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Streit um Reparationszahlungen: Griechenland erwägt Pfändung von deutschem Besitz
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Die griechische Regierung will mit mehr Nachdruck Reparationszahlungen von Deutschland fordern. Nach SPIEGEL-Informationen aktiviert Athen dafür jetzt auch eine alte Drohung: die Beschlagnahmung von deutschem Eigentum.

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whitemouse 19.04.2019, 17:18
340. Skandal

Die griechischen Forderungen sind ein Skandal. Offenkundig unberechtigt Ansprüche gegen einen EU-Partner zu erheben, sollte umgehend Sanktionen nach sich ziehen. Mich sieht Griechenland jedenfalls nicht mehr als Tourist.

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theodtiger 19.04.2019, 17:18
341. Wenn Nationalisten sich aufschaukeln verlieren alle

Zitat von kassadra
Mich erinnert das Alles fatal an die Versailler Verträge. Was dann kam, wissen wir alle. Hier ein Zitat aus der Wikipedia mit dortigem Quellennachweis: "...Ziel (der französischen Delegation) war, die Entschädigung für die Kriegszerstörungen und der Abdeckung der interalliierten Schulden, die Frankreich vor allem bei den Vereinigten Staaten hatte. Eine vollständige Abdeckung aller Auslagen, die der Krieg gebracht hatte, schien durchaus geeignet, den gefährlichen Nachbarn nachhaltig zu schwächen...". Die Griechen stoßen nun anscheinend ins gleiche Horn, nun allerdings als Wiedergutmachung des 2. Weltkrieges, aber mit anscheinend gleicher Intention. Wenn eines aus der Geschichte klar geworden sein sollte, dann das, daß man Deutschland nur eine gewisse Zeit ungestraft auspressen kann. Irgendwann hat der deutsche Michel dann genug. Dies ist insgesamt auch zu beziehen auf die bereits eingetretenen Wohlstandsverluste durch die desaströse EZB-Geldpolitik im Rahmen der Euro-Rettung. Nun wird der geneigte Leser einwenden wollen, daß man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen könne. Dem ist zu entgegnen, daß es sich beiderseits um Obst handelt. Der Geschmack entscheidet bei der Wahl. Wir werden sehen, wohin die Reise mit Europa insgesamt geht. Ich habe da so eine Ahnung.
Das Schlimme an den Nationalisten ist, dass sie sich gegenseitig aufschaukeln und hinterher alle verlieren. Jetzt kommen nach den griechischen und polnischen nationalistischen Populisten auch noch die deutschen. Dabei sollte dies doch alles überwunden sein, nachdem weitsichtige - vor allem französische - Politiker nach dem zweiten Weltkrieg die Fehler von Versailles unbedingt vermeiden wollten und statt Aufrechnung der Vergangenheit eine zukunftsgewandte europäische Gemeinschaft / Union in die Wege leiteten. Dass dies die AfD und ihre Brüder / Schwestern in der Gesinnung (PiS, FN, Lega und auch griechische Populisten) nicht verstanden haben, ist eigentlich kaum nachvollziehbar aber leider Realität. Es bleibt zu hoffen, dass diese Zersetzer eines gedeihlichen Miteinanders der Völker bei den EU Parlamentswahlen nur einen kleinen Stimmenanteil bekommen.

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Ezechiel 19.04.2019, 17:25
342. Das Wohlstandsversprechen der EU.

Zitat von kado1
grossen Europäer vor, eine EU-UdSSR mit Macrons Ideen, u.a. einen EU-Finanzminister mit eigenem Budget, einer EU-Arbeitslosenvers., die gemeinsame Haftung von Krediten, eine Transferunion,... super für F und die Pleiteländer, aber nicht für uns. Der Länderfinanzausgleich klappt mit Murren und Knurren gerade noch in D, nie in der ganzen EU. Etwas Sozialismus im Kapitalismus ist ein Unding und scheitert, wie der ehem. Ostblock und dort flossen noch die Gewinne der Betriebe, Banken, Rohstoffe,...zurück in die Staatskasse. Den Hauptanteil zahlt D und dort bekommt die Hälfte der Rentner nicht einmal 1000 Euro, jedes 5. Kind lebt in Armut, 300 000 (waren es einmal) konnten den Strom nicht bezahlen, wurde ihnen abgeklemmt. Jetzt sind sogar die Noch-Nettoeinzahler F und I die neuen Sorgenländer. Kürzlich wollte Italien 250 Mrd erlassen bekommen, wann wacht der Michel endlich auf? Das Fehlkonstrukt ist total gescheitert, wenn die vielen Nehmerländer einmal einzahlen müssen und die wenigen anderen nicht mehr können, ist es vorbei.
Die EU ist mit dem Versprechen angetreten, für alle Menschen in der EU einen in etwas gleichen Wohlstand zu schaffen. Dass Länder wie Griechenland, Portugal, Rumänien u.a. aus eigener Kraft einen Wohlstand auf dem Niveau der BRD, der Niederlande oder Luxemburgs nicht annähernd erwirtschaften können, dürfte jedem von Anfang an klar gewesen sein. Die EU wird nur weiter bestehen, wenn das Wohlstandsversprechen eingelöst wird. Das geht nur mit Schuldenunion und einem Staaten-Finanzausgleich. Herr Macron hat das erkannt. Unsere Regierung ebenso. Sie weiß aber nicht wie sie dem Volk beibringen soll, dass alle etwas abgeben müssen.

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amon.tuul 19.04.2019, 17:26
343. Quatsch

Zitat von Ezechiel
Zahlt den Griechen das Geld in zehn Jahresraten. Aber nicht an den Staat, sondern an die Hinterbliebenen der Opfer. An die Kinder, Enkel, Urenkel und Ururenkel. Denn wenn der Staat das Geld in die Finger bekommt, landet es wieder in den Taschen der selben Aasgeier, die sich auch aus den Staats-Krediten hemmungslos bedient hat.
wieso das denn? Meine Großeltern waren auch Kriegsopfer, käme ich je auf die Idee von den Enkeln der damals Zuständigen Geld zu fordern? All das ist totaler Unsinn.

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cato. 19.04.2019, 17:29
344.

Deutschland muss hier und jetzt ein Exempel statuieren, damit die Botschaft ein für alle Mal in aller Welt zu hören ist, dass Deutschland sich nicht mehr moralisch erpressen lässt.

Griechenland raus aus der EU. Gerne auch damit verknüpft das Griechenland humanitäre Grundstandards in Europa nicht einhält und daher eine Abschiebung nach Griechenland von Gerichten untersagt wird.

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mooney87 19.04.2019, 17:29
345. Troja

Wenn wir dieses Fass schon aufmachen, dann aber bitte ohne zeitliche Begrenzung. Mir fällt da spontan Troja ein... Rechtsnachfolger sollte die Türkische Republik sein. Mal sehen, was da zusammenkommt. Zerstörung eines Stadtstaates, Plündungen, Vergewaltigungen und Verschleppungen... Und natürlich Raub des Staatsschatzes. Ich befürchte, in knapp 3000 Jahren kommt da eine Menge an Zins und Zinseszins zusammen.

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boeserwolf15 19.04.2019, 17:31
346. In Griechenland läuft was anderes schief

Die klammen griechischen Kassen sollen über Reparationen gefüllt werden. Ursache der maroden Staatsfinanzen? Griechenland erwirtschaftet mit 10,7 Mio Einwohnern 2017 ein BIP von 202 Milliarden EUR. Baden-Württemberg mit 11 Mio Einwohnern 493 Milliarden EUR. Liegt der Unterschied in den Ereignissen vor 72 Jahren begründet? Oder kann es sein, dass bei den Griechen etwas anderes grundlegend schiefläuft?

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Grummelchen321 19.04.2019, 17:32
347. Es

gibt entsprechende Abkommen und Verträge die nach dem Krieg die Reparationen geregelt haben.selbst Polen ist bisher dadurch mit allen Forderungen gescheitert.

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theodtiger 19.04.2019, 17:33
348. Geschwurbel

Zitat von kado1
grossen Europäer vor, eine EU-UdSSR mit Macrons Ideen, u.a. einen EU-Finanzminister mit eigenem Budget, einer EU-Arbeitslosenvers., die gemeinsame Haftung von Krediten, eine Transferunion,... super für F und die Pleiteländer, aber nicht für uns. Der Länderfinanzausgleich klappt mit Murren und Knurren gerade noch in D, nie in der ganzen EU. Etwas Sozialismus im Kapitalismus ist ein Unding und scheitert, wie der ehem. Ostblock und dort flossen noch die Gewinne der Betriebe, Banken, Rohstoffe,...zurück in die Staatskasse. Den Hauptanteil zahlt D und dort bekommt die Hälfte der Rentner nicht einmal 1000 Euro, jedes 5. Kind lebt in Armut, 300 000 (waren es einmal) konnten den Strom nicht bezahlen, wurde ihnen abgeklemmt. Jetzt sind sogar die Noch-Nettoeinzahler F und I die neuen Sorgenländer. Kürzlich wollte Italien 250 Mrd erlassen bekommen, wann wacht der Michel endlich auf? Das Fehlkonstrukt ist total gescheitert, wenn die vielen Nehmerländer einmal einzahlen müssen und die wenigen anderen nicht mehr können, ist es vorbei.
In Beiträgen, in den der Ausdruck EUdSSR auftaucht, ist in der Regel auch sonst nur Schwachsinn drin. Nicht anders beim obigen, der dann auch so gar nichts mit dem Thema "griechische Reparationsforderungen" zu tun,hat - halt nur übliches AFD Geschwurbel insbesondere gegen die EU.

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Justitia 19.04.2019, 17:33
349.

Als Retourkutsche sollte Deutschland sich seiner historischen Koalition mit der Türkei erinnern und die türkischen Ansprüche auf die Mittelmeerinseln unmittelbar vor dem türkischen Festland unterstützen, unter anderem auf Chios, Lesbos und Samos. Griechenland bügelt das auch seit Jahren einfach ab und ist nicht zu einer Verhandlung mit der Türkei auf Augenhöhe bereit.

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