Forum: Wirtschaft
Streit um Pflanzenschutzmittel: Was für ein Glyphosat-Verbot spricht - und was dagege
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In Brüssel tobt ein Lobbykampf um das meistverwendete Pflanzenschutzmittel. Glyphosat droht ein Ende der Zulassung in der EU. Was fürchten die Kritiker? Wie argumentieren die Befürworter? Der Überblick.

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mansiehtnurmitdemherzengu 13.04.2016, 18:07
10. Sehr schwacher Artikel!

Die Kritik an Glyphosat ist im Wesentlichen der Versuch die Gentechnik durch die Hintertür vom Acker zu kriegen. Der Einsatz vor der Aussaat ist für den Menschen unbedenklich, da sich das Herbizid bis zur Ernte bereits zersetzt hat. Problematisch dagegen ist die Sikkation, die für einen möglichen Eintrag in Lebensmittel verantwortlich sein kann (z. Bsp. in der Schweiz daher verboten).
Nebenbei würde mich mal interessieren, wann die Bio-Landwirtschaft endlich aufhört Kupfer in den Boden einzubringen, wo es sich seit Jahrzehnten ansammelt und schleichend die Umwelt vergiftet.

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w-j-s 13.04.2016, 18:18
11. Ich werde Glyphosat einsetzen

Ich bin Hobbywinzer, und ich habe einen Steilhang (jetzt noch 7 Ar, die anderen 50 verpachtet), der aufgrund seiner Neigung Brennnesseln einen idealen Lebensraum bietet.
Auch heuer spriesen sie wieder flächendeckend auf etwa 50% der Fläche. Ich werde daher die Rebfläche in der kommenden Woche komplett mit Glyphosat behandeln und neu einsäen.
Danach wird sie in diesem Jahr noch dreimal gemäht. Ich setze dieses teure Zeug bestimmt nicht mehr ein als notwendig.
Sofern die Brennnesseln dann in diesem Jahr nicht zu wuchern anfangen, werde ich mit der nächsten Glyphosatbehandlung bis 2018 warten können.
Von hysterischen Stadtmenschen brauche ich mich da nicht belehren lassen. Zigarettenrauch und Autoabgase sind mit Sicherheit gefährlicher.

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Central Park 13.04.2016, 18:24
12. Kann IARC nicht mehr hören

Zitat von Pega123
"Die Internationale Krebsforschungsagentur IARC hat geurteilt, Glyphosat sei "vermutlich krebserregend beim Menschen". Sollte es das tatsächlich sein, wäre ein Verbot die notwendige Konsequenz" Alleine diese Aussage ist ja schon tendenziös oder zeigt Unwissenheit. Selbst wenn sich die Aussage bestätigen sollte, wäre eine Abwägung zum Nutzen notwendig. Es müsste bewertet werden, wie hoch das Risiko zum Nutzen ist. Ansonsten müssten Alkohol und Nicotin auch ohne Rücksicht verboten werden, denn hier ist der Zusammenhang zu Krebs komplett erwiesen.
Ich höre meist schon auf zu lesen, wenn da etwas von IARC kommt.

Journalisten haben doch meist Internetzugang. Was so eine IARC-Klassifizierung ist und was sie nicht ist, steht da haarklein beschrieben.

Es ist eben keine Risikobewertung oder -analyse, sondern eine Gefahrenklassifizierung. Dass das ein himmelweiter Unterschied ist, sagt IARC selber.

Wenn man alles verbieten wollte, was IARC in derselben Klasse hat wie Glyphosat, fiele weg:
Mate-Tee
Frisörbesuch
Steak aufm Grill

Und es gibt auch Sachen, die noch gefährlicher sind, aber keiner, der bei Verstand ist "als notwendige Konsequenz verbieten" würde:
Grillkohle
Holz sägen
Feierabendbier
Würstchen

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kd0627 13.04.2016, 18:29
13. Wer rettet uns? Der Weltuntergang durch Glyphosat kommt morgen!

Wir werden alle immer älter!
Der steigende Anteil der Gerontofraktion kann auch nur so erklärt werden, dass unsere Umwelt vergiftet, die Nahrungsmittel ungesund und wir den ganzen Tag mit Nukliden, Genen und anderem Zeug bombardiert werden.... und einem gerütteltem Maß an Dummheit! Wenn man die Beiträge hier im Forum liest, dann gilt: Stimmungsmache ist Alles, Wissen ist unnütz und Risikoabwägung ist ein Fremdwort. Krebserregenden Kaffee, gegrillte Steaks und andere liebgewonnene Laster, wie Sonnenbaden, Flugreisen, ..... werden wir aber uns nicht verbieten lassen! Oh Satire!

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Palisander 13.04.2016, 18:33
14. Es ist mir ein Rätsel

wie man bei einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit der Erkrankung mit Krebs durch dieses Mittel noch irgendwo Vorteile suchen kann ausser der Tatsache das es eine höheren Ertrag verspricht und Monsanto reich macht. Dämliches Blatt.

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Dan22 13.04.2016, 18:34
15. Krebs!

Erst verseucht uns die Pharmaindustrie mit Ihren krebserregenden Mitteln und dann verkaufen sie uns eine Chemotherapie. Tolles System!
Und was machen unsere Politiker?

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alpstein 13.04.2016, 18:40
16.

In welchem Maß die Herbizide überhaupt zum Rückgang der Arten führen, ist ziemlich Unklar, zumal auf Bioflächen die Wildkräuter ja auch bekämpft werden.
Neben dem Ackerbau gibt es noch sehr grosse Flächen, Wälder, Auen, Moore und Wiesen, oft unter Natur- und Landschaftsschutz, auf denen keine Biozide eingesetzt werden und dehalb reichliche Überlebensräume bieten.
Die Waldflächen haben sogar zugenommen !
Das Beispiel der Biolandwirtschaft taugt auch nicht als Vorbild für die gesamte Landwirtschaft. Die weniger als 10 % Biofläche kann sich nur halten weil die restlichen 90 % der Landwirte effektiven Pflanzenschutz einsetzen

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Beorn 13.04.2016, 18:40
17. Nicht nur die Dosis macht das Gift ...

... sondern ich hohem Maße auch die Dauer der Einwirkung. Über längeren Zeitraum verabreicht wirkt Gift schon in extrem geringeren Mengen. Und da das ganze Jahr Nahrungsmittel mit geringen Giftmengen im Angebot sind und bei Menschen schon Glyphosat im Urin gefunden wurde, so ist es kein Wunder, das Krankheiten wie Krebs zunehmen.

Studien dazu sind sehr schwierig durchzuführen, da geringste Mengen und lange Zeiträume zu beherrschen sind. Mich würde nicht wundern, dass man erst zu verlässlichen Ergebnissen kommt, wenn es bereits zu spät ist, der Schaden an Mensch und Umwelt schon sehr hoch ist.

Aber die Wirkung auf den Menschen ist nur ein Teil des Problems. Die Gifte killen die Insektenwelt, d.h. die Anzahl der Bestäuber unserer Kulturpflanzen nimmt stark ab. Und wozu das Ganze? Für Energiepflanzen und Lebensmittelüberschuß? Der Bio-Anbau zeigt, dass man mit Verstand auch genug Ernten kann.

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kayakclc 13.04.2016, 18:52
18. Wissenschaftlich nicht haltbar

Wenn die IARC urteilt, Glyphosat sei "vermutlich krebserregend beim Menschen" fehlt selbst dieser Agentur der Beweis. Wir wissen, dass Sonnenlicht, besonders UV Strahlung mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit Hautkrebs erzeugt, wenn man sich ungeschützt der Sonne über längern Zeitraum aussetzt. Wir wissen, das in Deutschland 100.000 Menschen an durch Rauchen bedingtem Krebs sterben. Das ist wissenschaftlich belegt. Über Glyphosat, dass alleine auf das Photosystensezentrum der Pflanzen wirkt, gibt es nur Vermutungen! Wer gesund leben will: aus der Sonne raus und nicht rauchen! Warum viele Leute, zwar im Straßenverkehr teilnehmen und eine viel höhere Sterblichkeit in Kauf nehmen aber sich über Glyphosat aufregen hat mit Rationalität und Risikoabschätzung nichts mehr zu tun. Wie was das mit der Wurst letzten Monat?

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klaus5000 13.04.2016, 18:58
19. Keine Streitfrage! Es ist wahrscheinlich Krebserregend!

Glyphosat ist eine andere Bezeichnung für das Gift N-(Phosphonomethyl)glycine. Im Sicherheitsdatenblatt z.B. Hier herunterladbar http://www.sigmaaldrich.com ,steht eindeutig das dieses Produkt wahrscheinlich krebserregend ist. Da steht also wahrscheinlich und nicht unwahrscheinlich. Mir ist es schleierhaft, wie man sich mit dieser Information überhaupt noch auf eine Diskussion bezüglich des Themas einlassen kann.

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