Forum: Wirtschaft
Streit über Zuwanderung: Wehe, wenn die Konjunktur kippt
Porsche

Migranten in Deutschland finden relativ leicht Jobs. Aber das kann sich schnell ändern: Steigende Arbeitslosenzahlen und eine lahmende Konjunktur könnten das politische Klima noch mehr vergiften.

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wynkendewild 01.07.2018, 13:35
60. Lückenbüßer

Zitat von bsauss
Was in der aufgeheizten Stimmung untergeht: Die Deutschen waren endlich dabei die Zuwanderung als positiv für das Land zu akzeptieren, was auf Grund des demografischen Wandels auch erforderlich ist. Mit der gänzlich ungesteuerten Zuwanderung seit 2015 ist dieses Bild leider wieder gekippt- was aufgrund von 75% Arbeitslosigkeit der seit dem zugewanderten Flüchtlinge auch nicht verwundert.
Der Punkt demografischer Wandel als Agrument für eine versträkte Zuwanderugn wirkt in meinen Augen teilweise extrem problematisch. Der Deutsche will gar nichts mehr leisten aber sein Wohlstandslevel dabei auf jeden Fall halten und um das zu erreichen sollen halt die lieben Ausländer als Lückenbüßer dienen.

Das ist weder human noch sozial

MfG:
wynkendewild

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londonpaule 01.07.2018, 13:37
61. Auf so einen Leitartikel lange gewartet

Meine Kritik wäre einzig allein die folgende:
Die Verwendung des Konjunktivs. Es ist nicht nur so dass die Stimmung kippen **könnte**.
Sie wird dann erheblich kippen, wie Ende der 1920er/Anfang der 1930er Jahre... Dass so wenige Deutsche, insbesondere linke Politiker das verstehen lässt nichts gutes für das Schicksal dieses Landes ahnen...

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lautlos 01.07.2018, 13:38
62. Zustimmung

Zitat von Dengar
"Fast 297.000 Menschen aus dieser Gruppe hatten im April eine sozialversicherungspflichtige Anstellung oder einen Minijob, so das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung." Solange es keine prozentuale Aufschlüsselung darüber gibt, wieviele Jobs nun sozialversicherungspflichtig sind und wieviele subventioniert werden, solange ist die Zahl nichtssagend, zumal ohnehin erst ein Fünftel der Zugewanderten im Arbeitsmarkt integriert sind. 1,2 Millionen werden also immer noch über die Sozialsysteme alimentiert. Positiv ist das alles nicht.
Da kann ich nur zustimmen. Menschen, die in unserer komplexen Gesellschaft als fertige Charaktere mit 19 Jahren ankommen, unsere Sprache nicht sprechen und nicht ein Jahrzehnt in einem Bildungssystem wie dem unseren geprägt wurden, wie sollen diese Menschen hier erfolgreich sein?
Und dann immer dieser AFD-Sprech. Ja, SPON ist längst die AFD des Journalismus. Niemand ist für eine Abschottung Europas. Es geht um eine geregelte und nicht durch Rechtsverletzungen und Schlepper bestimmte Einwanderungspolitik. Gibt es gar keine Nuancen mehr?
Wer echte Integration und Hilfe möchte für Menschen in Not, der kann eine Massenzuwanderung in die Sozialsysteme nicht gut finden. Der Autor interessiert sich nur für genehme Studien. Jeder, der es wissen will, kann es wissen: In italien ist der Hass gegen Fremde extrem geworden und spaltet die Gesellschaft. Der Autor hat recht, wenn es abwärts geht steht uns das auch bevor. Was ist die Lösung? In dem Artikel kann ich keine erkennen. Nur eine krude Weltsicht die alle wirtschaftlichen Risiken und Ängste der Menschen relativiert. So als ob nicht jeder schon wüsste, dass alle Geschenke der Politik zukünftigen Generationen aufgebürdet werden.

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TS_Alien 01.07.2018, 13:38
63.

Zitat von duckjibe
Heilige Einfalt, wo haben Sie denn Ihr Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge erworben? Vermutlich durch intensive Lektüre von bento-Artikeln, vermute ich? Kann ich jetzt auf die Schnelle leider nicht alles aufarbeiten, daher nur soviel: ist Ihnen begreiflich, dass es die von Ihnen aufgezählten Stellenbesetzer "(Sprachlehrer, Lehrer, Verwaltungsangestellte, ...)" überhaupt erstmal geben muss, bevor sie die von Ihnen vermuteten segensreichen Auswirkungen entfalten können? Zur Info: in unserem Bundesland (NRW) gibt es keine Lehrer mehr, die man noch einstellen könnte. Keinen Einzigen. Vermutlich hätten sogar Sie eine Chance, wenn Sie sich als Quereinsteiger bewerben würden. Versuchen Sie es mal.
Sie arbeiten nichts auf, gehen nicht auf meine Argumente ein, sondern machen eine neue Diskussion auf. Das ist typisch für Menschen, denen die Argumente fehlen.

Wirtschaftliche Zusammenhänge sind gar nicht schwer zu verstehen. Wäre es anders, würden nicht diejenigen Wirtschaft "studieren", die das üblicherweise machen.

Flüchtlinge kosten Geld. Aber sie sorgen auch dafür, dass die Wirtschaft angekurbelt wird. Also kosten sie weniger Geld als viele denken. Und in vielen Fällen ist das Geld sinnvoll investiert. Man kann sich nur freuen auf die vielen fließigen neuen Mitbürger in einigen Jahren.

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jdirker 01.07.2018, 13:39
64. Linear in die Zukunft

Zitat von Palmstroem
Wenn in den kommenden zehn Jahren 20 Millionen Babyboomer in Rente gehen, wird selbst eine zurückgehende Konjunktur den Arbeitsmarkt nicht belasten. Denn aus deutschem Nachwuchs läßt sich nur die Hälfte dieser Babyboomergeneration ersetzen. Es braucht eine Zuwanderung von mindestens 500.000 Arbeitskräften pro Jahr, um die Lücke zu schließen. dabei bräuchte man schon jetzt hunderttausende Kräfte in sozialen Berufen und im Dienstleistungssektor.
Ihre Analyse krankt an der linearen Fortschreibung des Ist-Zustands. Die Digitale Revolution wird einen Gutteil der heutigen Jobs vernichten bzw. überflüssig machen.
Personal in Pflegeberufe: Fakt ist, das wir 2 Millionen Arbeitslose haben und mann nicht in der Lage ist, aus diesem Pool 30.000 Menschen für diese Berufe zu finden.
Das Problem ist nicht ein Mangel an Arbeitskräften sondern ein Mangel an Arbeitswilligen!

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Markus Landgraf 01.07.2018, 13:39
65. Hätte, hätte, ...

... Fahrradkette. Genauso könnte man auch schreiben: "Wenn die Vulkane in der Eifel ausbrächen, hätte das signifikante Auswirkungen auf die Wirtschaft". Offensichtlich gibt es so wenig Probleme mit der Migration, dass man schon hypothetische erfinden muss, damit man das Mass an Berichterstattung darüber noch rechtfertigen kann.

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eggie 01.07.2018, 13:40
66. Überschrift

Stellt sich die Frage, ob nicht die Medien zb der Spiegel, auch eine gewaltige Schuld am Rechtsruck haben. Denn "Flüchtlinge" sind ein reines Scheinthema, was der Politik nutzt, die sich seit zwei Jahrzehnten nicht um Bildung, Infrastruktur, Wohnungen, usw kümmern will. Die Cum-Ex Affaire wurde mehrheitlich kleingeredet und auch die Panamapapers holt beim Spiegel keiner hinterm Ofen hervor. Aber hey: the mighty refugies!

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makromizer 01.07.2018, 13:40
67.

Was soll daran überraschend sein, dass viele Leute Zuwanderung für das größte Problem halten. Politik und Medien propagieren das Thema ja auch andauernd, schon klar, dass da bei Michel dieser Eindruck entsteht.
Wie viel hat denn SPON in den letzten 12 Monaten zu dem Thema geschrieben? Wie viel zu Steuerreform, Gesundheitsreform, multiresistente Keime etc?

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neutron76 01.07.2018, 13:42
68. Vollbeschäftigung

Es ist ein Irrglaube, dass durch den demographischen Wandel Vollbeschäftigung quasi garantiert ist. Gerade die Branchen, die für den Export und den wirtschaftlichen Erfolg des Landes verantwortlich sind, benötigen Nachwuchs, der bezahlbar ist. Die großen Firmen (z.B. Bosch, Siemens, VW) ziehen alle längst Entwicklungszentren in China und Indien hoch. Dadurch kann ein Dominoeffekt entstehen.
Der Luxus in dem wir leben (Sozialsystem, Krankenkassen, EEG, Renten, Pensionen) wird getragen von einem Erfolg, der nicht dadurch weiter getragen werden kann, dass man mal eben ein paar Millionen Migranten von unten in den Arbeitsmarkt schiebt.
Zentrale Fragen sind die eher die Förderung von Familien, die Kürzung von Pensionen und Renten, sowie die Zukunft des Euro.

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Herr_Jeh 01.07.2018, 13:43
69. Unterschiedliche Wahrnehmung

Zwar gab es nach dem Platzen der Internetblase mehr Arbeitslosigkeit als heute, aber dafür auch mehr Zuversicht auf bessere Zeiten. Die Leute sind heute getrieben von der Angst vor Jobverlust. Lieber ein Job zu schlechten Bedingungen, als die Angst abgehängt zu werden. Beispiel Pendelstrecken: Eigentlich müssten diese bei einem gut laufendem Arbeitsmarkt zurückgehen, weil die Arbeitnehmer aus einer Vielzahl an Jobangeboten aussuchen können. Doch es überwiegt die Angst, während der Probezeit gekündigt zu werden und am Ende ganz ohne Job da zu stehen. Heute pendeln selbst wenig spezialisierte Arbeitnehmer, die auch im gleichen Ortsteil arbeiten könnten. Beispiel Zeitarbeit: Eigentlich müssten die Zeitarbeiter die Gunst der Stunde nutzen, eine Festanstellung auszuhandeln. Stattdessen steigt der Anteil der Zeitarbeit an, während die Flächentarifverträge verschwinden. Beispiel Pflegekräfte: Eigentlich sollten die Fakten für sich sprechen, diesen Berufszweig nach Jahren der Entbehrrungen endlich aufzuwerten. Stattdessen kündigt die Politik an, diese Berufe mit Billiglöhnern zu fluten.

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