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Streit um Rente mit 63: CDU-Politiker nennt Jens Spahn "rentenpolitischen Rambo"
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CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn forderte das Aus der Rente mit 63. Außer von Gewerkschaft und SPD kommt auch innerparteiliche Kritik. Christian Bäumler vom Arbeitnehmerflügel sprach von mangelnder Sensibilität.

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weltgedanke 31.10.2017, 01:04
130.

Zitat von klaus meucht
Die vergessen etwas. Das sind unheimlich viele in der Pubertät die nur darauf brennen arbeiten zu wollen und selbst gar keine Rente im Alter wollen. Diese haben den Namen Automat, Maschine oder Roboter. Es kommt nicht darauf an wie viele den Kuchen backen, sondern wie gross der Kuchen sein wird, den wir verteilen. Die Gesellschaft hat schon starke Alterungsprozesse hinter sich. Man kann den bisherigen Einfluss der Demographie beobachten und man erkennt dass es noch andere Faktoren geben muss. Diese Faktoren heissen Produktivität und Lohnquote und Arbeitslosigkeit.Die Des weiteren vergisst man dass auch Kinder ernährt werden müssen. Der Abhänigkeitsquotient ändert sich kaum. Dazu kommt dass der Arbeitskräftebedarf sich nicht nach der Demografie richtet.Eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit macht nur Sinn wenn der Bedarf da ist.
Das stimmt, die Produktivität steigt. Die Erfahrung zeigt aber, dass mit der Automatisierung und dem damit einhergehenden Preisverfall bzw. der Verfügbarkeit ganz neuer Produkte auch die Ansprüche steigen.

Mit anderen Worten: Sie können einen Rentner von heute nicht mit einem von 2040 vergleichen. Was dem von heute reicht, wird dem 2040 nicht mehr reichen.

Letztendlich definiert sich die Frage, wann man genug Rente bekommt, nicht aus dem Absoluten der Güter, die man hat, sondern dem Relativen, das man im Vergleich mit anderen hat. Und damit kommt es eben doch wieder darauf an, wie viele den Kuchen backen und nicht nur, wie groß er ist.

Ich kann allerdings bestätigen, dass man kein Rentenproblem mehr hat, wenn man das Problem löst, wie sich die kommenden Produktivitätsgewinne gleichmäßig verteilen lassen.
Das allerdings ist eine Aufgabe, die erfahrungsgemäß noch schwieriger ist, deswegen lasse ich mich auf diese argumentative Spitzfindigkeit nicht ein.

Was vergangene Alterungsprozesse angeht: Welche meinen Sie? Ein anderer Diskussionsbeitrag hat diese tolle Grafik zur Diskussion gestellt: https://service.destatis.de/bevoelkerungspyramide/#!y=2017&g
Der Altersquotient war demnach seit 1950 nie so hoch wie heute, geschweige denn von zukünftigen Werten. Es ist auch kein Trend erkennbar, nach dem es früher mal höhere Werte gegeben haben könnte als heute, geschweige denn zukünftigen.

Ja, auch Kinder müssen ernährt werden, aber worauf wollen Sie hinaus? Dass wir unser Rentensystem retten können, indem wir keine Kinder mehr bekommen, damit wir alles, was wir übrig haben, den Alten geben können? Na dann viel Spaß für die letzte Generation.

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lupo62 31.10.2017, 01:06
131.

Viel Hass und Häme von den Foristen über Jens Spahn. Die traurige Wahrheit ist aber, dass hier der Bote zum Täter gemacht wird. Liebe Foristen, es ist nicht Herr Spahn, der nicht richtig tcikt. Es ist das ganze Rentensysten. Wenn Ihr einen Schuldigen suchen wollt - und daran liegt euch offenbar sehr viel - , dann ist es nicht Herr Spahn, sondern der 60jährige Dachdecker (und seine Freu), der "leider" versäümt hat, für die drei Kinder zu sorgen, die ihm die Führente finanzieren können. Wir selbst sind für die Misere verantwortlich. Oder anders ausgedrückt: Eine viel zu kleine Finanzierungsdecke wird hin- ind hergeschoben, jeder, der/die leider nicht bedient wird, heult auf (zu Recht, übrigens), aber es reicht längst nicht für alle.
Ist eigentlich allen Foristen klar, dass man in Zukunft einen weit überduchschnittlichen Lohn bezogen haben muß, um mit der Rente über die Grundsicherung zu kommen?
Ich bewundere den Gleichmut der jungen Leute, dass sie sich das bieten lassen. Im Moment gibt es nämlich noch eine Menge Rentner, die wie die Made im Speck leben. Ihr Geld wird in Zukunft fehlen.

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aschie 31.10.2017, 02:16
132. Genug Geld im System

Zitat von flintstone888
nehmen auch eher zu. Herr Spahn mag "vorlaut" sein, aber er spricht die Probleme an, die auf uns zukommen werden. Auch das Geld, was den Rentnern ausgezahlt wird, muss irgendwo herkommen (der genmanipulierte Baum, an dem 100 Euro-Scheine wachsen, gibt es nicht). Als Anfang des letzten Jahrhunderts die Rentenversicherung eingeführt wurde und das Rentenalter mit 65 festgelegt wurde, wurden die Leute im Schnitt 67 Jahre alt. Das ist heute anders. Als Adenauer seine letzte Wahl gewinnen wollte und die Rente deshalb dynamisiert wurde, wurde er von Fachleuten gewarnt, dass das System an die Wand fahren wird. Er fragte - wann. Die Anwort war ca. 30 Jahre. Daraufhin Adenauer sinngemäß: dann machen wir es, in 30 Jahren interessiert mich es nicht mehr. Langer Sätze kurzer Sinn: Unser System braucht entweder massiv mehr Geld (ja - woher - schon klar, liebe Umverteiler) oder die Leute müssen länger arbeiten - wenn sie können natürlich. Der berühmte Dachdecker kann dann im Alter die Disposition oder Planung z.B. machen (nur Beispiele), alte Pflegerinnen Junge anlernen etc. (hängt mich jetzt nicht an den Beispielen auf) wenn es gar nicht mehr geht, dann natürlich Rente. Wenn ich auf dem Fußballplatz die Senioren rennen sehe (gut, nicht alle gehen dahin) dann weiß man, wie das Potential der Alten durch Medizin gesteigert in den letzten 100 Jahren gesteigert wurde. Nochmals - Sehen Sie sich alle die Zahlen an - oder liefern Sie den genmanipulierten Baum - dann bin ich auch dabei...
Ich hab so den Verdacht sie wollen uns da ein Bären aufbinden
die Rente vor Hundert Jahren so so.
Ein Kurzer Vergleich Anstieg der Renten Rentenqozent und Productivitätsteigerung zeigt nämlich das der demographishe factor nur ein Rechentrick ist. Wäre jede Productivitätssteigerung
in Lohnerhöhung eingegangen gäbe es auch kein Rentenproblem.
Statdessen fliesen die Gewinne in den Kapitalmarkt und somit auch kein Geld in die Rentenkasse.
Das führt zu dem schluss das Kapitalerträge auf kosten der Renten normaler Arbeitnehmer zustande kommen .
Umverteilung Von fleissig und arm(Arbeit) zu faul und reich(Kapital)

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bmvjr 31.10.2017, 03:06
133. Wenn Spahn redet

fliegen auch schon mal die Spaene. Wer diesen Karrierepolitiker von ersten Gehversuchen in der JU ueber seine Haartransplantation bis zu seinen Auftritten kurz vor der letzten Bundestagswahl hin beobachtet hat, dem wird deutlich, wen oder was man vor sich hat. Der Mann ist nicht von Ueberzeugungen und dem Ansporn getrieben, der Gesellschaft Gutes zu tun, heutige Probleme um deren Loesung willen anzugehen und seinem Land zu dienen. Herr Spahn moechte Karriere machen, schielt auf Hoeheres, wird an der Demontage Merkel's mit beteiligt sein und dann die Gelegenheit nutzen, sich zum Minister aufzuschwingen. Spaeter ist dann ein Absprung in die lukrative freie Wirtschaft auf dem Plan des Herrn Spahn. Damit steht er nicht allein da, ist aber auch nur einer der "Politiker", denen es mehr um sich als um die Buerger des landes geht - die sind Mittel zum Zweck und der Zweck ist eindeutig.

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volo63 31.10.2017, 04:34
134. versorgungsempfänger abschaffen

es wird Zeit, dass wir dafür auf die Straße gehen, die Privilegien wie eigene Entscheidung über die Vergütung und die üppige Altersversorgung von Parlamentariern, abzuschaffen. Wir sind zu zahm und lassen uns auf dem Wirtschaftsaltar schlachte. Wann war Deine letzte Demoteilnahme?

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na-bravo 31.10.2017, 06:38
135. Wir haben verstanden klingelt mir noch im Ohr

Sie Herr Spahn anscheinend nicht.
Klein Schröder würde ich meinen, solche Leute werden erst wach wenn die Prozentzahlen Ihrer Parteien noch mehr fallen.
Fragen Sie einmal Ihre Kollegen der SPD, die haben das auch schmerzhaft erfahren müssen.
Hochmut kommt vor dem Fall, das werden Sie vielleicht auch noch lernen, sind ja noch jung.

Sorgen Sie lieber für gerechte Löhne und Arbeitsverhältnisse und das alle einzahlen in die sozialen Sicherungssysteme, Sie zahlen auch in die Rentenkasse? Dann klappt es auch mit der Rente.

Fachkräftemangel ? nicht bei anständigen Löhnen und Arbeitsverhältnissen ( z.B. in Pflegeberufen ) dann haben Sie auch Fachkräfte und ein Problem weniger in der Rentenkasse.
Finde es immer herrlich wenn Leute groß den Mund aufmachen, die sich selber schon längst aus den sozialen Sicherungssystemen verabschiedet haben, man sollte doch meinen das diese Leute eine Vorbildfunktion haben. Sehr solidarisch solche Leute.

Bei der Rente heißt es nicht alt gegen jung, sondern reich gegen arm oder Neoliberalismus.


na-bravo

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na-bravo 31.10.2017, 06:57
136. Wieder einer der drauf reinfällt!

Zitat von thunderstorm305
Die Rente mit 63 führt nur dazu dass es zu weiteren Frühverrentungen kommt. In 20 Jahren wird so etwas unvorstellbar sein, denn niemand könnte es sich leisten solch ein Regelung einzuführen. Unseren Rentnern geht es so gut wie nie und manchmal habe ich den Eindruck dass man vor allem an die Wähler dabei denkt. Mit der Rente ab 63 hat aber vor allem die junge Generation zu leiden, denn sie muss dafür die Rente bezahlen, obwohl sie genau weiss dass für ihre Rente am Ende nicht mehr viel übrig bleiben wird. Ich finde es jedenfalls schon sehr problematisch dass die junge Generation mehr für die Rentenversicherung bezahlen muss, dazu noch eine private Absicherung und am Ende viel weniger erhält wie die heutigen Rentner. Jung und Alt müssen gleichermaßen belastet werden und trotzdem müssen beide Luft haben zum Atmen. Die Aussagen von Jens Spahn sollte man deshalb schon ernst nehmen.
Ist nicht alt gegen jung, sondern arm gegen reich.

Ich habe mit 14 Jahren angefangen zu arbeiten, stehe seit meinem 17 Lebensjahr auf eigenen Füßen und habe demnächst 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt, und Sie?

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almiwo 31.10.2017, 07:33
137.

Toll ist auch die im Artikel genannte Begründung : Facharbeiter, die noch gebraucht werden, dürfen nicht mit 63 Jahren in Rente gehen..... Das heißt dann für mich, dass ich wohl bis 77 arbeiten soll, denn ich bin FachKrankenpfleger Intensivpflege und Pflegekräfte werden wirklich dringendst gebraucht. Aber, lieber Jens, ich werde sicherlich nicht arbeiten bis ich 67 bin. Ich werde vorher aufhören zu arbeiten. Nein, ich kann es mir finanziell nicht leisten, aber da ich sowieso als Rentner auf Grundsicherung angewiesen sein werde, macht es für mich keinen Unterschied ob der Staat mir dann 50? oder 150? zu meiner mickrigen Rente zuschieben, mir fehlt da schlicht der Anreiz. .... Wer heute noch einen sozialen Beruf ergreift, wird zwangsläufig in der Altersarmut landen (das sage ich auch jedem KrankenpflegeSchüler). Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Beitragsbemessungsgrenze abgeschafft werden muss.

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Rüdiger321 31.10.2017, 07:36
138. Jamaika-Rauch vernebelt Herrn Spahn

Wer 45 Jahre hart gearbeitet hat, dem sollte auch die Option ab dem 63 Lebensjahr abschlagsfrei in Rente zu gehen nicht genommen werden. Die fehlenden Facharbeiter sollten durch eine intelligente Zuwanderungspolitik doch zu bekommen sein. Hier soll der normale Arbeitnehmer zur Melkkuh der Nation gemacht werden.
Die Rente ist heute schon für die meisten Rentner durch die sozialversicherungs-technischen Abgaben und die unerhört hohen und weiter steigenden Steuern kaum noch geeignet den eigenen gewohnten Lebensstandard auch nur annähernd aufrecht zu erhalten. Das Heer der im Niedriglohn-Sektor arbeitenden Menschen wird die Altersarmut dramatisch erhöhen und die Kosten für Grundsicherungsrente und Sozialhilfe drastisch erhöhen.
Leider gehen die meisten Kühe artig zur Weide bis sie geschlachtet werden. Soziale Gerechtigkeit geht anders, ist in der Welt von Herrn Spahn auch nicht erwünscht. Letztlich gilt es, das Heer von Berufspolitikern und Pensionären steuerfrei mit Bier und edelstem Dinkel wie Kobe-Rinder zu füttern, während das Volk mit Wasser und schimmeligem Brot abgefunden wird. Herrn Spahn wünsche ich die Rente mit 37, dann könnte er morgen in Ruhestand gehen und Deutschland blieben die vielen unsinnigen Kommentare dieses Möchte-Gern erspart.

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dirk1962 31.10.2017, 07:38
139. Es ist erstaunlich

wie schwach Merkel inzwischen in der Union ist. Da wirft ihr Spahn ganz offen Versagen bei der Rente vor und niemand aus dem Vorstand der Partei stellt sich vor Merkel? Also wird die Meinung von Spahn dort scheinbar geteilt. Nur warum sollen wir Merkel weiter als Kanzlerin ertragen, wenn sie selbst in der Union nur noch geduldet ist? Wenn die Union einen Rest an Glaubwürdigkeit erhalten will, dann ist jetzt die offene Diskussion über Merkel notwendig. Der Versuch dieses Problem auszusitzen kann den Untergang der CSU in Bayern bei der LTW bedeuten.

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