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Streit über Mindestlohn: DGB-Chef wettert gegen "Schmutzarbeitgeber"
DPA

Die Gewerkschaften lehnen Ausnahmen beim Mindestlohn scharf ab. Wer weniger als 8,50 Euro zahlt, sei ein "Schmutzarbeitgeber", schimpft DGB-Chef Sommer. CSU-Chef Seehofer hatte die Allgemeingültigkeit der Lohnuntergrenze in Frage gestellt.

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hotgorn 25.12.2013, 16:58
80. Deutschland schafft sich ab

Zitat von uksubs
sollte es tatsächlich geben, sonst geht der schuss nach hinten los. kleine friseurbetriebe, vor allem im osten, kleine gastronomien, ebenso einige einzelhandelsgeschäfte werden das sonst nicht stemmen können und es wird womöglich auch einige ältere treffen, die sich neben der rente noch etwas verdienen wollen - das könnten die verlierer sein. der dgb setzt sich ohnehin zu sehr für die ein, die arbeit haben, ihre klientel also.
Was richten wir an wenn die Friseurin im Osten und andere weniger als Hartz 4 verdienen? Die Bereitschaft der zukünftigen Generationen einer Arbeit nachzugehen wird sich nicht erhöhen. Außerdem sehe ich nicht ein diese dann noch als Aufstocker zu unterstützen nur weil jemand so geizig ist für einen Haarschnitt nur 7€ zu zahlen. Wenn ein Rentner gute Arbeit leistet soll er auch entsprechend bezahlt werden alles andere ist pervers.

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kdshp 25.12.2013, 16:58
81.

Zitat von Mononatriumglutamat
Die Zumutbarkeitsregeln existieren, man müßte sie nur ändern. Die existierenden Zumutbarkeitsregeln sind von der SPD und den Grünen unter Gerhard Schröder beschlossen und von den darauf folgenden CDU/SPD- und CDU/FDP-Regierungen nicht nennenswert geändert worden. Außerdem kann man diese Änderung der Zumutbarkeitsregeln natürlich auch mit Gesetzesrang absichern, wenn man will, das ist allemale viel einfacher und weniger intrusiv als ein fester Mindestlohn.
Das ist klarund muss man nicht erwähnen (denke ich) das diese unter der SPD/Die Grünen eingeführt wurde bzw. man kann es auch rauslesen bezogen auf das was ich geschrieben habe:

"Die zumutbarkeitsregeln wäre dann ja unter der CDU/FDP eingeführt worden oder würde ohne die SPD wieder eingeführt."

Das glaube ich nicht so recht das man eine/die zumutbarkeitsregeln so in einem gestzt verankern könnte. Aber selbst wenn wäre das ja ansich ein mindestlohn weil da müßte ja drin stehen das man nicht unter X,XX euro eine arbeit annehmen MUSS. Die zumutbarkeitsregeln beziehen sich ja nicht nur auf den lohn und ich habe nichts dagegen wenn man sagt das wer auch einen job annehmen "muss". Oder andersrum eine ablehnt weil er ihm keinen spass macht. Aber eben nicht unter einem mindestlohn. Deswegen meine ich das es über den mindestlohn einfacher zu regeln ist. Bin aber für jede regel offen die hungerlöhne unterbindet.

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klaus meucht 25.12.2013, 16:58
82. Mindestlöhne schützen Unternehmer

Zitat von Retent
Dass die Arbeitgeber keinen Mindestlohn haben wollen, liegt doch auf der Hand, sie wollen so wenig wie möglich Lohn zahlen.
Das liegt nicht auf der Hand. Dijenigen Arbeitgeber die höhere Löhne zahlen wollen keine Konkurrenz die mit Hilfe von aufstockenden Löhnen die Preise drücken.

Mindestlöhne schützen nicht nur Arbeitnehmer, sie schützen auch viele Unternehmer.

Herr Seehofer hat den Koalitionsvertrag erst vor wenigen Tagen unterschrieben. Wenn er jetzt schon ihn wieder ändern will, dann zeigt es nur wie unglaubwürdig er ist.

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hadykhalil@web.de 25.12.2013, 17:00
83. ps: Zwingen können 3

Vor der Wahl hatte doch Peer Steinbrück einen linken Gewerkschafter in seinem Kompetenzteam der für den Arbeitsmarkt zuständig war. Hab den Namen jetzt vergessen. Spielt wohl auch keine Rolle mehr. Stattdessen Asmussen. Ist das der Preis für das schlechte Abschneiden der SPD bei der Bundestagswahl, das Schäubles Mann von der europäischen Zentralbank den Arbeitsmarkt in Deutschland nach feudalem Muster weiter organisiert? Frau Nahles von der SPD stellt sich davor, repräsentiert und erklärt dem Volk den kleinsten gemeinsamen Nenner?

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rambo-1950 25.12.2013, 17:01
84. Eine Lachnummer sowohl GroKo als

auch der "Mindesthohn"
Mit die größten Preistreiber im Handwerk sind Markenwerkstätten der Autoindiustrie die ihren
Mitarbeitern +/- 12.- € bezahlen gefpolgt von den freien Werkstätten.
Gesamte Bauhandwerker liegen bei etwa denselben Stundenlöhnen verrechnen dem Endkunden um 40.- € + Märchensteuer.
Wenn ich bei Frisör 20.- € bezahle, bin in max. 20 minuten weg ist das ein toller Stundenlohn oder???
Problem - dass Unternehmer mit ihren profitablen Einnahmen ihre Mitarbeiter aussen vor lassen und da liegt das Problem.
Sicher gibt es Randgruppen wo Std-Löhne niedriger liegen, ist aber mit Sicherheit nicht die Mehrheit!!!
Also wo liegt das Problem ihr "Scheinheiligen"???

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gaerry 25.12.2013, 17:02
85. Keiner der richtig arbeiten geht

hat eine Lobby. Die SPD schon gar nicht, schon länger nicht mehr. Und die Linke? Schon gleich gar nicht. Das ist nicht gut, wer sich reinhaut ist gearscht, das klappt nicht auf Dauer. Wichtig ist, dass es für alle Chancen gibt, aber zu viele politische Regelungen verursachen manchmal das Gegenteil. Ich bin mal gespannt...

Zitat von AusVersehen
Leute die andere für Hungerlöhne Arbeiten lassen sind in meinen Augen Verbrecher und gehören wegen Sklaverei in Arneitslager gesperrt, genauso die Zeitarbeitssklavenhalter wegen Menschenhandels. Und Leute wie Seehofer, die das noch befürworten, sollte man alles wegpfänden und dann mal ein paar Jahre lang für 3 Euro 10 Stunden täglich Krankenhäuser putzen lassen. Das Problem ist, dass die Leute denen sowas widerfährt nicht mehr wählen gehen. Arme Menschen haben keine Lobby. Nur deshalb können sie von diesen Verbrechern weiter versklavt werden.

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ed1bce7w 25.12.2013, 17:05
86. War es nicht der DGB...

... der dieses Jahr auch wieder ohne Not einen Gefälligkeits-Tarifvertrag für die Leiharbeitsbranche abgeschlossen hat, mit dem wieder einmal die gesetzliche Gleichstellung mit den Kernbelegschaften ausgehebelt wird?

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klube 25.12.2013, 17:10
87. Völlig richtig wie sich das Amt verhält,

Zitat von hadykhalil@web.de
….Was sonst ?eine Sanktion?. ….
wer Leistungen der Steuerzahler in Anspruch nimmt, muss alles dafür machen um seine Situation zu verbessern.
Was wollen Sie eigentlich ? Möglicherweise ohne Ausbildung, ohne erlernten Beruf wollen Sie einen Job, wo Sie viel Kohle ohne Leistung bekommen.
Es ist richtig, in Deutschland wird von vielen Arbeitgebern zu wenig bezahlt.
Aber hier sind wiederum auch teilweise die Verbraucher selber Schuld, wer nur nach dem Billigsten sucht, egal ob im Handel oder bei Dienstleistungen, wer nicht bereit ist es zu akzeptieren, dass z.B. der Friseur oder Handwerker höhere Preise nehmen müssen um ihren Mitarbeitern vernünftige Löhne zu zahlen, der ist nicht nur Opfer, der ist auch Täter.
Wenn ich sehe wieviel Leute, die angeblich nichts haben mehrmals im Jahr in den Urlaub fliegen können, dann frage ich mich wo wir wirklich leben.
Wer Leistungen aus Steuermitteln in Anspruch nimmt, muss seinen Allerwertesten bewegen um seine Situation zu verändern, er muss ständig dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen dafür.
Wer das nicht will, der muss dann damit leben, dass ihm Leistungen gestrichen werden, und das ist auch richtig so.

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go2dive 25.12.2013, 17:16
88. Schlecht für die Gäste

In meinem Lokal verdient ein ungelernter Neuling 7 Euro/Stunde und jemand mit Erfahrung 8 Euro/Stunde. Dazu kommen in der Regel ca. 3 bis 4 Euro Trinkgeld/Stunde. Erhält der Neuling nun den Mindestlohn von 8,50/Stunde muss die erfahrene Kraft 9,50 Euro erhalten. Ganz schön teuer für mich. Oder ich geben den Mitarbeitern kein Trinkgeld mehr, welches aber der Anreiz für guten Service ist. So bleibt mir nur der Weg die Preise zu erhöhen. Wenn dann Gäste weg bleiben, werde ich auf eine Kraft verzichten müssen. Wir beschäftigen, da reine Außengastronomie, nur Schüler, Studenten oder Leute, die sich nebenbei etwas dazu verdienen.

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spidermann 25.12.2013, 17:18
89. Was springt dabei heraus?

Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
1.) Die Firmen, die mehr Lohn zahlen können. Werden sich das Geld woanders wieder zurückholen, oder glaubt hier jemand dass sich die Manager das vom Gehalt abzwacken?
2.) Die, die es sich nicht leisten können werden Leute entlassen müssen, oder Pleite gehen.

PS: Wie soll man einem Azubi 8,50€ zahlen. Man MUSS die Leute ausbilden. Das sind keine vollwertigen Arbeitskräfte, sollen bestenfalls mal welche werden. Man kann mit ihnen gar nicht das erwirtschaften, was sie kosten. Falls das wirklich für Azubis gelten soll, kann man sicher sein dass Ausbildungsplätze Mangelware werden. Wenn man das weiterspinnt, kann man sich auch leicht ausmalen wohin das führen wird.

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