Forum: Wirtschaft
Streit um A1: Das öffentlich-private Autobahn-Desaster
DPA

Die Erneuerung der A1 zwischen Hamburg und Bremen galt als Vorzeigeprojekt für privaten Autobahnbau. Jetzt das dicke Ende: Dem Betreiber droht angeblich die Pleite, der Staat soll doppelt zahlen. Was also taugt dieses Geschäftsmodell?

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exHotelmanager 23.08.2017, 19:07
20. unglaubwürdige Story

Es waren gefühlt noch nie soviele LKW unterwegs auf deutschen Autobahnen. Die Zahlen können problemlos täglich aktuell vorliegen - was hindert die Mauteintreiber? Mauert der Staat da etwa? Nie war es so günstig, renovierte Autobahnen wieder in Staatshand zu bringen...

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crewmitglied27 23.08.2017, 19:08
21. Schon die Baustelle

war in jeder Hinsicht ein Desaster. zu eng und zu gefährlich hat sie jahrelang für schwere und schwerste Unfälle auf dieser Strecke gesorgt.
Es ist seltsam, dass die besonders Schlauen immer erst hinterher besonders schlau sind.
Nicht ohne Grund hat der Staat hoheitliche Aufgaben, die aus Steuermitteln zu erledigen sind. Die Infrastruktur des Landes gehört dazu.
Das Mautkonsortium und die Technik dazu sind auch ein Beispiel, wie ein Industriekonsortium von Politikern gestopft wird, obwohl es "ein paar Kassenhäuschen" mit Menschen, die kassieren und Geld für ihre Arbeit bekommen, auch getan hätten.
Der Staat kommt im Moment in keinem Bereich mehr wirklich seinen Aufgaben nach und wirft das Geld Industrielobbies in den Rachen.
Schöne neue Zeit.

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kevinschmied704 23.08.2017, 19:08
22. haha lol

naa versucht mal wieder jemand , verluste zu verstaatlichen... ?
is ja nichts neues... das die firmen damit auch noch durch kommen, auch nicht. gruß

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modemhamster 23.08.2017, 19:09
23. Gut, dass wir volle Kraft

Richtung Autobahnprivatisierung steuern. Freuen wir uns also alle schon mal auf Mautgebühren für kaputte Autobahnen mit erhöhtem Unfallrisiko.
Danke CSU, CDU, FDP.

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Mike1108 23.08.2017, 19:10
24. Gg

Immerhin hat die Groko noch rechtzeitig das Grundgesetz geändert, das sowas in Zukunft häufiger passieren kann.....

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labuday 23.08.2017, 19:11
25. das PP-Modell macht sogar grossen Sinn - ich denke, der Betreiber

Zitat von WhamO
Gibt es hier irgendjemanden, der ein Beispiel liefern kann, in dem eine Private-Public Partnership einen gesellschaftlichen Nutzen hervorgebracht hat? Ich kann es nicht.
und der Auftraggeber (Bund/Land) haben vereinbart, dass die PKW-Maut kommen wird und mit dem Wissen im Hinterkopf wurde durchaus seriös kalkuliert. Der Bund/die Länder haben die PkW-Maut aber nicht rechtzeitig umgesetzt und somit einen günstigen Zeitpunkt (lange vor den Wahlen) verpennt.
Das wird auch der Grund sein, warum man Klage einreicht und das zu Recht und mit grossen Erfolgsaussichten.
Die Politik wollte sich wohl über den Wahltermin retten, hat aber vergessen den Betreiber still zu halten.
Eins ist klar: die PKW-MAUT kommt !!!
Und zu Ihrer Frage bzgl. des Nutzens: hat je eine staatliche Institution etwas mit gesellschaftlichem Nutzen hervorgebracht ?
Dem Privaten kann ich entkommen, wenn ich nicht den Streckenabschnitt fahre - dem staatlichen Betreiber entkomme ich nie und es wird immer teurer als gedacht.

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53er 23.08.2017, 19:11
26. Das Einzige was das Verkehrsministerium

aus diesem ÖPP-Modell lernen kann ist, wie schnell Autobahnen gebaut werden können wenn man den, mit dem Bau beauftragten, Firmen die vertraglichen Daumenschrauben anzieht. Zumindest das scheint dem Konsortium gelungen zu sein. Aber dass nun der deutsche Steuerzahler für das Unternehmerrisiko aufkommen soll, ist unglaublich. Wie oft heißt es in der freien Wirtschaft für den Kunden: Außer Spesen nichts gewesen, mit Verweis auf höhere Gewalt? Wenn die Finanzkrise keine höhere Gewalt ist, welches Ereignis ist es dann? Das muss ein Konsortium mit der Rechtsform GmbH doch wissen, es verwundert sowieso dass die Rechtsform in diesem Fall nicht auch noch GmbH & Co. KG ist.

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zauberschlumpf 23.08.2017, 19:11
27. öpp

Das Beste aus beiden Welten. Gewinne privatisieren, Verluste vergemeinschaften. In Zeiten des Nullzinses muss es noch viel mehr Privatisierung von Volkseigentum geben. Damit sich die Kapitalgeber auf Steuerzahlers Kosten so richtig die Taschen voll machen können. Und unsere lobbydurchtränkten Politiker machen da auch nur zu gern mit. Es pringt doch immernoch ein lukratives Pöstchen dabei heraus. Einfach nur widerwärtig!

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derblecher 23.08.2017, 19:13
28. Wo liegt denn hier das Problem?

Ich verstehe es wirklich nicht. Der Ausbau ist abgeschlossen und bezahlt. Es geht nur noch darum, die Strecke in Schuss zu halten. Dafür gibt es die Mautgebühren. Wenn der Betreiber jetzt ausfällt und keine Instandhaltung mehr leistet, welches Risiko besteht also für den Steuerzahler? Im günstigsten Fall kassiert der Bund eben selbst die Maut und zahlt die Instandhaltung.

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ziehenimbein 23.08.2017, 19:13
29. Dumm gelaufen, das nennt man unternehmerisches Risiko!

Da wollte sich jemand eine goldene Nase verdienen. Hat nich geklappt und jetzt wird gejammert. Tja, Pech gehabt! Dann übernimmt halt der Bund den Unterhalt und die Einnahmen aus der Maut. Mal ehrlich: Hätte alles so wie geplant funktioniert und die Erträge wären sogar deutlich höher, dann hätte niemand beim Bund angerufen und gefragt, ob man von dem vielen Geld auch etwas abhaben möchte!

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