Forum: Wirtschaft
Streit um Großprojekte: Riskanter Tunnelblick

Die Schweizer bejubeln den längsten Bahntunnel der Welt, überall wird an der Zukunft gebaut.*Aber die Deutschen gehen gegen Großprojekte auf die Barrikaden. Hängt sich die Bundesrepublik von der*globalen Entwicklung*ab? Die Gefahr besteht - doch es gibt einen einfachen Weg, das Problem zu lösen.

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maipiu 15.10.2010, 11:53
1. Mehr Demokratie wagen

Mehr direkte Demokratie hätte ich auch gern. Dann müssten die Politiker ihren Wählern die geplanten Projekte nämlich genau erklären. Das Problem ist ja, dass sie das anscheinend nicht für notwendig halten. Vielleicht halten sie die Wähler für zu blöd. Keine Ahnung. Die Menschen fühlen sich von "denen da oben" hintergangen. Angesichts der Globalisierung, die man genau so wenig bekämpfen wie verhindern kann, brauchen wir mehr Informationen. Deshalb ist es gut, dass auch die Bildungspolitik in diesem Artikel angesprochen wird, denn um die koplexe Welt annähernd durchschauen zu können, muss man mindestens Grundkenntnisse in Naturwissenschaften haben.
In Stuttgart versucht man ja jetzt mit im Internet nachvollziehbaren Verhandlungen zwischen Gegnern und Befürwortern die Sache transparent zu machen. Bin mal gespannt, was dabei rauskommt.

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ky3 15.10.2010, 11:57
2. Grossprojekte allein ist kein Indiz für Zukunft

Ich bin schockiert.
Sie glauben, allein ein Grossprojekte zu sein wäre ein Indiz für Zukunft.
In Stuttgart wird doch nicht demonstriert weil es ein Grossprojekt ist, sondern weil Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis stehen.

Der ökologisch/ökonomisch wichtige Umbau der Bahnnetze ist sinnvoll, doch in stuttgart geht es nur darum das ein Prestige-Zug ein wenig schneller fährt, die Strecke ist für den Güterverkehr nicht geeignet.
Grossprojekte ja, aber nur wenn sie zum Nutzen aller sind.

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Fiet Vujagig 15.10.2010, 11:57
3. Planung ...

"Alle Arbeitnehmer wollen schnell zur Arbeit pendeln - ohne Stau und verspätete S-Bahnen. "

Genau. Bevor mit S21 angefangen wurde, bin ich jeden Tag pünktlich im Büro angekommen. Vor einem viertel Jahr fing man dann an, an den Signalen zu schrauben, eine vergessene Sondergenehmigung erlosch (das bestgeplante Projekt, haha) und das Stuttgarter S-Bahn-Netz ist seit diesem Zeitpunkt chronisch verspätet. Kostet mich jede Woche eine Stunde. Wie soll das erst werden, wenn die wirklich anfangen?

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wolfi55 15.10.2010, 11:57
4. Bürger mitnehmen und nicht an dem Bürger vorbei

So wie es hierzulande läuft, so kann es nicht sein. Die Schweizer haben sich dafür entschieden, es lagen alle Fakten auf dem Tisch und jetzt wird der Bau zwar etwas teurer, aber nicht soviel wie es hierzulande üblich ist.

Im Gegensatz dazu wird hier im stillen Kämmerlein etwas ausgekungelt und mit falschen Zahlen durch alle Instanzen gepeitscht. Das Planfeststellungsverfahren ist doch eine Lachplatte in der Einspruchsbehandlung. Eine Alternative und offene Diskussion mit offenem Ausgang ist nämlich nicht vorgesehen, nur Kompensation.

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ecce homo 15.10.2010, 12:00
5. Transparenz und Bürgerbeteiligung

Zitat von sysop
Die Schweizer bejubeln den längsten Bahntunnel der Welt, überall wird an der Zukunft gebaut.*Aber die Deutschen gehen gegen Großprojekte auf die Barrikaden. Hängt sich die Bundesrepublik von der*globalen Entwicklung*ab? Die Gefahr besteht - doch es gibt einen einfachen Weg, das Problem zu lösen.
Die Deutschen haben kein Probleme mit Großprojekten, sondern mit den Lügen, der Korruption und den Manipulationen die mit diesen Projekten in unserem Land einhergehen.
Im übrigen ist etwas nicht allein deswegen gut, weil es eine Veränderung darstellt.
Wenn man meint, man würde die Zukunft schon verbessern, wenn man einfach nur irgend etwas verändert, dann ist das naiv.

Die Zauberworte hier lauten: Transparenz und Bürgerbeteiligung.

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Andreas58 15.10.2010, 12:05
6. dies ist

ein Vergleich Äpfel mit Birnen; ich glaube die Schweizer würden schon auf die Barrikade gehen, wenn der Tunnel unter Basel oder Zürich verlaufen sollte.

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dcahh 15.10.2010, 12:05
7. Was will uns der Artikel sagen?

Sieht noch jemand außer mir den Unterschied zwischen Strecke und Bahnhof?
Wo liegt der bundesdeutsche Mehrwert eines neuen *Bahnhofs* in Stuttgart, der Milliarden kostet?
Die Milliarden sollte man in den Ausbau des Güterverkehrs zur Schiene investieren, das wäre sinnvoll! Und es würde gleichzeitig zur Lösung unserer Probleme auf der Autobahn beitragen.

Sinnbefreit ist es, wie in dem Artikel lokale Proteste gegen Streckenabschnitte in den selben Topf wie bundesweite Proteste gegen Stuttgart 21 zu werfen...

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daniel79 15.10.2010, 12:06
8. ...

Dieser Artikel ist lächerlich und untermauert einmal mehr meinen Eindruck, dass die SPON-Redakteuere in letzter Zeit nichts besseres zu tun haben als Krawall zu schlagen.
Bevor Sie Äpfel mit Birnen vergleichen, sollten Sie lieber einmal darüber nachdenken, dass die Schweizer deutlich weniger Zukunftssorgen haben was Renten, Löhne und Gehälter betrifft.
Dass die Eidgenossen da eher bereit sind, Milliarden in ein solches Großprojekt zu stecken, wundert nicht.

Wir haben schließlich nicht die Chance, per Volksentscheid selbst zu bestimmen, sondern müssen immer wieder aufs Neue tatenlos zusehen, wie irgendwelche Größenwahnsinnigen Schmalspurpolitiker unsere Gelder verschwenden.
Und irgendwann reicht es eben einfach.
Aber den Deutschen wegen der Streiks in Stuttgart Visionslosigkeit zu unterstellen ist einfach eine populistische Frechheit.

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iosono3 15.10.2010, 12:07
9. kann es sein

das ein Grossteil der Protestierenden Beamte,Rentner,Schüler und Studenten sind?
Also Leute die von Steuern finanziert werden bzw. nicht in der Industrie arbeiten?
Leute um die 60 J. sind da echt zahlreich vertreten.Sind das Vorzeichen des Methusalem-Komplotts?
Ist nicht um Stuttgart rum der sogenannte ''Speckgürtel''?Wie ist dieser ''Speckgürtel'' entstanden?
Ich weiss es wirklich nicht,es sieht nur so aus.Ich werde bestimmt gleich widerlegt.......

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