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Streit um Bonus-Zahlung: Ex-Manager fordert 1,4 Millionen Euro von VW
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In Braunschweig ist eine Güteverhandlung zwischen VW und dem früheren Entwicklungsvorstand Heinz-Jakob Neußer angesetzt. Der ist seit dem Abgas-Skandal beurlaubt - will aber dennoch einen Bonus einfordern.

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Bin_der_Neue 23.03.2017, 07:48
20. Nicht nachgewiesen? Unschuldsvermutung?

Zitat von pwkl
... solange ihm nichts nachgewiesen wurde kann er sehr wohl den nominellen Bonus (100%) fordern, der in seinem Arbeitsvertrag festgelegt ist. Schließlich hat ihn die Firma beurlaubt und nicht er bleibt von der Arbeit weg. Ob die Vertragskonditionen obszön sind oder nicht ist eine andere Frage. Aber auch für solche Leute gilt die Unschuldsvermutung. Hoffentlich stellt Volkswagen aber wenigstens eine eventuelle Zahlung (auch das Gehalt) unter Vorbehalt und kann dann später zurückfordern, wenn ein Fehlverhalten oder gar eine kriminelle Handlung (eben eine gravierende Verletzung der Pflichten des Arbeitsvertrags) nachgewiesen werden kann.
Hallo? Als E-N-T-W-I-C-K-L-U-N-G-S-V-O-R-S-T-A-N-D trägt man zuallererst einmal VEANTWORTUNG dafür, was da entwickelt wird. Und dass die Software, die keinem anderen Zweck diente, als die Emissionswerte im Prüfverfahren gesetzeswidrig zu beeinflusssen, im Auftrag von VW entwickelt wurde und auch in etlichen Fahrzeugen zum Einsatz kam, ist mittlerweile hinlänglich bewiesen. Wo also gibt es hier Grund zur Unschuldsvermutung? Mitgefangen, mitgehangen - Vorstände tragen nun mal eine gewisse Verantwortung, nur leider wird dies oftmals gerne übersehen oder unter den Teppich gekehrt.

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bs2509 23.03.2017, 08:10
21. Lügen und Betrügen

im "Geiste von Piech, Winterkorn und Wiedeking" hat auch einen Bonus verdient.
Schließlich hat sich Herr Neußer mit seinem "Arbeitseinsatz und Wissen" für Volkswagen "verdient" gemacht.

Und was die anderen Protagonisten in dieser Affäre für sich in Anspruch nehmen, sollte man auch dem "armen"
Herr Neußer zu billigen. Er hat " definitiv" von nichts gewusst oder auch nur einen gekannt, der etwas hätte wissen können.

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p2063 23.03.2017, 08:11
22.

erste Regel, wenn man das Bauernopfer sein soll: Lass dich dafür wenigstens gut genug bezahlen.

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mettwurstlolli 23.03.2017, 08:12
23. Albern

Ich hab noch nie einen Mitarbeiter erlebt, der freiwillig auf vertraglich vereinbarte Gehaltszahlungrn verzichtet hätte. Warum sollte ein Vorstand das tun, erst recht wenn es um Millionen geht? Viel Erfolg vor Gericht! Auch ein Aufsichtsrat muss sich an Verträge halten. Selbst wenn der voller Sozies sitzt.

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inmyopinion61 23.03.2017, 08:16
24. Ich gönne dem Herrn das Geld...

und bewundere die Bescheidenheit, Demut und soziale Verantwortung. Ehrlichkeit, Leistung und Fleiß muss honoriert werden.

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Entsetzen 23.03.2017, 08:16
25. Die Höhe der Forderung ist es nicht wert, sich aufzuregen.

VW ist ein riesiger Selbstbedienungsladen. Die einen bedienen sich mehr, die anderen weniger. Bezahlt wird das vom deutschen Käufer, der zudem auch die Niedrigpreise der VW-Modelle in anderen Ländern bezahlt.

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redwed11 23.03.2017, 08:19
26. Boni sind für Manager gottgegeben

Zitat von justusn
hat er Anspruch auf den Bonus.
Dieser Mensch hat doch seine Ziele erreicht. Die Entwicklung und den Einbau der Betrugssoftware, die in seinen Verantwortungsbereich fiel, hat er doch über Jahre überaus erfolgreich gemanagt. Wie kann man nur solch einen Mann seine Boni verweigern. Das der Betrug an die Öffentlichkeit kam, ist doch nicht die Schuld dieses Managers. Schließlich stehen jedem Manager seine Boni zu, ob er versagt oder nicht. Das ist schon von Natur aus so gegeben, also ein Naturgesetz. Man sollte dafür sorgen, dass diese Leute um ihre von Gott vorgegebenen Bonizahlungen nicht durch primitive weltliche Gerichte betrogen werden. Gegen Naturgesetze sollte kein Gericht angehen dürfen.

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geradsteller 23.03.2017, 08:27
27. Als guter Tipp

Sollte er einen NordAmerika Urlaub meiden, auch Forderungen an den Ex-Arbeitgeber. Wenn man Mist mitgemacht hat, und es sich beim Arbeitgeber und einem ganzen Staat verscherzt, in Deckung gehen. Einfach mal Lernen bei Herrn Snowden.

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fleischwurstfachvorleger 23.03.2017, 08:29
28. Genau

Zitat von mettwurstlolli
Ich hab noch nie einen Mitarbeiter erlebt, der freiwillig auf vertraglich vereinbarte Gehaltszahlungrn verzichtet hätte. Warum sollte ein Vorstand das tun, erst recht wenn es um Millionen geht? Viel Erfolg vor Gericht! Auch ein Aufsichtsrat muss sich an Verträge halten. Selbst wenn der voller Sozies sitzt.
Kriminelle haben einen der ihren zum Abschuss freigegeben und der kuscht jetzt nicht.

Gott sei Dank ist der Verkehrsminister kein "Soze", wie Sie zu schreiben belieben, sondern ein echter Freund der Industrie und sieht die lässliche Sünde eben als das was sie ist: eine kleine Schummelei.

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H. Krämer 23.03.2017, 08:32
29. Nie genug da für die Gier

Zitat von spontanistin
.... öffentlich seine Gier zur Schau stellen. Das System der organisierten Verantwortungslosigkeit in den Chefetagen ...
Für den Bedarf für ein gutes menschliches Leben ist genug da.
Aber niemals genug für die Gier von Menschen.
Dieser Typ, der Herr Neußer, zählt zu dieser Gruppe, die vor lauter Gier nie den Hals voll kriegt.
Die Chefetagen, ob in Wirtschaft oder Politik, baut zwar an Bild in der Öffentlichkeit auf, von engagierten Menschen die sich schwerste Verantwortung aufbürden.
Aber wie heißt es: Den größten Fehler den man machen kann, ist, der Öffentlichkeit die Wahrheit zu sagen. In Wahrheit hat typischerweise niemand eine persönliche Verantwortung.

Das muss aber nicht so bleiben. Mit Sicherheit wird sich für die Zukunft ein Instrument finden lassen, um Politiker und sonstige so genannte Spitzenkräfte für ihr Handeln persönlich haftbar zu machen.

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