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Streit über Löhne: Amazon-Mitarbeiter protestieren gegen Ver.di
DPA

Im Streit über höhere Löhne distanzieren sich Hunderte Amazon-Mitarbeiter von der Gewerkschaft Ver.di. In einer Unterschriftenaktion beklagen sie ein "negatives Bild", das sie "bis ins Privatleben" verfolge.

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jenstw 06.01.2014, 10:48
10. Niedriglöhner

Ist ja in Ordnung wenn die Mitarbeiter so gerne für geringen Lohn arbeiten wollen. Nicht in Ordnung ist jedoch wenn sie durch den Hungerlohn (geringer 10,40 Euro) später nicht die Mindestrente erreichen und dann plötzlich kommen und durch Steuergelder eine Aufstockung auf Mindestrente verlangen. Dafür müssen dann plötzlich wir, d.h. der Steuerzahler aufkommen.
Der Mindestlohn von 8,50 Euro kommt ab Januar 2015, also in zwei Jahren und in absolut trariger Höhe. Schämt euch, ihr 80% SPD Mitglieder! Ihr habt euch super und dumm reinlegen lassen.

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c++ 06.01.2014, 10:48
11.

niemand kann verdi vorwerfen, sich für die Interessen der Amazon-Mitarbeiter einzusetzen. Verdi muss Kunden = Mitglieder gewinnen. Denn ohne Mitglieder ist eine Gewerkschaft ohne Jobs für Funktionäre.

Andererseits ist der Konflikt zwischen Verdi und Amazon nicht so groß, wie dargestellt. Klar geht es um einiges Geld, aber bei anderen Versandhändlern sieht es sicherlich viel schlimmer aus. Ob die Mitarbeiter bei Amazon nun Logistiker sind oder Einzelhändler, das ist objektiv nun mal nicht so einfach zu beantworten.
Leider geht aus dem Artikel nicht hervor, wie diese Protestinitiative der Amazon-Mitarbeiter zustande kam. Kennt die Geschäftsführung vielleicht sogar diese Liste? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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Edelweiß 06.01.2014, 10:48
12.

Teile und herrsche.

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Berner See 06.01.2014, 10:49
13. Es wäre für mich, als Unternehmer,

ein Fingerschnippsen, die Lohnabhängigen zu solchen Aktionen zu bringen.

Wer hat denn die Informationshoheit, das Weisungsrecht in einem Unternehmen? Und seine "Wahrheit" nach allen Regeln der Kunst streuen?

Wer kann denn - bei dem schier unendlichem Geldvermögen - kündigen, "frei nach Gusto". Oder, noch "geschickter", nicht-wieder-neu-einstellen - bei Zeitverträgen? Wer kann denn bedrohlich murmeln: "Wenn Verdi sich durchsetzt, gehen wir nach Polen?" (Tatsächlich kann Amazon nicht nach Polen, um Kölner pünktlich und kostengünstig zu beliefern.).

Angst machen. Mit der Existenz von Mitarbeitern spielen, mit einem Fingerschnippen, dass kann nur ein Arbeitgeber.

Marketing ist alles, das wissen US-Unternehmen besser als andere: Würde mich nicht wundern, wenn Amazon Ende des Jahres plötzlich als "Arbeitgeber des Jahres 2014" plakatiert wird.

Glauben ... würde ich das nicht.

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DerWeisseWal 06.01.2014, 10:50
14. Quote

Unter den 9.000 in Deutschland Beschäftigten gibt es also auch eine Gruppe von gut bezahlten Leuten, die sich um ihren Arbeitsplatz und ihre Absicherung keine Sorgen machen brauchen ?

Das ist ja schön für diese, aber warum muss man deswegen gleich gegen die Mehrheit schimpfen und den Ausgebeuteten den Mund verbieten wollen ?

dww

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dashaeseken 06.01.2014, 10:54
15. Laut Spiegelartikel zum Thema

verdienen die Amazonmitarbeiter € 10,54 pro Stunde...dazu noch Zuschläge..das ist wesentlich mehr als die Mütter aller Arbeitnehmerrechte, die SPD und die ihr nahestehenden Gewerkschaften, als Mindestlohn erstmal auf das Jahr 2017 verschoben hat.

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sternfalke77 06.01.2014, 10:55
16. 700 von 9.000 Mitarbeitern....

Interessant wäre es zu erfahren, ob sich diese Zahl mit der Anzahl derer deckt, die noch im Dezember eine Verlängerung des befr. Vertrages erhielten, oder gar unbefristet.
Frei nach dem Motto : Hier ist der Arbeitsvertrag, wenn Sie möchten,
jedoch erst, wenn Sie diese " Zufriedenheitserkärung " unterzeichnen.

Ein wenig gründliche Recherche, wäre da angebracht.

Und Nein, so abwegig finde ich DIESEN Gedanken nicht !

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observerlbg 06.01.2014, 10:55
17. Kann es sein...

dass sich Verdi zusehens von seinen Mitgliedern entfernt? Mehr als 10% der betroffenen Mitarbeiter bei Amazon sind mit den derzeitigen Maßnahmen von Verdi nicht einverstanden! Das ist bedenklich.

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TheFrog 06.01.2014, 10:56
18. Ha, Ha....

die Gewerkschaften.

In meinem Arbeitsleben habe ich die Erfahrung gemacht, das sich die regionalen und überregionalen Gewerkschaftsbonzen weit aus dem Fenster hängen und etwas von sozialer Gerechtigkeit faseln und doch in irgendeiner Weise am Tropf der Konzerne hängen.
Wenn es wirklich ernst wird, ist man als Arbeitnehmer alleine und verlassen.
Immer wenn es um Lohnverzicht zur Rettung eines Unternehmens geht, ist die Gewerkschaft vorne dabei, um das angeblich "bestmögliche" für die Belegschaften auszuhandeln. Der Dumme ist immer der Arbeitnehmer, und die Mentalität "Jeder ist sich selbst der Nächste" ist in der heutigen Zeit sehr weit verbreitet.
Woran könnte das wohl liegen ?

Aber diejenigen, die im warmen, rundumversorgten Sessel sitzen können und wollen sich das nicht vorstellen.

Hauptsache immer schön Medien- und Öffentlichkeitswirksam schwadronieren.

Abgesehen vom öffentlichen Dienst und den beamteten Mitbürgern müssen viele froh sein, überhaupt noch Arbeit zu haben. So traurig das ist, so wahr ist es auch.

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MütterchenMüh 06.01.2014, 10:57
19. Macht um jeden Preis

Zitat von jeze
Ist eigentlich etwas gewonnen, wenn man jemanden, der wenig verdient, aber zufrieden ist unzufrieden macht?
Natürlich nicht.

Aber Verdi will Macht demonstrieren. Koste es was es wolle.

Da Wohl des Einzelnen ist da nur im Weg.

Es war ja auch schon verdächtig, dass von mehreren Tausend Mitarbeitern nur 200-300 am Streik teilnahmen.

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