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Streit um Sanierung: Opel-Betriebsrat blockiert Abfindungsprogramm
DPA

Das freiwillige Abfindungsprogramm bei Opel wird offenbar gut angenommen. Der Betriebsrat sieht dadurch die Zukunft des Autoherstellers gefährdet - und verweigert vorläufig seine Zustimmung.

eigene_meinung 27.04.2018, 14:24
1.

Bisher konnte mir noch niemand schlüssig erklären, wie durch Massenentlassungen mit hohen Abfindungen Kosten gespart werden könnten. Dies würde nur dann funktionieren, wenn die Entlassenen ("freiwillig ausscheidenden) ansonsten gar nichts zu tun hätten. Tatsächlich wird aber deren Arbeit nach der Entlassung durch Externe erledigt oder durch zugekaufte Produkte ersetzt.

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vitalik 27.04.2018, 14:33
2.

Die Entscheidung der Mitarbeiter ist nachvollziehbar. Die Zukunft von Opel ist ungewiss und die frühe Entscheidung zu einem Wechsel ist ein Vorteil bei der Suche einer neue Stelle. Wenn die Betriebe komplett schließen, werden tausende Mitarbeiter mit vergleichbarer Qualifikation auf den Arbeitsmarkt strömen. Mit 275.000 € Startkapital kann man sich sogar einen Neuanfang weiter weg der Heimat vorstellen.

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zia-zaruba 27.04.2018, 14:42
3. @ eigene_meinung

ich denke, dass dann der Standort geschlossen wird.

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ambulans 27.04.2018, 14:54
4. der

BR hat doch einfach nur noch angst um seinen eigenen, nicht gerade schlecht bezahlten (zuschläge!) job - und für die kollegen gilt jetzt offenbar: rette sich, wer kann ...

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deni9 27.04.2018, 14:56
5. Abfindung

Na klar ist es günstiger den Arbeitern eine hohe Abfindung zu geben. Z.B. Durchnittsgehalt 60000€x10 Jahre=600000€ verdient ein Mitarbeiter in dieser Zeit. 275000€ ist die höhste Abfindungssumme die man bekommen kann, auch nur dann wenn man bei Opel mindesten 35 Jahre dort tätig war. So, was ist jetzt eure Meinung nach günstiger???? Nicht zu vergessen, gibt sehr viele Opelaner die dort nicht viel zu tun haben!!! Opel kauft doch fast alles ein,Ist doch alles ausgelagert worden. Es gibt im Prinzip fast keine reinen Made by Opel Teile,schon lange,lange nicht mehr.

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ambulans 27.04.2018, 14:56
6. der

BR hat doch einfach nur noch angst um seinen eigenen, nicht gerade schlecht bezahlten (zuschläge!) job - und für die kollegen gilt jetzt offenbar: rette sich, wer kann ...

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harzinger 27.04.2018, 15:21
7. Ach wie gerne....

... würde ich bei Opel arbeiten. Diese Abfindung würde 14 Jahre reichen um meinen derzeitigen Vollzeitjob im Metallgewerbe gegen zu finanzieren.
Ich könnte quasie zu Hause bleiben, würde die 14 Jahre etwas mehr als mein jetziges Gehalt bekommen und dann schön in Rente gehen.
Es ist einfach nur abartig was in der Autobranche gezahlt wird. Mein Mitleid mit Opelanern hält sich somit in Grenzen.

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karlsiegfried 27.04.2018, 15:34
8. Unfassbar

275.000 Euro Abfindung, das ist einfach unfassbar. Natürlich würde ich die auch sofort nehmen, dennoch ist das unfassbar. 275.000 Euro fürs Rumsitzen, Rumgammeln und Nichtstun. Und was bekommtein anderer Lohnabhängiger in einem Betrieb mit 30 Mitarbeitern dem nach 30 jahren Firmenzugehörigkeit wegen zu geringer Aufträge gekündigt werden muss oder wenn derLaden plötzlich pleite macht? Er schaut in die Röhre und kann Hartz IV beantragen. Kein Wunder das kein Arbeitgeber, auch als Grosskonzern, keine Lust mehr hat unbefristete Arbeitsverträge anzubieten und auf Personalverleiher umsteigt. Das würde ich auch tun. Un nun jammert der Betriebsrat das würde der Zukunft des Standorts Bochum schaden. Womit er dem Grunde nach auch recht hat. In spätesetens 5 Jahren wird es Opel in Bochum nicht mehr geben. Das ist völlig normal und darüber gibt es nichts zu meckern. Was produziert wird muss auch seine Käufer finden, sonst geht der Laden pleite. Das ist dasGrundproblem von Opel. Auch der Betriebsrat von Opel wird die Fehlentwicklung von Opel nicht aufhalten können. Schlussfrage: Wie hoch soll denn die Abfindung für ein Betriebsratmitglied von Opel sein und wieviel dieser Nasen wartet auch nur darauf eine höchstmögliche Abfindung zu erhalten?

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wollipößneck 27.04.2018, 20:21
9. Schnappatmung

war meine erste Reaktion. Nehmen wir mal an es sind 200.000 Euro. Dann sind es bei 1000 Mitarbeitern 200 Millionen. Es kann wohl kaum am Geld liegen, es geht doch um eine Marktbereinigung und es geht darum Deutschland als etablierten Autohersteller langfristig zu schädigen. Sollten hier wirklich so viele Fachkräfte fehlen, wie täglich berichtet wird, dann hätten die Opelaner ja gute Aussichten. Das wird sich dann zeigen. Das Handwerk sucht dringend Fachkräfte. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit.

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