Forum: Wirtschaft
Streit um A1: Das öffentlich-private Autobahn-Desaster
DPA

Die Erneuerung der A1 zwischen Hamburg und Bremen galt als Vorzeigeprojekt für privaten Autobahnbau. Jetzt das dicke Ende: Dem Betreiber droht angeblich die Pleite, der Staat soll doppelt zahlen. Was also taugt dieses Geschäftsmodell?

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power.piefke 23.08.2017, 18:54
10. ppp - oder, der größte Schwachsinn!

Wieso soll sich ein staatliches System, dass durch die Nutzer mehr als nötig finanziert wird, Geld von privaten Investoren holen?
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Ich kann mir schon vorstellen warum. Die Autobahnen sollen Stück für Stück komplett privatisiert werden. Für einen Appel und n Ei wird ein wichtiger Teil der Infrastruktur einfach verschenkt, damit sich wieder welche die Taschen vollstopfen können.
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Privatisierung von Infrastruktur ist schon grandios bei der Bahn, Energie, Wasser...... gescheitert.

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willi_der_letzte 23.08.2017, 18:59
11. Was dieses Geschäftsmodell taugt?

Nichts! Das ganze wird in jedem Fall deutlich teurer als wenn es allein von der öffentlichen Hand finanziert wird. Am Ende zahlt dann wieder der Steuerzahler drauf. Das ganze nur, weil die schwarze Null keine Schulden machen will, sondern diese auf diese Weisse versteckt. Diese Pfeife, von einige auch noch glauben er wäre ein toller Politiker, kommt uns noch richtig teuer zu stehen.

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mwroer 23.08.2017, 18:59
12.

Also weniger Umsatz als erwartet und daher Probleme. Ja ... passiert tausenden Unternehmern, dann geht man im schlimmsten Fall pleite. Seit wann muss der Steuerzahler für Rechenfehler von Firmen gerade stehen?

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haareschüttler 23.08.2017, 19:02
13. Was ich an allen derartigen Projekten am schlimmsten finde...

...ist die Tatsache, das die Verträge geheim sind. Ist nicht laut Grundgesetz das Volk der Souverän dieses Landes? wie kann es rechtens sein, dass derartige Informationen dem Souverän vorenthalten werden dürfen? Es geht hier schließlich nicht um Informationen die Sicherheitskritisch sein könnten.
Und seltsam dass ich noch im Wahlprogramm keiner Partei (hust DieLinke, räusper DieGrünen) etwas dazu gefunden habe das man derartige Korruptionsfördernde Mauscheleien gerne gesetzlich für die Zukunft verbieten möchte.

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seamanslife 23.08.2017, 19:02
14. das nennt man Offenbarungseid wenn man am Ende ist

Ein Land dessen Regierung den Energiesektor, die öffentliche Versorgung und das Gesundheitswesen nebst Krankenversicherung privatisiert braucht sich hinterher nicht zu wundern das das irgendwann ausufert und in die Hose geht. Der Steuerzahler blutet und Lindners Klientel wie Herr Maschmeyer reiben sich die Hände.

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ClausB 23.08.2017, 19:04
15. Was also taugt dieses Geschäftsmodell?

"Der Bundesrechnungshof kam 2014 nach der Prüfung von sieben ÖPP-Projekten zu dem Schluss, dass wesentlich Ziele nicht erreicht wurden", darunter eine höhere Wirtschaftlichkeit."
D.H: ÖPP = taugt nichts
Wenn den beteiligten Firmen tatsächlich diese geforderten Summen bezahlt werden vom Staat oder sie mit ihrere Klage Erfolg haben, dann ist dieses Geschäftsmodell sowieso gestorben, hoffe ich wenigstens !

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sir wilfried 23.08.2017, 19:05
16. Dobrindt ist ein Überzeugungstäter,

ohne Rücksicht auf Verluste wird er private Unternehmen weiterhin einladen, sich auf Steuerzahlers Kosten an den Autobahnen zu bereichern.

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p-touch 23.08.2017, 19:06
17. Das nennt man

betriebswirtschaftliches Risiko. Soll doch der Betreiber pleitegehen, irgent jemand wird sich schon finden der das Stück Autobahn übernimmt. Notfalls kann der Staat so lange denn Betrieb sicher stellen bis sich ein Käufer findet.

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mymindisramblin' 23.08.2017, 19:06
18. Na das ist mal ein Geschäftsmodell

Ich kaufe mir jetzt auch ein Stück Autobahn und wenn dann die Gewinne nicht so ausfallen, wie von mir erwartet, bitte ich den Staat zur Kasse. Vielleicht sollte man das generell auf die freie Wirtschaft übertragen - der Bäcker der nicht genug Brötchen verkauft, die Spedition die nicht genug Transportaufträge bekommt, wieso sollte sich denn nicht jeder selbstständige Geschäftsmann seine überzogenen Gewinnerwartungen vom Staat, und damit vom Steuerzahler, bezahlen lassen? Was die Finanzkrise angeht - da war der deutsche Staat nicht daran schuld, und dieses Konsortium war sicher nicht der einzige Betroffene. Werden denn damit nicht immer die oft horrenden Gewinne in der freien Wirtschaft verteidigt, dass man ja auch ein Risiko trage? Ich kann nur hoffen dass dieser Artikel Satire ist...

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CyberDyne 23.08.2017, 19:07
19. Weshalb "im Zweifel"?

Ich denke doch darin liegt gerade das Geschäftsmodell, der Steuerzahler doppelt zahlen zu lassen. Win-Win für alle Beteiligten, ausgenommen natürlich dem Steuerzahler.

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