Forum: Wirtschaft
Streit über TTIP: Vergesst den Freihandel!
AFP

Die Industrie poltert, wie schlimm ein Scheitern des TTIP-Abkommens wäre. Dabei haben wir gerade Wichtigeres zu tun, als eine Globalisierung zu forcieren, die so vielen Angst macht.

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meine Güte 29.07.2016, 13:26
1. Oops!

Das ich das noch erleben darf. Endlich mal eine vernünftige Einschätzung. Toll, danke,!

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pahrump 29.07.2016, 13:37
2. Die

... haben m.E. keinen blasen Schimmer, was auf sie zu rollt. Als früherer Eigentümer eines angeblich gaanz schlecht verarbeiteten amerikanischen Wohnmobils und jetziger Eigentümer eines deutschen (Premium-)Herstellers kann ich feststellen: das deutsche WM ist ein völlig überteuerter Schrotthaufen gegen das Alte. Viel Spass, wenn Produkthaftung nicht nur auf dem Zettel steht, sondern gelebt wird!

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togral 29.07.2016, 13:38
3.

"Ein deutscher Mittelstandsboss hat diese Woche gemeint, "Herr Gabriel" müsse seine Aufgabe am Erfolg des deutschen Mittelstands orientieren. Was für eine naiv-gefährliche Vorstellung." Stimmt. Wer das Volk vergisst, darf sich nicht wundern, wenn sich das Volk eben neue Politiker sucht. Selbst wenn diese nicht gerade die Lage verbessern. Ich freue mich daher schon auf die nächsten Wahlen.

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kroxx 29.07.2016, 13:41
4. Globalisierung

Ja die Globalisierung macht vielen Angst aber nur deshalb weil viele nicht verstehen was gerade Deutschland von der Globalisierung profitiert hat. Ohne Globalisierung und Megaexporten könnten wir uns keinen Mindestlohn und so viel anderen modischen Sozialschnickschnack leisten wie wir es tun. Es wäre an der Zeit dass SPON nicht nur die Angst schürt sondern unvoreingenommen die Vor- und Nachteile aufzeigt und nicht nur dem Zeitgeist Globalisierung=Schlecht hinterherschreibt.

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wilam 29.07.2016, 13:42
5. Wir haben zwei Hirnhälften

damit wir werktags über Beschleunigung und Wachstum und Sonntags über Umwelt nachdenken können, ohne dass eines mit dem anderen kollidiert. Es funktioniert, denn keiner fragt nach dem Zusammenhang zwischen TTIP und Müll.

Das ist: TTIP bedeutet doch nichts anderes, als eine Beschleunigung des Ressourcenstromes, sprich: des Verbrauchs. Wir können jetzt mehr produziern, mehr transportieren und mehr verschleißen. Was wir aber brauchen ist nicht mehr Verbrauch, sondern weniger.

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robin66 29.07.2016, 13:43
6. alles richtig

aber immer noch zu schwach pointiert. Danke jedenfalls!

Selbst wenn man gut verdient und so eigentlich von der Globalisierung und mehr Handel profitieren könnte, kann man TTIP und CETA nur mit allem bekämpfen, was man zur Verfügung hat. Es profitiert davon ausschließlich eine sehr kleine Gruppe von Aktionären und Vorständen von global agierenden Größtkonzernen. Alle anderen tragen ausschließlich die negativen Konsequenzen: Verlust von Einfluss gegen Industrievorhaben, höhere Steuern um die Strafen zu bezahlen, die von diesen geheimen Schiedsgerichten verhängt werden; außerdem Abbau von Verbraucherschutz, weniger Umweltschutz.
Es geht ja nicht um Kleinigkeiten wie die Farbe des Blinkers, sondern um knallharte Milliardeninteressen der Industrie, die gegen alle Widerstände von Regierungen und Bürgern durchgeboxt werden sollen.

Schon die Geheimhaltung der Verhandlungen ist ein untrügliches Zeichen, daß hier gegen die Interessen der Menschen gearbeitet wird.

Pfui, Herr Gabriel, daß Sie sowas nicht rigoros ablehnen. Und Sie wollen ein Sozialdemokrat sein? Bei den C-Parteien ist man die Befürwortung von Bonzeninteressen ja gewohnt, aber die SPD sollte sich um die Menschen kümmern. Die brauchen zwar auch Arbeit, aber was nützt die Arbeit, wenn man für das Geld nur noch Lebensmittel kaufen kann, die einen krank machen?

Wir baruchen nicht weniger, sondern mehr Umweltschutz, mehr Klimaschutz und mehr Schutz der Bürger vor immer mächtigeren Großkonzernen.

Und noch eines sollte uns alle misstrauisch machen: Ist so ein Freihandelsabkommen erst einmal in Kraft, wird es völkerrechtlich bindend und damit unwiderrufbar! Wir kommen da niemals wieder raus!

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manicmecanic 29.07.2016, 13:43
7. kaum zu glauben

Eine nüchterne Analyse der pro's und kontra's von keinem Lager getrübt.Es ist mittlerweile sehr klar geworden daß selbst im besten Fall kaum einer der normalen Bürger davon profitiert aber wir für TTIP einige sagen wir mal sehr seltsame Korsette verpaßt bekämen.Inakzeptabel bei den wie hier klar genannten quasi nicht vorhandenen Vorteilen.

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jj2005 29.07.2016, 13:44
8. Danke!

Ein wohltuender Artikel. Der Untergang des Abendlandes wird durch die letzten kuemmerlichen Handelshemmnisse sicher nicht beschleunigt. Handel ist gut, wenn die Partner sich ergaenzen, weil sie in verschiedenen Sektoren jeweils besser oder billiger produzieren koennen. Aber Europa und die USA sind sich strukturell verdammt aehnlich, da ist paretomaessig nix zu holen. Und auf Schwarzwaelder Schinken (oder Kuckucksuhren) aus Tennessee kann ich echt verzichten.

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geo_48 29.07.2016, 13:44
9. Das ist nur ein Teil des Problems

Leider ist der Freihandel nur ein Teil des Problems, dass die Einkommen der Unter und Mittelschicht stagnieren. Das eigentliche Probleme ist, dass wir die Mittelschicht nicht mehr brauchen, um die Wirtschaft in Gang zu halten. Die Automatisierung schreitet unaufhaltsamer voran, die früher mit vielen Arbeitern besetzen Fertigungshalle sind heute leer, alles automatisiert. Und die Technik schreitet weiter vonan, in Kürze brauchen wir keine Kassiererinnen, Taxifahrer, LKW-Fahrer mehr ... geht alles automatisch.

Der Lohn wird letztlich durch Angebot und Nachfrage bestimmt, man kann sich leicht ausmalen, was in der nächsten Zeit mit den Löhnen für niedrig qualifiziere Arbeit passieren wird

Wir müssen anfangen das Probleme zu analysieren und versuchen, Antworten zu finden

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