Forum: Wirtschaft
Streit um Ausnahmen: Union und SPD weichen Mindestlohn-Gesetz auf
AP

Im Streit um den Mindestlohn zeichnet sich ein Kompromiss ab. Vertreter von Union und SPD haben sich auf Ausnahmen geeinigt - etwa für Zeitungsboten, Erntehelfer und Praktikanten.

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mr.feelgood 27.06.2014, 22:56
160.

Zitat von Handschlag
Jeder Erntearbeiter soll selbst entscheiden dürfen wo er seien Lohn zum Essen und Schlafen einsetzt. sonst werden die reichen Bauern einfach viel zu hohe Mieten/Essenspreise verlangen. das ist Leibeigenschaft!
Genau.
Diese Form von moderner Sklaverei, die heute Lohndumping genannt wird und schlechteste Arbeitsbedingungen verschleiert, wird durch eine solche Ausnahmeregelung von der GroKo der Bundesregierung unterstützt und für gut befunden.

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spiegelleser987 27.06.2014, 23:00
161. Sehr geehrter Herr Nichtkapitalist....

Zitat von canUCme
Wer den ganzen Monat seine Arbeitskraft in den Dienst eines Unternehmens stellt, muss von dem Lohn seine Grunddaseinsfunktionen bestreiten können, d.h. er muss menschenwürdig wohnen, sich ernähren und kleiden können. In einem modernen Staat wie Deutschland sollte ebenfalls eine Krankenversicherung und eine irgendwie geartete Absicherung für die Zeit drin sein, in der er aus Altersgründen nicht mehr aktiv für diese Gesellschaft tätig sein kann. Welche Arbeit er dafür verrichtet ist gar nicht so wichtig - Hauptsache er macht sie korrekt! Merkt euch das mal, Kapitalisten.
dann gucken Sie sich mal in der Realität um. Der Staat belastet finanziell viele kleine und mittlere Unternehmen. Die können dann nicht mehr Mindestlöhne zahlen. Dafür bekommen die 10% Reichen noch mehr. Aber das nennt man dann sozial. Und wenn jemand nur mickrige 70000 Euro verdient, ist das auch viiiieeeellll zu wenig. Da muss man doch den KMUs noch mehr wegnehmen, alles nach dem Motto: sollen die doch selbts zusehen, woher diese kleinen bösen Kapitalisten ihren Gewinn machen. Und wenn sie dem Staat nicht genug Geld liefern, sollen die dicht machen. Das hat vergangenes Jahr Ver.di im TV beim Thema Mindestlöhne gefordert. Gleichzeitig haben die gefordert, dass Staatsangestellte in Brandenburg genausoviel verdienen sollen wie die in München. Ist doch nicht kapitalistisch wenn die 10% Reichen noch mehr kriegen. Oder wie meinen Sie das Herr Nichtkapitalist?

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lsdeep2000@aol.com 27.06.2014, 23:09
162. ach so ja,

da war doch was... der gesetzliche mindestlohn.
"... In Zukunft soll der Mindestlohn dann von einer Kommission, besetzt mit drei Arbeitnehmern und drei Arbeitgebervertretern sowie beraten von Wissenschaftlern, alle zwei Jahre neu über eine Anhebung oder Ausnahmen für einzelne Branchen entscheiden...."

ja wie denn nun liebe volksverarscher? ein flächendeckender mindestlohn oder wieder nur heisse luft mit gaaaanz vielen ausnahmen für die mehrzahl der einzelnen branchen????
solange man sich im bundestag weiterhin die diäten nach eigenem gusto erhöhen kann interessiert das wohl keinen der dort sitzenden volksschädlinge wirklich.

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nebenbeigesagt 27.06.2014, 23:24
163. Die Lobbyisten regieren uns

und ihre Knechte werden alle 4-5 Jahre von uns gewählt.
Vor 20 Jahren habe ich während meines Studiums als Zeitungszusteller durchschnittlich 30,00 DM pro Stunde verdient. Und das zurecht wegen Nachtarbeit und den ganzen sonstigen Belastungen durch das Wetter (damals gab es noch -20 Grad im Winter).
Und alle großen Lebenshaltungskosten und auch die Abogebühren waren damals zur Hälfte, teilweise auch bis zu 2/3 billiger wie heute.
Und heute sind läppische 8,50 Euro Mindestlohn schon zuviel, auch weil die Zeitungszusteller in den letzten 20 Jahren keine Erhöhung ihres Lohns bekommen haben. Damals (1992) 18 Pfennig pro Zeitung hier bei mir, heute 9 Cent bei der SPD-eigenen Zeitung in NRW, der keinesfalls eine höhere und menschenwürdige Bezahlung erlaubt. Aber es ist auch notwendig so, damit ich heute und einer weitere kleinen Gruppe von gut bezahlten Menschen im Überfluss leben können. Und wenn es dem Rest von 90% der Bevölkerung nicht mehr passt. Einfach abwählen und nicht mehr wie dummes Stimmvieh zur Wahlurne laufen, um die aktuellen Verhältnisse weiterhin zu ermöglichen.

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james-100 28.06.2014, 00:18
164.

Zitat von b.oreilly
als Anhänger des freien Marktes sehe ich das auch so. Bloß wenn die Arbeitgeber ihre Buden dann dicht machen, wo bleiben dann die Angestellten? Ach so, dafür haben wir dann ja ALG1 und Hartz4!
Sie widersprechen sich. Entweder ist die Arbeit da und sie muss erledigt werden, dann sind auch die 8,50€ drin. Oder Sie müssen die Arbeit alleine machen.

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tubolix 28.06.2014, 00:23
165. hurra ...

Zitat von sysop
Im Streit um den Mindestlohn zeichnet sich ein Kompromiss ab. Vertreter von Union und SPD haben sich auf Ausnahmen geeinigt - etwa für Zeitungsboten, Erntehelfer und Praktikanten.
vermutlich wird es dann jede menge erntehelfer, zeitungsboten und praktikanten geben die zeitweilig artfremde tätigkeiten ausführen.
die regel wird die ausnahme bestätigen - wie bei vielen anderen "gesetzen" auch.

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chirin 28.06.2014, 02:06
166. Streit um Ausnahmen :Union und SPD weichen Mindeslohn -Gesetz auf

Zitat von sysop
Im Streit um den Mindestlohn zeichnet sich ein Kompromiss ab. Vertreter von Union und SPD haben sich auf Ausnahmen geeinigt - etwa für Zeitungsboten, Erntehelfer und Praktikanten.
Da wird doch nichts aufgeweicht . Frau Nahles als unwissende Theoretikerin hat - mal wieder - gezeigt, wei unbedarft sie ist und wie weit sie von den tatsächlichen Verhältnissen im Lande entfernt und keine Ahnung hat. Das hätte der Pförtner vom Dienstgebäude besser hinbekommen. Was haben wir nur für lächerliche Politiker.

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women_1900 28.06.2014, 06:45
167. SPD halt

mit großem Getöns eine Regelung machen und dann Ausnahmen schaffen, die alles aufweichen. Bin gespannt, wann die SPD Wähler und Mitglieder die typische vera..... Tour der Sozen erkennen.

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tiborneloulou 28.06.2014, 07:02
168. wertlos

8.50 sind schon lächerlich , es ist doch keine relation zu einem normalen lebensstandard und dann noch ausnahmen . mutti und anhänge sollten mal nur 3 monate davon leben . was ist arbeit noch wert und wie wertvoll sind wir als volk . :-(

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macping 28.06.2014, 08:37
169. Warum?

Zitat von b.oreilly
weil die Arbeitslosigkeit signifikant steigen würde.
Ein Mindestlohn, bzw. steigende Löhne im Niedriglohnsektor führen zu einem mehr an Konsum. Der oder die Beschäftigte mit zur Zeit niedrigem Einkommen in der Gastronomie abonniert wieder eine Zeitung, die unterbezahlte, für ein Subunternehmen arbeitende, Reinigungskraft geht wieder zum Friseur. Plfegehilfskräfte können sich auch mal wieder einen Kinobesuch leisten und der Kinobetreiber kann seinen Angestellten mehr zahlen, so das diese auch mal in die Gaststätte gehen. Diese simple Art BWL und VWL zu interpretieren ist allemal besser, als darauf zu spekulieren, das Vermögensanhäufung in Händen einiger Weniger nicht dazu führt, daß staatliches, also Volksvermögen privatisiert werden muß, um Transferleistungen, Tilgung von Staatsschulden etc. leisten zu können.

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