzlich noch Hartz IV benötigen. Und anschließend weitere Leiharbeiter einstellen, die für 1€ in der Stunde Fleisch verarbeiten.

Warum wird eigentlich mal von Herrn Superminister Gabriel hinterfragt, warum die Energiepreise in Deutschland höher sind als in den meisten EU-Ländern? Besteht da kein Interesse? Weil dann vllt auch die Steuereinnahmen auf die Energie sinken? Stromsteuer, Mehrwertsteuer auf Stromsteuer usw.

Es war ja nicht anders zu erwarten, daß von dieser Koalition nichts kommt. Jetzt nichts und auch in den kommenden vier Jahren nichts.

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