Forum: Wirtschaft
Strenge Vorschriften: G-20-Staaten sagen Finanzmärkten den Kampf an

Es soll Schluss sein mit Gezocke und absurd hohen Bonuszahlungen: Die Industrie- und Schwellenländer wehren sich gegen die Macht der Geldhäuser und Börsenplätze. Bei ihrem Treffen in Cannes wollen die G20 nach SPIEGEL-Informationen umfassende Reformen für die Finanzmärkte beschließen.

Seite 1 von 17
Packy 30.10.2011, 08:16
1. Jetzt zitiere ich mal Herrn Schäuble

"Ankündigungen allein helfen nicht."

Wenn alle Ankündigungen nach 2008 umgesetzt worden wären, würden wir heute nicht über Ankündigungen diskutieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nurgut 30.10.2011, 08:22
2. Am Kernproblem geflissentlich vorbei

Zitat von sysop
Es soll Schluss sein mit Gezocke und absurd hohen Bonuszahlungen: Die Industrie- und Schwellenländer wehren sich gegen die Macht der Geldhäuser und Börsenplätze. Bei ihrem Treffen in Cannes wollen die G20 nach SPIEGEL-Informationen umfassende Reformen für die Finanzmärkte beschließen.
Der Euro mag ein Fehlkonstrukt sein, gleichwohl macht er eine einschneidende (Fehl-)Entwicklung der westlichen Industrienationen sichtbar. Der durch die Industrialisierung errungene Wohlstand wurde in den vergangenen Jahrzehnten durch die politische Klasse (alle) zunehmend zu Erringung oder Sicherung der Macht verwendet. Die ruht in einem demokratischen System auf zwei Säulen, dem Beamten- und dem Sozialstaat mit seinem relativ homogenen Potential an Wählerstimmen. So wurde de facto zunehmend von Oben nach Unten umverteilt, nämlich vom fleißigen, innovativen, risikobereiten, ungezählte Überstunden ableistenden Mittelstand zu denen, die unverschuldet oder gewollt nichts tun. Hinzu kam ein riesiges Beamtenheer, überwiegend nutzlos und auf permanenter Sinnsuche. Als Resultat verschuldeten sich selbst die solidesten Volkswirtschaften, denn diese Endlosschraube bedarf auch einer ‚unendlichen’ Finanzierung. Ergo, der Staat leiht sich Geld vom Bürger um es in einem Bereich zu ‚investieren’, von wo nicht ein einziges Äquivalent an Produktivität oder Innovation zurück-fließt. Die nächste Verschuldung wird damit von Beginn an pflichtvergessen eingeplant. Griechenland, besonders leistungsschwach und besonders spendierfreudig geht auf einem Weg voraus, den wir alle gehen, wenn nicht endlich die Bremse betätigt wird. Als einziger hat dies Gerhard Schröder erkannt und zugleich den Mumm gehabt die nötigen Reformen anzupacken. Dafür wird er heute von seinen eigenen Leuten mit faulen Eiern beworfen, während der (ver)greise(nde) Helmut Schmidt, mit dem der ganze Irrsinn begonnen hat zum Messias mutiert. Erstaunlich, daß diese simplen Zusammenhänge nirgends diskutiert werden. All diejenigen, die mehr und höhere Steuern fordern, müssen sich fragen, ob sie dem Staat allen Ernstes noch mehr Geld zum Verschleudern geben wollen. Nicht der Kapitalismus, was immer das ist, bedarf der Regulierung, sondern der alles erdrückende Wohlfahrtsstaat. Dafür gibt es eine einzige scharfe Waffe, und die heißt Bildung!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TimBimmler 30.10.2011, 08:22
3. Na endlich

Da fragt man sich doch nur, warum solche Maßnahmen nicht schon vor 10 Jahren beschlossen wurden. Ach ja, stimmt ja, Banken sind in Europa und vor allem in Deutschland ja total überreguliert und können faktisch gar nicht mehr arbeiten / Gewinne erzielen / die Wirtschaft am laufen halten.

Wenn man die so machen ließe, wie die wollen, geht es ja auch allen viiieeel besser und der Markt regelt eh alles.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ratxi 30.10.2011, 08:24
4. Die Macht der Titel

Zitat von sysop
Es soll Schluss sein mit Gezocke und absurd hohen Bonuszahlungen: Die Industrie- und Schwellenländer wehren sich gegen die Macht der Geldhäuser und Börsenplätze. Bei ihrem Treffen in Cannes wollen die G20 nach SPIEGEL-Informationen umfassende Reformen für die Finanzmärkte beschließen.
Durchaus ein sehr sinnvolles Anliegen.
Ich bin gespannt, was dabei heraus kommt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
katanga1 30.10.2011, 08:28
5. Sonntag Morgen 8:00 Uhr

Das Beste Maßnahmenpaket von dem ich bisher gehört habe von unseren EU Oberen.

Mal sehen wie stark denn nun die G20 "Gemeinschaft" ist.

Wann und mit welchen Punkten wird man einknicken?

Den Artikel werde ich mal bookmarken, um ihn später meinen Enkeln zu zeigen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
peterhausdoerfer 30.10.2011, 08:29
6. Die Genie muss zurück in die Flasche

Zitat von sysop
Es soll Schluss sein mit Gezocke und absurd hohen Bonuszahlungen: Die Industrie- und Schwellenländer wehren sich gegen die Macht der Geldhäuser und Börsenplätze. Bei ihrem Treffen in Cannes wollen die G20 nach SPIEGEL-Informationen umfassende Reformen für die Finanzmärkte beschließen.
egal was es kostet, egal was dabei zu Bruch geht. Eine Kapitulation würde das Ende der Demokratie einläuten, die Plutokratie würde an seine Stelle rücken.

Die Politik muss das Heft des Handelns wieder an sich reissen, dazu gehört das Zerschlagen der Universalbanken, ein Verbot von Leerverkäufen, eine Finanztransaktionssteuer, Austrocknen der Steueroasen usw.

Banken müssen wieder zu dem werden was sie mal waren, ein Marktplatz für Kapital.

Die Politik hat allerdings auch Hausaufgaben zu erledigen: Ein ausgeglichener Haushalt, kein Konsum mehr auf Kredit und dazu gehört auch die Entschärfung der demographischen Bombe.

Zu wenige Kinder bedeuten nicht weiter als ein verpulvern von Rücklagen die zur Alterssicherung zwingend erforderlich sind.

Denkbar ist das man das Renten Eintrittsalter von der Anzahl der Kinder anhängig macht, das motiviert alle sozialen Schichten gleichmässig und ist kostenneutral.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Phoenix2006 30.10.2011, 08:35
7. Strenge Vorschriften: G-20-Staaten sagen Finanzmärkten den Kampf an Auf Thema antwort

Zitat von sysop
Es soll Schluss sein mit Gezocke und absurd hohen Bonuszahlungen: Die Industrie- und Schwellenländer wehren sich gegen die Macht der Geldhäuser und Börsenplätze. Bei ihrem Treffen in Cannes wollen die G20 nach SPIEGEL-Informationen umfassende Reformen für die Finanzmärkte beschließen.
Ich habe mal eine wissenschaftliche Frage (Politik, Soziologie, Recht ,Wirtschaftswissenschaften)

Warum ist ein Regelwerk das die Finanzsysteme steuert für
Staaten von extentieller Bedeutung? Wie hat es am Ende der 1920 Jahre angefangen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wibo2 30.10.2011, 08:35
8. Schluss jetzt! .... Mit dem Gezocke und den Millionen Bonuszahlungen!

Zitat von sysop
... Es soll Schluss sein mit Gezocke und absurd hohen Bonuszahlungen ... die G20 wollen umfassende Reformen für die Finanzmärkte beschließen.
Die Banken sollen Unternehmen, Haushalte und den Staat mit Geld versorgen. Sie bringen über Kredite neues Geld in Umlauf . Die Handelsabteilungen schieben Geld hin und her. Das Geld soll dorthin gelangen, wo es am meisten Nutzen stiftet.
Soweit die Theorie, die Praxis sah aber ganz anders aus!

Vom Umverteilen des Geldes wollen die Banker selbst am meisten profitieren. Sie verdienen an jeder Transaktion, die sie ausführen. Sie verlangen sehr hohe Gebühren, um sich selbst Millionengehälter auszuzahlen. Börsen Umsatzsteuer zahlen sie nicht. Weil sie mehr Netto vom Brutto haben wollen. Jetzt Schluss damit!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
imagine 30.10.2011, 08:37
9. Starke Worte

Zitat von sysop
Es soll Schluss sein mit Gezocke und absurd hohen Bonuszahlungen: Die Industrie- und Schwellenländer wehren sich gegen die Macht der Geldhäuser und Börsenplätze. Bei ihrem Treffen in Cannes wollen die G20 nach SPIEGEL-Informationen umfassende Reformen für die Finanzmärkte beschließen.
"Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube"

Mit Verlaub; die Geldhäuser und Börsenplätze tun nur, wozu die Politik sie ausdrücklich ermächtigt hat.
Nicht nur das,
in Deutschland ist Herr Ackermann wichtiger Teil der schwarz-gelben Regierungs"mann"schaft- wie zuvor schon der SPD-grünen.
Vor allem aufgrund solcher Verstrickungen ist es den Großzockern ja möglich, fremdes und nichtvorhandenes Kapital zu verprassen, sowie mit Grundnahrungsmitteln zu spielen.
Ich glaube von diesem G20-Plan kein Wort.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 17