Forum: Wirtschaft
Streit um Konjunkturhilfen: Steuern runter - und alles wird gut?
DPA

Weil Deutschlands Konjunkturmotor stottert, fordert Minister Altmaier Steuersenkungen. Doch machen weniger Abgaben die Wirtschaft wirklich flott? Die Antworten der Forschung sind ernüchternd.

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suplesse 23.01.2019, 11:31
20. Wenn von Wirtschaft

die Rede ist, geht es immer nur um Großbetriebe und Konzerne. Aber Deutschland wird getragen vom Mittelstand und den vielen Kleinbetrieben. Um die muss es gehen. Nicht um Siemens und Konsorten. Entlastet die Kleinbetriebe, die kleinen Selbständigen und den kleinen Mittelstand. Da gibt es kaum AG's, vielleicht noch GmbH's alles andere sind EInzelunternehmer mit persönlicher Haftung. Dazu eine Steuerlast die unglaublich hoch ist und diesen Betrieben das Leben schwer bis unmöglich macht. Was auch die Arbeitlosenquote beeinflusst, sind die Ich Ag's. Wenn die entlastet werden, gibt es dort an der Stelle viele Arbeitplätze und Investitionen. Die krebsen alle, weil sie sich nicht wehren können, gegen Finazbehörden und Banken. Bei all denen müssen dringend die Steuern runter.

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dirkcoe 23.01.2019, 11:32
21. Der Deflex zur Steuersenkung

ist in der Union übermäßig ausgeprägt - das sehen wir auch an der Forderung den Soli jetzt schnell komplett abzuschaffen. Auch dafür gibt es bis jetzt keinen Plan zur Gegenfinanzierung. Hinzu kommt, das Altmaier bisher nicht durch echten Sachverstand aufgefallen ist und das die vielgerühmten Überschüsse im Haushalt ausschließlich.auf die Zinslage zurückgeht - also nicht etwa auf kluger Politik beruht.

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unaufgeregter 23.01.2019, 11:36
22. Lobbyarbeit

Steuerliche Entlastungen für Unternehmen sollen wohl ein Witz sein. Die deutschen Unternehmen haben ihre Gewinne in den letzten Jahren sehr steigern können. Altmaier sollte sich lieber dafür einsetzen, dass die Einkommensteuer reduziert wird. Wenn ich nur an den Solidaritätszuschlag denke, der läuft und läuft...

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ford_mustang 23.01.2019, 11:37
23. statt Steuersenkungen ...

sollte der Staat investieren, in Infrastruktur, Schulen, Umweltschutz, usw., dann würde das Geld nicht in ominösen Finanzaktionen sinnlos verbrannt werden.

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Lykanthrop_ 23.01.2019, 11:37
24.

Wenn man möchte, dass das Geld in der Realwirtschaft ankommt muss jenen mehr Geld geben, die es auch ausgeben. Bei den meisten Steuern erzeugt eine Senkung überproportional hohe Kosten für eine geringen Effekt, weil stark die entlastet werden, die es nicht benötigen. Bei den Sternen sollten wir eher das Ehegatten Splitting abschaffen, die Steuergestaltung reduzieren und die Kinderfreibeträge erhöhen. Diese Maßnahmen wären viel notwendiger. Die Konjunktur kurbeln wir durch mehr sozialen Wohnungsbau, Infrastruktur, ein höheren Mindestlohn und Investitionen in Nachfrage wieder an. Der Versuch die Wirtschaft über betriebliche Investitionen anzukurbeln ist gescheitert, das war genau das Ziel der Niedrigzinsen. Wo wollen die Zentralbanken bei einer neuen Krise noch hin ?

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joejoejoe 23.01.2019, 11:37
25. Steuern zahlen? - Wir nicht! Lieschen Müller soll den Staat finanzier

Die Unverschämtheit ist nicht zu übertreffen.
Die Gewinne könnten etwas kleiner werden - da muss natürlich der Staat sofort die Steuern für die Unternehmer senken. Geht doch nicht, dass die Herren sich etwas einschränken und etwas mehr anstrengen.
Ohne Straßen, Schulen, Universitäten, Krankenhäuser Justiz etc. würden die Bosse zwar keine Geschäfte machen können. Doch diese notwendige Infrastruktur sollen gefälligst andere finanzieren.

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unaufgeregter 23.01.2019, 11:40
26. Die Satten

Zitat von Freifrau von Hase
"Ähnlich ist es bei der Reduktion von Unternehmenssteuern: Firmen steht dann mehr Geld für Investitionen zur Verfügung." Das Problem ist ja nicht, dass die Unternehmen kein Geld haben. Geld wurde ja die letzten Jahre genug verdient und wer wirklich keines hat, bekommt immer noch billige Kredite. Ein Unternehmer wird nur dann investieren, wenn er die Chance auf gesteigerten Absatz sieht. Das führt zunächst zum Arbeitnehmer. Entlasten, mehr Geld, mehr Konsum? Klingt logisch. Nur? Was wird denn in Deutschland noch hergestellt, was ein durchschnittlicher Bürger kaufen würde? Für einen Neuwagen reicht es auch dann nicht, wenn monatlich 100 Euro mehr im Geldbeutel blieben. Und einen Liebherr-Bagger brauchen die wenigsten Privatleute. Vielleicht würde man 1 x öfter Essen gehen im Monat, okay. Aber ansonsten?
Die Firmen werden ihr Geld nicht investieren. Sie werden es an Aktionäre auszahlen bzw. im Ausland gut anlegen. Deutschland wird wenig davon haben. Deutsche Infrastruktur ist in vielen Bereichen erneuerungsbedürftig. Wenn bei uns der Liebherr-Bagger eine Baustelle aufsuchen muss, kann er schon nicht mehr alle Brücken benutzten.
Die Privatleute sind mehr als satt. Gut daran zu erkennen, dass viele ihr Geld auf den Kreuzfahrtschiffen verdaddeln. Keine Zinsen, also raus mit der Kohle.

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käthe 23.01.2019, 11:40
27. Steuersenkungen für Arbeitnehmer ja, für Unternehmen nein

Hätten "ärmere" Haushalte durch eine Steuersenkung mehr Geld zur Verfügung, würden sie das Geld ausgeben, soweit offensichtlich. Daher müsste ein Existenzminimum von 2000 Euro monatlich steuerfrei bleiben, d.h. Steuern zahlt ein Arbeitnehmer erst ab 24.000 Jahreseinkommen. Unternehmenssteuern hingegen sollten mal schön so bleiben, bzw. die Politik müsste dafür sorgen, dass große Konzerne auch mal wirklich ihre vollen Steuern zahlen und nicht ihre Gewinne in Steueroasen verschieben.

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Weltbild 23.01.2019, 11:43
28. Monokausalismus

ist bei Steuersenkungen und auch im allgemeinen zum Verständis wirtschaftlicher Vorgänge überhaupt nicht realistisch. Steuersenkungen haben eine Vielzahl von wirtschaflichen Auswirkungen. Man geht von Modellen aus wobei die Steuersenkung einen messbaren theoretischen Erfolg zu haben hat. Dies ist natürlich Unsinn. Bleibt in der Realität der Effekt der Steuersenkung unter den Erwartungen folgt man daraus das diese keine Auswirkungen auf das Wachstum haben. Haben es aber doch da man Geld in die private Wirtschaft pumpt. der Privatsektor hat mehr Geld zur Verfügung und setzt es so ein um die eigene wirtschaftliche Situation zu verbessern. dzu gehören eben auch Schuldentilgung, Konsumausgaben oder gar Investitionen. D.h. Steursenkungen erleichtert die finanzielle Belastung des Privatsektors. Haben Steuersenkungen weniger Auswirkungen als erwartet, ist die Wirtschaft eben in einem noch schlechteren Zustand als gedacht. Und genau hier muss man weiter ansetzen. Kranke werden oftmals nicht nur durch ein einziges Medikamet wieder gesund....

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slowboarder 23.01.2019, 11:45
29. weil die Grundlage von Konjunktur der Konsum ist

Zitat von grotefend
...von gleicher Ökonomenseite wird auch immer argumentiert, dass höhere Löhne die Konjunktur ankurbeln. Warum sollten geringere Steuern es denn dann nicht auch?
und der Konsum zum größten Teil von lohnabhängigen Arbeitern erzeugt wird.
die Senkung von unternehmenssteuern hat aber keinen einfluss auf die Kaufkraft der Konsumenten, sie schwächt diese sogar, nämlich dann wenn die Staaten die Einnahmeausfälle durch höhere Einkommens- oder Verbrauchersteueren kompensieren müssen und dadurch die Kaufkraft der Konsumenten sinkt.

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