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Streit um Pflanzenschutzmittel: Was für ein Glyphosat-Verbot spricht - und was dagege
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In Brüssel tobt ein Lobbykampf um das meistverwendete Pflanzenschutzmittel. Glyphosat droht ein Ende der Zulassung in der EU. Was fürchten die Kritiker? Wie argumentieren die Befürworter? Der Überblick.

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waechstwiebloed 29.06.2016, 11:54
110.

Zitat von J.Boehrer
Wieso fühlt man sich bemüßigt, ganz ohne Fachkunde über ein Thema wie Landwirtschaft zu schreiben? Der Zusammenhang zwischen Parkinson und Pflanzenschutz besteht bei dem im Ökolandbau zugelassenen natürlichen Insektizid Rotenon und nicht bei Glyphosat. Es sind auch keine nachweisbaren Probleme beim Grundwasser mit Glyphosat bekannt. Und bienengefährlich ist Glyphosat auch nicht. Die Ausworkung auf die Flora ist gewollt.. das ist der Zweck des Mittels. Schädigung der Fauna ist nicht bekannt.. im Gegenteil. Durch Einsparung von Bodenbearbeitungsmaßnahmen wird das Bodenleben geschont. Kartoffeln werden NIE und Nimmer mit Glyphosat abgespritzt.. die Knollen wären zerstört. Wie kommen Sie auf soch blödsinige Behauptungen? Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass sie hier den Landwirten unterstellen, etwas Verbotene zu tun. Ich glaube auch kaum dass jemand im Herbst Zwischenfrüchte abspritzt.
Dann dürfen ihrer Meinung nach nur noch Fachleute sich über ein solches Thema auslassen? Selbst wenn man kein Fachmann ist, so kann man sich doch schlau machen anhand von Studien, zu diesem Thema.
Auch eigene Erfahrungen mit Bioanbau, oder den anschaulichen Erfahrungen der Bauern in den Entwicklungsländern, tragen dazu bei, daß man evtl. besser Bescheid weiß, als ein von der Agrarlobby bezahlter Wissenschaftler in seinem Elfenbeinturm!

Fakt ist auch einfach, daß die überwiegende Zahl der Menschen, diese Art Landwirtschaft nicht mehr will, außer Monsanto, Bayer und Konsorten und die von ihnen geschmierten Politiker.

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regelaltersrentner 29.06.2016, 14:05
111.

Zitat von waechstwiebloed
Wir brauchen diese "Landwirte" nicht, die durch solch verantwortungsloses Handeln, Böden und Trinkwasser und damit auch unsere Nahrungsmittel kontaminieren. Ebenso die Nahrung unserer tierischen Mitbewohner. Das Wohl der Bauern wird schon seit Jahrzehnten von uns gefördert, durch die Milliardensubventionen aus Steuergeldern. Dann sollte man wenigstens darauf drängen, daß nur nachhaltig und umweltbewußt, wirtschaftende Betriebe dieses Geld erhalten. Wir müßten dahin kommen, daß es in Europa nur noch Bio-Betriebe gibt! Dafür zahle ich gerne!
Wie sehr die Bauern "gefördert" wurden, lässt sich hier erkennen.

http://www.spiegel.de/video/existenzkampf-dramatische-geschichte-eines-milchbauern-video-1685169.html

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regelaltersrentner 29.06.2016, 14:09
112.

Zitat von waechstwiebloed
Aber sie wurden doch verkauft, obwohl man wußte wie gefährlich diese Mittel waren. Es hat ja ziemlich lange gedauert, bis die verboten wurden. Da sieht man doch deutlich, daß es nur um eines geht: "Profit auf Teufel komm raus und nach uns die Sintflut!"
Manche Menschen haben E605 getrunken, offensichtlich wussten die nicht, dass es keine Limonade, sondern ein Insektizid ist.

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regelaltersrentner 29.06.2016, 14:17
113.

Zitat von waechstwiebloed
Dann dürfen ihrer Meinung nach nur noch Fachleute sich über ein solches Thema auslassen? Selbst wenn man kein Fachmann ist, so kann man sich doch schlau machen anhand von Studien, zu diesem Thema. Auch eigene Erfahrungen mit ......
Fakt ist, dass diese Menschen, die konventionelle Landwirtschaft ablehnen, Bio-Lebensmittel kaufen können.

Wenn die dann noch genügend Geld für diese Lebensmittel bezahlen, überlegt sich der eine oder andere Landwirt , auf diese Wirtschaftsweise umzustellen.
Der Tipp, Erfahrungen von Bauern in Entwicklungsländern anhören, bzw. anzuwenden finde ich gut. Zumindest kann der Stand des Lebensmittelüberschusses, in den Stand des Mangels überführt werden.
Diese Erfahrung solle den Deutschen nicht vorenthalten werden.

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waechstwiebloed 29.06.2016, 19:04
114.

Zitat von regelaltersrentner
Wie sehr die Bauern "gefördert" wurden, lässt sich hier erkennen. http://www.spiegel.de/video/existenzkampf-dramatische-geschichte-eines-milchbauern-video-1685169.html
Nun, die Preise sind halt im Keller, da zu viel produziert wird und kleine Betriebe können im Wettbewerb nicht mithalten.
Ich bin für eine Förderung, gerade von kleinen Betrieben, wenn diese nachhaltig und umweltgerecht wirtschaften.
Das die großen Betriebe am meisten von den jetzigen Subventionen profitieren, finde ich auch nicht gut, denn die haben es oft nicht nötig.

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waechstwiebloed 29.06.2016, 19:13
115.

Zitat von regelaltersrentner
Fakt ist, dass diese Menschen, die konventionelle Landwirtschaft ablehnen, Bio-Lebensmittel kaufen können. Wenn die dann noch genügend Geld für diese Lebensmittel bezahlen, überlegt sich der eine oder andere Landwirt , auf diese Wirtschaftsweise umzustellen. Der Tipp, Erfahrungen von Bauern in Entwicklungsländern anhören, bzw. anzuwenden finde ich gut. Zumindest kann der Stand des Lebensmittelüberschusses, in den Stand des Mangels überführt werden. Diese Erfahrung solle den Deutschen nicht vorenthalten werden.
Gerade dort agieren doch die Agrarkonzerne ungehemmt. Deshalb mein Beispiel sich dort anzuschauen, was z.B. die Gentechnik den Leuten dort gebracht hat, außer Abhängigkeiten, vergiftetes Land, kranke Menschen und Vieh.
Von Mangel sind wir in Deutschland weit entfernt, wenn über die Hälfte der Lebensmittel weggeschmissen werden und ein großer Teil Futteranbau für die Massentierhaltung ist, oder aus Monokulturen für Energiepflanzen besteht.
Fakt ist, daß Rentner mit Minirente, Arbeitslose, oder Menschen in prekären Beschäftigungen sich die Preise für Biolebensmittel nicht leisten können.
Es sei denn, man streicht den Bauern die Subventionen und gibt sie diesen Menschen! Dann könnten endlich alle Bauern auf Bio umstellen. :)

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regelaltersrentner 30.06.2016, 09:32
116.

Zitat von waechstwiebloed
Nun, die Preise sind halt im Keller, da zu viel produziert wird und kleine Betriebe können im Wettbewerb nicht mithalten. Ich bin für eine Förderung, gerade von kleinen Betrieben, wenn diese nachhaltig und umweltgerecht wirtschaften. Das die großen Betriebe am meisten von den jetzigen Subventionen profitieren, finde ich auch nicht gut, denn die haben es oft nicht nötig.
Wer in romantischer Verklärung die Rückkehr zu längst vergangener Bewirtschaftungsmethoden fordert, hat nicht mitbekommen, dass die hoch gejubelte bäuerliche Landwirtschaft längst der Vergangenheit angehört.

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regelaltersrentner 30.06.2016, 09:58
117.

Zitat von waechstwiebloed
Gerade dort agieren doch die Agrarkonzerne ungehemmt. Deshalb mein Beispiel sich dort anzuschauen, was z.B. die Gentechnik den Leuten dort gebracht hat, außer Abhängigkeiten, vergiftetes Land, kranke Menschen und Vieh. Von Mangel sind wir in Deutschland weit entfernt, wenn über die Hälfte der Lebensmittel weggeschmissen werden und ein großer Teil Futteranbau für die Massentierhaltung ist, oder aus Monokulturen für Energiepflanzen besteht. Fakt ist, daß Rentner mit Minirente, Arbeitslose, oder Menschen in prekären Beschäftigungen sich die Preise für Biolebensmittel nicht leisten können. Es sei denn, man streicht den Bauern die Subventionen und gibt sie diesen Menschen! Dann könnten endlich alle Bauern auf Bio umstellen. :)
Habe ich sie richtig verstanden, man solle den deutschen Bauern die Agrarhilfen streichen, damit sie auf BIO umstellen und der Rentner mit Minirente, Arbeitslose, oder Menschen in prekären Beschäftigungen und die gut Verdienenden, kaufen dann konventionell erzeugte Lebensmittel aus dem Ausland?

Wer die Presseberichte der letzten Monate verfolgt, sieht , dass sich die ÖKo-Bauern in der Kriese befinden. In vielen Wirtschaftsberichten kommen frustrierte Ökobauern zu Wort. Entweder haben sie ihren Hof ganz aufgegeben oder sie sind sogenannte Rückumsteller – also Ökobauern, die wieder konventionell wirtschaften. Hintergrund für die Berichte ist ein Report des staatlichen Thünen-Instituts in Braunschweig aus dem letzten Jahr: "Ausstiege aus dem ökologischen Landbau: Umfang – Gründe – Handlungsoptionen" lautet der Titel. Co-Autor der Studie ist Jürn Sanders, Agrarökonom im Thünen-Institut und ausgewiesener Experte zu Problemen und Fragen des Ökolandbaus.

http://www.welt.de/wissenschaft/tierwelt/article3094503/Bio-Schweine-Nein-danke.html

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waechstwiebloed 02.07.2016, 14:07
118.

Zitat von regelaltersrentner
Habe ich sie richtig verstanden, man solle den deutschen Bauern die Agrarhilfen streichen, damit sie auf BIO umstellen und der Rentner mit Minirente, Arbeitslose, oder Menschen in prekären Beschäftigungen und die gut Verdienenden, kaufen dann konventionell erzeugte Lebensmittel aus dem Ausland? Wer die Presseberichte der letzten Monate verfolgt, sieht , dass sich die ÖKo-Bauern in der Kriese befinden. In vielen Wirtschaftsberichten kommen frustrierte Ökobauern zu Wort. Entweder haben sie ihren Hof ganz aufgegeben oder sie sind sogenannte Rückumsteller – also Ökobauern, die wieder konventionell wirtschaften. Hintergrund für die Berichte ist ein Report des staatlichen Thünen-Instituts in Braunschweig aus dem letzten Jahr: "Ausstiege aus dem ökologischen Landbau: Umfang – Gründe – Handlungsoptionen" lautet der Titel. Co-Autor der Studie ist Jürn Sanders, Agrarökonom im Thünen-Institut und ausgewiesener Experte zu Problemen und Fragen des Ökolandbaus. http://www.welt.de/wissenschaft/tierwelt/article3094503/Bio-Schweine-Nein-danke.html
In diesem Bericht wird lediglich über die Erfahrung eines einzigen Bauern aus Hessen berichtet.
Diesem Bericht könnte man zig andere Erfahrungen gegenüberstellen, die das Gegenteil aufzeigen.
Weshalb gerade dieser Bauer solche Probleme mit seinen Schweinen hat, weiß ich nicht.

Aber lassen wir es damit gut sein, wir beide werden nie übereinkommen. Unsere Vorstellungen gehen zu weit auseinander und mit einem Landwirt zu streiten, bringt meistens nichts.

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freddygrant 26.04.2017, 11:51
119. Tatsache ist!

In Deutschland und großen Teilen der EU wird eine Lobby-
und Wohlstandslandwirtschaft mit allen technischen und
chemischen Mitteln die zur Verfügung stehen betrieben.
Dabei berlassen die Bauern mit ihren Betrieben ihre
traditionelle Aufgabe gesunde und natürliche Lebensmittel
zu erzeugen. Dies geht natürlich und definitiv nur mit
exzessiver Lobbyarbeit der Bauern- und Wirtschaftsverbände
und vollzogen zur die Politiker aller PARTEIEN und Regierungen.
Schlimm dabei ist, daß dieser Einsatz von industrieller Technik
un Mitteln unrentabel ist und mit Milliardenbeträgen subventioniert
wird um marktgerechte Preise zu erzielen. Dabei wird der globale
Wettbewerb in Agrarprodukten und Lebensmittel so verzerrt, dass
leistungsfähige Entwicklungsländer - welche auf den Absatz angewiesen
sind - nicht entwicklet werden und existieren können. Ein politisches
Absurdum,Ignoranz und große Gefahr für den globalen Frieden allemal.

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