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Streit um Automaten-Gebühren: Banken fordern Kartellamt heraus

Die Bankenbranche verkündet eine Einigung für die Gebühren an Geldautomaten - doch führt sie wirklich zu sinkenden Preisen? Eine Obergrenze für die Kosten lehnen die Institute weiter ab. Das Kartellamt reagiert skeptisch, Verbraucherschützer fordern radikalere Schritte: maximal zwei Euro pro Abhebung.

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sappelkopp 25.08.2010, 13:20
1. Wäre...

...der Kunden ein wenig kostenbewusster und der Preis transparenter, würde sich das Problem von selbst lösen. Dann würde er darauf achten, wo er abhebt und vor allem, bei welcher Bank er sein Konto unterhält. Was nutzt mir ein kostenloses Gehaltskonto, wenn ich in meinem Wohnort noch nicht einmal kostenlos an mein Geld komme.

Meine Forderung: Die Banken können den Preis selbst festsetzen, eine Obergrenze wird vereinbart, die kann ja ruhig bei 10 Euro liegen. Die Banken müssen bei jeder Abhebung über den Preis informieren, was es mich in diesem Moment kosten würde und ich muss die Möglichkeit haben, die Vorgang dann noch abzubrechen. Dann erledigt sich das Problem, da bin ich sicher.
Viel einfacher ist es jedoch, einfach auf eine Bank zurückzugreifen, die ein großes Netz an Geldautomaten unterhält. Ich mache das und zahle so gut wie nie für das Abheben, weil ich in jedem Ort so seinen Automaten finde.

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Jogiberlin 25.08.2010, 13:21
2. Gebühren unverhältnismäßig hoch

Vor einigen Wochen musste ich mich als Kunde einer AG-Bank aus Zeitmangel an einem Sparkassen-Geldautomaten bedienen. Der Automat zeigte nicht an, wieviel Gebühr berechnet wurde. Es waren dann 6 EUR, viel zu viel für einen Vorgang, der vollkommen elektronisch verläuft! Es wird höchste Zeit, dass etwas gegen diese Geldschneiderei unternommen wird.

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BadnerPower 25.08.2010, 13:23
3. was denn noch regulieren?

Heute kann man schon mit einer kostenlosen Kreditkarte kostenlos an allen Geldautomaten im Inland sich Geld auszahlen lassen.
Was muss denn noch alles reguliert werden damit die Schafe munter blöken in D ?
Augenwischerei, Aktionismus. Haben wir keine dringlicheren Probleme?
MfG

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sic tacuisses 25.08.2010, 13:23
4. Es geht nicht um die tatsächlichen Kosten sondern und Mißbrauch

Zitat von sysop
Die Bankenbranche verkündet eine Einigung für die Gebühren an Geldautomaten - doch führt sie wirklich zu sinkenden Preisen? Eine Obergrenze für die Kosten lehnen die Institute weiter ab. Das Kartellamt reagiert skeptisch, Verbraucherschützer fordern radikalere Schritte: maximal zwei Euro pro Abhebung.
einer zu Lasten des Kunden eingeführten Gelddruckmaschinerie.
1. rasanter Personalabbau im Kundenbereich
2. sofortige Kontenbelastung
3. Wegfall papiergestützer Buchungen
4. Hinterziehung der dem Staat zustehenden MWSt. für diese "Dienstleistung"
5. Wettbewerbsverzerrung durch reduzierte Bargeldbevorratung

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Schalke 25.08.2010, 13:24
5. ...

Ich hab bis heute nicht verstanden, wo das Problem bei den Gebühren für Fremdautomaten-Benutzung sein soll!? Die großen Banken bzw. Bankenverbände bieten den eigenen Kunden die Gratis-Benutzung der Automaten der eigenen Gruppe an. Jeder Kunde einer Privatbank, der Sparkassen und Volksbanken kann mit der ec-Karte gratis Geld bekommen.

Die einzigen, die ein Problem haben, sind die Pfennigfuchser, der achsobilligen Gratisdirektinternet-Banken, bei denen alles "gratis" ist. Karte gratis, Konto gratis, Online gratis, alles gratis. Bis auf die Geldautomaten-Benutzung, denn diese Klitschen haben keine eigenen Geldautomaten. Und wenn sie nicht mit irgendeiner der großen Gruppen eine Kooperation hat, dann zahlt der dumdideldei-Kunde eine Stange Kohle fürs Geld abheben.

Und womit? Mit Recht! Diese Hinterhof-Garagen-Banken benutzen die Infrastruktur der Banken und Sparkassen, die ein teures Filialnetz betreiben und locken mit den billigen Preisen für die Kontoführung per PC. Da ist es nur allzu verständlich, daß diese Banken, die diese Infrastruktur - eigentlich für eigene Kunden - vorhalten, Fremdkunden zur Kasse bitten.

Ich habe in den letzten 10 Jahren nicht einmal Gebühren bezahlt. Weil ich entweder schon von zu Hause Geld am Automaten ziehe oder aber auswärts zum richtigen Automaten gehe. Da ich nicht bei einer Geno Kunde bin, findet sich selbst im hinterletzten Kaff eine Geno-Bank, wo man Geld bekommt.

Viel Wind um nichts bei der Sache.

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hook123 25.08.2010, 13:26
6. Gewußt wie!

Zitat von sysop
Die Bankenbranche verkündet eine Einigung für die Gebühren an Geldautomaten - doch führt sie wirklich zu sinkenden Preisen? Eine Obergrenze für die Kosten lehnen die Institute weiter ab. Das Kartellamt reagiert skeptisch, Verbraucherschützer fordern radikalere Schritte: maximal zwei Euro pro Abhebung.
Die Banken wissen eben wie es geht. Dank Bankenkanzlerin die auch die Geburtstagssausen der Bankvorstände ausrichten darf, können die Banken die Sache ganz gelassen angehen. Sie können sich sicher sein, dass es am Ende keine Beschränkungen geben wird und maximales Abkassieren gewährleistet ist. Und wenn sich da tatsächlich so ein Fuzzi vom Kartellamt erdreisten sollte einzuschreiten, dann wird er schon von der Kanzlerin zurückgepfiffen werden.

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kdshp 25.08.2010, 13:28
7. aw

Zitat von BadnerPower
Heute kann man schon mit einer kostenlosen Kreditkarte kostenlos an allen Geldautomaten im Inland sich Geld auszahlen lassen. Was muss denn noch alles reguliert werden damit die Schafe munter blöken in D ? Augenwischerei, Aktionismus. Haben wir keine dringlicheren Probleme? MfG
Hallo,

aus dem artikel "Die Branche reagiert damit auf die massive Kritik an den Gebühren: Bankkunden müssen mitunter bis zu zehn Euro zahlen, wenn sie bei einem fremden Institut abheben.". Ist ja ansich auch OK aber warum weigert man sich (die banken) das vor ausgabe anzuzeigen was überhaupt kein problem wäre? DAS ist einfach abzocke sonst könnten sie es tuen PUNKT

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shechinah 25.08.2010, 13:29
8. Wahnsinn

20 Mark für die Abhebung - an sich müßte das schon nach Absatz 2 des § 138 BGB strafbar sein.
Aber den Richter will ich sehen der das Urteil spricht.
Hier gilt immer noch, Man hängt keine Reichen an deutsche Eichen.

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Schalke 25.08.2010, 13:30
9. ...

Zitat von Jogiberlin
Vor einigen Wochen musste ich mich als Kunde einer AG-Bank aus Zeitmangel an einem Sparkassen-Geldautomaten bedienen. Der Automat zeigte nicht an, wieviel Gebühr berechnet wurde. Es waren dann 6 EUR, viel zu viel für einen Vorgang, der vollkommen elektronisch verläuft! Es wird höchste Zeit, dass etwas gegen diese Geldschneiderei unternommen wird.
Klar, über die Höhe kann man diskutieren. Aber der Automat kostet nix, das Personal, das ihn füllt, kostet auch nix, die Datenleitungen kosten auch nix, ebenso wie die Rechenzentren, die dafür sorgen, daß jeder überall Geld kriegt usw.

Daß der Service für eigene Kunden gratis ist, finde ich schon sehr gut. Und so sollte es bleiben. Kunden anderer Institute müssen sich doch selbst fragen, warum sie nicht an den richtigen Automaten gehen. Oder warum sie da nicht hingehen können, weil gar keiner da ist.

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