Forum: Wirtschaft
Streit um Reparationszahlungen: Griechenland erwägt Pfändung von deutschem Besitz
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Die griechische Regierung will mit mehr Nachdruck Reparationszahlungen von Deutschland fordern. Nach SPIEGEL-Informationen aktiviert Athen dafür jetzt auch eine alte Drohung: die Beschlagnahmung von deutschem Eigentum.

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AxelSchudak 19.04.2019, 15:05
280.

Zitat von Geopolitik
Der Ausgleich des Zwangskredits und Rückgabe von Beutegut mag ja angehen.
Es gab keinen Zwangskredit. Das Geschichte vom "Kredit" beruht auf einem internen Vermerk mit der Verrechnung der Besatzungskosten, die aber durch die Reparationen abgedeckt ist.

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AxelSchudak 19.04.2019, 15:07
281.

Zitat von heineken1
Sieht die griechische Seite vermutlich anders. Denn sie wurde, wenn mich mein zugegeben geringes Geschichtstalent nicht trügt, nach WW II nicht an entsprechenden Verhandlungen beteiligt.
Griechenland konnte genauso wie alle anderen betroffenen Staaten seine Ansprüche anmelden. Wenn die Siegermächte Griechenland nicht intensiver in die Verhandlungen einbezogen haben, kann man das kaum Deutschland vorwerfen.

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moev 19.04.2019, 15:07
282.

Zitat von fng01143
Und dass manche Leute immer noch in dem Glauben leben, dass die Griechenland-Krise von faulen, über ihre Verhältnisse lebenden Griechen verursacht wurde, macht mich einfach nur traurig. Es sollte mittlerweile jeder mitbekommen haben, dass es sich dabei um eine Rettung ausländischer Investoren, vor allem Banken, handelte [3].
Das eine schließt das andere nicht aus.

Die Krise wurde von "von faulen, über ihre Verhältnisse lebenden Griechen verursacht", die irgendwann ihre Bankkredite die sie zum Konsum über ihre Verhältnisse aufgenommen hatten, nicht mehr abstottern können.

Also hat man ihnen strikte Sparsamkeit verordnet und dafür tröpfchenweise weitere Kredite gegeben, mit denen sie zuerst mal ihre alten Kredite abzahlen mussten und sich nebenbei, unter besagtem Grundsatz der Austerität, grade über Wasser halten durften.

Wenn A seine Geld beim Wirt versäuft und zusätzlich noch nen fetten Deckel anhäuft und B bietet dann an, dass er A Geld leiht, damit der den WIrt bezahlen kann, dann hilft er also nur dem Wirt? Weil A sich von dem geliehenen keinen UHD Fernseher kaufen darf, sondern nur die Schulden für vergangenen Konsum bezahlen "darf"?

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spon_1980133 19.04.2019, 15:08
283. ?

Zitat von Ohne Worte ?
Eigentlich ist das Thema zu komplex . Relativ einfach gesagt –> raus aus dem Verein der sich EU nennt und die nur einen dummen suchen , der für alles gerade stehen soll . Die „Kaste“ der Leute , die glauben regieren zu dürfen muss endlich ersetzt werden in diesem Land , damit das aussaugen der Bevölkerung endlich aufhört . Zuletzt die „gerechtere“Verteilung zur Berechnung der Grundsteuer. Raus aus der EU .
Was hat die Mitgliedschaft Deutschlands in der EU mit den Reparationsforderungen Griechenlands zu tun? Der von Ihnen bemühte Zusammenhang erschliesst sich mit nicht.

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der Bulle 19.04.2019, 15:08
284. Da frag ich doch einmal

am Ostermontag meinen Lieblings Griechen, was er davon hält.
Das Urteil eines fleißigen Erfolgreichen Gastronomen ist sicher mehr Wert als das Blabla von Alexis Tsipras, der im Zweifel ja nur wiedergewählt werden möchte.
Und bei all den Forderungen aus Polen, Griechenland usw. vergesst mir die Hereros nicht.
Wobei die Schädel aus der Charité ja von der brillanten Staatsministerin Müntefering ja schon zurück gegeben wurden. Ein Anfang!

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AxelSchudak 19.04.2019, 15:09
285.

Zitat von Frankonia
wie politisch abschließend geregelt". Was bedeutet das genau? Warum hat Griechenland kein Anrecht auf evtl. mögliche Deutsche, aber bisher verweigerte, Reparationszahlungen?
https://de.wikipedia.org/wiki/Pariser_Reparationsabkommen

Im Pariser Reparationsabkommen wurde der Anteil Griechenlands an den Reparationen festgelegt. Die dort festgelegten Leistungen hat Griechenland auch erhalten. Im Kern bestand das aus 30.000 Tonnen Maschinen (was anderes war aus DE damals nicht rauszuholen), die Griechenland aber nicht importiert und verwendet sondern zum Schrottwert verkauft hat.

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moev 19.04.2019, 15:09
286.

Zitat von IrreguläreApokalypse
Es wäre interessant zu wissen wie viele pfändbare Güter der deutsche Staat denn in Griechenland besitzt. Außer ein paar Kultureinrichtungen und Botschaftsgebäude dürfte da nicht viel sein. Jedenfalls keine 300Mrd.
Es würde vor allem Privatbesitz deutscher Staatsbürger und Unternehmen gepfändet. Auch deutsche Exporte, die zufällig noch in Containern auf den Häfen rumstehen (eventuell inkl. Schiffe, wobei die alle ausgeflaggt sein dürften).

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bauklotzstauner 19.04.2019, 15:11
287.

Zitat von bdroege
Vielleicht sollte man griechischen Besitz pfänden um den Schaden durch die Eurokriese zu kompensieren. Deutschen Sparern ist durch nicht mehr vorhandene Zinsen ein gigantischer Schaden entstanden.
Dafür hat der deutsche Fiskus allein an der "Griechenlandrettung" durch Kredite hunderte Millionen Euro verdient, die Wolfgang Schäuble als Einnahmen im Bundeshaushalt sehr gern eingepreist hatte, um seine "schwarze Null" zu realisieren. Man hat Kredite aufgenommen - und zu HÖHEREN Zinsen an Griecheland weitergegeben. Wie man das halt unter Freunden so macht. Aber als Varoufakis das zart anmerkte, rauschte ein Sturm der Entrüstung durch den deutschen Blätterwald! "Undankbare Griechen" hieß es in denselben Blättenr, die zuvor schon gefordert hatten, Griechenland solle doch seine Akropolis verscherbeln....

Zudem sparen wir durch die von Ihnen beklagten Nulluzinsen jährlich MILLIARDEN an Zinsen für die Bundesschulden! Das Handelsblatt beziffert die Einsparungen für Bund, Länder und Komunen seit 2008 auf unglaubliche 290 Milliarden Euro!

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/dank-niedrigzinsen-deutschland-spart-fast-300-milliarden-euro/20836608.html?ticket=ST-1708988-on4iISZZ1DRqVerFe0eX-ap2

Ist Ihnen das eigentlich bewußt?
Nee, ne? Sonst würden Sie sich nicht über den angeblichen "Schaden" durch "entgangene Zinsen" echauffieren. Muß man sich auch mal auf der Zunge zergehen lassen... Da beschwert sich jemand, daß sein Geld vom Rumliegen nicht mehr wird....

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nobody_incognito 19.04.2019, 15:12
288.

In Zeiten des "quantitative easings" sollte es doch nur einen Knopfdruck bedeuten den Griechischen Wünschen nachzukommen. Es hätte Vorteile für alle Seiten, insbesondere die Banken und sonstige Gläubiger Griechenlands. Außerdem würde es die Wirtschaft ankurbeln und der Umwelt zugute kommen, wenn die Griechen es auf diese Weise leisten könnten sich mit modernsten Fortbewegungsmittlen auszustatten. Aber wahrscheinlich funktioniert dieses unsere System nicht ohne Stress.... ;-)

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curiosus_ 19.04.2019, 15:12
289. Nun ja,..

Zitat von hefe21
"Die Kohle ist weg, das dürfte jeder wissen und deswegen kann man Griechenland auch großzügig entschulden. " "Quatsch" passt hier auch hervorragend. Die Kohle ist eben nicht weg, sondern liegt genau dort, wo sie die Griechen jeweils hingeleitet haben. Und wenn Sie "Griechenland großzügig entschulden" wollen, dann müssen sie diese "Kohle" aus dem System nehmen. Wir fangen damit ganz praktisch bei den diesbezüglichen Großsprechern hier im Forum an und bitten um eine Vermögensaufstellung. Bevorzugt liquide Mittel, die können am leichtesten verwertet werden. Vielen Dank!
.."die "Kohle" aus dem System nehmen" muss man nur, wenn man es mit der Realwertdeckung ernst nimmt. Verzichtet man darauf gibt es zunächst mal keine Obergrenze für "die Kohle im System".

Die Angelsachsen sind ja schon auf dem "besten" Weg dahin. Nennt sich "MMT".

In der Theorie wunderbar. Aber spätestens beim "diese "Kohle" aus dem System nehmen" wird das so was von Scheitern, da werden die Augen tränen. Zumal das, je mehr "Kohle im System" ist, immer abrupter geschehen muss. Denn, wenn das mal zu Kippen anfängt (und die überschüssige "Kohle im System" real wirksam wird), dann gute Nacht. Da hilft dann nur noch ein Reset, sprich eine Währungsreform.

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