Forum: Wirtschaft
Streit um A1: Das öffentlich-private Autobahn-Desaster
DPA

Die Erneuerung der A1 zwischen Hamburg und Bremen galt als Vorzeigeprojekt für privaten Autobahnbau. Jetzt das dicke Ende: Dem Betreiber droht angeblich die Pleite, der Staat soll doppelt zahlen. Was also taugt dieses Geschäftsmodell?

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jaspertk 23.08.2017, 18:46
1. War auch eine CSU Entscheidung

War es nicht Ramsauer der dies entschieden hat (nzw. durchgeboxt?)

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citizen01 23.08.2017, 18:46
2. Kein Privatunternehmen kann den A-Betrieb dauerhaft stemmen.

Der Steuerzahler wird bei wichtiger Infrastruktur immer in der Haftung bleiben und im Zweifel - wie hier - doppelt blechen.

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WhamO 23.08.2017, 18:50
3. Public-Private Partnerships

Gibt es hier irgendjemanden, der ein Beispiel liefern kann, in dem eine Private-Public Partnership einen gesellschaftlichen Nutzen hervorgebracht hat? Ich kann es nicht.

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genugistgenug 23.08.2017, 18:51
4. Verträge sind einzuhalten

....Bezahlt werden sollte A1 Mobil dann durch Einnahmen aus der Lkw-Maut, die auf dem Autobahnteilstück anfallen. ....
Außer bei Behörden, Politikern und angeschlossenen Abzockerkumpanen.
Allerdings gibt es sicher einige Fallstricke mehr wie diesen kurzen Satz und eines ist sicher: die Anwälte werden reich bis in die 3 DeGeneration und die Bürger zahlen alles.
Für uns ist dies einfach nur eine Wette. Überlegung: Hätten die den Überschuss auch an den Staat bezahlt, wenn der Verkehr mehr wie prognostiziert gestiegen wäre? Garantiert nicht!

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Hank-the-Voice 23.08.2017, 18:51
5. bislang brachte Privatisierung nur Nachteile für die Bürger

nichts wurde besser, weder die Telekommunikation (kein Breitband auf dem Land), Stromversorgung (sehr teuer in Deutschland), Rente (dank Riester & Co. droht ab 2030 Altersarmut für Millionen), Krankehäuser (reinraus so schnell es geht / Keimprobleme), Bundesbahn (muss vom Staat gepäppelt werden / unzuverlässige Technik) etc etc.... sobald ein privatisierter Zweig in Schieflage gerät, muss eh der Steuerzahler einspringen (Banken, Stromkonzerne, Air-Berlin und nun die Autbahnen)

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amwildbach 23.08.2017, 18:51
6. Was also taugt dieses Geschäftsmodell?

Gar nichts ... wie bei allen Privatisierungen/Beraubungen

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hubie 23.08.2017, 18:52
7. Autobahnen sind Gemeingut

Sie nutzen jedem und sollen auch weiterhin JEDEM nutzen, sie wurden vom Staat gebaut und finanziert.

Private Unternehmungen nutzen per Definition dem Chef der Unternehmung und im Zweifel noch seinen Aktionären bzw. Gesellschaftern... wenn alles gut geht auch den Mitarbeitern.

Klingelt's?

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fat_bob_ger 23.08.2017, 18:53
8. Ich schlage ein anderes Modell vor

Die Bundesregierung lässt von einem Versicherungskonsortium eine Autobahn finanzieren und bezahlt dann 4% Zinsen für das eingesetzte Kapital. So können die Versicherungen ihre Versprechen ggü. ihren Versicherten einhalten, gutes Geld verdienen und im Gegenzug hat die Bundesregierung keine Neuverschuldung. Perfekt! Ich bin ein Finanzgenie!

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Bibendumx 23.08.2017, 18:53
9. na und?

eine firma geht in konkurs, weil die einnahmen/umsätze nicht ausreichen = schlecht kalkuliert!
dann kauft jemand die immobilie aus der konkusrmasse und macht weiter. so geht das bei hotels!
-- uns so ist privatwirtschaft!

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