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Streit um Wirtschaftskurs: Ungarn will IWF rauswerfen
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Der jahrelange Streit zwischen Ungarn und dem Internationalen Währungsfonds ist eskaliert: Der Chef der ungarischen Notenbank, György Matolcsy, forderte den IWF auf, seine ständige Vertretung in Budapest zu schließen. Seine Schulden bei dem Fonds will das Land schnell zurückzahlen.

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enivid 15.07.2013, 16:31
20.

So ein Land befindet sich in der EU... Die Hürden für eine Mitgliedschaft sind zu niedrig und die Voraussetzungen anscheinend nicht schwer. Wie die letzten Kaiser in Rom, verwässern wir statt der Währung, unsere Ideale. Hauptsache kurzfristig Wirtschaftswachstum um in der nächsten Legislaturperiode wieder regieren zu können.

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king_pakal 15.07.2013, 16:33
21.

Zitat von sysop
Der jahrelange Streit zwischen Ungarn und dem Internationalen Währungsfonds ist eskaliert: Der Chef der ungarischen Notenbank, György Matolcsy, forderte den IWF auf, seine ständige Vertretung in Budapest zu schließen. Seine Schulden bei dem Fonds will das Land schnell zurückzahlen.
Eine richtige und wichtige Entscheidung diese globaler Mafia rauszuwerfen!

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lindejung 15.07.2013, 16:35
22. bravo Ungarn!

Zitat von sysop
Der jahrelange Streit zwischen Ungarn und dem Internationalen Währungsfonds ist eskaliert: Der Chef der ungarischen Notenbank, György Matolcsy, forderte den IWF auf, seine ständige Vertretung in Budapest zu schließen. Seine Schulden bei dem Fonds will das Land schnell zurückzahlen.
Das einzige europäische Land, das sich von der neoliberalen Plündermaschine befreit.
In Argentinien war das auch die Voraussetzung für den Wiederaufstieg.

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henrypimpernell 15.07.2013, 16:43
23.

was machen die überhaupt noch in der EU?

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lajtorja 15.07.2013, 16:43
24. Völlig einverstanden

Zitat von M.Rabe
Ich habe Respekt, mit welcher Energie Orban agiert. Ein Rausschmiss des IWF muss nicht das Schlechteste für ein Land sein - ein Einflussnehmer weniger - Mit seiner 2/3 Mehrheit sollte Orban sich allerdings doch gelegentlich im Sinne der Demokratie mit der Opposition unterhalten Sie trotz Möglichkeit nicht einfach überfahren, das würde ihn richtig auszeichnen.
Orbán ist in Ungarn ein äußerst beliebter Politiker. Endlich eine Regierung die auch die Interesse des Landes vor den Augen hat. Mit den "kosmopolitisch" eingestellten Linksliberalen ist die Unterhaltung kaum möglich, sie haben das Land wirtschaftlich an das Niveau von Griechenland heruntergerissen. Nun versucht der Milliardär Bajnai mit amerikanischer finanzieller Unterstützung oppositionelle Koalition schmieden.
Die fällige Ausladung der IWF ist für diese Zeitung ein guter Grund, um die 100-mal gleichgeschaltet wiederholten, unbegründeten Vorwürfe gegen die christlich-patriotische Regierung nochmal zusammenzufassen.

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johny walker 15.07.2013, 16:43
25.

Zitat von si tacuisses
Das Geld des IWF ? Die haben 90 % davon gestohlen. An Geklautem kann man kein Eigentum erwerben. Mach Sie sich schlau wie die sich in allem schadlos halten, ungeachtet der Tatsache, dass damit hilfsbedürftige Länder und Staaten nur noch tiefer in den Dreck gefahren werden.
Interessant. Und wenn Sie für Ihre Brötchen zahlen müssen, hat Sie der Bäcker bestohlen, denn eigentlich stehen Ihnen die Brötchen für lau zu - stimmts? Ich schlage vor Sie machen sich erst einmal über den Zustand Ungarns im Herbst 08 schlau. Ohne IWF und Europa wäre Ungarn damals über die Klippe gerutscht. Und das Ganze ist immer noch nicht ausgestanden. Die Regierung versucht mit Zahlenmanipulationen und allerlei Taschenspieltricks Besserung vorzugaukeln. Unter diesen Umständen die Brücken zur IWF abzureisen zeigt einmal mehr mit welcher arroganten Dummdreistigkeit die Orban-Regierung Politik betreibt. Das Volk büßt jetzt schon dafür.

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chefchen1 15.07.2013, 16:44
26. Schlechter Artikel

Zitat von sysop
Der jahrelange Streit zwischen Ungarn und dem Internationalen Währungsfonds ist eskaliert: Der Chef der ungarischen Notenbank, György Matolcsy, forderte den IWF auf, seine ständige Vertretung in Budapest zu schließen. Seine Schulden bei dem Fonds will das Land schnell zurückzahlen.
"Erst Anfang Juli hatte das EU-Parlament Verstöße gegen demokratische Grundsätze in dem Land anprangert und eine schärfere Überwachung rechtsstaatlicher Normen gefordert. Orbán hatte die Forderung empört zurückgewiesen."
Was bitte hat enn die Kritik an den demokratischen Grundsätzen mit dem angepeilten Rauswurf des IWF zu tun? Soll der überhaupt nicht demokratische, sondern nur finanzinteressen gesteuerte IWF etwa vom vom Demokratiegruch profitieren?
Ist ja wohl nur ein Lacher!

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bepekiel 15.07.2013, 16:50
27. welcher

Zitat von lindejung
Das einzige europäische Land, das sich von der neoliberalen Plündermaschine befreit. In Argentinien war das auch die Voraussetzung für den Wiederaufstieg.
Wiederaufstieg?
DW:
Argentiniens Regierung unter Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner lässt die Inflation schönrechnen und friert Preise ein. Die Konsequenz: Leere Supermarktregale und rückläufige Investitionen.

Das kenne ich von früher aus Brasilien. Erst wurden hier die Preise eingefroren, dann waren die Supermärkte leer, anstelle die Inflation richtig zu bekämpfen.
Brasilien hat seine Schulden, im Gegensatz zu Argentinien, das auch kein Geld geliehen bekommt, beim IWF beglichen und ist heute Kreditgeber.
Aber mit dem Real wurde die ausufernde Inflation richtig bekämpft.

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maliperica 15.07.2013, 16:55
28. Verzeihung,

Zitat von einmischen
eine absolut lupenreine Demokratie, zumindest behaupten dies ihre Politiker in der Regierung.
Die Probleme in Ungarn, die man als zunehmende demokratische Defizite bewertet haben nichts mit dem IWF etwas zu tun, und wenn schon dann hätte man die Ursachen für nicht erwünschte Entwicklung in Ungarn eher beim IWF finden dürfen. Es geht darum dass die Übergangszeit von alten Strukturen eines dogmatischen Realsozialismus in eine andere Dogmatik der absoluten Freiheit unter IWF Führung führten, die gegenwärtig durch einen politischen Prozess des verstärkten nationalen Konservativismus gipfeln.

Also Reformen waren und sindwichtig, aber so wie unternommen wurden hat nicht das Land und die Bevölkerung weit nach vorne gebracht, weil reale soziale Spannungen werden gegenwärtig durch eine rechten Rutsch eher gedämpft. Neben anderem Dank dem IWF!

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bepekiel 15.07.2013, 16:55
29. ach so

Zitat von lajtorja
Orbán ist in Ungarn ein äußerst beliebter Politiker. Endlich eine Regierung die auch die Interesse des Landes vor den Augen hat. Mit den "kosmopolitisch" eingestellten Linksliberalen ist die Unterhaltung kaum möglich, sie haben das Land wirtschaftlich an das Niveau von Griechenland heruntergerissen. Nun versucht der Milliardär Bajnai mit amerikanischer finanzieller Unterstützung oppositionelle Koalition schmieden. Die fällige Ausladung der IWF ist für diese Zeitung ein guter Grund, um die 100-mal gleichgeschaltet wiederholten, unbegründeten Vorwürfe gegen die christlich-patriotische Regierung nochmal zusammenzufassen.
dann liegen u.a. das Auswärtige alle falsch:
Die ungarische Wirtschaft befand sich schon vor der Finanz- und Wirtschaftskrise auf einem deutlich abgeschwächten Wachstumspfad. Auf eine Talfahrt des BIP im Jahre 2009 (-6,7 Prozent) folgten jedoch zwei Jahre leichten Wachstums mit 1,2 Prozent im Jahr 2010 und 1,7 Prozent im Jahr 2011. Dieser Trend setzt sich 2012 nicht fort: Bis Dezember 2012 schrumpfte die ungarische Wirtschaft um 1,4 Prozent des BIP.

Pester Lloyd:
Der Zustand der ungarischen Wirtschaft, vor allem aber des sie tragenden und ertragenden Volkes, bietet alles, nur keinen Anlass für Siegesfeiern. EU und OECD und natürlich die Opposition drängen auf mehr Realitätssinn.

Der Standard
New York - Die US-Ratingagentur S&P hat den Ausblick für die Kreditwürdigkeit Ungarns herabgesetzt. Er werde jetzt mit "negativ" statt "stabil" bewertet, teilte die Agentur am Donnerstag mit. Das Bonitätsrating bleibe bei "BB".

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