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Streit um Gesetz: Warum die Klimawende gelingen kann
Oliver Berg/ DPA

Die deutsche Energiewende? Ein Desaster. Nun aber soll es einen Neustart in der Klimapolitik geben. Die Voraussetzungen dafür sind günstig wie nie - nicht wegen, sondern trotz der Politik.

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weltverbesserer75 15.09.2019, 17:12
1.

Ich glaube nicht mehr daran, dass die Bundesregierung in Sachen Klimaschutz noch die Kurve bekommt. Beide Regierungsparteien haben Angst davor, durch die nötigen Veränderungen (CO2-Steuer und Verbot von Verbrennungsmotoren) weitere WählerInnen zu verlieren, weshalb nichts nennenswertes mehr passieren wird. Ich glaube mehr und mehr, dass es (zumindest bis eine neue Regierung im Amt ist) an den Bürgerinnen und Bürgern selbst liegt, mehr für den Umweltschutz zu tun. Ich habe vor Monaten meinen Benziner verkauft und mir ein Elektroauto eines bekannten amerikanischen E-Pioniers zugelegt. Das ist gelebter Umweltschutz und mehr, als ich CDU und SPD aktuell zutraue.

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Markus Landgraf 15.09.2019, 17:13
2. Ohne Atom wird das nix

Wenn der Kampf gegen den Klimawandel wirklich so wichtig ist, empfehle ich dringend:
1.) Den Atomausstieg zu annullieren
2.) Den Neubau von modernen Atomreaktoren zu beschliessen und finanziell zu unterstützen

Wind und Sonne könne auch im Mix sein, aber nicht auf Kosten des Klimas.

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alterknacker54 15.09.2019, 17:16
3. Das kann ja wohl nicht wahr sein!

"In der konsequenten Energiewende steckt deshalb ein Verteilungskonflikt zwischen den Generationen: Den Nutzen des Umsteuerns haben unsere Kinder und Kindeskinder, die Lasten fallen in der Gegenwart an. "
Herr Müller, das ist ja wohl Satire pur! Den "Verteilungskonflikt", wie Sie das bezeichnen, gibt es ja wohl schon länger und das mit umgekehrten Vorzeichen: Den Schaden nämlich, den das Verhalten der seitherigen Generationen (bzw. der des industrialisierten Zeitalters, also der letzten 200 Jahre...) verursacht hat, dürften doch wohl unsere Kinder und Kindeskinder ausbaden, wenn sie dazu noch eine Chance bekommen. Das "Umsteuen", wie Sie es hochstaplerisch bezeichnen, findet auch auf absehbare Zeit nicht statt. Im Gegenteil: es kommen immer mehr Trumps, Bolsonaros, BoJos und wie sie alle heißen um die Ecken und vergrößern den Schaden in immer kürzeren Abständen ins Unermessliche! Auch den Rest Ihres Artikels, Herr Müller, kann ich nur unter der Rubrik "Satire" wohlwollend abheften. Mehr ist damit wirklich nicht anzufangen .
Ihr Optimismus ist leicht durchschaubar: Ein Nebelkerzenwerfer mehr!

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Anna-Lena19 15.09.2019, 17:17
4.

Was man aktuell über den Klimaschutzplan der Bundesregierung hört, klingt leider überhaupt nicht ambitioniert.
Die aktuell beste Lösung für das Problem wäre die von „Fridays for Future“ vorgeschlagene CO2-Steuer. Die soll die Bürgerinnen und Bürger nicht, wie häufig angenommen, grundsätzlich finanziell belasten, sondern sie soll klimafreundliches Verhalten finanziell belohnen. Wer also mit dem Fahrrad, dem ÖPNV oder dem Elektroauto zur Arbeit (oder auch in der Freizeit) fährt, wenig Fleisch isst, hauptsächlich regionale Produkte kauft und Urlaub in der Nähe macht (ohne zu fliegen!), käme am Ende sogar mit einem Gewinn heraus. Nur wer dagegen häufig mit dem Auto fährt, in den Urlaub fliegt oder häufig Fleisch isst (und damit riesige Mengen CO2 freisetzt), müsste wesentlich mehr bezahlen als bislang (und einige könnten es sich wohl schlichtweg auch nicht mehr leisten). Die Steuer würde also das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger in Richtung CO2-Neutralität lenken, nicht grundsätzlich finanziell belasten.

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soulbrother 15.09.2019, 17:19
5.

"Deutschland trägt gerade mal zwei Prozent zum globalen Ausstoß an Klimagasen bei"

Das hört man immer wieder als Pseudoargument dass wir nichts tun könnten; was zählt ist aber der pro-Kopf-Ausstoß, und da liegt Deutschland sehr weit vorne; es besteht also dringender Handlungsbedarf statt immer mit dem Finger auf die anderen zu zeigen.

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Pragmatiker 307 15.09.2019, 17:20
6. Wieso?

""Die Wahrheit ist, dass wir eigentlich gar nichts tun." Glücklicherweise stimmt das so nicht."
Gewagte Behauptung; ich denke, Greta hat recht! In D machen SUVs und übermotorisierte Klimakiller alle Anstrengungen wieder zunichte. In Brasilien brennen die Urwälder, Trump ist die Erdüberhitzung völlig egal, usw. usw.
Könnte es nicht eher sein, dass sich die Bilanz noch verschlechtert hat?

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vormensch1 15.09.2019, 17:22
7. Na endlich

Deutschland rettet die Welt!
Alle fahren Fahrrad und es wird nichts mehr gearbeitet. Geld f#ällt vom Himmel, Wasser sparen wir auch, nehmen noch zig Millionen Migranten auf und liegen händchenhaltend im Gras.
Ab und zu halten Maas und Habeck eine Rede, nur vom Schnarchen der Kanzlerin unterbrochen.
Schöne neue Welt.

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richey_edwards 15.09.2019, 17:23
8. Widerspruch zum IPCC

demnach werden Extremwetter global nicht häufiger, stärker oder sonst irgendwas. Der Autor schein sich seine Meinung anhand der Häufigkeit verbreiteter Falschmeldungen zu bilden. Der Autor täte auch gut daran Äusserungen des IPCC zur Atomkraft zur Kenntnis zu nehmen. Und warum sollte eine Klimawende klappen, sie wird schliesslich von den Gleichen veranstalte die auch Energiewenden vermasseln. Nichts was die machen wird besser, nur teurer.

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Pragmatiker 307 15.09.2019, 17:24
9.

Zitat von weltverbesserer75
Ich glaube nicht mehr daran, dass die Bundesregierung in Sachen Klimaschutz noch die Kurve bekommt. Beide Regierungsparteien haben Angst davor, durch die nötigen Veränderungen (CO2-Steuer und Verbot von Verbrennungsmotoren) weitere WählerInnen zu verlieren, weshalb nichts nennenswertes mehr passieren wird. Ich glaube mehr und mehr, dass es (zumindest bis eine neue Regierung im Amt ist) an den Bürgerinnen und Bürgern selbst liegt, mehr für den Umweltschutz zu tun. Ich habe vor Monaten meinen Benziner verkauft und mir ein Elektroauto eines bekannten amerikanischen E-Pioniers zugelegt. Das ist gelebter Umweltschutz und mehr, als ich CDU und SPD aktuell zutraue.
Kann sein, dass Sie recht behalten.
Wir haben die verrückte Situation: Kommen keine Extremwetter, verliert die Menschheit sofort das Interesse am Klimaschutz. Kommen sie regelmäßig, wie letztes und dieses Jahr, dann wird das Zeitfenster, noch etwas tun zu können, extrem klein.

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