Forum: Wirtschaft
Streit über Mindestlohn: DGB-Chef wettert gegen "Schmutzarbeitgeber"
DPA

Die Gewerkschaften lehnen Ausnahmen beim Mindestlohn scharf ab. Wer weniger als 8,50 Euro zahlt, sei ein "Schmutzarbeitgeber", schimpft DGB-Chef Sommer. CSU-Chef Seehofer hatte die Allgemeingültigkeit der Lohnuntergrenze in Frage gestellt.

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Oberleerer 25.12.2013, 11:22
1.

Die SPD und die Grünen hätten die Initiative der Linken aufgreifen müssen, dann gäbe es den Mindestlohn, ohne dass dei CDU die Möglichkeit hätte das zu zerpflücken.
Die SPD wollte das aus taktischen Gründen nicht, wohl weil man sonst kein Thema für die Koalitionsverhandlungen mehr hätte.

Die SPD trägt wiedermal die Schuld daran, dass ein wichtiges Vorhaben bis zur Unkenntlichkeit zerpflückt wird.

Andere Beispiele sind Dosenpfand, "keine Merkelsteuer von 18%" (SPD-Wahlplakat um die MwSt bei 16% zu belassen), EEG und Agenda 2010. Denen sollte man das "S" im Namen verbieten.

Offenbar sind deren Anhänger vergesslich und auch sonst nicht sonderlich hell.

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mymindisramblin' 25.12.2013, 11:29
2. war doch klar...

wenn es nach den arbeitgebern ginge wuerden wir doch noch geld mitbringen dafuer dass wir arbeiten duerfen. und immer dieselbe leier, das kostet arbeitsplaetze, dann wird alles teurer, etc - ich kann's echt nicht mehr hoeren. dabei geht es doch nur um profitmaximierung, eine ordentliche rendite reicht ja nicht mehr aus, es muessen jedes jahr neue rekordgewinne her um den aktionaer zufriedenzustellen. es wird zeit dass die, die diese gewinne erwirtschaften mal zufriedengestellt werden, 8,50 euro ist nicht viel, aber mal ein anfang. leider gibt es - ausser in kleinen familienbetrieben - keine arbeitgeber mehr die sich ihrer sozialen verantwortung denen gegenueber die fuer sie arbeiten bewusst sind, das mag frueher vielleicht anders gewesen sein, aber heute muss man die typen einfach zwingen. freiwillig tut keiner mehr was fuer seine arbeiter...

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Kernseife 25.12.2013, 11:32
3. Die FDP machte den Fehler Merkel zu vertrauen und wo ist sie jetzt?

Die SPD hat nichts zu verlieren aber vieles zu gewinnen, allerdings wäre ein weiterer Wortbruch der Sozis, den Mindestlohn zu staffeln der Untergang dieser Partei. Anderseits ist diese Attacke von Seehofer der Anfang einer Zerstörung der bestehenden CDU/CSU Union. Es wird Zeit, dass Bayern sich entscheidet, ob es ein Freistaat sein will, oder es besser für Bayern wäre sich von der Republik abzukoppeln ? Dass sich Seehofer als Bundeskanzler aufspielt, wäre genug Grund die Große Koalition schnellstens zu beenden. Wir sollten am besten den Zahltag der Politiker einkassieren damit, damit sie wissen, dass sie keine Extrawurst sind!

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Drunken Masta 25.12.2013, 11:36
4. Lächerliche Argumente gegen Mindestlohn

Von 8,50, oftmals abzüglich Steuern lebt sichs mehr schlecht als recht. Wer da als Arbeitgeber lieber noch weniger zahlen möchte, hat vermutlich seine Gründe, die aber nichts mit dem Wohl der Angestellten zu tun haben, sondern ausschließlich auf Gewinnmaximierung und persönlichen Wohlstand abzielen.
Da hab ich ja vor 10 Jahren mit einem Ferienjob mehr verdient als ungelernter Schüler.

Seltsame Aussage:
"Menschen, die noch nie gearbeitet haben [...] werden vielfach Schwierigkeiten haben, einen Einstieg in Arbeit zu finden, wenn die 8,50 Euro für alle gelten sollen."
Solls ja immer wieder geben, dass Leute erst Schule und Studium absolvieren bevor ins Berufsleben eingestiegen wird.
Ach stimmt, die würde man nach 5 Jahren Studium ja gern weiterhin als Praktikanten ohne Gehalt einstellen. Ist ja schließlich Berufserfahrung, die man irgendwann vorweisen kann... Hoffentlich ist bald Schluss mit sowas.

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Retent 25.12.2013, 11:49
5.

Zitat von sysop
Wer weniger als 8,50 Euro zahlt, sei ein "Schmutzarbeitgeber", schimpft DGB-Chef Sommer.
Dass die Arbeitgeber keinen Mindestlohn haben wollen, liegt doch auf der Hand, sie wollen so wenig wie möglich Lohn zahlen. Dank der großartigen Kämpfer für die "Niedriglohnzone Germany" Turnschuhfischer und Gasgerd und der unermüdlichen Arbeit der Merkelkommission ist es den Arbeitgebern gelungen, die Löhne im Keller zu halten, ein Mindestlohn stört doch bei dem Wettrennen gegen die Stundenlöhne der weltweit immer zahlreicher werdenden Lohnsklaven. Wie sagte schon der Bimbeskanzler Kohl am 31. August 1984; zitiert in DER SPIEGEL, 3. September 1984 "entscheidend ist, was hinten rauskommt!" Und diese Rechnung machen die Arbeitgeber noch immer in dieser Weise...!

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wurzelbär 25.12.2013, 12:02
6. Erst den Weg dazu mit

vorbereiten und nun, um seine eigene " Berechtigung" zu beweisen, dazustellen dagegen sein ? DGB-Chef wettert gegen "Schmutzarbeitgeber" um zur weihnachtlichen Stimmung beizutragen.
Das intelligenzbefreite, sich selbst als produzierender Zwangsabgabenzahlender, Arbeitssklave "Rohstoff Volk" in die Welt setzend, ist nun einmal der " Finanziere " aller die es verstehen, sich diesem zu bedienen.
Gut das die wenigsten das erkennen !

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hotgorn 25.12.2013, 12:11
7. Abwärtsspirale stoppen

Zitat von sysop
Sommers Pendant auf der Gegenseite, Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer, pocht jedoch just für viele Personengruppen Ausnahmen, die in Minijobs arbeiten. "Menschen, die noch nie gearbeitet haben, junge Leute ohne Schulabschluss, Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte werden vielfach Schwierigkeiten haben, einen Einstieg in Arbeit zu finden, wenn die 8,50 Euro für alle gelten sollen"
Schon sehr verworren der deutsche Arbeitsmarkt, Minijobber, Aufstocker, Saisonarbeiter und die magischen 8,50 Euro für die sich Vollzeitarbeit eigentlich nicht lohnt. Über allem schwebt das Damoklesschwert der Wirtschaft. Aber zu den besagten 450 € Jobs das sind eh keine Vollzeitstellen und der Mindestlohn schützt vor Missbrauch der Arbeitskraft der aufgezählten Geringqualifizierten. Genau dazu sollte der Mindeslohn doch da sein, für alles andere müssen bessre Tarifverträge ausgehandelt werden.

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rgnf 25.12.2013, 12:12
8.

Warum sollten Praktikanten nicht den Mindestlohn erhalten? Angeblich soll ein Praktikum dazu dienen, die im Studium/der Ausbildung theoretisch erlernten Fähigkeiten ins Praktische Umzusetzen, um dann den Arbeitgebern als Vollzeitkräfte zu einem weit höheren Lohn zur Verfügung zu stehen. Ich glaube aber ja eher, dass die Praktikanten einfach ausgebeutet werden. Aber selbst, wenn dem nicht so ist und ein Mindestlohn dazu führen würde, dass Praktikanten nicht mehr eingestellt werden, dann müssen die Arbeitgeber die Absolventen, die sie dann ja auch brauchen, eben ohne Praktika gleich zu den höheren Löhnen einstellen. Würden also Praktikantenstellen wegen des Mindestlohnes gestrichen werden, dann schneiden sich die Arbeitgeber ins eigene Fleisch.

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smartphone 25.12.2013, 12:13
9. Schmutz auch auf ganz anderer Ebene

Mit dem Mindestlohn hadern seit Jahren noch gang andere .... Es kann nicht angehen , daß bestausgebildete Ingeneure gerade noch als "Praktikant" bei Weltfirmen wie BOSCH anheuern können........... Das eigentliche "Schmutzgebilde" ist doch der Circulus Vitiosus , den Leuten praktisch gleich mit der Hartz4 Keule zu kommen ..... Insoweit ist der Mindestlohn (der direkt ab Jan 2014 laufen sollte ) nur die Vorstue für die eigentliche Reform :Ein BGE pro alleinstehende mit mind 1500€ pM zzgl KV ....Dann haben sie diese "Schmutzlösungen" des vermeintlichen Wachstums -letztlich eine giganische Verpauperisierung des BRD Volks erledigt ---und einwirkliches Wachstum kann anlaufen (die Gelder werden nicht mehr in die Karibik zB Seitens VW verschoben ..)..........Es kann nicht angehen , daß wegen fragwürdiger Rechtstricks die gesamte EU Zone gewisse Probleme hat.

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