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Streit um EU-Reformen: Vermögensverwalter Blackrock dringt auf europäische Bankenunio
Getty Images/ Bloomberg

Die mächtigste Fondsgesellschaft der Welt, Blackrock, stellt sich hinter Frankreichs Präsident Macron. Vizechef Hildebrand fordert einen gemeinsamen Bankenmarkt - auch gegen Bedenken der Unionsparteien.

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j.cotton 19.04.2018, 12:56
20. In was für eine Zukunft?

Zitat von go-west
wären gut beraten, die kleingeistigen Geizreflexe beiseite zu lassen und in die Zukunft zu investieren. Deutschland ist auch heute schon nicht nur Zahlungsmeister, sondern auch größter Nutznießer des europäischen Binnenmarktes. Macrons Vorstöße nicht aufzugreifen wäre ein großer Fehler. BTW, so einen Mann bräuchte Deutschland auch. Dringend.
Höchstens doch in eine tiefbraune.
Denn wenn Merkel diesen Geldvernichtungsvorschlägen zustimmt, dann werden ZUKÜNFTIG die AfD +8% und die FDP +5% bekommen. Zirka.
WEM das dann abgeht, das kann man sich an allen vier Fingern ausrechnen.

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mimas101 19.04.2018, 12:59
21.

Diese Vermögenwirte leben von Provisionen für die Dienstleistung "Geldvermehrung" des jeweiligen Kunden.
Da sich aber Geld nicht beliebig vermehrt ist's ein Schneeballsystem oder bestenfalls das Lügen von der rechten in die linke Tasche.
Funktioniert dieses System nicht oder stottert es kann der Laden zu machen und der Wirt am Hungertuch nagen.

Und so sieht es aus: Riesen-ähem "Investments" in Pleitestaaten weil man billig Papiere pp kaufen konnte und jetzt die Rückzahlung durch diese Staaten offensichtlich stottert.
Also muß eine Schulden- und Bankenunion her damit die Wirte weiterhin Vermögensträume verkaufen können. Und das bedeutet das die Nettoeinzahler unbegrenzt für die Pleitestaaten geradestehen sollen.
Übrigens - da muß dann sowieso eine Volksabstimmung her (Entscheid des BVerfG), Berlin kann da nix mauscheln. Und ob der Deutsche Michel seine Geldbörse für Pleitestaaten öffnen wird ist mehr als nur fraglich.

Und dann wäre noch was: Es geht auch ohne das Draghi-Klopapier. Letzt kam eine Doku zum Marshallplan (ZDF oder ARD). Eine der Feststellungen war: Nach dem zweiten Weltkrieg wartete ganz Europa auf den Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft weil die Deutschen schon immer der Industrieausstatter Europas gewesen waren. Und das funktionierte auch bestens mit getrennten Währungen wie bekannt.
Das Draghi-Geld braucht also keiner wirklich zumal wie bekannt dessen Inflationsgelder (was eigentlich verboten ist) nicht zu einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum in ganz EWG-Land geführt haben. Die Strohfeuerchen werden also demnächst ausgehen und auch Wirtschaftswunderland Deutschland wird wieder viel mehr Arbeitslose zu zählen haben.

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matimax 19.04.2018, 13:00
22. Bankenunion nur, wenn die Rappespalter auch auf ihren Stutz verzichten

Zitat:
["...Hildebrand kennt die Bedenken aus Berlin und München.
Als ehemaliger Präsident der Schweizer Nationalbank steht er den Deutschen ohnehin nahe.
In der aktuellen Diskussion setzt er aber darauf, dass sich die Sorgen von alleine verringern, wenn die Bankenunion richtig angegangen wird."]

Noch schöner wäre es allerdings, wenn der ehemaliger Präsident der Schweizer Nationalbank sich für den Beitritt seines Landes in den Euroverbund und dann selbstredend die Schweiz als Teil der Bankenunion einsetzte - um das Haftungsrisiko auf mehrere starke Schultern zu verteilen.
Ja, Herr Hildebrand, wie wäre es mit Fränkli ade?
Ich weiß, angeblich versteht kein Schweizer was mit Fränkli gemeint ist und es gebe keine größere Beleidigung als die deutsche Verniedlichung der starken helvetischen Währung - denn beim Geld hört der Spaß auf.

Was, Sie haben bedenken, sorgen sich um Stabilität des schweizer Geldes und das Vermögen der Eidgenossen, wenn der Franken in den Euro aufgehen sollte?
Versteh' ich nicht... .

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marco.motta 19.04.2018, 13:02
23. Herr Hildebrandt war Chef der Schweiz. Nationalbank....

... und jetzt muss man nur noch googeln: was leistete er dort, warum musste er dort gehen - also wie war sein Abgang.... und schon weiß man Alles.

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omop 19.04.2018, 13:03
24. Man könnte lachen..

wenn es nicht tatsächlich so kommen würde. Da fordert die grösste Investmentgesellschaft der Welt (die quasi an allen namhaften Unternehmen beteiligt ist) eine Bankunion, damit ihre Investments in den "Krisenländern" auch ja nicht unter die Räder kommen. Die Politik sollte solche "uneigennützigen" Ratschläge in den Wind schlagen..

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lathea 19.04.2018, 13:05
25. Es sei jetzt mal dahin gestellt, ob das nun .....

....... ein Vorteil oder ein Nachteil für Deutschland wäre. Denn wir stehen in Deutschland eigentlich vor der grundsätzlichen Entscheidung, mit wem und in welchem Umfang wir unseren Wohlstand und unsere Sozialsysteme in Zukunft teilen wollen oder müssen: mit anderen EU-Ländern oder mit Flüchtlingen und Asylanten von ausserhalb der EU oder mit den Millionären und Milliardären dieser Welt. Damit geht auch die Frage einher, welchen Einfluss wir auf dieses Teilen des Eohlstanded in Zukunft haben wollen. Deutschland profitiert am meisten vom Binnenmarkt und diesem verdanken wir einen grossen Teil unseres Wohlstandes. Den zweiten Teil verdanken wir dem unteren Lohnsektor und prekären Arbeitsverhältnissen. Imho sollte der Fokus zunächst auf die abgehängten Teile der Bevölkerung in der gesamten EU gelegt werden. Denn diese Teile der Bevölkerung sind für den sozialen Frieden und das Zusammenwachsen der EU wichtiger als Banken oder der Geldadel.

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qoderrat 19.04.2018, 13:12
26.

Zitat von Bondurant
denn dass ein Hauptvertreter der Profitinteressen des Finanzkapitals eine europäische Haftungsunion für wünschenswert befindet, bestätigt eigentlich die schlimmsten Befürchtungen. Allein diese statements sollten Grund genug sein, von so etwas erst einmal abzusehen. Soll "Blackrock" doch seine Risken alleine tragen, wie es sich für "Anleger" eigentlich gehört.
Das war genau mein erster Gedanke beim Lesen des Artikels. Der Hr. Hildebrand will an dieser Stelle neue Geschäftsoptionen aufbauen. Investition in eine marode Bank, den profitablen Teil abspalten und versilbern, den Rest hochgehen lassen und vom Rest der EU auszahlen lassen. Ganz ohne Risiko für sein Investment. Es gibt nur ein klitzekleines Problem an der Idee. Irgendjemand muss das am Ende bezahlen, und evtl. wird dieser Jemand dann lieber auch die guten Teile der EU abschaffen um diese Form der Haftung loszuwerden. Das ist ein brandgefährliches Spiel mit viel zu hohem Risiko.

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nico.v 19.04.2018, 13:16
27. Eckhardt Rehberg bringts auf dem Punkt

Das Ganze blabla über ein starkes und vereinigtes Europa wird von einem einzigen Punkt aufgehalten. Der schwäbisch/bayerische "Sparer" der davon obsessioniert ist dass der faule Südeuropäer/ Osteuropäer/Nichtdeutsche/Ossi/Hausnachbar einen Vorteil hätte den er nicht haben kann. Und dann wird darüber hinweggeflogen, dass im Sinne der europäischen Brüderlichkeit andere europäische Länder beide Augen zugedrückt haben als es darum ging WKII Schulden zu streichen. Dann wird auch nicht mal nachgeguckt ob die Sache mit dem "der deutsche Sparer muss dann Schulden anderer zahlen!" überhaupt stimmt.

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pnegi 19.04.2018, 13:21
28. Es ist zu spät für solche Spielchen

Die globale Bankenwelt inklusive der Nationalbanken steht kurz vor dem totalen Kollaps. Die Schuldenberge könnem nicht mehr gemanaged werden. Eine Bankenunion zum jetzigen Zeitpunkt würde den totalen Zusammenbruch nur um ein paar Jahre hinauszögern. Wieso wartet man also nicht ab, bis dieses System von allein zusammenbricht und denkt dann, wenn alles bei Null ist, über diese Union nach? Nur dann macht sie wirklich Sinn. Darüber hinaus: Ein Schweizer sollte niemals vergessen, was echte Demokratie ist! Die Macht geht vom Volke aus. Und ich sehe kein einziges Europäisches Volk, welches in einer Volksabstimmung solch eine Bankenunion befürworten würde.

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wekru 19.04.2018, 13:23
29. logisch

So ich nicht irre, kauft Blackrock Schrottpapiere für einen Bruchteil ihres Nominalwertes und versucht diese dann zu versilbern. Ist logisch, dass wenn man alles in einen Topf wirft, für Blackrock die Geschäfte optimal laufen, weil dann gutes Geld mit schlechtem Geld vermischt wird. Den Schaden haben die soliden Anleger und Banken, die sich von hochriskanten Anlagen fern halten. Den Schaden hat auch Europa, weil sich dann niemand mehr um seinen eigenen Kram kümmern muss sondern alle beim Risiko in die Vollen gehen können und den Schaden anschließend verteilen, gerade auch auf die "dummen", weniger gierigen Anleger.

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