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Streit um EU-Reformen: Vermögensverwalter Blackrock dringt auf europäische Bankenunio
Getty Images/ Bloomberg

Die mächtigste Fondsgesellschaft der Welt, Blackrock, stellt sich hinter Frankreichs Präsident Macron. Vizechef Hildebrand fordert einen gemeinsamen Bankenmarkt - auch gegen Bedenken der Unionsparteien.

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dr._seltsam 19.04.2018, 12:32
10. Aus meiner...

...Sicht, vermischt der Mann Dinge, die per se nicht zusammen gehören. Er fordert einerseits 'nachhaltige Geschäftsmodelle' und nutzt den vermeintlichen Mangel an solchen in einem nationalen Binnenmarkt als Begründung für eine möglichst schnelle Bankenunion in Europa, denn die Größe eines Marktes bestimmt über die Menge nachhaltiger Geschäftsmodelle?? Seltsam! So wie ich es bisher erfahre, haben nationale Banken sich "Geschäftsmodelle" einfallen lassen, mit denen sie international baden gingen. Bezahlt hat diesen Mist Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher über die jeweiligen Steuern und Abgaben - die dann durch Sicherungsschirme und -fonds an bedrohte Banken ausgeschüttet werden. Nur, um das klar zu sagen, ich bin kein Feind von einheitlichen Maßstäben. Ich bin jedoch sehr wohl ein Gegner dieser unsäglichen Allüre, Gewinne zu personalisieren und Verluste zu sozialisieren! Wundert es eigentlich nur mich, dass unternehmerisches Risiko von jedem dieser Teilzeitnetzwerker gern von der Firma ins Netzwerk (Gesellschaft) verschoben wird? Und all dies in einem Wirtschaftssystem, welches auf maximale Ausbeutung eines jeden getrimmt ist? Sorry, Leute das geht definitiv auch anders! Wir haben die Sklaverei ja nicht abgeschafft um sie durch die Hintertür wieder einzuführen!

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SenYek 19.04.2018, 12:33
11. Diese Stellungnahme ist geradezu eine "Sensation" (hüstel)

Zusammenfassung: Eine hochbezahlte Führungskraft eines großen Finanzplayers findet es gut, wenn Risiken im Bankensektor durch die Politik abgesichert werden. Wer hätte das gedacht!

Natürlich haben Fondsverwalter ein Interesse, gut verzinste Anleihen von maroden italienischen und spanischen Banken zu kaufen, wenn diese durch Einlagen aus deutschen Sparkassen abgesichert werden.
Die Position von Blackrock ist gut verständlich. Weniger verständlich ist, warum das in den Augen von SPON eine "Nachricht" oder sogar einen kurzen Artikel wert ist.

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catcargerry 19.04.2018, 12:33
12. Nicht ganz falsch

"Wir sollten uns lieber darum kümmern, die Risiken zu reduzieren und so zu verhindern, dass es überhaupt zu einer Krise kommt." Der Schlüssel liege darin, "die Regeln für europäische Banken anzupassen und so grenzüberschreitende Zusammenschlüsse zu ermöglichen". Genau, aber die Aufarbeitung der Risiken muss vor Kuschelmaßnahmen erfolgen und grenzüberschreitende Zusammenschlüsse müssen (genau wie nationale) in der Bewertung der Partner den Risiken Rechnung tragen, mit denen sie schwanger gehen. Natürlich wäre es für Blackrock schön, wenn Ausfallrisiken aus ihren Beteiligungen auf die öffentlichen Hände verschoben werden können, möglichst auf solche, die zu geben in der Lage sind und nicht nur zu nehmen. Wieso fallen mir da Heines Nachtgedanken ein? Schön jedenfalls, dass sich Blackrock altruistisch um das Wohlergehen von 300 Mio. oder so Europäern sorgt.

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Hank-the-Voice 19.04.2018, 12:36
13. jetzt sollten die Europäer alarmiert sein!

Es ist für Finanzmarkt Jongleure sehr interessant, wenn Sie billige griechische Schuldpapiere kaufen können, die dann vom deutschen Steuerzahler abgesichert sind.

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hergen.heinemann 19.04.2018, 12:36
14. Versteht sich.

Dann bedienen Deutschland und die anderen Gläubigerländer die faulen Kredite italienischer Banken und Blackrock hat keine Ausfälle

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Knackeule 19.04.2018, 12:37
15. Der Lack ist ab !

Wenn eine berüchtigte Heuschrecken-Company wie Blackrock für die Bankenunion ist, dann ist klar, dass es für die europäischen Bürger und Sparer besser ist, wenn das verhindert wird. Klar ist auch, nach welchem Lied Macron singt. Er ist nichts weiter als eine Marionette der globalen Bankster. Der Lack ist ab ! Ein Wunsch an die Medien: hört endlich auf, der Öffentlichkeit diesen willfährigen Kasper des Kapitals als europäischen Hoffnungsträger zu verkaufen.

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HISXX 19.04.2018, 12:39
16. Ist doch klar

Für die Banken das Paradies: Der deutsche Steuerzahler haftet für das gesamte Bankensystem der EU. Die wollen vor allem an das Geld der vielen soliden, kleinen deutschen Genossenschaftsbanken.
Auf das die Risiken sozialisiert werden, während die Profite....

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flytogether 19.04.2018, 12:43
17. Aber klar doch

bei Insolvenz tritt die Bankenunion ein, das eigene Risiko ist minimiert und die Gewinne maximiert. Für wie blöd halten die uns eigentlich?

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Justitia 19.04.2018, 12:52
18.

Ist das Comedy oder wie sonst soll man Hildebrandt und den Bericht über seine Meinung verstehen? Da setzt sich also ein Vertreter des Unternehmens für eine Bankenrettung durch alle ein, das von allen Investoren mit die grössten Bankenbeteiligungen hat und damit von einer Bankenrettung "durch alle" am meisten profitieren würde! Würde man auf Hildebrandt hören, würde man also den Bock zum Gärtner machen. Die Stimme Hildebrandts ist somit in diesem Fall völlig irrelevant und keiner Nachricht wert.

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MJR 19.04.2018, 12:55
19. Banken sind nicht "alternativlos"...

... wie die Bewegung der "Bitcoin"-Szene beweist.
Noch liegen ein paar Steine im Weg, die Cryptowährungen daran hindern den Banken gefährlich zu werden.
Aber sind diese eines Tages nicht mehr "alternativlos", sind sie eben auch nicht mehr "systemisch"!
Heute verhalten sich Banken noch wie Piraten: Das Risiko wird auf andere abgewälzt und den eigenen Leuten, den Shareholdern, werden die Gewinne zugeschanzt. Gut: Auch normale Bürger profitieren davon... immerhin!
Geht aber etwas schief, so zahlt ausschließlich der Bürger... und das ist es, was Blackrock und Macron fordern: Nicht nur diese Euronormierung des Bankenwesens, sondern die Schuldenunion!
Der Tag, an dem alternative Währungsformen, die ohne Bankenwesen auskommen, konkurrenzfähig sind, scheint nicht mehr all zu fern zu sein! Anders lässt sich die "Dringlichkeit", mit der erweiterte "Zugeständnisse" an die Bankenwelt gefordert werden, nicht erklären. Der "Bitcoinvorfall" hat gezeigt, wie schnell es gehen kann! Nur mit Mühe haben die Banken es geschafft den Bitcoin zum Spekalutionsobjekt zu degradieren und einst noch "zügellos" kaputt zu machen als ernsthafte Währung. Heute wird im Cryptoreich immer mehr reguliert... und die Banken fürchten: "Uns trifft es als nächste!"
Meine Meinung: Besser ein Ende mit Schrecken, was dieses marode und dekadente System angeht, als ein Schrecken ohne Ende!
Heute bedeutet "Finanzsektor" und "Wirtschaft", dass Eigner von Firmen ("Shareholder" der AGs) nur noch darauf schauen, dass ihre Gewinne "überproportional Steigen". Dies geht nur durch Kostensenkung und mehr Produktion, als Steigerung der Produktivität. Dies geht einher mit erhöhtem Verbrauch von Ressourcen... und ich weiß nicht, ob Sie es wussten: Diese Erde besitzt nicht unendliche Ressourcen, um so ein System des "Immer mehr! Immer schneller!" für lange Zeit am Leben zu halten! Nachhaltigkeit bedeutet ein Auswechseln des Systems der heutzutage herrschenden zügellosen Marktwirtschaft. Gut... sind nur meine paar "Millibitcoin", die ich zu dem Thema zu sagen habe.

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