Forum: Wirtschaft
Streit mit Zulieferer: Wie der VW-Machtkampf Mitarbeiter und Kunden trifft
DPA

Wegen zwei renitenten Zulieferern muss VW Tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken und womöglich wichtige Bauteile beschlagnahmen. Was sind die Folgen des Machtkampfs? Die Antworten.

Seite 1 von 15
Affenhirn 19.08.2016, 14:14
1. Bei der letzten Wirtschaftskrise um 2009 herum

haben die Autobauer kein Problem damit gehabt, ihre Lieferverträge mit Abnahmegarantien gegenüber ihren Zulieferern einfach zu brechen. Die Zulieferer konnten ja nichts tun, sonst würden sia ja überhaupt nie mehr einen Auftrag sehen. Hat einigen Zulieferern das Genick gebrochen. In sofern kann ich prinzipiell die Haltung von Zulieferern verstehen, die bestimmte Forderungen von VW nicht einfach schlucken wollen.

Beitrag melden
1lauto 19.08.2016, 14:14
2. ob die Teile noch da sind

Wenn der Gerichtsvollzieher kommt?

Beitrag melden
christianu 19.08.2016, 14:16
3. Lieferverträge sind einzuhalten,

auch wenn man in einer anderen Sache im Rechtsstreit liegt. Wenn VW Schadenersatz einklagt, dürfte der Vorgang für die Unterlieferanten sehr teuer werden.

Beitrag melden
PHAENOMENON 19.08.2016, 14:22
4. kein Geld für gelieferte Ware ==> Lieferstop

Schon früher bei Tante Emma hatte das Anschreibenlassen seine Grenzen. Warum also soll ein Lieferant dämlicher Tun & Handeln als Polizei und Belegschaft erlauben?¿

Beitrag melden
amadeus300 19.08.2016, 14:23
5. Der Steuerzahler soll's richten...

Das wirklich Skandalöse an den Vorgängen bei VW scheint mir zu sein, daß nun die Allgemeinheit in Form von Kurzarbeitsgeld der Bundesagentur für Arbeit für die Managementfehler des VW-Konzern zahlen muß.
Dabei wäre durch verantwortliches und vorrausschauendes Handeln des Vorstands diese Situation absolut vermeidbar gewesen.

Beitrag melden
stefanbodensee 19.08.2016, 14:24
6. Ich verstehe beide Seiten ...

Daß VW aufgrund des (selbst verschuldeten ) Abgasskandals riesige Summen bereithalten muss, macht grundsätzlich verständlich, daß an anderer Stelle gespart werden muss. Wobei es natürlich schön wäre, wenn sich dieser Sparkurs nicht nur auf Einkäufe, sondern vielleicht auch mal konsequent auf alle Bereiche des Mangements überträgt. Die Millionen-Provisionen und horrenden 'Übergangsgelder' sowie unverdiente 'Erfolgsprämien' lassen stellenweise Zweifel daran aufkommen. Die beiden Zulieferer ihrerseits nutzen verständlicherweise die Gunst der Stunde, auch wenn klar sein dürfte, daß nach Ablauf der Liefergarantie in 2017 / 2018 wohl keine neuen Aufträge mehr dorthin vergeben werden. Nur - das Verhalten hat sich VW selbst zuzuschreiben, denn seit vielen Jahren drückt dieses Unternehmen Zulieferern immer und immer wieder weitere Preissenkungen aufs Auge, verlangt aber gleichzeitig Top-Material, besten Service und permanente Verfügbarkeit. Das kann, schon rein buchhalterisch, irgendwann nicht mehr funktionieren ( und rein logisch schon zweimal nicht ). Und insofern haben die beiden Firmen meine moralische Unterstützung, auch wenn sie am Ende wohl den Kürzeren ziehen werden. VW sollte einfach mal seine Hausaufgaben machen - und zwar konsequent. Oligopolistisch geführte Patriarchen-Familienunternehmen scheinen langsam nicht mehr angesagt zu sein ...

Beitrag melden
GSYBE 19.08.2016, 14:29
7. Wegen zwei renitenten Zulieferern

Woher wissen Sie das?
Heute morgen hiess es noch es lägen keine Hintergrundinformatonen vor.

Woher wissen Sie also, dass nicht der VW Konzern der renitente Part in diesem Spiel ist? Ich erachte dies wieder als tendenziöse Berichterstattung....

Beitrag melden
oliver.stamm 19.08.2016, 14:29
8. Kurzarbeit?

Es wäre ungeheuerlich wenn der Verdienstausfall durch Steuergelder ausgeglichen wird. Kurzarbeitergeld ist meiner Meinung nach für äußerste Härtefälle wenn ein Unternehmen unverschuldet in die Krise rutscht. Hier handelt es sich um Machtkämpfe und sind damit alleine in der Verantwortung der jeweiligen Unternehmen.

Beitrag melden
2kindermutter 19.08.2016, 14:34
9. Insider,ja...?!

Mich würde ja mal interessieren, was für "Insider" und "Branchenkenner" Sie befragt haben?!
Dieser Fall hat in meinen Augen nichts mit der Abgasaffäre zu tun,sondern lediglich damit, daß Prevent versucht den Bogen zu überspannen und VW zu erpressen.
Die haben in der Vergangenheit ja schon eine ihrer Töchter ohne ein Wimpernzucken gegen die Wand fahren lassen. Was mit den eigenen Mitarbeitern geschieht, war damals und ist heute auch nicht von Interesse.
Verträge, und das sieht offenbar auch das Gericht so, müssen von BEIDEN Seiten eingehalten werden. Wenn das, wie in diesem Fall scheinbar, nicht passiert, hat VW eben auch das Recht, sich die Teile per Gerichtsvollzieher von dem "armen Zulieferer" zu holen.
Nur weil sie die Großen sind, muß VW noch lange nicht immer der Böse sein...!!

Beitrag melden
Seite 1 von 15
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!