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Streit um höhere Honorare: Ärztepräsident droht mit "Folterinstrumenten"
dapd

Die Bundesärztekammer setzt im Streit um höhere Honorare für Mediziner auf eine Eskalationsstrategie. Man werde den Druck Schritt für Schritt erhöhen, sagte Ärztepräsident Montgomery. Patienten müssen sich in den kommenden Wochen auf geschlossene Praxen und lange Wartezeiten einstellen.

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Spiegelleserin57 04.09.2012, 07:39
1. Kein Problem!

Zitat von sysop
Die Bundesärztekammer setzt im Streit um höhere Honorare für Mediziner auf eine Eskalationsstrategie. Man werde den Druck Schritt für Schritt erhöhen, sagte Ärztepräsident Montgomery. Patienten müssen sich in den kommenden Wochen auf geschlossene Praxen und lange Wartezeiten einstellen.
In Ballungsräumen dürfte das kein Problem sein:
1. gibt es Notaufnahmen
2. geht man zu dem Arzt der an solchen Aktionen teilnimmt nicht mehr hin, es gibt genügend andere.
3. kann man seinen Arztbesuch auch planen.
4. als Notfall geht man sowieso in eine Klinik.
Fazit: was solls...
Es gibt immer eine Lösung!
Eine Petition einreichen dass die Krankschreibungen abgeschafft werden und schon hat der Doktor einige Scheine weniger.
Auch der Patient kann reagieren, erpressen lassen wir uns nun auch nicht!

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brako 04.09.2012, 07:42
2. Hypokrates

würde sich im Grab umdrehen, wenn er diese Äußerungen hören würde. Der "Marathonmann" lässt grüßen oder wie? Das die Ärzte überhaupt ein Plus bekommen, ist schon zu viel. Die Kassen sollten mit "Aussperrung" drohen. Mal sehen, wie viele Ärzte allein mit "Privatpatienten" über die Runden kommen.

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Schleswig 04.09.2012, 07:45
3. xxx

Zitat von sysop
Die Bundesärztekammer setzt im Streit um höhere Honorare für Mediziner auf eine Eskalationsstrategie. Man werde den Druck Schritt für Schritt erhöhen, sagte Ärztepräsident Montgomery. Patienten müssen sich in den kommenden Wochen auf geschlossene Praxen und lange Wartezeiten einstellen.
Wie viel Geld spart der Streik den Krankenkassen ein? Es wird weniger behandelt, was auch manchmal gut, folglicherweise brauchen sie auch weniger zu zahlen. Da bin ich aber richtig gespannt über die Abrechnungen.
Ansonsten rate ich den Kassen andere Modelle zu entwickeln. Weg von den KV und Berufsverbänden die meinen einen Automatismus des Wohlstand für sei geerbt zu haben.

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roana 04.09.2012, 07:47
4. Was für eine medizinische Versorgung

Es geht nicht um das was sondern um das wie teuer.

Hippokrates dreht sich im Grab wie ein Propeller

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santaponsa 04.09.2012, 07:48
5. Die Demokratie ist nach Winston Churchill ...

... noch die beste von allen möglichen (schlechten) Regierungsformen.
Wenn man die gierigen Interessenvertreter (der Ärzte) so hört, werden die Grenzen des irgendwie Machbaren brutalst getestet. Wer dabei auf der Strecke bleibt, hier die Patienten, ist den "armen" Doktors ......egal.
Die Grenzen der Demokratie werden in den letzten Jahren stark überdehnt: Weder Politiker, Banker und Lobbyisten=Ständevertreter werden für ihr zum Teil "asoziales" Tun überhaupt nicht mehr zur Rechenschaft gezogen.
Wenn das Demokratie sein soll, dann gute Nacht!

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abominog 04.09.2012, 07:49
6. Geschmäckle

Grundsätzlich bin ich zwar auf der Seite der Ärzte, aber 11% mehr Honorar geht dann doch ein wenig zu weit. Viele in meinem Bekanntenkreis haben überaus negative Erfahrungen mit unterschiedlichen Ärzten gemacht, oft lassen die Kompetenzen arg zu wünschen übrig. Kassenpatienten werden häufig terminlich massiv benachteiligt, immer mehr Ärzte verweigern Behandlungen und stellen sich quer, ordinäre Rezepte auszustellen. Die medizinische Grundversorgung hat sich hierzulande in den vergangenen 10 Jahren deutlich verschlechtert. Schuld daran sind die ständigen Gesundheitsreformen und Veränderungen der Gesetzeslage.

Ärzte haben mittlerweile mehr mit Bürokratie zu kämpfen, als je zuvor und es wird offenbar immer schlimmer. Exorbitante Regressforderungen gegen Ärzte sind keine Seltenheit mehr, sondern vermutlich schon längst Standard. In der Nähe gab es sogar einen (übrigens überaus kompetenten) Arzt, der sich neulich selbst erschossen hat.

Wenn man heutzutage chronisch krank ist oder eine extraordinäre Erkrankung hat, die man eventuell nicht so leicht auf dem ersten Blick diagnostizieren kann, dann hat man schon verloren. Das aktuelle Gesundheitssystem lässt einen dann gnadenlos im Stich, viele Fälle in meinem Bekanntenkreis bestätigen das leider.

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saver 04.09.2012, 07:52
7. Gierige Ärzte

Zitat von sysop
Die Bundesärztekammer setzt im Streit um höhere Honorare für Mediziner auf eine Eskalationsstrategie. Man werde den Druck Schritt für Schritt erhöhen, sagte Ärztepräsident Montgomery. Patienten müssen sich in den kommenden Wochen auf geschlossene Praxen und lange Wartezeiten einstellen.
Die armen Ärzte verdienen immer noch nicht genug, so dass sie jetzt sogar Erpressung und Leistungsverweigerung androhen. Haben die Ärzte mal darüber nachgedacht, dass es von ihnen zu viele gibt, die nicht wirklich heilen können und nur ihren Verdienst von morgen heranzüchten? Wann höre ich mal einen Ex-Patienten sagen, "er hat mich geheilt und ich brauche ihn nicht mehr?"
Hinzu kommt die Unverschämtheit, dass wir Versicherte eine Apparatemedizin finanzieren sollen, die in keinem Verhältnis mehr zu der zeitlich begrenzten (wenig persönlichen) Beratungsdauer steht.
Wenn der Staat dieses Gesundheitssystem unterstützt, dann soll er auch die Kosten für TECHNIK und Massenaufkommen der Ärzte aus seinem Budget bezahlen.
Wenn die Masse der Patienten über die Fähigkeiten der Ärzte abstimmen würde, sind vermutlich 50% der so unheiligen Mediziner
überflüssig und sogar schädlich. Weisen sie uns Patienten doch immer
auf (un-)mögliche Folgen dieser und jener Behandlung hin. Ein Arzt, der mir nur eine Folgekrankheit in Ausssicht stellt, sei es durch Medikamente oder Behandlungsmethode, ist vollkommen fehl am Platz.
Hinzu kommt ein hundsmiserabler Glaube an Krankheiten, die abhängig vom Alter sein sollen. Wer schon einmal Bergvölker erlebt hat, die ohne
die ständige Krankheitssuggestion der ach so wissenschaftlichen Ärzte erlebt hat, der kann am lebenden Objekt nachvollziehen wie wunderbar gesund diese Menschen sind!
Letztlich heilt der Glaube und nicht der Arzt.

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buntesmeinung 04.09.2012, 07:56
8. Die

sollen sich schämen.
Der Arztberuf ist mittlerweile zur reinen Geschäftemacherei verkommen.
Natürlich gibt es in dieser Berufsgruppe auch Ausnahmen.
Die sind inzwischen leider in der Minderheit.

Aber klar: Überschüsse bei den Krankenkassen wecken Begehrlichkeiten.
Wäre doch gelacht, wenn die Ärzte, die sich auch in der Vergangenheit besser als der Durchschnitt zu bedienen wussten, sich nicht ihren Teil vom Kuchen abschnitten.
Doch statt die Ärzte besser zu entlohnen, sollte eher das unterbezahlte Pflegepersonal mal anständig (das meine ich im wahren Sinn des Wortes) bezahlt werden.

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mainzelmännchen 1 04.09.2012, 07:59
9. Weder bei 0,9% (Krankenkassenangebot)...

...noch bei 11% (Ärzteforderung) werden die Praxiskostenanstiege liegen - man wird schon noch verhandeln müssen.

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