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Streit über Löhne: Amazon-Mitarbeiter protestieren gegen Ver.di
DPA

Im Streit über höhere Löhne distanzieren sich Hunderte Amazon-Mitarbeiter von der Gewerkschaft Ver.di. In einer Unterschriftenaktion beklagen sie ein "negatives Bild", das sie "bis ins Privatleben" verfolge.

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tsaag 06.01.2014, 11:57
120. Passt nicht zur Verdi-Ideologie

Verdi hat ein großes Problem, es sind die seit Jahren sinkenden Mitgliederzahlen.
Da passt Amazon gut ins Konzept, zwar hat Amazon einen gültigen Tarifvertrag, aber den lässt es sich mit der Behauptung, es sei der Falsche ausheben. Egal ob es stimmt oder nicht, es geht schließlich um den medienwirksame Versuch Stärke zu zeigen um neue Mitglieder zu gewinnen.
Da stören natürlich nüchtern denkende Mitarbeiter, denn solche passen nicht in das Gewerkschaftsbild von unterbezahlten und geknechteten Arbeiten.
Wie skrupellos dabei seitens Verdi vorgegangen wird, kann man auch heute noch bei Arbeitslosen von Schlecker sehen.

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SpitzensteuersatzZahler 06.01.2014, 11:58
121.

Zitat von gantenbein3
...das ist sogar ganz einfach zu beantworten: Ist der Geschäftsgegenstand von Amazon der Handel mit Waren oder das bloße Versenden von Waren?
Gegenfrage: Haben die Lagerarbeiter Kundenkontakt und/oder beraten diese (potentielle) Kunden?

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medicus22 06.01.2014, 11:58
122.

Zitat von sternfalke77
Interessant wäre es zu erfahren, ob sich diese Zahl mit der Anzahl derer deckt, die noch im Dezember eine Verlängerung des befr. Vertrages erhielten, oder gar unbefristet. Frei nach dem Motto : Hier ist der Arbeitsvertrag, wenn Sie möchten, jedoch erst, wenn Sie diese " Zufriedenheitserkärung " unterzeichnen. Ein wenig gründliche Recherche, wäre da angebracht. Und Nein, so abwegig finde ich DIESEN Gedanken nicht !
Vielleicht gibt es aber 700-1000 Mitarbeiter die zufrieden sind und das Gehalt entsprechend ihrer Arbeit als angebracht finden? Und auch eine Verlängerung des Arbeitsvertrages ist doch nur erfreulich. Wen würden sie als Chef behalten? Den ewigen Nörgler (was sich bestimmt auf seine Arbeitsweise auswirkt), oder den halbwegs zufriedenen Arbeiter? Die Jungs vom Controlling schauen auf Zahlen und nicht auf Schicksale. Die Benchmarks sind klar definiert und die gilt es zu erreichen.
Ver.Di dagegen kann alles fordern. Die Opposition ist ja auch in der komfortablen Position...Liefern muß da keiner. Besser machen!

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Pango 06.01.2014, 12:00
123. Joviale Gewerkschaft

Mit großer Geste will Verdi vermeintlich die Unzufriedenen einbeziehen - und unterschlägt, dass nur ein Bruchteil der Amazon-Arbeiter überhaupt Verdi-Mitglieder sind. Nicht aus Angst, sondern weil es Ihnen bei Amazon gut geht. Eine Wahrheit, die vielen nicht ins Bild passen wird. Große US-Unternehmen sind in gewissen Kreisen per se ein pauschales Feindbild.

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bauklotzstauner 06.01.2014, 12:00
124.

Zitat von dedie
Wieso streiken dann gerade mal durchschnittlich 5% der Mitarbeiter?
Weil die anderen 95% Teil/Vollzeit-HartzIV-Sklaven ohne Gewerkschaftsmitgliedschaft sind?

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Reflektierer 06.01.2014, 12:01
125. Protestieren GEGEN die eigene Gewerkschaft (Lobby)?

was läuft in Deutschland schief, wenn man schon gegen die eigene Lobby protestiert? Das ist ja wohl das dümmste was man nur machen kann, es sei denn man hat pure Existenzangst und will das letzte bisschen was man noch hat nicht aufs Spiel setzen. Ich kann mir die Reaktion der Leute nicht anders erklären als so.

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GvO 06.01.2014, 12:01
126. Besser geht's nicht ...

... für das Kapital:
die Ausgebeuteten solidarisieren sich mit ihrem Unternehmen und treten
ihrer Interessenvertretung in den Arsch. Selbst Marx konnte das nicht wissen ...

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midrange 06.01.2014, 12:01
127. Böser Ami!

Zitat von christophe_le_corsaire
... Bescheidenheit stünde vor allem den Unternehmern gut zu Gesicht, die sich die letzten 10 Jahre Gewinnsteigerungen reingetan haben, von denen ein Arbeitnehmer nicht mal träumen kann. ...
Sie sollten Umsatz nicht mit Gewinn verwechseln. Amazon macht keinen Gewinn, die Zahlen sind öffentlich einsehbar. Guggel hilft.

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medicus22 06.01.2014, 12:02
128.

Zitat von TheFrog
die Gewerkschaften. In meinem Arbeitsleben habe ich die Erfahrung gemacht, das sich die regionalen und überregionalen Gewerkschaftsbonzen weit aus dem Fenster hängen und etwas von sozialer Gerechtigkeit faseln und doch in irgendeiner Weise am Tropf der Konzerne hängen. Wenn es wirklich ernst wird, ist man als Arbeitnehmer alleine und verlassen. Immer wenn es um Lohnverzicht zur Rettung eines Unternehmens geht, ist die Gewerkschaft vorne dabei, um das angeblich "bestmögliche" für die Belegschaften auszuhandeln. Der Dumme ist immer der Arbeitnehmer, und die Mentalität "Jeder ist sich selbst der Nächste" ist in der heutigen Zeit sehr weit verbreitet. Woran könnte das wohl liegen ? Aber diejenigen, die im warmen, rundumversorgten Sessel sitzen können und wollen sich das nicht vorstellen. Hauptsache immer schön Medien- und Öffentlichkeitswirksam schwadronieren. Abgesehen vom öffentlichen Dienst und den beamteten Mitbürgern müssen viele froh sein, überhaupt noch Arbeit zu haben. So traurig das ist, so wahr ist es auch.
Eine Wahl in den Betriebsrat ist auch immer lohnend und schafft Sicherheit. Das fiese an Arbeitsplatzgarantien (plus Lohnverzicht) ist immer, das diese nur das Unternehmen binden...Verkaufen schafft Abhilfe...Oder eben eine Insolvenz, damit löst man alles. Und die Flucht in die Insolvenz gehört zur Strategieplanung immer mit dazu.

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suhlerin 06.01.2014, 12:02
129. An medicus22

Mindestlohn heisst nicht,dass der,der mehr verdient dann wenigen Geld bekommt.Nein,niemand fällt die " Lohntreppe"runter. Nur der,der weniger als den Mindestlohn bezahlt bekommt,bekommt dann mehr.Schon mal was von Lohnpolitik gehört?

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