Forum: Wirtschaft
Streit über Wirtschaftspolitik: Warum ein Ökonom aus der AfD flüchtete
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Die AfD präsentiert sich als Partei der wirtschaftlichen Vernunft. Doch ihr Rückhalt bei Firmen ist gering, ihr Euro-Konzept schwammig. Der Ökonom Wolfgang Glomb verließ die Partei - und klagt über "volkswirtschaftlich katastrophale" Thesen.

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weserbaer 20.05.2014, 09:30
140. Kritik an Kritikern unerwünscht?

Zitat von sysop
Die AfD präsentiert sich als Partei der wirtschaftlichen Vernunft. Doch ihr Rückhalt bei Firmen ist gering, ihr Euro-Konzept schwammig. Der Ökonom Wolfgang Glomb verließ die Partei - und klagt über "volkswirtschaftlich katastrophale" Thesen.
Die Henkelpartei ist längst ins Trudeln gekommen. Sei dreht Meinungspirrouetten reihenweise und wundert sich über immer (noch) weniger Glaubwürdigkeit.
Wer aus reinem Populismus einen der schärfsten Verfechter des Euro in seine Reihen aufnimmt, nachdem dieser diesen seinen "Irrtum" eingesehen haben soll und nun reuig ins Lager der Euro-Kritiker eingekehrt ist, der kann wirklich nicht auf ein Meinungsmonopol pochen. Das sieht eher nach gelebtem Populismus statt nach Sachverstand aus.

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elikey01 20.05.2014, 15:22
141. Einzig eine Frage des persönlichen Blickwinkels

Zitat von weserbaer
Die Henkelpartei ist längst ins Trudeln gekommen. Sei dreht Meinungspirrouetten reihenweise und wundert sich über immer (noch) weniger Glaubwürdigkeit. Wer aus reinem Populismus einen der schärfsten Verfechter des Euro in seine Reihen aufnimmt, nachdem dieser diesen seinen "Irrtum" eingesehen haben soll und nun reuig ins Lager der Euro-Kritiker eingekehrt ist, der kann wirklich nicht auf ein Meinungsmonopol pochen. Das sieht eher nach gelebtem Populismus statt nach Sachverstand aus.
Meinungsmonopol beanspruchen nur jene, die damit gleichzeitig andere Meinungen/Wahrnehmungen wegdrücken wollen, egal wie sachlich die Argumentationslinie der AfD-Befürworter sein mag.
Dass keine Partei für niemand alle für ihn wünschenswerte Lösungen parat hält, versteht sich von selbst.

Doch die Augenfälligkeit, mir der über die AfD ausschließlich im Negativ-Modus kommentiert wird, ist unübersehbar und damit auch die eigentliche Zielführung aller Kolumnen klar - unabhängig davon, um was es SPON im Detail geht.
Damit sich auch nicht zu viele Widersprüche im Thread ansammeln, wird mal wieder zunehmend bei der Beitragseinstellung gesiebt - auch eine Verständnisform von Meinungsfreiheit.

Doch beteiligt sich nicht ausschließlich SPON an verglb. einseitig-abwertende wollenden Kommentaren. Offensichtlich teilt eine größere Anzahl von Journalisten die Haltung ihrer Blätter- und Foren-Chefs, die AfD abzuqualifizieren (mehr od. weniger gezwungermaßen?).

Sie würden bei Bemühen nach objektiv positiven Erkenntnissen im inhaltlichen Vgl. zu den etablierten Parteien mit der polit. Bankrotterklärung zur Alternativlosigkeit ihrer Politik sicher genauso fündig werden.

Doch die Medien scheinen mehrheitlich ihr Fähnchen stets in den Wind der Berliner Machtzentrale zu hängen.
Der harte Kampf am Markt und um Werbeaufträge bedingt dies wohl, die Jobs der Journalisten und Kolumnisten eingeschlossen, so bedauerlich das für Konsumenten ist, die - zumindest einst - auf objektive Berichterstattung zur meinungsvielfältigen Horizonterweiterung "ihres" Mediums vertrauten.

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elikey01 20.05.2014, 20:08
142. Meinungsbeitrag zu @DickerSauerländer

Zitat von DickerSauerländer
Der Bericht strotzt vor Fehlern! Im Europawahlprogramm steht immer noch die Option, zur DM zurückzukehren. Das ist allerdings, die letzte aller denkbaren Möglichkeiten. Genau so hat Lucke das auch immer schon gesagt! Hans Olaf Henkel war tatsächlich einst ein vehementer Verfechter des Euros. Dazu steht er auch heute noch. Er begründet aber sehr genau, warum er heute ein absoluter Gegner des Euros ist: nämlich weil sämtliche Verträge gebrochen wurden, insbesondere die Nichtbeistandsklausel aufgehoben wurde. Das hat doch erst zu dem ganzen Dilemma geführt, das wir jetzt haben. Einfach mal einen Vortrag von Henkel in Internet ansehen, kann nie schaden!
Erklärte Gegner einer Partei - hier nun mal die AfD - und deren jeweiligen Befürworter werden zur Begründung ihrer "Abneigung" stets das aus dem Zusammenhang nehmen, herausfiltern und entsprechend auslegen, was zu ihrem Weltbild und ihrer Gefühlslage eben passt.

Ein wenig erinnert denn auch das undifferenzierte Gekeife an die ersten Jahre nach Gründung der GRÜNEN:
Denen wurde auch alles möglich Negative nachgesagt/angehängt, nur nicht, dass sie einmal mit in der Bundesreg. sitzen und schon gar nicht, dass sie eine Schwarz-Grüne Koa-Reg. bilden würden.
Schaut man sich alte Bilder von den GRÜNEN auf Parteitagen als strickende, bärtige Pullover-/Latzhosen-Männer und stillende Frauen daneben, mag man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Gestritten bis aufs Blut hat man zw. den Flügeln, was auch heute noch unter "Politischem Diskurs der Meinungsbildung und Entscheidungsfindung" nicht weniger intensiv abläuft.

Und auch einen FISCHER hat man mit intensiven Recherchen nach "Steinewerfen" etc. versucht, aus dem Ministeramt zu kegeln.
So mancher der Altparteien dürfte auch heute noch "grün" vor Ärger werden angesichts der Karriere des Josef FISCHER. Der hat sich bestens im einst massiv bekämpften Establisment eingerichtet und hatte ein besseres Außenminister-Standing in der Welt als z.B. ein Dr. G. Westerwelle.

Offensichtlich haben die GRÜNEN eben genug geeignete Köpfe in ihrer Partei gehabt, um so erfolgreich zu "überleben", wiewohl sie in den Untergang geschrieben wurden. Doch "Totgeglaubte" sollen ja angebl. länger leben - und auch die AfD hat "geeignete Köpfe", um sehr wohl polit. erfolgreich zu überleben und auch jüngere Köpfe dazu zu gewinnen, die in den Etablierten keine polit. Heimat finden können.

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Thomas_3477 23.05.2014, 23:09
143. Immer wird alles verdreht

Die Berichterstattung ist oberflächlich und teilweise einfach falsch.
Seit Gründung der AFD gibt es keine Meinungsänderung gegenüber dem Euro.
Da das Beibehalten des Euro auch von Entscheidungen anderer Länder abhängt kann nicht klar gesagt werden, für welchen Ausgang man sich jetzt entscheiden wird. Aus diesem Grund hat die AFD folgenden Plan:
1. Mit den anderen Ländern vereinbaren, dass man aus dem Euro ausscheiden kann. Ziel: Die zu schwachen Länder sollen ausscheiden. Dann wird es auch zu einem Schuldenschnitt kommen. Aber der kommt sowieso, entweder jetzt oder in 5 Jahren, dann lieber jetzt.
Es gibt nun 2 Möglichkeiten:
Entweder es wird so gemacht oder die anderen Länder ziehen nicht mit, erst dann würden wir die DM bekommen oder einen Nord-Euro; wobei der Nord-Euro wieder von Verhandlungen mit den anderen "Nord-Staaten" abhängen wird. Die sind vielleicht gar nicht interessiert, dann bleibt's bei der DM und sonst eben Nord-Euro.
Das sind die 3 Alternativen.
In der Praxis würde es natürlich so laufen, dass die schwachen Staaten kein Interesse haben werden, den Euro zu verlassen. Es wäre zwar langfristig besser, aber welche Politker interessieren sich schon für langfristingen Erfolg? Die Euro-Politiker waren dumm genug, hunderte Mrd. Euro in ein Fass ohne Boden zu pumpen und werden es weiterhin tun.
Erst dann(!) würden wir den Währungsverbund verlassen. Eine Einigung mit den anderen wenigen Nord-Staaten (NL, Österreich, Finnland, alle anderen haben sowieso die Nase voll vom Währungsverbund, siehe Ungarn) wird zu lange dauern denn man bräuchste eine gemeinsame Finanzpolitik, also genau das, was die Souveränität eines Staates ausmacht. Deshalb ist im Prinzip nur die Rückkehr zur DM sinnvoll, aber es ist nicht das erste Zeil der AFD.

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