Forum: Wirtschaft
Streit um Erbschaftsteuer: Jachten produzieren nix
Bloomberg via Getty Images

Vorm Start des Vermittlungsausschusses zur Erbschaftsteuer stehen die Zeichen auf Konfrontation. NRW dringt nach SPIEGEL-Informationen auf viele Änderungen. Eine davon: Luxusgüter von Unternehmern dürfen nicht befreit werden.

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Knackeule 08.09.2016, 14:37
1. Was gar nicht geht

Zwar forderte sogar das Bundesverfassungsgericht (BVG) die Legislative auf, endlich das Erbschaftssteuer-Recht so anzupassen, dass reiche Erben nicht weiter über Gebühr bevorzugt werden. Aber das ist für Hardliner wie Herrn Söder und seine CSU noch lange kein Grund, dem auch wirklich nachzukommen. Es reicht doch, wenn man einen reinen Augenwisch-Gesetzentwurf herauswürgt, der lautstark als konform mit den Vorgaben des BVG beschönigt wird, aber der in Wirklichkeit gar nichts ändert und die reichen Erben weiterhin bevorzugt. Alles andere wird mit dem bewährten Totschlag-Argument "das kostet Arbeitsplätze" abgewürgt. Denn wichtig für die CSU ist, dass weiterhin reichlich Parteispenden aus dieser Klientel geleistet werden. Man beißt doch schließlich nicht die Hand, die einen füttert.

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go-west 08.09.2016, 14:38
2. Sie produzieren zwar nichts,

Dürften aber ihren Besitz und viel Freude bereiten. Ich gönne Ihnen diese, auch wenn ich mir niemals so etwas werde leisten können. Diese immer dämlichere Sozialneid-Debatte in Deutschland ist einfach nur armselig.

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RainerCologne 08.09.2016, 14:40
3.

Gleich kommen sie wieder, die:"Das Geld wurde doch schon versteuert" Argumentierer...
Mein Nettolohn wurde auch schon versteuert und trotzdem zahle ich bei jedem Einkauf wieder und wieder weitere Steuern.

Solange die 99.9% nicht begreifen, dass wir mindestens den 0,1% mal in die Tasche greifen müssen (Stichwort "Eigentum verpflichtet), wird die Umverteilung munter weitergehen.

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David M 08.09.2016, 14:40
4. Nur kein Neid

auf den größten Yachten der Scheichs arbeiten bis zu 160 Leute als Crew, und das sicherlich nicht zu den schlechtesten Konditionen da man sich ja auch mit gepflegtem Personal umgeben will. Die Neiddebatte greift also wieder einmal zu kurz, eine Yacht ist ein Wirtschaftsfaktor der nicht zu unterschätzen ist, dazu kommen Hafengebühren, Catering, Wartung, und die Spitzenyachten werden alle auf deutschen Werften gebaut, die froh über jeden Auftrag sind weil sie nur im Luxussegment mithalten können.

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mickt 08.09.2016, 14:41
5. Schön zu sehen, dass

hier Grüne und SPD/Linke noch funktionieren, bei anderen Themen zur sozialen Gerechtigkeit hinken sie leider hinter her.

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lizenz 08.09.2016, 14:42
6. Jachten produzieren ...

... CO2 in rauen Mengen.

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watch15 08.09.2016, 14:42
7. wen wundert's?

Die "Reform" wird dann so hingedreht, dass die Reichen noch reicher werden und ihre Schäfchen schön im trockenen behalten können. Konzerne an minderjährige Kinder "vererben" ... und das zu 0% Steuer ... ein Traum! Soziale Gerechtigkeit und eine soziale Verantwortung der Bessergestellten gegenüber den sozial Schwachen gibt es schon lange nicht mehr und die Schere geht weiter auseinander. Das Wahlergebnis in MVP verwundert mich daher nicht ... und es wird so weitergehen, solange unsere (mittlerweile total die Bodenhaftung verlorenen) "Altparteien" ihren unsozialen Kurs beibehalten.

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marialeidenberg 08.09.2016, 14:43
8. Die Lösung?

Null Prozent Einkommensteuer, 100 Prozent Erbschaftsteuer. Wer dann noch durch eigene Leistung eine Superyacht erwirtschaften kann, den sollten wir zum Finanzminister machen, denn der versteht was von Geld.

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echoanswer 08.09.2016, 14:45
9. Ein Gesetz was mehr Lücken als Inhalt hat ...

interessiert keinen Bürger, der artig und dumm seine Steuern zahlt. Da in D noch nie etwas zum Nachteil von Unternehmern und deren Vermehrung des Reichtums auf Kosten anderer unternommen wurde, sollte sich SPON auf die wichtigen Dinge des Lebens konzentrieren.

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