Forum: Wirtschaft
Streit um Pflanzenschutzmittel: Was für ein Glyphosat-Verbot spricht - und was dagege
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In Brüssel tobt ein Lobbykampf um das meistverwendete Pflanzenschutzmittel. Glyphosat droht ein Ende der Zulassung in der EU. Was fürchten die Kritiker? Wie argumentieren die Befürworter? Der Überblick.

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grommeck 13.04.2016, 17:14
1. Glyphosat ist für weitere 7 Jahre freigegeben...

soviel zur Sorge von Politikern um ihre Bürger - siehe "Die Zeit" - es bedarf keiner Debatten mehr um unsere "Demokratie" , denn sie ist schon am Lobbyistenwahn verstorben.

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HLoeng 13.04.2016, 17:21
2. Ja, die Wissenschaft

Ergebnisse sind immer dann wissenschaftlich fundiert, wenn sie denn konvenieren, also eigenen Interessen dienen. Die Mahner von der IARC sind hingegen unseriöse Spinner und Miesmacher. Ähnlich wie die im Auftrag der UNO arbeitenden Klimaforscher. Dabei zeigt sich leider allzu oft, dass die Stimmungsmörder von heute morgen als frühe Mahner gewürdigt werden. Im übrigen kann eine Kulturleistung auch und gerade darin bestehen, dass man im Zweifel bestimmte Dinge einfach mal nicht macht, auch wenn es zu Lasten der Profite geht.

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pevoraal 13.04.2016, 17:26
3. Das kleinste Problem

Wenn Gabriel erst TTIP unterschreibt ist Glyphosat unser kleinstes Problem. Man muss nur die Genmafia in den USA betrachten - es ist 5 vor 12 dort. Wenn alles so läuft wie von denen geplant kann keine Behörde und kein Gericht einschreiten. Die Behörden müssen alles absegnen. Also darauf vorbereiten das nach TTIP auch wir leckere Sachen auf den Tisch bekommen.

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Kreklova 13.04.2016, 17:27
4. Superunkräuter

Es ist schon erstaunlich, dass sich die Autorinnen anscheinend nicht im Archiv des SPIEGEL schlau gemacht haben: In Heft 36/2014 wird berichtet, dass in den USA bereits 28 Mio. Hektar Ackerfläche von glyphosatresistenten "superweeds" befallen sind. Vor diesem Hintergrund hätte die im Artikel vorgenommene Diskussion der Resistenzproblematik eine andere Wendung nehmen müssen.

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fleischwurstfachvorleger 13.04.2016, 17:35
5. Deutsche Äcker nur in Steilhängen

So könnte man die Jammerei des Bauernverbandes übersetzen.

Ja, pflügen kostet mehr Zeit als Gift sprühen, aber vielleicht lebt der Bauer dafür länger, wenn er nicht vorher den multisresitenten Keimen zum Opfer gefallen ist, die seinen Körper besiedeln.

Für ein paar Silberlinge sind die Verbände auch zu Bauernopfern bereit. Einfach widerlich!!!

Es wird kein reines Glyphosat auf den Feldern versprüht, sondern ein gefährlicher Gift-Cocktail. Geprüft wird aber nur Glyphosat.

Ein sehr, sehr schöner Lobby-Artikel der Agrarindustrie.

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ruhepuls 13.04.2016, 17:36
6. Vorsorgeprinzip...

Aus Gründen der Vorsicht sollte auch bei begründetem Verdacht gehandelt werden. Ein herbizidfreier Anbau ist möglich, wie die Öko-Betriebe beweisen. Entsprechende Methoden gibt es und sie können weiterentwickelt werden. Das geschieht aber nur, wenn der - bequemere - Einsatz von Herbiziden reduziert wird. Freiwillig wird das kaum geschehen...

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Pega123 13.04.2016, 17:54
7. Tendenziös

"Die Internationale Krebsforschungsagentur IARC hat geurteilt, Glyphosat sei "vermutlich krebserregend beim Menschen". Sollte es das tatsächlich sein, wäre ein Verbot die notwendige Konsequenz"

Alleine diese Aussage ist ja schon tendenziös oder zeigt Unwissenheit.
Selbst wenn sich die Aussage bestätigen sollte, wäre eine Abwägung zum Nutzen notwendig. Es müsste bewertet werden, wie hoch das Risiko zum Nutzen ist.
Ansonsten müssten Alkohol und Nicotin auch ohne Rücksicht verboten werden, denn hier ist der Zusammenhang zu Krebs komplett erwiesen.

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meroswar 13.04.2016, 17:58
8. Absoluter Wahnsinn.

Glyphosat tötet die gesamte Feldflora und -fauna. Ein Verbot sollte daher selbstverständlich. Klar verstehe ich die sorgen der Landwirte um ihren Gewinn sowie dass sie infolgedessen auf andere Mittel umsteigen würden. Aber dann muss die Politik eben umfassender vorgehen: Eine Erhöhung des Lohnes der Landwirte würde der Verbraucher kaum merken, da der Großteil des Geldes eh bei den Weiterverarbeitern landet. Außerdem sollte einem die Umwelt, Gesundheit und das Wohl der Bauern schon etwas wert sein und das Geld dafür hat Deutschland in jedem Falle.
Neben Glyphosat müssten dann auch die alternativen Herbizide verboten werden.
Um zum Sterben der Fauna zurückzukehren. Das Aussterben der Bienen können wir uns einfach nicht leisten! Und auf die Möglichkeit der Verbreitung von Krebs durch Glyphosat habe ich auch absolut keine Lust.
Aber seien wir ehrlich, die Politik wird so etwas nie durchsetzen. Dafür sitzen die Lobby-Zecken viel zu tief. Das wohl größte Übel unserer Zeit, der größte Feind der Demokratie.

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lantelme.import 13.04.2016, 18:02
9. Frankreich und Glyphosat

In Frankreich gibt es die ersten juristischen Anerkennungsfälle von Krebs bei Landwirten infolge von Glyphosatdisposition.
Verkannt wird allgemein die insgesamt gewachsene Menge, Anzahl und Mischung von Schadstoffen aus Chemie und Physik (Radionuklide), die auf die Menschheit einwirkt.
In einem deutschen Ärztebuch von 1985 steht, daß jeder 4. Deutsche in seinem Leben an Krebs erkrankt.
Inzwischen ist es laut vielfacher Angaben in der Fachwelt bereits jeder 2., Tendenz steigend, wahrend Krebs bis vor 100 Jahren (genau wie Herzinfarkt) absolute Raritäten waren.
Auch Grenzwerte nützen nicht immer, da Wechselwirkungen meist unbekannt sind, manche Stoffe sich im Körper anreichern, andere viel zu langsam abbauen.

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