Forum: Wirtschaft
Stress im Job: Zahl der psychischen Erkrankungen steigt auf Rekordhoch

Vor allem jüngere Berufstätige sind betroffen: Die Zahl psychischer Erkrankungen hat laut dem DAK-Gesundheitsreport 2010 einen neuen Höchststand erreicht. Die Betroffenen sind depressiv, ausgebrannt oder haben Schmerzen ohne körperliche Ursache.

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Spiegeleii 15.02.2011, 14:59
1. Wir

müssen jetzt für mehr Wachstum und Aufschwung sorgen, damit wir den Depressiven die Pillen finanzieren können-wiederum Wachstumsimpuls für die Pharmaindustrie.

Wachstum macht glücklich, immer höhere Produktivität macht glücklich und stolz.

Und nichts hinterfragen bitte, wir konkurieren mit China da gibts keine Depressionen.

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blue_plasma 15.02.2011, 15:00
2. Flott, flott...

wieder ein Artikel, der unsere Arbeitswelt anklagt. Aber was wird passieren? Nix! Weil in unserer Gesellschaft "Lebensqualität" ein belächelter Wert ist. Was zählt sind die harten Fakten, wie Geld, Umsatz, Deckungsbeitrag und was weiss ich. Und solange aus den liberalistischen BWL-Fakultäten kleine Ackermänner strömen wird sich das leider nicht ändern.

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ElGrande-CG 15.02.2011, 15:00
3. .

Zitat von sysop
Vor allem jüngere Berufstätige sind betroffen: Die Zahl psychischer Erkrankungen hat laut dem DAK-Gesundheitsreport 2010 einen neuen Höchststand erreicht. Die Betroffenen sind depressiv, ausgebrannt oder haben Schmerzen ohne körperliche Ursache.
Tja, die einen leben am Existenzminimum, weil angeblich keine Arbeit da ist und müssen sich auch noch als Faulenzer beschimpfen lassen und die anderen werden im Beruf derart ausgequetscht, dass es an Körperverletzung grenzt.
Wir haben genug Arbeit, mann muss sie nur richtig auf die Leute verteilen.

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sponwurm 15.02.2011, 15:02
4. Lesen Sie den dieswöchigen SPIEGEL-Titel,

Zitat von sysop
Vor allem jüngere Berufstätige sind betroffen: Die Zahl psychischer Erkrankungen hat laut dem DAK-Gesundheitsreport 2010 einen neuen Höchststand erreicht. Die Betroffenen sind depressiv, ausgebrannt oder haben Schmerzen ohne körperliche Ursache.
dann ist es wahrscheinlich nur noch die Hälfte. Aber das ist immer noch viel zu viel.
Ergänzend ist zu empfehlen: Richard Sennett; Der flexible Mensch.

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rsi 15.02.2011, 15:16
5. Tja...

vor tausend Jahren im Wald war das Leben viel leichter und stressfreier. Den ganzen Tag an der frischen Luft ist einfach viel besser für Leib und Seele. Vielleicht werden wir aber auch genetisch immer zerbrechlicher und den Anforderungen des Lebens nicht gewachsen. Beides möglich, denke ich.

Vielleicht fällt aber auch den Redaktionen keine ernsthafte Katastrophe mehr ein, mit der sich Umsatz und Gewinn weiter steigern lässt. Vielleicht hätte auch das Geld für diesen Artikel stattdessen besser einen armen Menschen in der Welt vor dem Hungertod retten können.

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ratxi 15.02.2011, 15:16
6. Diese "modernen" Krankheitsformen steigen...

Zitat von sysop
Vor allem jüngere Berufstätige sind betroffen: Die Zahl psychischer Erkrankungen hat laut dem DAK-Gesundheitsreport 2010 einen neuen Höchststand erreicht. Die Betroffenen sind depressiv, ausgebrannt oder haben Schmerzen ohne körperliche Ursache.
...fast zwangsläufig an, weil es hier keine wirklichen Probleme mehr gibt.
Die elementaren Nöte sind nicht mehr existent.
Da man aber trotzdem keine Lebensfreude verspürt, schaltet sich der Verstand dazu, und geht auf die "Suche" nach "Problemen", die er dann auch reichlich findet.
Das dient dazu, die Eigenverantwortung für seinen Zustand nach aussen abwälzen zu können.
Weil die Ursachen aber innen liegen und somit aussen niemals Lösungen für seine Seelenprobleme gefunden werden können, fängt der Verstand an, immer schneller zu rotieren, fügt den schon viel zu vielen Gedanken immer neue hinzu. Die Spirale dreht sich weiter.
Ein Ende ist nicht in Sicht...

Meditation ist die Lösung.
Sie beantwortet keine Fragen.
Die Fragen lösen sich auf.

Wem sich Meditation jedoch noch nie ereignet hat, ist es nicht möglich, sich ein Bild davon zu machen.
Dies aber wollen wir ständig. Wir wollen mit dem Verstand alles ergründen.
Meditation jedoch bedeutet die Abwesenheit des Verstandes.
Der Verstand bleibt uns dennoch erhalten, aber nur als vorzügliches Werkzeug, das uns dient.

Wir glauben immer, "wir" denken.
In Wirklichkeit werden wir aber "gedacht".
Denn wenn "wir" denken würden, könnten wir auch damit aufhören, wenn "wir" es wollen.
Alles, was "wir" tun, können "wir" nämlich auch lassen.

Die Lösung ist also im Verstand nicht zu finden.
Meditation löst alle Probleme auf.

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Oliver Resch 15.02.2011, 15:19
7. vor allem junge Frauen betroffen?

Interessant wäre eine Aufschlüsselung der Betroffenen nach Geschlecht. Meiner Erfahrung nach sind gerade jüngere Frauen von Burn-Out-Erkrankungen betroffen.

Aber wahrscheinlich werden solche Geschlechterstatistiken nicht zu veröffentlicht, um die geplante Quotenregelung für Frauen nicht noch mehr zu diskreditieren.

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libertarian 15.02.2011, 15:27
8. aha

Zitat von sysop
Vor allem jüngere Berufstätige sind betroffen: Die Zahl psychischer Erkrankungen hat laut dem DAK-Gesundheitsreport 2010 einen neuen Höchststand erreicht. Die Betroffenen sind depressiv, ausgebrannt oder haben Schmerzen ohne körperliche Ursache.
Zeichen der Zeit. Nein, nicht die Berufsbilder oder Ausbildungen sind anspruchsvoller geworden oder die Zeiten haerter; was hier zum Ausdruck kommt, ist das, was von interessierter Seite jahrzehntelang auf breiter Basis akzeptabel gemacht worden ist. Das ist die Kombination aus Psychoindustrie, irrationaler Pseudomedizin, erfundenen Krankheitsbildern, politsch getragene marxo-freudianisch-relativististische Denkweisen - und nicht zuletzt der bequeme Weg fuer viele "betroffene" Arbeitnehmer, sich ein paar Wochen zusaetzlichen Urlaub zu verschaffen.

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blue_plasma 15.02.2011, 15:28
9. Och nöööööö...

Zitat von ratxi
...fast zwangsläufig ... Meditation löst alle Probleme auf.
Vielen Dank für diesen schönen, blumigen Beitrag. Ich erachte seinen inhaltlichen Wert allerdings gegen Null strebend. Haben Sie denn schon einmal in einer Umgebung gearbeitet, in der die Vorgesetzten ihren Druck direkt auf ihre Untergebenen weitergeben? In der man praktisch nur noch reagieren statt agieren kann?

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